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Hopfenkäfer bis Hopfgarten (Bd. 6, Sp. 543 bis 544)
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Artikelverweis Hopfenkäfer (Plinthus porcatus Panz.), Rüsselkäfer mit erhabener Leiste auf dem Rückenschild, drei Längsleisten auf dem Rüssel und miteinander verwachsenen Flügeldecken, ist 1213 mm lang, braun, mit einzelnen gelbbraunen Schuppen, körnig punktiert. Die fußlose Larve ist 15 mm lang, hellgelb, mit glänzend braunem Kopf. Der Käfer erscheint im März und wird bis August gefunden. Das Weibchen legt seine Eier an die mit dem Rüssel verwundeten Hopfenfechser dicht über dem Boden. Die Larve frißt zuerst einen ziemlich oberflächlichen Gang in die Rinde und geht mit vorschreitendem Wachstum mehr und mehr nach innen, selten bis ins Mark. An einer Pflanze finden sich oft bis 20 und mehr Larven, die den Wurzelstock völlig zerstören können. Zur Bekämpfung des Käfers muß man verhindern, daß die Larve in den Wurzelstock gelangt. Man legt deshalb die Ranken 1 m lang auf den Boden, bedeckt sie mit Erde und läßt sie dann erst hochgehen. Die Larve findet nun zwischen der Stelle, wo die Eier lagen, und dem Wurzelstock einen langen Weg, und wenn der Hopfen im Herbst geschnitten wird, so befinden sich die Larven noch in den abgeschnittenen Fechsern. Auch bestreicht man die Ranken bis zu einer Höhe von 70 cm mit Kupfervitriolkalkmilch oder Petroleum, wodurch der Käfer abgehalten wird, in diesem untern Teil der Ranken seine Eier abzulegen.
 
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Hopfenklee, Hopfenluzerne, s. Medicago.
 
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Hopfenmehl, s. Lupulin.
 
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Hopfenöl, ätherisches Öl des Hopfens, wird durch Destillation der weiblichen Blütenkätzchen oder des Lupulins mit Wasser gewonnen (Ausbeute 0,31, bez. 3 Proz.), ist hellgelb bis rotbraun, riecht aromatisch, schmeckt nicht brennend, spez. Gewicht 0,8550,880, ist in Alkohol sehr schwer löslich, besteht aus einem Sesquiterpen (Humulen) und einem sauerstoffhaltigen Körper, der nicht näher bekannt ist. Die Destillationswässer von der Herstellung des Hopfenöls sind stark sauer und enthalten Baldriansäure, wohl auch Buttersäure. H. wirkt nicht narkotisch. Man benutzt es in der Bierbrauerei.

[Bd. 6, Sp. 544]



 
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Hopfenschimmel, s. Meyers Meltau.
 
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Hopfenseiher, s. Meyers Bier, S. 844.
 
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Hopfenspinner (Hepialus humuli L.), Schmetterling aus der Familie der Holzbohrer (Xylotropha), bis 6,8 cm breit, oben atlasweiß, unten braungrau, das Weibchen hell ockerfarben, auf den Vorderflügeln rötlich gestreift und gefleckt. Die Männchen fliegen abends vom Mai bis Juli und suchen die nichtfliegenden Weibchen. Die Raupe ist 5 cm lang, grauweiß, mit schwarzen Luftlöchern, Warzen und Borstenhaaren und brauem Nackenschild. Sie lebt vom Juni bis April in Wurzeln vom Löwenzahn, Ampfer, Brennessel, Nachtschatten, besonders von Hopfen, und kann sehr schädlich werden. Die Puppe ist dunkel gelbbraun.
 
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Hopfensteuer, s. Meyers Biersteuer.
 
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Hopfer, Daniel, Kupferstecher, war in der ersten Hälfte des 16. Jahrh. in Augsburg tätig und stach sehr gewandt eine große Anzahl von Blättern mit Darstellungen biblischer und profaner Gegenstände nach eignen und fremden Kompositionen (ein Beispiel enthält Tafel Meyers »Landsknechte«, Fig. 5). Er zeichnete seine Stiche mit seinen Initialen und der Zirbelnuß des Augsburger Stadtwappens. Hieronymus und Lambert H. sind wahrscheinlich seine Brüder gewesen. Ihre Stiche (230) gab der Nürnberger Kunsthändler Dav. Frank als »Opera Hopferiana« heraus.
 
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Hopfgarten, Marktflecken in Tirol, Bezirksh. Kitzbühel, 619 m ü. M., im Brixental an der Staatsbahnlinie Salzburg-Wörgl gelegen, hat ein Bezirksgericht, Tonwarenfabrik, Bierbrauerei, Elektrizitätswerk, Holzhandel und (1900) 1012 (die Landgemeinde 1832) Einw. H. ist Ausgangspunkt für die Besteigung der Hohen Meyers Salve (s. d.).
 
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Hopfgarten, 1) August, Maler, geb. 17. März 1807 in Berlin, gest. daselbst 26. Juli 1896, lernte anfangs bei Ruscheweyh, einem Bruder des Kupferstechers, besuchte dann die dortige Akademie und bildete sich hier bei Dähling und Wach aus. Als 1825 eins seiner Bilder den Preis davontrug, ging er nach Italien und blieb fünf Jahre in Rom. Dann schmückte er in Wiesbaden die Grabkapelle der Herzogin von Nassau mit Malereien und beteiligte sich 1835 in Berlin an den Fresken in der Schloßkapelle und im Museum. Seine ideal aufgefaßten Staffeleibilder biblischen, historischen und romantischen Inhalts sind von sorgfältiger Zeichnung und reichem Kolorit, z. B. die Schwäne fütternden Mädchen (durch Lithographie weitverbreitet), Boas und Ruth, die Schmückung einer Braut, Tasso und Leonore von Este nach Goethe (1839, Nationalgalerie in Berlin), Arminia sucht ihren Geliebten unter den Hirten (nach Tasso) und die Rosen der heil. Elisabeth. Er war Professor und Mitglied der Berliner Akademie.
   2) Alexander Emil, Bildhauer, geb. 1821 in Berlin, gest. 1856 in Wiesbaden, studierte auf der Berliner Akademie und unter Professor Wichmann und bildete sich seit 1838 in Rom bei Emil Wolff und Wagner. Nachdem er sich durch eine Gruppe: Merkur erfindet die Leier, bekannt gemacht, ging er nach Wiesbaden, wo er als Hofbildhauer für den Herzog von Nassau tätig war. Er schuf hier unter anderm den Sarkophag der Herzogin Elisabeth mit der ruhenden Figur der Verstorbenen (in der russischen Kapelle) und die Gruppe: Christus und die vier Evangelisten für die evangelische Kirche.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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