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Hon bis Hondūrasgolf (Bd. 6, Sp. 527 bis 530)
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Artikelverweis Hon., in England gebräuchliche Abkürzung für Meyers Honourable (s. d.).
 
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Honau (spr. chŏnan), eine der innern Provinzen Nordchinas, zwischen 31,5 und 37° nördl. Br., im S. von den Zuflüssen des Han, im O. vom Hwaiho und seinen Zuflüssen bewässert, im N. vom Hwangho durchzogen, 176,000 qkm groß mit etwa 22 Mill. Einw. (125 auf 1 qkm). Der Osten ist eben, den Westen erfüllen aus metamorphischen Formationen und Granit zusammengesetzte Bergketten, deren bedeutendste, der Funjuschan, bis 2400 m aufsteigt, aber von zwei nur 240 und 330 m hohen Pässen durchschnitten wird; das an sein Südostende sich anschließende Hwaigebirge ist viel niedriger. Dagegen erreicht der Sungschan, der mittlere der fünf heiligen Berge Chinas, im N. des Funiu 2440 m. Zwischen Funiu und dem Hwangho erstreckt sich ein verworfenes, hoch mit Löß bedecktes Schollenland. Den Norden durchzieht der Hwangho mit dem Loho, die übrigen Flüsse gehen wie der Schaho mit seinen Quellflüssen zum Hwaiho oder, wie Paiho und Tangho, zum Hankiang. Das Klima ist mild, der bis zu den Kuppen der höchsten Hügel angebaute, reichlich bewässerte Boden (Löß) äußerst fruchtbar; namentlich die Ebene von Hwaikingfu gilt als der Garten Chinas. Hauptprodukte sind Weizen, Mais, Reis, Hirse, Mohn (zur Opiumgewinnung), Baumwolle, die herrlichsten Früchte, darunter die meisten europäischen, sowie Kakifeigen (Diospyros Kaki), Buddhahandzitronen, wilde Seide u. a. Der südliche Teil der Provinz birgt große Eisenerzlager, in deren Nähe auch Kohlen. Man gewinnt Kupfer; Zinnober, Talk, Solquellen sind vorhanden, große Steinsalzlager werden vermutlich noch erschlossen werden. Von den Gewerben ist vornehmlich die Seidenfabrikation von Bedeutung. Luschan ist Sitz einer starken Glaswarenindustrie. Hauptstadt ist Meyers Kaiföng (s. d.). Die Provinz wurde 1887 durch Überschwemmungen des Hwangho äußerst schwer betroffen. Die Stadt H., 190 km westlich von Kaiföng, links am Lobo, liegt im Knotenpunkt mehrerer wichtiger Handelsstraßen, ist reich an Ruinen und an Gräbern der Fürsten früherer Dynastien, deren Residenz Loyang hier lag.
 
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Honberg, Schloßruine, s. Meyers Tuttlingen.
 
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Honda, 1) San Bartolomeo de, Stadt im Depart. Tolima der Republik Kolumbien, 210 m ü. M., an der Mündung des Guali in den Magdalenenfluß und am Fuß der Stromschnellen (Salto de H.), mit denen die Schiffahrt endet, ist daher ein nicht unwichtiger Handelsplatz. Die rings von Bergen umgebene Stadt hat ein sehr heißes Klima (29,5°), enge, schmutzige Straßen und 3000 Einw. H. ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls und Sammelplatz für die nach Bogota und Manizales bestimmten Waren sowie den Tabak von Ambalema. Eine kleine Eisenbahn verbindet H. mit dem Dörfchen Yeguas, von einer andern, bis Bogotá geplanten wurden nur 5 km vollendet. 2) Hafenplatz an der Bahia Honda (Bayahonda) der Halbinsel Meyers Goajira (s. d.).
 
