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Honoter bis Höntrop (Bd. 6, Sp. 536 bis 537)
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Artikelverweis Honoter, soviel wie Storch.
 
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Honourable (engl., spr.ónnĕrĕbl, »ehrenwert, edel«, abgekürzt Hon.) ist Ehrentitel vor dem Namen der Söhne der Mitglieder des hohen Adels, die keinen Titel führen. Der Titel Most H. gebührt dem Marquis, der Titel Right H, den Earls, Viscounts und Baronen und sämtlichen Mitgliedern des Geheimen Rates (Privy council). Den Titel H. führen auch die Mitglieder des Unterhauses, in den Vereinigten Staaten und den britischen Kolonien die Minister, Mitglieder des Staatsrats oder des Senats.
 
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Honourable Artillery Company (spr. ónnĕrĕblartillerĭ kómpĕni), die älteste Formation englischer Freiwilligen (Volunteers, vgl. Großbritannien, S. 376), 1 Bataillon Infanterie und 2 Batterien Artillerie, die sich in der City von London ergänzen. Die 11. bestand schon vor Erfindung der Feuerwaffen.
 
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Honover, eine von Anquetil-Duperron herrührende Verunstaltung der Worte Ahuna-vairya (s. Meyers Ahunavairya).
 
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Hont, Komitat in Ungarn, am linken Donauufer, wird von den Komitaten Bars, Sohl, Neograd, Pest und Gran, bez. von der Donau begrenzt und umfaßt 2650 qkm (48,1 QM.) mit (1901) 130,734 meist slowakischen und magyar. (römisch-katholischen u. evangelischen) Einwohnern. Sitz des Komitats, das nach dem südöstlich von der Eipel bei dem Dorf H. gelegenen, jetzt verfallenen Schloß H. benannt wird, ist der Markt Meyers Ipolyság (s. d.). Das ehemalige Komitat Kis- Hont (spr. kisch-hont) wurde 1802 mit dem Komitat Gömör (s. d.) vereinigt.
 
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Honte (Westerschelde), die (jetzt einzige) Mündung der Meyers Schelde (s. d.) in den Niederlanden.
 
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Honter (Honterus), Johannes, Reformator des siebenbürgischen Sachsenlandes, geb. 1498 in Kronstadt, gest. daselbst 23. Jan. 1549 als Stadtpfarrer. Er hat die Reformation in Kronstadt und Hermannsburg begründet, die Sachsen zu einem evangelischen Kirchenverband vereinigt und ihnen 1547 eine Kirchenordnung gegeben, die 1550 von der Landessynode bestätigt wurde. Honters »Ausgewählte Schriften« gab Netoliczka heraus (Wien 1898); sein Denkmal (von Harro Magnussen) wurde 1898 in Kronstadt enthüllt. Vgl. Höchsmann, Johannes H., der Reformator Siebenbürgens (Wien 1896).
 
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Honteux (spr. ongtȫ, weibl. honteuse), Scham erregend oder empfindend, schändlich; partie honteuse, der Teil einer Sache, dessen man sich zu schämen hat, Schandfleck; parties honteuses, Schamteile.
 
