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Homērus Latīnus bis Hommage (Bd. 6, Sp. 520 bis 521)
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Artikelverweis Homērus Latīnus, s. Pindarus Thebanus.
 
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Homespun (engl., spr. hōm-ßpönn, »daheim gesponnen«), grobfadiger, mit Chinagrasfasern melierter und leicht gerauhter Damenkleiderstoff mit 1316 Fäden auf 1 cm Bindung Köper 2/2.
 
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Homestead (spr. hōmstedd), Ort in Pennsylvanien, Grafschaft Alleghany, am Monongahela-Fluß nahe bei Pittsburg, mit großartigen Stahlwerken, die besonders Stahl- und Nickelpanzerplatten liefern, und (1900) 12,554 Einw. Der Streik der Arbeiter 1892 machte das Aufgebot der Staatsmiliz notwendig.

[Bd. 6, Sp. 521]



 
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Homeyer, 1) Karl Gustav, Germanist, geb. 13. Aug. 1795 zu Wolgast in dem damals schwedischen Neuvorpommern, gest. 20. Okt. 1874 in Berlin, habilitierte sich 1821 in Berlin, ward 1824 zum außerordentlichen, 1827 zum ordentlichen Professor der Rechte ernannt, wurde 1845 Geheimer Obertribunalsrat, welche Stellung er 1867 wieder aufgab, 1850 Mitglied der Akademie der Wissenschaften, 1854 des Staatsrats und in demselben Jahr Kronsyndikus sowie Mitglied der Ersten Kammer, des spätern Herrenhauses, auf Lebenszeit. Als Schriftsteller erwarb er sich zuerst einen Namen durch seine Übersetzung von Kolderup-Rosenvinges »Grundriß der dänischen Rechtsgeschichte« (Berl. 1825), mehr noch durch seine wahrhaft klassischen Ausgaben der sächsischen Rechtsbücher. Dem Landrecht des Sachsenspiegels, das er dreimal in immer vollkommnerer Gestalt herausgab (Berl. 1827; 2. Ausg. 1835, 3. Ausg. 1871), folgte als zweiter Teil »Das sächsische Lehnrecht und der Richtsteig Lehnrechts« (1842), ferner »Der Auctor vetus de beneficiis, das Görlitzer Rechtsbuch und das System des Lehnrechts« (1844), welchen Ausgaben sich »Der Richtsteig Landrechts nebst Cautela u. Premis« (1857) anschloß. Auch für die übrigen deutschen Rechtsbücher schuf H. durch sein »Verzeichnis deutscher Rechtsbücher des Mittelalters und ihrer Handschriften« (Berl. 1836, in neuer Bearbeitung 1856) eine sichere Grundlage. Weitere Ausführungen zu allen diesen Arbeiten legte er in zahlreichen Abhandlungen, die er in der Akademie las, nieder. Außerdem schrieb er noch: »Die Stellung des Sachsenspiegels zum Schwabenspiegel« (Berl. 1853), in welcher Schrift er gegen Daniels die Priorität des Sachsenspiegels vor dem Schwabenspiegel mit überzeugenden Gründen nachwies; »Die Stellung des Sachsenspiegels zur Parentelenordnung« (das. 1860). Sein letztes Werk, auf dessen Gegenstand er durch seine Untersuchung über das »Hantgemal« (1852) geführt wurde, war eine umfassende Darstellung der »Haus- und Hofmarken« (Berl. 1870).
   2) Eugen Ferdinand von, Ornitholog, geb. 11. Nov. 1809 in Herdin bei Anklam, gest. 31. Mai 1889 in Stolp, widmete sich auf dem väterlichen Gute der Landwirtschaft, gründete 1840 ein eignes Heim, verkaufte aber das Gut nach dem Tode seiner Gattin und lebte seitdem in Stolp. H. brachte eine Vogelsammlung zusammen, die durch die wertvollsten Reihenfolgen der europäischen Vogelarten mit ihren Verwandten aus den verschiedensten Gegenden neben der des ältern Brehm einzig dasteht. Er schrieb: »Systematische Übersicht der Vögel Pommerns« (Anklam 1837); »Deutschlands Säugetiere und Vögel, ihr Nutzen und Schaden« (Frankf. a. M. 1877); »Die Spechte und ihr Wert in forstlicher Beziehung« (2. Aufl., das. 1879); »Reise nach Helgoland, den Nordseeinseln Sylt, Lyst etc.« (das. 1880); »Ornithologische Briefe« (Berl. 1881); »Die Wanderungen der Vögel« (Leipz. 1881); »Verzeichnis der Vögel Deutschlands« (Wien 1885).
   3) Alexander von, Ornitholog, Neffe des vorigen, geb. 19. Jan. 1834 in Vorland bei Grimmen in Neuvorpommern, gest. 14. Juli 1903 in Greifswald, gehörte 185278 der preußischen Armee an. Er ward, als er in Frankfurt a. M. garnisonierte, Sektionär der ornithologischen Sammlung der Senckenbergschen Naturforschenden Gesellschaft, erforschte 1861 die Fauna, besonders die Vogelwelt, der Balearen und der westlichen Mittelmeerländer und wendete sich später auch lepidopterologischen Studien zu. 1874 wurde er mit Pogge als Chef der zweiten deutschen Expedition nach Afrika gesandt, ging den Cuanza aufwärts bis Dondo, dann nach Pungo Adongo (9° südl. Br.), erkrankte hier aber, so daß nur Pogge in das Gebiet des Muata Jamvo gelangte. 1875 kehrte H. mit einer lepidopterologischen Sammlung von etwa 5000 Stück nach Europa zurück, deren wissenschaftliche Bearbeitung ihn nun zunächst beschäftigte. Seine Sammlung europäischer Schmetterlinge enthält 30,000 Stück.
 