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Hondecoeter (spr. -kūter), Name einer holländ. Malerfamilie, deren ältestes Mitglied, Ägidius oder Gillis de H., geboren in Antwerpen, von 1610 bis zu seinem Tode (September 1638) in Amsterdam tätig war. Er war ein tüchtiger Landschaftsmaler. Sein Sohn Gijsbert, der um 163032 als Meister in die Malergilde zu Utrecht trat, malte Tierbilder, besonders Federvieh. Er starb 1653. Der berühmteste der Familie ist Melchior, geb. 1636 in Utrecht, gest. 3. April 1695 in Amsterdam, Schüler seines Vaters Gijsbert H. und seines Onkels Joh. Bapt. Weenix. Er hielt sich von 165963 im Haag, später aber in

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Amsterdam auf, wo er auch mehrere Säle in Patrizierhäusern mit seinen Bildern dekorierte. Auch für das Schloß Loo hat er im Auftrage des Statthalters, Prinzen Wilhelm III. von Oranien, dekorative Gemälde ausgeführt. Bilder von ihm, Tierdarstellungen aller Art, kommen in allen Hauptgalerien vor; sie zeichnen sich durch große Naturtreue, Lebendigkeit, geistvollen Vortrag und harmonisches Kolorit bei meisterhafter Komposition aus. Anfangs Wild (totes und lebendes) malend, bildete er später als seine Spezialität die Schilderung des Federviehes aus, das er mit großer Virtuosität und Feinheit zu charakterisieren wußte, namentlich in der Darstellung von Hühnerhöfen und Weihern mit Wasservögeln, weshalb er den Beinamen »der Raffael der Vögel« erhielt. Sein berühmtestes Bild ist der unter dem Namen la plume flottante (die schwimmende Feder) bekannte Teich mit Wasservögeln im Reichsmuseum zu Amsterdam. Eine Darstellung der Menagerie des Prinzen Wilhelm III. befindet sich im königlichen Museum des Haag. Er hat auch radiert.
 
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Hondĭus, Judokus, niederländ. Buchhändler und Kartograph (15631611) in Amsterdam, bei dem seit 1604 Merkators »Atlas« weiter erschien.
 
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Hondo (Honsiu, Nippon), die größte der japan. Inseln, zwischen 3342° nördl. Br. und 130142° östl. L., von Jeso durch die Tsugarustraße, von Sikoku durch die Linschotenstraße und das japanische Binnenmeer Setoutsi, durch letzteres auch von Kiusiu getrennt, 224,738 qkm, bildet mit den kleinern Nebeninseln, Sado, der Okigruppe, Awaji etc., die Landschaftsgruppen Nord-, Zentral- und Südnippon, zusammen 226,510 qkm mit (1898) 33,323,399 Einw., und zerfällt administrativ in 34 Ken. Weiteres s. Meyers Japan (mit Karte).
 
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Hondo (Rio H.), Fluß in Mittelamerika, aus dem Rio Bravo in Guatemala und dem Booth River in Britisch-Honduras entstanden, bildet die Grenze zwischen Yukatan und Britisch-Honduras, ist 160 km lang und 100 km weit schiffbar und mündet in die Chetumalbai.
 
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Hondschoote (spr. hóndskōte, franz. ongdskót'), Stadt im franz. Depart. Nord, Arrond. Dünkirchen, nahe der belgischen Grenze am Kanal von H. und an den Lokalbahnen H.-Rexpoede und H.-Braydunes gelegen, hat eine Kirche mit schönem gotischen Turm, ein Rathaus (16. Jahrh.), eine Papierfabrik und (1901) 1822 (als Gemeinde 3365) Einw.; früher eine bedeutende Stadt mit 20,000 Einw. und zahlreichen Tuchfabriken. Hier 7. und 8. Sept. 1793 Sieg der Franzosen unter Houchard über die Verbündeten unter dem Herzog von York. Vgl. Chuquet, Les guerres de la Révolution, Bd. 11: H. (Par. 1895).
 
