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Hönheim bis Honigfarben (Bd. 6, Sp. 531 bis 533)
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Artikelverweis Hönheim, Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Landkreis Straßburg, Kanton Schiltigheim, am Rhein-Marnekanal, hat (1900) 2201 Einw.
 
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Honig (lat. Mel), der von den Bienen, besonders der Honigbiene (Apis mellifica, s. Bienen), aus den Nektarien der Blüten gesammelte, in ihrem Körper verarbeitete und in besondere Zellen des Bienenstockes entleerte süße Saft. Die aus dem Stocke genommenen Waben kommen ohne weitere Zubereitung in den Handel (Scheibenhonig), oder man zerschneidet sie und läßt den H. frei ausfließen (Jungfernhonig). Werden die Waben schließlich ausgepreßt (Preßhonig) und ausgekocht, so erhält man den Seimhonig. Tafelhonig ist reiner guter H Vorteilhafter wird der H. mit der Zentrifugalmaschine (s. Tafel Meyers »Bienenzucht«, Fig. 13) unter Erhaltung der Waben gewonnen (Schleuderhonig). Der von den Bienen im Frühjahr angesetzte Maihonig übertrifft den Herbsthonig an Wohlgeschmack, ebenso der Kraut- oder Landhonig, den die Bienen aus vielen verschiedenen Blumen sammeln, den Heidehonig, der nur von dem Heidekraut (Calluna) und Buchweizen stammt. Als bester H. gilt der von Lindenblüten stammende Lindenhonig. H. ist eine gelbliche oder bräunliche, mehr als sirupdicke, anfangs fast durchsichtige Flüssigkeit vom spez. Gew. 1,4151,440, die nach längerm Aufbewahren blumenkohlartige Kristallisationen von Zucker absetzt, auch wohl ganz zu einer kristallinischen Masse erstarrt; er schmeckt süß, oft ein wenig scharf, riecht angenehm balsamisch; doch richten sich Geruch und Geschmack, auch die Farbe, bemerkbar nach den Pflanzen, von denen der H. stammt. Die Gewinnung beeinflußt ebenfalls die Farbe, Schleuderhonig ist heller als Preßhonig. Giftige Pflanzen können giftigen Honig geben (vgl. Delibal). Der H. enthält etwa 7580 Proz. Trockensubstanz, davon 70 Proz. Zucker und zwar Fruchtzucker (Levulose)