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Homicidĭum (lat.), Totschlag, Mord.
 
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Homilētik (v. griech. homilĭa, s. Homilie), auch Kerýktik genannt, die Wissenschaft der Meyers Kanzelberedsamkeit (s. d.). Die H. ist die auf die Zwecke der kirchenamtlichen Rede (Predigt) angewendete Rhetorik. Mit den Universitäten sind meist besondere homiletische Seminare verbunden, in denen die Studierenden Anleitung zur Abfassung und zum Vortrag religiöser Reden erhalten. Vgl. katholischerseits: Jungmann, Theorie der geistlichen Beredsamkeit (3. Aufl., Freib. 1895, 2 Bde.); protestantischerseits: Palmer, Evangelische H. (6. Aufl., Stuttg. 1887); Krauß, Lehrbuch der H. (Gotha 1883); Bassermann, Handbuch der geistlichen Beredsamkeit (Stuttg. 1885); Christlieb, H. (hrsg. von Haarbeck, Basel 1893); Steinmeyer, H. (hrsg. von Reyländer, Leipz. 1991).
 
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Homiliārius liber (lat., Homiliarium), Sammlungen von Homilien (s. d.) der Kirchenväter, die als Erklärungen der sonn- und festtäglichen Evangelien und Episteln gelesen zu werden pflegen. Das erste Homiliarium, von Paulus Diaconus auf Karls d. Gr. Befehl zusammengestellt, war vielleicht zunächst zur lateinischen Verlesung in liturgischen Gottesdiensten der Kloster- und Kathedralkirchen bestimmt, ist aber auch sonst das ganze Mittelalter hindurch fleißig benutzt worden. Vgl. Wiegand, Das Homiliarium Karls d. Gr. auf seine ursprüngliche Gestalt hin untersucht (Leipz. 1897).
 
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Homilīe (griech., »Gespräch, Unterhaltung«), diejenige Predigtgattung, die sich an die Folge der Worte und Gedanken des Textes anschließt, also im Grunde erbauliche Auslegung ist.
 
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Homilīt, Mineral, ein Calcium-Eisen-Borosilikat, isomorph dem Datolith und Gadolinit, findet sich in monoklinen schwarzbraunen Kristallen, glasglänzend, durchscheinend, Härte 5,5, spez. Gew. 3,3, in einem Syenit bei Brevig in Norwegen.
 
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Homilĭus, Gottfried August, Organist und Komponist, geb. 2. Febr. 1714 im sächsischen Dorf Rosenthal an der böhmischen Grenze, gest. 2. Juni 1785 in Dresden, Schüler J. S. Bachs, wurde 1755 Musikdirektor an den drei Hauptkirchen in Dresden und Kantor an der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses. Vgl. K. Held, Das Kreuzkantorat zu Dresden (Leipz. 1894).
 
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Hommage (franz., spr. ommāsch'), Huldigung, Ehrerbietung; auch ehrerbietiges Geschenk, Widmung.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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