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Hondūras, die drittgrößte mittelamerikan. Republik (s. Karte »Westindien und Zentralamerika«), unter 13°10´-16°2´ nördl. Br. (Kap H.) und 83°11´-89°25´ westl. L., grenzt gegen N. und NO. an den Golf von H. und das Karibische Meer, gegen SO. und S an Nicaragua, an den Fonsecagolf und an Salvador, gegen W. an Guatemala und hat 119,820 qkm Fläche. An der 640 km langen Nordküste liegen die schönen und fruchtbaren Meyers Bai-Inseln (s. d.) mit trefflichen Hafen, im Fonsecagolf an der gegen 100 km langen Südküste die Inseln Tigre (mit dem Hafen Amapala, s. d.), Conchaguita, Manguera. Kaum 10 Proz. der Landfläche kommen auf die marschige, mit Brackwasserlagunen (der Criba-, Brus- und Caratascalagune) besetzte, oft überflutete, ungesunde Niederung am Karibischen Meer sowie auf die kleinere Niederung an der Fonsecabucht. Weitaus der größte Teil ist 6001800 m hohes Tafelland mit einem vielverzweigten System waldbedeckter Gebirgsketten (sierras), das von den breiten Stromtälern des Rio Ulua und des Rio Goascoran, die einander von N. und S. entgegengreifen, fast gänzlich quer durchschnitten wird. In diesen Tälern und über den 850 m hohen Rücken, der sie trennt, führt einer der belebtesten Verkehrswege von Meer zu Meer. Die Höhe der Gebirgszüge übersteigt im allgemeinen nicht 2000 m, der höchste Gipfel, die Montana de Selaque im W., erreicht aber 3085 m. Dicht an die karibische Küste treten das Gebirge von Omoa (2100 m) und der Congrehoy (2450 m). Die Talschluchten (barrancas) sind weniger tief in das Tafelland eingeschnitten als in andern Teilen Mittelamerikas und daher dem Verkehr weniger hinderlich. Das Land ist gut bewässert. Die Wasserscheide liegt dem Stillen Ozean näher als dem Atlantischen. Die ansehnlichsten Flüsse sind: Ulua (im Oberlauf Humuya genannt) mit den Nebenflüssen Santiago und Sulaco, Aguan (Roman), Rio Tinto (Negro), Patuca (Guayape), die sämtlich in den Golf von H. fließen, und Choluteca (zum Fonsecagolf). Für kleine Dampfer schiffbar sind Ulua, Patuca und Choluteca. Vor den Mündungen liegen meistens Barren. Grenzfluß gegen Nicaragua ist der Rio Segovia, gegen Salvador der Goascoran. Der einzige große See ist die Laguna de Yojoa oder de Taulate, 625 m ü. M., 361 km lang, 515 km breit und 6 m tief. Im nordöstlichen Teil von H. treten in dem von Guatemala her streichenden Kettengebirge kristallinische Schiefer und Granit auf, an die sich nach SO. hin mesozoische Kalksteine anschließen. Im Grenzgebirge gegen Salvador und an der Bucht von Fonseca herrschen vulkanische Gesteine, Andesite, Trachyte und Basalte sowie zugehörige Tuffe. Von Vulkanen sind der Guanacaur an der Bucht von Fonseca sowie der erloschene Vulkan auf der Insel Tigre oder Amapala zu nennen. Heftige Erdbeben sind selten. Von nutzbaren Mineralien werden hauptsächlich Silber und Gold, letzteres sowohl aus dem Sande vieler Flüsse als aus Bleiglanz und Silber führenden Erzgängen (bei Santa Cruz), sowie Kupfer (bei Guanacaste in Olancho) gewonnen; außerdem finden sich Platin, Eisen-, Zink- und Antimonerze, Opal, Kohlen und Marmor. Das Klima ist mit Ausnahme der Küstenebenen, wo das Jahresmittel 26° beträgt, gesund und, wo sich der Boden nur 300 m über das Küstenland erhebt, von Miasmen frei. Belize (Britisch-H.) hat 26,1° Jahresmittel, 28,3° Augustmittel, 24,5° Januarmittel, 31,5° auseinander liegende Extreme und etwa 120 Regentage. Das Bergland gehört größtenteils zur sogen. Tierra templada und nur an vereinzelten Stellen zur Tierra fria. Die jährliche Regenmenge ist in Belize 195 cm, im Innern und auf der Südseite des Gebirges geringer. Die trockne Jahreszeit währt vom Februar bis April; Juni ist die Übergangszeit zur Regenzeit, deren Dauer sich bis in den Januar erstreckt. Kalte Nordwinde (nortes) sind während des Winters häufig, Schnee und Reif selten. Die Wälder von H. sind in den Niederungen tropische Regenwälder, während auf dem Plateau Eichen- und Kiefernwälder mit Strauchsteppen und Savannen wechseln. Von wertvollen Nutzpflanzen der Küstenwaldungen sind zu nennen: der Mahaganibaum, der Jakaranda (Jacaranda brasiliensis), der das Palisanderholz liefert, Arten von Caesalpinia und Pterocarpus. Außerdem liefert H. Vanille, Sassaparille, Harze und Balsame. Mit seiner

