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Hook bis Hoosac Mountains (Bd. 6, Sp. 539 bis 540)
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Artikelverweis Hook., bei Pflanzennamen Abkürzung für W. J. Meyers Hooker (s. d.); Hook. fil., für J. D. Meyers Hooker (s. d.).
 
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Hooker, Mount (spr. maunt hucker), Berg der kanadischen Rocky Mountains im Quellgebiete des Athabasca und Columbia, lange fälschlich für den höchsten Berg des Felsengebirges gehalten, nach Wilcox aber nur 3460 m hoch (der benachbarte Mount Brown nur 3200 m).
 
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Hooker (spr. hucker), 1) Sir William Jackson, Botaniker, geb. 6. Juli 1785 in Norwich, gest. 12. Aug. 1865 in Kew, bereiste 1809 Island und wurde 1815 Professor in Glasgow und 1839 Direktor des Botanischen Gartens in Kew, der unter seiner Leitung das erste Institut dieser Art in der Welt geworden ist. Er richtete Museen ein für Pflanzenprodukte, die in Beziehung zum praktischen Leben stehen, und bemühte sich, die Wissenschaft fürs Leben zu verwerten; in diesem Sinne haben die Kew-Emissare in den Kolonien Außerordentliches geleistet. H. sorgte für Anlegung von Kolonialgärten, die alle wieder mit den Gärten in Kew zusammenhängen und mit diesen ein gleiches Ziel verfolgen. Die Floristik und die systematische Botanik in ihrem ganzen Umfang sind durch ihn wesentlich gefördert worden. Er schrieb: »A tour in Iceland« (Yarmouth 1811; 2. Aufl., Lond. 1813, 2 Bde.); »Flora scotica« (das. 1821); »Exotic flora« (Edinb. 182327, 3 Bde.); »Flora boreali-americana« (Lond. 183340, 2 Bde.); »The British flora« (das. 183036, 2 Bde.; 8. Aufl. 1860) und die mit Walker-Arnott verfaßten Schriften: »The botany of Captain Beechey's voyage« (1839); »Notes on the botany of the antarctic voyage« (1843) und »Niger flora« (1849); »Botanical illustrations« (Edinb. 1822); »Icones plantarum etc.« (Lond. 183754, 10 Bde.); »A century of orchidaceous plants« (das. 1846, 8 Bde.); »Victoria regia« (1851); »Kew gardens, or a popular guide to the royal botanic gardens at Kew« (1847); »Museum of economic botany, or a popular guide to the Museum of the royal gardens of Kew« (1855); »Genera filicum« (1842); »Species fi ti cum« (184664, 5 Bde.); »Filices exoticae« (1859); »The British ferns« (1861); »Garden ferns« (1862); »Icones filicum« (mit Greville; 182931, 2 Bde.); »British Jungermanniae« (1816); »Plantae cryptogamicae, quas in plaga orbis novi aequinoctiali collegerunt Humboldt et Bonpland« (1816); »Musci exotici« (181820, 2 Bde.); »Muscologia britannica« (mit Taylor; 1818, 2. Aufl. 1827). H. redigierte auch seit 1834 das 1787 von Curtis gegründete »Botanical Magazine« und gab außerdem ein »Botanical Miscellany« (Lond. 183033) und das »London Journal of botany« (seit 1834) heraus. Vgl. seines Sohnes Joseph Dalton H. »Sketch of life and labours of Sir W. J. H.« (Lond. 1903).
   2) Joseph, nordamerikan. General, geb. 13. Nov. 1814 in Hadley (Massachusetts), gest. 31. Okt. 1879 in New York, in der Militärakademie von West Point ausgebildet, focht als Artillerieoffizier im Kriege gegen Mexiko, erhielt dann eine Anstellung im Quartiermeisterstab in Washington, nahm 1853 seinen Abschied und lebte als Farmer in Kalifornien. Als der Bürgerkrieg ausbrach, erhielt er 1861 den Befehl über eine Brigade Freiwilliger und rückte bald zum Divisionär auf. In allen virginischen Schlachten. bei Williamsburg, Seven Pines, Fair Oaks, wie 1862 in der zweiten Schlacht von Bull-Run, bei Antietam Creek und Fredericksburg, bewährte er sich ausgezeichnet und entwickelte eine so glänzende Tapferkeit, daß ihm die Soldaten den Beinamen Fighting Joe (fechtender Joseph) gaben. Im Januar 1863 wurde er zum Nachfolger Burnsides im Oberkommando der Potomacarmee ernannt, nach der Schlacht bei Chancellorsville aber 28. Juni durch General Meade ersetzt. Unter Grant nahm er wieder einen glänzenden Anteil an der Schlacht von Chattanooga (im November 1863) und wurde dann Shermans Armee beigegeben. Er wurde darauf Militärgouverneur und 1868 als Generalmajor der regulären Armee zur Disposition gestellt.
   3) Joseph Dalton, Botaniker, Sohn von H. 1), geb. 30. Juni 1817 zu Halesworth in Suffolk, studierte in Glasgow 183539 und begleitete als Arzt den Kapitän Roß auf der antarktischen Expedition des Erebus und Terror (183943), auf der er Kergrelenland, Neuseeland, Australien, Fuegia und die Falklandinseln zur botanischen Erforschung bereiste. 1847 besuchte er die mittlern Teile des Himalaja und einen Teil Tibets, ging dann mit dem Botaniker Th. Thomson nach Bengalen und an die Grenzen Assams und kehrte 1851 mit ca. 6000 neuen Pflanzenarten etc. nach England zurück. 1855 wurde er Subdirektor von Kew Garden und 1865 Direktor dieses Instituts, dem er bis Ende 1885 vorstand. 1871 ging er nach Marokko und bestieg den Großen Atlas, 1877 durchreiste er Nordamerika von Ozean zu Ozean. Außer zahlreichen floristischen Arbeiten lieferte H. verschiedene systematisch-monographische Arbeiten, besonders über die Balanophorazeen, Nepenthazeen und Welwitchia. Von hoher pflanzengeographischer Bedeutung sind Hookers Arbeit über die Verbreitung der arktischen Pflanzen und eine Einleitung in die Flora Tasmanias (1860), in denen er, vor Darwins epochemachendem Werk über die Entstehung der Arten, die verschiedenen Verwandtschaftsgrade der heute existieren den Arten, ihren Ursprung und ihre Geschichte festzustellen versucht hatte. Er schrieb: »Botany of the antarctic voyage«, die aus drei Teilen besteht: »Flora antarctica« (Lond. 184447, 2 Bde.), »Flora Novae Zelaudiae« (das. 185355, 2 Bde.) und »Flora Tasmaniae« (1860, 2 Bde.); »The Rhododendrons of Sikkim Himalaya« (184951, 3 Tle.); »Illustrations of Himalayan plants« (1855); »Himalayan Journal« (1854, neue Ausg. 1891); »Tour in Morocco and the Great Atlas« (1878); »Handbook of New Zealand flora« (1867); »The student's flora of the British islands« (1870, 3. Aufl. 1884) und die Biographie seines Vaters (s. oben). Mit Thomson

