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Homuncŭlus bis Hondschoote (Bd. 6, Sp. 527 bis 528)
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Artikelverweis Homuncŭlus (Homuncio, lat.), Menschlein; kleiner, elender Mensch; in Goethes »Faust« ein durch chemischen Prozeß erzeugter Mensch, nach der Schrift des Paracelsus: »De generatione rerum naturalium«, worin eine ausführliche Anleitung zur chemischen Erzeugung des H. gegeben wird.
 
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Hon (ungar.), Vaterland.
 
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Hon., in England gebräuchliche Abkürzung für Meyers Honourable (s. d.).
 
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Honau (spr. chŏnan), eine der innern Provinzen Nordchinas, zwischen 31,5 und 37° nördl. Br., im S. von den Zuflüssen des Han, im O. vom Hwaiho und seinen Zuflüssen bewässert, im N. vom Hwangho durchzogen, 176,000 qkm groß mit etwa 22 Mill. Einw. (125 auf 1 qkm). Der Osten ist eben, den Westen erfüllen aus metamorphischen Formationen und Granit zusammengesetzte Bergketten, deren bedeutendste, der Funjuschan, bis 2400 m aufsteigt, aber von zwei nur 240 und 330 m hohen Pässen durchschnitten wird; das an sein Südostende sich anschließende Hwaigebirge ist viel niedriger. Dagegen erreicht der Sungschan, der mittlere der fünf heiligen Berge Chinas, im N. des Funiu 2440 m. Zwischen Funiu und dem Hwangho erstreckt sich ein verworfenes, hoch mit Löß bedecktes Schollenland. Den Norden durchzieht der Hwangho mit dem Loho, die übrigen Flüsse gehen wie der Schaho mit seinen Quellflüssen zum Hwaiho oder, wie Paiho und Tangho, zum Hankiang. Das Klima ist mild, der bis zu den Kuppen der höchsten Hügel angebaute, reichlich bewässerte Boden (Löß) äußerst fruchtbar; namentlich die Ebene von Hwaikingfu gilt als der Garten Chinas. Hauptprodukte sind Weizen, Mais, Reis, Hirse, Mohn (zur Opiumgewinnung), Baumwolle, die herrlichsten Früchte, darunter die meisten europäischen, sowie Kakifeigen (Diospyros Kaki), Buddhahandzitronen, wilde Seide u. a. Der südliche Teil der Provinz birgt große Eisenerzlager, in deren Nähe auch Kohlen. Man gewinnt Kupfer; Zinnober, Talk, Solquellen sind vorhanden, große Steinsalzlager werden vermutlich noch erschlossen werden. Von den Gewerben ist vornehmlich die Seidenfabrikation von Bedeutung. Luschan ist Sitz einer starken Glaswarenindustrie. Hauptstadt ist Meyers Kaiföng (s. d.). Die Provinz wurde 1887 durch Überschwemmungen des Hwangho äußerst schwer betroffen. Die Stadt H., 190 km westlich von Kaiföng, links am Lobo, liegt im Knotenpunkt mehrerer wichtiger Handelsstraßen, ist reich an Ruinen und an Gräbern der Fürsten früherer Dynastien, deren Residenz Loyang hier lag.
 
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Honberg, Schloßruine, s. Meyers Tuttlingen.
 
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Honda, 1) San Bartolomeo de, Stadt im Depart. Tolima der Republik Kolumbien, 210 m ü. M., an der Mündung des Guali in den Magdalenenfluß und am Fuß der Stromschnellen (Salto de H.), mit denen die Schiffahrt endet, ist daher ein nicht unwichtiger Handelsplatz. Die rings von Bergen umgebene Stadt hat ein sehr heißes Klima (29,5°), enge, schmutzige Straßen und 3000 Einw. H. ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls und Sammelplatz für die nach Bogota und Manizales bestimmten Waren sowie den Tabak von Ambalema. Eine kleine Eisenbahn verbindet H. mit dem Dörfchen Yeguas, von einer andern, bis Bogotá geplanten wurden nur 5 km vollendet. 2) Hafenplatz an der Bahia Honda (Bayahonda) der Halbinsel Meyers Goajira (s. d.).
 