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und Traubenzucker (Dextrose), welch letzterer allmählich kristallisiert; er enthält ferner, solange er frisch ist, etwas Rohrzucker, außerdem Protemkörper (11,2 Proz.), Ameisensäure, Farbstoff, Schleim (0,1 Proz.), Mineralstoffe etc. H. reagiert schwach sauer (Gehalt an Ameisensäure), polarisiert nach links (wegen des vorwiegenden Gehalts an Fruchtzucker), doch kommen auch reine Naturhonige vor, die schwach nach rechts polarisieren. Rußland, Polen, Ungarn, Griechenland, Spanien, Frankreich, Deutschland und Amerika liefern bedeutende Mengen H. Unter den Handelssorten ragen hervor: der Havanna- und der Illinoishonig (weißlichgelb, kristallinisch, wenig aromatisch), der H. von Valparaiso und Santo Domingo, der italienische (besonders der römische, der sehr häufig verfälscht wird), der französische, besonders der von Narbonne, der polnische, und von den deutschen Sorten der holsteinische gelbe. Der ungarische H. ist gering. H. geht leicht in Gärung über und muß an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Kristallinisch gewordener H. wird wieder klar beim Erwärmen. Für medizinische Zwecke reinigt man H., indem man ihn mit 2 Teilen Wasser eine Stunde bis nahe auf 100° erhitzt, dann auf 50° abkühlen läßt, filtriert und im Dampfbad zur Sirupskonsistenz verdampft. Auch setzt man vor dem Filtrieren von seinem Pulver befreite, grob zerstoßene Holzkohle oder in Wasser gerührtes Filtrierpapier und, wenn er sauer reagiert, etwas Schlämmkreide zu. Verfälschungen von H. sind recht häufig. Wichtiger aber ist die Herstellung von Kunsthonig (in Preußen jährlich ca. 56,000 Ztr.) aus Stärkezuckersirup und Fruchtzucker (invertiertem Rübenzucker). Wird künstlich hergestellter Invertzucker auf richtige Konzentration gebracht und mit einigen Bestandteilen des Honigs, wie Mineralstoffe, organische Säuren, Wachs, Farbstoff etc., selbst Blütenstaub, versetzt, so ist das Fabrikat chemisch von echtem H. nicht sicher zu unterscheiden. Deutschland produziert jährlich etwa 200,000 dz H., führte aber 1903: 30,321 dz (auch künstlichen H.) im Werte von 1,4 Mill. Mk. ein, davon etwa die Hälfte aus Chile, doch ist dieser chilenische H. gar kein H., sondern Palmensaft, der von Lebkuchen- und Bonbonfabrikanten gern verarbeitet wird. Man benutzt den H. als Genußmittel, zu Backwaren (Honigkuchen, Lebkuchen, Pfefferkuchen) und Konfitüren, zur Konservierung von Früchten und andern Nahrungsmitteln, zu Getränken (Honigwein, Honigbier, Honigobstwein, Met etc.), in den Apotheken zur Darstellung einiger Präparate (Rosenhonig, Sauerhonig etc.). H. ist ein gesundes Nahrungsmittel, ein Eßlöffel voll H. enthält 75 Wärmeeinheiten, also mehr als ein Ei und ist nahrhafter als Malzextrakt. In der Schweiz, in Frankreich etc. wird H. vorzugsweise zum Frühstück genommen. H. war eins der ersten Nahrungsmittel der Menschen. Milch und H. oder der Extrakt der feinsten Teile daraus war die Kost der Götter (Ambrosia); Zeus, als Zögling der Honignymphe Melissa, ist auch Mischkünstler dieses Honigtrankes. Als er seinen Vater Kronos überfallen wollte, schläferte er ihn durch H. ein. Die Alten glaubten, daß der H. als Tau vom Himmel falle; in der nordischen Götterlehre träufelt von der heiligen Esche der Tau (Hunangsfall, Honigfall) auf die Erde, und von ihm nähren sich die Bienen. Der griechische Mythus läßt die Nährerinnen des Zeus, die Bienen, endlich von diesem mit der Kunst belohnt werden, den H in Wachstafeln, als Kost für den Winter, zu bewahren. Bei Moses und in den Psalmen, im Hohenlied Salomos und an andern Orten der Bibel wird des Honigs rühmend gedacht; Johannes der Täufer lebte in der Wüste zum Teil von H. Bei den Hebräern durfte H. nicht zu Speiseopfern benutzt werden; nur Erstlinge vom H. wurden dargebracht, gehörten aber den Priestern. Homer, Euripides, Ovid, Vergil besingen den H. wegen seiner trefflichen Eigenschaften. Nach Diodor von Sizilien bildete H. die Hauptnahrung vieler Völker Italiens. Nach Platon opferte man in den ältesten Zeiten den Göttern nichts als mit H. bestrichene Früchte. Allgemein hielt man H. für ein treffliches Nahrungs- und Heilmittel. Doch kannte man auch die giftigen Eigenschaften manchen Honigs (Sprichwörter), und der pontische H. war durch Xenophons Rückzug berüchtigt genug. Der H. von Hyble in Sizilien und vom Hymettos in Attika war wegen seines Aromas berühmt, der von Korsika stand in üblem Ruf wegen seines Taxusgeschmacks. Auch der Koran erwähnt den H., und arabische Ärzte haben mehrfach davon gehandelt. Nach Strabon legten die alten Assyrer Leichen in H., um sie zu konservieren; auch Agesipolis, König von Sparta, Agesilaos und Alexander d. Gr. wurden nach ihrem Tod in H. gelegt. Auch Skythen und Perser, später auch andre Völker, wie die Römer, benutzten H. zum Einbalsamieren der Leichen. Der Kaiser Iustinianus wurde mit H. und Wachs einbalsamiert. Ebenso benutzte man H. zur Konservierung von Früchten und andern Nahrungsmitteln. Durch die Einführung des Zuckers und die Verminderung des Wachsverbrauchs zu Kerzen sank die Bedeutung des Honigs sehr erheblich. Vgl. Arnold, Der H., dessen Bedeutung, Wert und Verwendung (Ansbach 1886); Lahn, Lehre der Honigverwertung (2. Aufl., Oranienburg 1888); Pauly, Der H. und seine praktische Verwertung (2. Aufl., Graz 1890); Eckhoff, Der reine Bienenhonig (Vegesack 1893); »Denkschrift über den Verkehr mit H.«, ausgearbeitet im kaiserlichen Gesundheitsamt (Berl. 1903).
 