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Hontheim, Johann Nikolaus von, kath. Theolog, geb. 27. Jan. 1701 aus einem alten Patriziergeschlecht in Trier, gest. 2. Sept. 1790, besuchte die Jesuitenschule in Trier und widmete sich hier, in Löwen und Leiden dem Studium der Rechte, trat dann in den geistlichen Stand, machte sich in Rom mit der römischen Kurialpraxis bekannt und wurde 1728 ordentlicher Beisitzer am Generalvikariat, bald darauf Professor der Pandekten und des Kodex in seiner Vaterstadt, 1738 Vorstand des Koblenzer Offizialats, 1742 Geheimrat des Erzbischofs Franz Georg und 1748 Weihbischof des Erzbistums Trier. Die zehn letzten Jahre seines Lebens verweilte er meist auf seiner Herrschaft Montquintin (Luxemburg), wo er auch starb. Seiner »Historia Trevirensis diplomatica« (Trier 1750, 3 Bde.; dazu: »Prodromus«, das. 1757, 2 Bde.) folgte unter dem Pseudonym Justinus Febronius das berühmte Buch »De statu ecclesiae et legitima potestate romani pontificius liber singularis« (Frankf. 1763), worin er klar und gelehrt in Anlehnung an die Grundsätze des Gallikanismus (s. Meyers Gallikanische Kirche) die Anmaßungen der Kurie darlegte und die Unterordnung des Papstes unter ein allgemeines Konzil sowie die Einsetzung der Bischöfe in die ihnen von den Päpsten entrissenen Rechte forderte. Das Werk, das er dem Papst selbst gewidmet hatte, wurde öfters nachgedruckt und in mehrere Sprachen übersetzt, vom Papst aber verboten und in Rom verbrannt. Als H. endlich als Verfasser entdeckt war, nötigte man den 77jährigen Mann 1778 zum Widerruf, der jedoch, wie sein »Febronii commentarius in suam retractationem« (Wien 1781) bewies, nicht ernstlich gemeint war. Vgl. O. Mejer, Febronius, Weihbischof v. H., und sein Widerruf (2. Ausg., Tübing 1885); Küntziger, Fébronius et le febronianisme (Brüssel 1889).
 
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Honthorst, Gerard van, holländ. Maler, geb. 4. Nov. 1590 in Utrecht, gest. daselbst 27. April 1656, war ein Schüler Abraham Bloemaerts, vollendete aber seine Ausbildung in Rom, wo er besonders Caravaggios Werke studierte. 1622 trat er in die Utrechter Malergilde, 1637 in die des Haag ein, wo er bis 1652 tätig war. Um 162021 hatte er sich in London aufgehalten, wo er für Karl I. arbeitete und der vertriebenen Königin Elisabeth von Böhmen und ihren Kindern Unterricht erteilte. 1628 kehrte er noch einmal dorthin zurück, um ein allegorisches Bild mit Bildnissen der königlichen Familie zu malen. Die Prinzen von Oranien, Friedrich Heinrich u. Wilhelm II., ernannten ihn zum Hofmaler und gaben ihm zahlreiche Aufträge. In seinen Werken mischen sich die Einflüsse Bloemaerts und Caravaggios. Zumeist wendete er nächtliche Beleuchtung durch Kerzen- oder Lampenlicht an, weshalb er von den Italienern den Beinamen Gherardo dalle notti erhielt. Solche Bilder pflegen eine etwas schwere gelbe Farbe im Licht und wenig durchsichtige Schatten zu haben. Vortrefflich, von klarer, vertriebener Behandlung, einfacher und natürlicher Auffassung sind die bessern seiner Bildnisse, deren er seit 1637 eine große Zahl gemalt hat. Von den geschichtlichen und Genrebildern seiner ersten Periode sind hervorzuheben: die Befreiung Petri, Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht und das Puffspiel (Berliner Museum), Christus vor Pilatus (Hofmuseum in Wien), die Verleugnung Petri (Wien, Galerie Liechtenstein), der Zahnarzt (Dresdener Galerie), das Konzert (Paris, Louvre), der fröhliche Musikant (Amsterdam, Reichsmuseum), der verlorne Sohn und Ceres die Proserpina suchend (München, Pinakothek). Sein Bruder Wilhelm (geb. 1604 in Utrecht, gest. daselbst 19. Febr. 1666), ebenfalls Geschichts- und Bildnismaler, hielt sich von 164664 am Berliner Hof auf, wo er den Großen Kurfürsten und Mitglieder seiner Familie malte. Seine in den Galerien von Berlin, Amsterdam und Schwerin befindlichen Bildnisse gleichen

[Bd. 6, Sp. 537]


denen Gerards, sind indes noch etwas glätter und verschmolzener in der Ausführung.
 
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Höntrop, Dorf im preuß. Regbez. Arnsberg, Landkreis Gelsenkirchen, an der Staatsbahnlinie Ruhrort-Holzwickede, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Denkmal Kaiser Wilhelms I., Steinkohlenbergbau und (1900) 5203 Einw.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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