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Hondecoeter (spr. -kūter), Name einer holländ. Malerfamilie, deren ältestes Mitglied, Ägidius oder Gillis de H., geboren in Antwerpen, von 1610 bis zu seinem Tode (September 1638) in Amsterdam tätig war. Er war ein tüchtiger Landschaftsmaler. Sein Sohn Gijsbert, der um 163032 als Meister in die Malergilde zu Utrecht trat, malte Tierbilder, besonders Federvieh. Er starb 1653. Der berühmteste der Familie ist Melchior, geb. 1636 in Utrecht, gest. 3. April 1695 in Amsterdam, Schüler seines Vaters Gijsbert H. und seines Onkels Joh. Bapt. Weenix. Er hielt sich von 165963 im Haag, später aber in

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Amsterdam auf, wo er auch mehrere Säle in Patrizierhäusern mit seinen Bildern dekorierte. Auch für das Schloß Loo hat er im Auftrage des Statthalters, Prinzen Wilhelm III. von Oranien, dekorative Gemälde ausgeführt. Bilder von ihm, Tierdarstellungen aller Art, kommen in allen Hauptgalerien vor; sie zeichnen sich durch große Naturtreue, Lebendigkeit, geistvollen Vortrag und harmonisches Kolorit bei meisterhafter Komposition aus. Anfangs Wild (totes und lebendes) malend, bildete er später als seine Spezialität die Schilderung des Federviehes aus, das er mit großer Virtuosität und Feinheit zu charakterisieren wußte, namentlich in der Darstellung von Hühnerhöfen und Weihern mit Wasservögeln, weshalb er den Beinamen »der Raffael der Vögel« erhielt. Sein berühmtestes Bild ist der unter dem Namen la plume flottante (die schwimmende Feder) bekannte Teich mit Wasservögeln im Reichsmuseum zu Amsterdam. Eine Darstellung der Menagerie des Prinzen Wilhelm III. befindet sich im königlichen Museum des Haag. Er hat auch radiert.
 
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Hondĭus, Judokus, niederländ. Buchhändler und Kartograph (15631611) in Amsterdam, bei dem seit 1604 Merkators »Atlas« weiter erschien.
 
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Hondo (Honsiu, Nippon), die größte der japan. Inseln, zwischen 3342° nördl. Br. und 130142° östl. L., von Jeso durch die Tsugarustraße, von Sikoku durch die Linschotenstraße und das japanische Binnenmeer Setoutsi, durch letzteres auch von Kiusiu getrennt, 224,738 qkm, bildet mit den kleinern Nebeninseln, Sado, der Okigruppe, Awaji etc., die Landschaftsgruppen Nord-, Zentral- und Südnippon, zusammen 226,510 qkm mit (1898) 33,323,399 Einw., und zerfällt administrativ in 34 Ken. Weiteres s. Meyers Japan (mit Karte).
 
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Hondo (Rio H.), Fluß in Mittelamerika, aus dem Rio Bravo in Guatemala und dem Booth River in Britisch-Honduras entstanden, bildet die Grenze zwischen Yukatan und Britisch-Honduras, ist 160 km lang und 100 km weit schiffbar und mündet in die Chetumalbai.
 
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Hondschoote (spr. hóndskōte, franz. ongdskót'), Stadt im franz. Depart. Nord, Arrond. Dünkirchen, nahe der belgischen Grenze am Kanal von H. und an den Lokalbahnen H.-Rexpoede und H.-Braydunes gelegen, hat eine Kirche mit schönem gotischen Turm, ein Rathaus (16. Jahrh.), eine Papierfabrik und (1901) 1822 (als Gemeinde 3365) Einw.; früher eine bedeutende Stadt mit 20,000 Einw. und zahlreichen Tuchfabriken. Hier 7. und 8. Sept. 1793 Sieg der Franzosen unter Houchard über die Verbündeten unter dem Herzog von York. Vgl. Chuquet, Les guerres de la Révolution, Bd. 11: H. (Par. 1895).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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