[Bd. 6, Sp. 540]


schrieb er: »Flora indica« (1855, unvollendet), mit J. Bentham »Genera plantarum« (186283, 3 Bde.) und in Verbindung mit andern Botanikern »Flora of British India« (187298, 7 Bde.).
 
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Hookescher Schlüssel, s. Kuppelung.
 
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Hooksiel, Hafenort für Jever im Großherzogtum Oldenburg, an der Mündung des von Jever kommenden Siels, hat Schiffswerften, eine Ziegelei, Vieh- und Baumaterialienhandel, Molkerei, ein Seebad und (1900) 493 Einw.
 
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Hoopa, Indianerstamm, s. Meyers Hupa.
 
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Hoorn (Horn), Kap, gewöhnlich als Südende Amerikas angenommen, ist die südliche Spitze der kleinen, 565 m hohen Insel H., unter 55°58´ 41´´ südl. Br. und 67°10´ 53´´ westl. L. Es wurde 1616 von Le Maire und Schouten nach der Vaterstadt des letztern benannt und besteht aus einem steilen Vorgebirge (150 m), dessen Umschiffung der heftigen Brandung, der starken Strömung und der heftigen Südweststürme halber früher gefürchtet war, jetzt aber von den meisten Segelschiffen (besonders auf der Fahrt aus dem Stillen in den Atlantischen Ozean) unternommen wird, während Dampfer die Magalhãesstraße benutzen. Die Südspitze der zur Insel Hoste gehörenden Halbinsel Hardy heißt gewöhnlich das falsche Kap H., weil sie lange für das Südende des Feuerlandes gehalten wurde. Bei ihm, in der Oranienbai (55°31´ südl. Br.), lag die französische Polarstation 188283.
 