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Tierwelt schließt sich H., der mittelamerikanischen Subregion der neotropischen Region angehörig, Guatemala an; es finden sich Ameisenfresser, Gürteltier, Pekari, Tapir, Waschbär, Beutelratte, Jaguar, verschiedene Affen. Zu den Vögeln von H. zählt auch der Quesal, der Wappenvogel Guatemalas. Sehr artenreich ist die Insektenwelt, darunter auch viele Schädlinge, wie Heuschrecken und Termiten.
   Die Bevölkerung wurde 1900 ohne die wilden Indianer auf 587,500 Seelen geschätzt. Nach der Zählung vom 15. Juli 1887 war sie:

Mittlerweile hat sich die Zahl der Departements aber auf 16 erhöht. Der Nationalität nach waren 325,750 Eingeborne von H., 2060 von Guatemala, 2000 von Salvador, 1033 von England, 610 von Nicaragua, 43 Deutsche etc. Die Zahl der Weißen reinen Blutes ist sehr gering, die Ladinos (Mischlinge von Europäern und Indianerinnen) haben meist die spanische Sprache angenommen. Die eingebornen Indianer leben hauptsächlich in den Departements Tegucigalpa, Gracias und La Paz, sind aber fast alle ansässig. An der Nordküste wohnen 20,000 Kariben, Nachkömmlinge der 1796 durch die Engländer von St. Vincent nach der Insel Roatan versetzten Eingebornen, arbeitstüchtige und zuverlässige Leute. Für den öffentlichen Unterricht sorgen (1901) 683 Elementarschulen, die von 23,767 Kindern besucht werden, 23 höhere Schulen (mit 1588 Zöglingen), eine Universität (in Tegucigalpa) und eine Rechtsschule (in Comayagua). 1887 konnten lesen und schreiben 19,042, nur lesen 38,583 Personen. Die römisch-katholische Kirche ist die herrschende des Landes, doch besteht freie Religionsübung. Seit Einziehung der Kirchengüter und Aufhebung der Klöster ist die Kirche lediglich auf freiwillige Gaben angewiesen. Der Klerus, überwiegend aus Farbigen bestehend, ist unwissend und steht nicht im Ruf großer Sittlichkeit. Geistliches Oberhaupt ist der Bischof von Comayagua.
   Die Haupterwerbszweige, Landwirtschaft und Bergbau, liegen sehr danieder, und H. nimmt trotz seiner großen natürlichen Reichtümer hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Entwickelung unter den mittelamerikanischen Staaten die letzte Stelle ein. Der Boden ist ungemein fruchtbar. Tropenpflanzen, wie Kakao, Indigo etc., kommen vortrefflich in den Tiefebenen fort, Zucker, Kaffee, Bananen bis 1300 m Höhe, Mais, Bohnen, Reis, Tabak (letzterer von vorzüglicher Güte in der Gegend von Gracias), Yukka, Yams bis zu noch beträchtlicherer Höhe. Auf den höhern Plateaus geben die europäischen Getreidearten die doppelte Ernte wie in Europa. Die Zucht von Pferden, Maultieren, Rindern und die Käsebereitung hat gute Vorbedingungen und bildet in einem großen Teil des Landes den bedeutendsten Erwerbszweig. Auch für die Schafzucht ist das bergige Land sehr geeignet. Der Bergbau könnte bei rationellem Betrieb große Erträge liefern. Von Industrie ist kaum die Rede, auch der Handel ist noch wenig entwickelt. Die Ausfuhr betrug 1901: 414,783 Pfd. Sterl., wovon 157,042 auf Bananen, 140,679 auf Silber, 10,987 auf Gold, 40,184 auf Vieh, 18,787 auf Kokosnüsse, 10,571 auf Häute und Felle, 7161 auf Kaffee entfielen; die Einfuhr (vorwiegend Baumwollwaren, Brotstoffe und Provisionen) 363,008 Pfd. Sterl. 