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Homöothérme Tiere bis Homostylīe (Bd. 6, Sp. 526)
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Artikelverweis Homöothérme Tiere (Warmblüter), s. Meyers Eigenwarme Tiere; vgl. Tierische Wärme.
 
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Homöotropīe (griech.), Herstellung homogener Kristallstruktur. Bei Deformation weicher Kristalle zeigt sich eine eigentümliche Änderung der optischen Eigenschaften, wie wenn die Moleküle stäbchenförmig wären und infolgedessen durch die Strömung genötigt würden, sich der Zugrichtung parallel zu stellen (erzwungene H.). In Kristallen mit sehr stark gestörter Struktur suchen die Moleküle nach und nach wieder ihre normale Stellung einzunehmen. Besonders auffällig macht sich diese Erscheinung (spontane H.) geltend bei den flüssigen Meyers Kristallen (s. d.).
 
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Homophōn (griech., »gleichtönend«) nennt man in der Musik (im Gegensatz zu polyphon) die Setzweise, die eine Stimme als Melodie hervortreten läßt, während die andern zur Rolle einfacher Begleiter herabgedrückt werden. Doch wird die Bezeichnung h. besser nur auf die antike und frühmittelalterliche, tatsächlich nur einstimmige oder in Oktaven sich bewegende Musik angewendet, und die oben gekennzeichnete Setzweise besser die »harmonische« im Gegensatz zur »kontrapunktischen« (polyphonen) genannt.
 
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Homo proponit, sed Dēus disponit (lat.), »Der Mensch denkt, aber Gott lenkt« (Thomas a Kempis' »Imitatio Jesu Christi«, I, 19, 2).
 
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Homoptera, Gruppe der Halbflügler, Zikaden.
 
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Homoród, 1) Bad im ungar. Komitat Udvarhely (Siebenbürgen), zwischen Olahfalu und Székely-Udvarhely, 561 m ü. M., mitten im Fichtenwald in der Tiefe eines Tales des Hargitagebirges, mit 4 erdigen Eisensäuerlingen, die bei Blutarmut, Nierenleiden und Magenkatarrh benutzt werden. Von der Klotildenquelle werden jährlich 300,000 Flaschen versandt. 2) (Hameruden) Großgemeinde im ungar. Komitat Groß-Kokelburg (Siebenbürgen), an der Bahnline Tövis-Predeal, mit einer Beschälstation des Militärgestüts Sepsi-Szent-György und (1901) 1514 deutschen und rumänischen (evangelischen und griechisch-kath.) Einwohnern. 3) Zwei Nebenflüsse der Aluta in den ungar. Komitaten Udvarhely und Groß-Kokelburg, beide fließen miteinander parallel, vereinigen sich bei H. (s. oben 2) und münden bei Ugró.
 
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Homoród-Almás (spr. hómorōd-állmāsch), Markt, s. Meyers Almás 3).
 
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Homoseisten, s. Meyers Erdbeben, S. 902.
 
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Homosexualität (griechisch-lat.), die geschlechtliche Hinneigung zu Personen desselben Geschlechts, meist auf Grundlage einer angebornen perversen Empfindung, seltener als Folge von Ausschweifungen, so daß ungewöhnliche Reize zu Hilfe genommen werden, um die entnervte Geschlechtssphäre zu erregen. Die männlichen Homosexualen, oft sein entwickelte, ästhetisch hoch kultivierte Personen, kommen in allen Gesellschaftskreisen vor, ihre Neigung zum gleichen Geschlecht ist oft eine rein ideale, und viele leben keusch. Sie betonen, daß sie wohl biologisch, aber nicht ethisch als minderwertig zu betrachten seien. Sie erkennen sich gegenseitig an gewissen Sinnesempfindungen und Bewegungen, sie finden sich zusammen in gewissen Pensionaten, Bädern und halten zuweilen gemeinsame Vergnügungen unter der Maske von Karnevalsscherzen, Damenimitationen, Herrenabenden etc. ab. Ein preußischer Assessor, Ulrichs, schilderte die eigentümlichen Empfindungen und Schicksale dieser »Enterbten des Liebesglückes« in einer Broschüre und brachte für die Homosexualen den Namen Urninge auf (s. Meyers Urningsliebe). Die Gesetzgebung in Deutschland (§ 175 des Reichsstrafgesetzbuches) und Österreich belegt den Geschlechtsverkehr zwischen Männern mit Strafe, während er zwischen weiblichen Personen vor dem Gesetz nicht strafbar ist. Die weiblichen Homosexuellen sind wohl kaum seltener als die männlichen. Die Liebesbündnisse dieser Tribaden sind durch eine auffallende Neigung zur Eifersucht und durch den Umstand gekennzeichnet, daß auch im äußerlichen Verkehr der eine Teil mehr die Rolle eines Mannes spielt. In weiblichen Strafanstalten sind derartige Bündnisse nicht selten. Versuche, über die Zahl der Homosexuellen annähernd richtige Vorstellungen zu gewinnen, führten übereinstimmend zu dem Ergebnis, daß der Prozentsatz der Homosexuellen etwa 1,52 Proz. der Bevölkerung beträgt. Dazu kommen von etwa 4 Proz. Bisexuellen noch 0,7 Proz. überwiegend Homosexuelle. Durch Krafft-Ebing (»Psychopathia sexualis«) ist die H. dem psychiatrischen Verständnis näher gebracht worden; es läßt sich aber nicht leugnen, daß entnervte Genußmenschen das durch derartige Schriften erregte mitleidige Interesse dazu benutzen, sich als geborne Homosexuelle zu gebärden, um ihren unsaubern Lüsten frönen zu können. Neuerdings entwickeln Anhänger der Ansicht, daß die H. auf angeborner Grundlage beruhe, unter dem Namen »wissenschaftlich-humanitäres Komitee« eine lebhafte Agitation, um den § 175 des Deutschen Reichsstrafgesetzbuches zu beseitigen. Vgl. Sexualpsychologie.
 
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Homospōr (griech.) nennt man die Gefäßkryptogamen mit gleichartigen Sporen.
 
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Homostylīe (griech.), Verhalten der Blüten, deren Staubfäden und Griffel immer gleiche Längenverhältnisse aufweisen; Gegensatz: Heterostylie (s. Meyers Blütenbestäubung, S. 90).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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