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Hoorn (Horn), Stadt in der niederländ. Provinz Nordholland, nordöstlich von Amsterdam, an einem Busen des Zuidersees (Hoornsche Hop genannt), Knotenpunkt an der Eisenbahn Zaandam-Enkhuizen, hat 7 Kirchen, eine Synagoge, ein altes Stadthaus, ein Standbild des indischen Gouverneurs Coen (seit 1893), ein Museum, eine höhere Bürgerschule, einen guten Hafen (durch einen Kanal mit Alkmaar verbunden), Holzsägemühlen, Zigarrenfabriken, Segeltuchfabriken, Schiffbau, Fischerei, bedeutenden Handel mit Vieh, Butter und Käse und (1900) 10,647 Einw. H. ist Geburtsort des Seefahrers Walter Cornelis Schouten. H. war im 17. Jahrh. eine blühende Stadt, von deren Reichtum noch stattliche, mit Skulpturen geschmückte Häuser Zeugnis ablegen. 1799 wurde es von den Engländern eingenommen, aber nach dem Treffen bei Bergen wieder geräumt.
 
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Hoorne (Hornes), Philipp II. von Montmorency-Nivelle, Graf von, niederländ. Edelmann, geb. 1518, gest. 5. Juni 1568, Sohn Josephs von Montmorency-Nivelle und Annas von Egmond und Stiefsohn des Grafen H., der ihn zum Erben einsetzte. H. wurde unter Philipp II. Kapitän einer Ordonnanzkompagnie, Mitglied des Staatsrats der Niederlande, Admiral von Flandern sowie Gouverneur von Geldern und Zütphen. In der Schlacht bei St.-Quentin (10. Aug. 1557) zeichnete er sich aus; auch an dem Siege bei Gravelines (13. Juli 1558) halte er bedeutenden Anteil. Er war wegen seiner grämlichen Streitsucht nicht beliebt. Mit dem Grafen Egmond verbunden, teilte er dessen Neigung, der Krone Spanien treu zu bleiben und die Rechte des Adels zu wahren, half Granvella stürzen und trat im Staatsrat für Mäßigung und Duldung gegen die Protestanten ein, blieb aber im Vertrauen auf seine Schuldlosigkeit in den Niederlanden und folgte sogar einer Einladung Albas nach Brüssel, wo er 9. Sept. 1567 verhaftet wurde. Er wurde mit Egmond vor den Blutrat gestellt, wie dieser zum Tode verurteilt und in Brüssel enthauptet. Ein Denkmal (von A. Fraikin) wurde ihm und dem Grafen Egmond gemeinschaftlich in Brüssel errichtet (vgl. Tafel Meyers »Bildhauerkunst XVII«, Fig. 9). Sein Bruder Floris von Montigny starb 1570 zu Simancas in Spanien eines gewaltsamen Todes. Vgl. Juste, Le comte d'Egmont et le comte de Hornes (Brüff. 1862).
 
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Hoorninseln (Horninseln), Inselgruppe im Stillen Ozean, seit 1888 französisch, unter 14°14´ südl. Br. und 178°7´ westl. L., besteht aus den Inseln Futuna, 115 qkm groß, mit 2500 katholischen polynes. Einwohnern, und Alofi, 44 qkm groß und unbewohnt. Sie sind beide hoch (Futuna 762 m), häufig von Erdbeben heimgesucht, aber fruchtbar und von dichter Vegetation bedeckt. Die allein bewohnten Küsten sind voll Kokospalmen und Pflanzungen, aber von gefährlichen Korallenriffen umgeben; der einzige Hafen ist Singawi.
 
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Hoosac Mountains (spr. hūsack mauntīns), Gebirgszug an der Westgrenze des nordamerikan. Staates Massachusetts, eine südliche Fortsetzung der Green Mountains (im Saddle Mountain 2110 m). Die Boston-Albany-Bahn durchschneidet ihn im 7,6 km langen Hoosactunnel, dem größten nordamerikanischen Eisenbahntunnel, der 185574 für 20,2 Mill. Doll. erbaut wurde.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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