60 Proz. der Ausfuhr gehen nach den Vereinigten Staaten und 67 Proz. der Einfuhr kommen von dort. Die wichtigsten Hafenplätze sind: Trujillo, Puerto Cortez und Omoa am Atlantischen, Amapala am Stillen Ozean. 1891 liefen 24 Dampfer und 11 Segelschiffe deutscher Flagge ein. Der Binnenverkehr ist noch immer meist auf Maultierpfade angewiesen; Brücken gibt es nur wenige. Eine Eisenbahn führt von Puerto Cortez in das Innere, eine andre von Tegucigalpa nach dem Stillen Ozean. Telegraphenlinien befanden sich 1900/-1492 km im Betriebe mit 160 Stationen. Die Post hatte 1900: 245 Ämter. Die Einnahmen betrugen 1902: 2,757,556, die Ausgaben 2,604,488 Pesos. Maße und Gewichte sind metrisch, teilweise noch altkastilisch; die Arroba Wein wird aber zu 3 1/2, Öl zu 23/4 englischen Gallonen = 12,495 Lit. gerechnet. Nach dem Dekret vom 2. April 1879 ist der Peso von 8 Reals = 5 Frank oder 4,05 Mk. der Talerwährung; Münzen von Guatemala laufen viel um, während für Britisch-Honduras neue Silbermünzen zu 50 und 25 Cents in London geprägt wurden.
   Nach der Verfassung vom 11. Juli 1894 steht an der Spitze des Staates ein vom Volk auf vier Jahre gewählter Präsident, der ein absolutes Veto hat. Ihm zur Seite stehen fünf von ihm ernannte Minister. Die gesetzgebende Gewalt übt ein Kongreß von 24 direkt auf vier Jahre gewählten Mitgliedern. Zur Wahlberechtigung wie zur Wählbarkeit sind 21 Jahre erforderlich. Für Verwaltungszwecke ist der Staat in 16 Provinzen eingeteilt. Deutschland ist diplomatisch vertreten durch den Ministerresidenten in Guatemala, ein Konsul residiert in Amapala. Hauptstadt ist Tegucigalpa. Die Finanzen befinden sich infolge langer Bürgerkriege und des 187276 mit Guatemala und Salvador geführten Krieges und der herrschenden Korruption der Beamten in traurigem Zustand. Es betrugen 1892 die Einnahmen (Zölle, Branntweinmonopol etc.) 2,986,953, die Ausgaben 2,840,397 Dollar. Die auswärtige Staatsschuld betrug 1902 mit den seit 1873 nicht mehr bezahlten Zinsen 19,224,988 Pfd. Sterl., die innere Schuld 1,332,400 Pesos. Das stehende Heer besteht aus 500 Mann Linie und 20,000 Mann Miliz. Jeder Staatsangehörige vom 18. bis 45. Jahr ist dienstpflichtig. Zwei Dampfschiffe mit acht Kanonen repräsentieren die Seemacht. Die Flagge (s. Tafel Meyers »Flaggen I«) besteht aus drei horizontalen Streifen: blau, weiß, blau, der weiße Streifen bei der Kriegsflagge mit dem Wappen, bei der Handelsflagge mit fünf blauen Sternen beelegt. Das Wappen (s. Tafel Meyers »Wappen III«, Fig. 19) zeigt eine auf blauem Hintergrund aus Wasser sich erhebende gemauerte Pyramide, vor der zwei rote Türme stehen, zwischen diesen erhebt sich ein Berg, über dem eine strahlende, von einem Regenbogen überhöhte Freiheitsmütze schwebt. Die Szenerie ist von einem silbernen Ovalrahmen umschlossen mit der Inschrift: REPCA DE HONDURAS LIBRE SOBERANA INDEPENDIENTE. 15. SEPT. 1821.