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Hoenig, Fritz, Militärschriftsteller, geb. 30. April 1848 in Bornheim, Kreis Bonn, gest. 12. März 1902 in Halberstadt, trat 1865 in die Armee, nahm an den Kriegen von 1866 und 1870/71 teil, wurde 1876 als Hauptmann verabschiedet und widmete sich in Friedenau bei Berlin der Schriftstellerei. Von hoher geistiger Begabung mit dem Drang nach rücksichtsloser Erforschung. der Wahrheit geriet H. oft mit amtlichen Darstellungen in Widerspruch und schuf sich mächtige Gegnerschaft. Er schrieb: »Zwei Brigaden« (Berl. 1882; neu bearbeitet als »Untersuchungen über die Taktik der Zukunft«, 4. Aufl. 1894); »Die Mannszucht in ihrer Bedeutung für Staat, Volk und Heer« (1882); »Handbuch für den Turn- und Waffenunterricht der Jugend« (mit Scheibert, 1882); »Über die Bewaffnung, Organisation und Verwendung der Reiterei« (1883); »Die Kavalleriedivision als Schlachtenkörper« (1884) und »Taktische Direktiven für die Formation und Führung der Kavalleriedivision« (1884), letztere drei Schriften anonym; »Prinz Friedrich Karl von Preußen« (1885); »Geschichte der Feste Weichselmünde« (1886); »Oliver Cromwell« (188789, 4 Tle.); »Vierundzwanzig Stunden Moltkescher Strategie« (Gravelotte, St.-Privat; 1891, 3. Aufl. 1897); »Gefechtsbilder aus dem Kriege 1870/71« (189194, 3 Bde.); »Das große Hauptquartier und die Oberkommandos am 17. und 18. August 1870« (4. Aufl. 1892); »Der Kampf um die Steinbrüche von Rozerieulles« (1892); »Der Volkskrieg an der Loire im Herbst 1870« (189397, 6 Bde. u. 2 Ergänzungshefte); »Die Entscheidungskämpfe des Mainfeldzuges an der Fränkischen Saale« (2. Aufl. 1898); »Die

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Wahrheit über die Schlacht von Vionville« (1899) u. a., sämtlich in Berlin erschienen. Seit 1884 war H. Schriftleiter der »Deutschen Heereszeitung«
 
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Honigameise, s. Meyers Ameisen, S. 419.
 
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Honigbären, s. Meyers Bärenfelle.
 
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Honigbaum, s. Koompassia.
 
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Honigbiene, s. Bienen.
 
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Honigdachs (Mellivora Storr.), Raubtiergattung aus der Familie der Marder (Mustelidae), plump gebaute Tiere mit langer Schnauze, kleinen Ohren und Augen, kurzen, starken Beinen, langen Scharrkrallen an den Zehen der Vorderfüße und kurzem Schwanz. Der Ratel (M. capensis F. Cur.), 45 cm lang, mit 25 cm langem Schwanz und langer Behaarung, ist oberseits aschgrau, unterseits, an der Schnauze und den Beinen schwarzgrau, gewöhnlich mit hellgrauem Seitenstreifen. Der Ratel lebt in Mittel- und Südafrika in selbstgegrabenen Höhlen, hält sich am Tage verborgen und jagt nachts auf kleine Säugetiere oder Vögel, Schildkröten, Schnecken, Würmer, auch frißt er Wurzeln und Früchte, vor allem stellt er den Bienen nach und richtet in Hühnerställen oft großen Schaden an. Er ist langsam und ungeschickt, vermag sich aber erstaunlich schnell in die Erde einzugraben. Wo er dies nicht kann, beißt er energisch und fällt selbst Menschen an, macht auch von seinen Stinkdrüsen Gebrauch. Er soll mit zwei oder drei Weibchen leben und diese niemals aus den Augen lassen. Jung eingefangene Ratels werden zahm.
 
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Honigdrüse, s. Nektarien.
 
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Honigfalk, s. Meyers Weihen.
 
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Honigfarben, soviel wie Aquarellfarben.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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