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   [Geschichte.] Die Küste von H. ward schon 1502 von Kolumbus bei der Aufsuchung einer mittelamerikanischen Durchfahrt auf seiner vierten und letzten Reise entdeckt. Nachdem Cristobal de Olid die Küste 1523 für die Krone Spanien in Besitz genommen, wurde sie nach und nach kolonisiert und 1790 zur Provinz (Comayagua) des Generalkapitanats von Guatemala gemacht. 1823 trat H. als Staat zur Union von Zentralamerika und war in dem langen Kampf um das Föderativsystem ein Hauptsitz der liberalen oder Föderalistenpartei. Noch zehn Jahre lang, nachdem 1839 die Auflösung der Union erfolgt war, machte die liberale Partei Versuche, sich mit Nicaragua und Salvador zu einer Föderation zu vereinigen, und Präsident Cabaños verfolgte wieder föderalistische Zwecke, bis er 1855 gestürzt und verbannt ward. Sein Nachfolger, General Guardiola, wegen seiner Grausamkeit »der Tiger von Zentralamerika« genannt, schloß 13. Febr. 1856 mit Guatemala einen Friedens- und Bündnisvertrag, und seitdem genoß H. äußere Ruhe und im Innern wenigstens erträgliche Zustände. Au Aufständen fehlte es jedoch auch nicht, und Guardiola fiel 11. Jan. 1862 einer Soldatenbewegung zum Opfer. An seine Stelle trat Vittoriano Castellamios, und nach dessen baldigem Tode (1863) José Francesco Montes. Dieser verband sich 1863 mit dem Präsidenten Barrios von Salvador gegen Carrera von Guatemala und wurde deshalb im Juli von dem guatemalischen General Cerna vertrieben. Darauf übernahm der von Carrera begünstigte General Jose Maria Medina die Präsidentschaft und legte dem im September 1865 zusammengetretenen Kongreß den Entwurf einer neuen Verfassung zur Beratung vor, die im November 1865 in Kraft trat. Medina wurde 1866 und 1870 aufs neue zum Präsidenten gewählt, aber 1872, als er den Republiken Salvador und Guatemala den Krieg erklärte, durch eine Erhebung der Liberalen gestürzt und C. Arias zum Präsidenten erhoben. Bei der Neuwahl im Februar 1874 wurde Ponciano Leiva, im Mai 1877 Marco Aurelio Soto zum Präsidenten erwählt. Unter ihm wurden Post und Telegraph verbessert, der Anbau des Landes gefördert, aber durch gewissenlose Verwaltung die Staatsfinanzen ruiniert. Für eine zweite Amtsperiode wurde er zwar 1881 wiedergewählt, 1883 aber von Luis Bogran gestürzt, der sich bis 1891 an der Spitze behauptete. Dann folgte abermals eine Revolutionsperiode, in der Ponciano Leiva und Vazquez nach kurzem Regiment wieder gestürzt wurden. Erst P. Bonilla stellte 1893 die Ordnung wieder her, ward 1895 zum Präsidenten erwählt und trat verfassungsgemäß 1899 die Macht an Ter. Sierra ab, der wiederum 1903 durch Man. Bonilla abgelöst worden ist. Nach der Verfassung von 1880 wurde Tegucigalpa zur Hauptstadt von H. bestimmt. Vgl. Squier, H., descriptive, historical and statistical (Lond. 1870); Charles, H., the land of the great depths (Chicago 1891); Lombard, New H. (New York 1887); Child, The Spanish-American republics (das. 1891); Jalhay, La république de H. (Antwerp. 1899); Perry, Directorio nacional de H. (New York 1899); Sapper, Das nördliche Mittelamerika (Braunschw. 1899), und die Literatur bei »Zentralamerika«. Über Britisch-Honduras s. d.
 
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Hondūrasgolf, der westlichste Teil des Karibischen Meeres, umschlossen von Britisch-Honduras und den Republiken Guatemala und Honduras. In seinem innersten Winkel heißt er Golf von Amatique.

 

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Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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