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Hombergs Phosphor bis Homēr (Bd. 6, Sp. 517 bis 518)
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Artikelverweis Hombergs Phosphor, s. Pyrophore.
 
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Homb. et. Jacq., bei Pflanzennamen Abkürzung für Hombron (spr. onbróng), franz. Botaniker und Reisender in Brasilien und Surinam. Flora der Südseeinseln (184552). Jacq., s. Meyers Jacquin.
 
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Homburg, 1) H. vor der Höhe (Bad H.), Stadt, Kur- und Badeort im preuß. Regbez. Wiesbaden,Obertaunuskreis (s. Karte »Umgebung von Frankfurt a. M.«), ehemals Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen-Homburg, am Taunus, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien H.-Frankfurt a. M. und H.-Usingen, 176 m ü. M., besteht aus der Alt- und der vom Landgrafen Friedrich II. angelegten eleganten Neustadt. Das ehemalige Residenzschloß, 1680 erbaut, liegt auf einer die Stadt beherrschenden, aussichtsreichen Anhöhe. Von kirchlichen Gebäuden befinden sich hier 2 evangelische, eine katholische, eine englische und eine russ. Kirche sowie eine Synagoge. Die Stadt hat Denkmäler von Kaiser Wilhelm I., Kaiser Friedrich III., der Kaiserin Friedrich und dem Dichter Hölderlin. Die Zahl der Einwohner beträgt (1900) mit Garnison (1. Füs.-Bat. Nr. 80) 9635, davon 2390 Katholiken und 440 Juden. H. hat bedeutende Leder-, Hut-, Brot- und Nudelfabrikation, eine Eisen- und Metallgießerei, Düten- und Kartonnagen-, Essig-, Senf-, Likör-, Seifen- und Lichte-, Maschinen- und Bleiweißfabrikation, eine Landesbank, Gymnasium, eine Realschule, ein Englisches Fräuleininstitut, Altertumsmuseum (Saalburgmuseum im Kurhaus) und ist Sitz eines Landratsamts, Amtsgerichts und einer Oberförsterei. Die 8 Mineralquellen gehören zu den eisenhaltig-salinischen Säuerlingen und haben einen beträchtlichen Gehalt von Kohlensäure. Die bedeutendste ist der Elisabethbrunnen (Zusammensetzung und Temperatur s. Tabelle »Mineralwässer IVb«). Das Wasser der Brunnen wird als Getränk angewendet gegen Magenkatarrh, Hämorrhoidalbeschwerden, Leberblutfülle, Fettleibigkeit, Gicht, Katarrh der Gallenwege, Menstruationsstörungen, Bronchialkatarrh etc.; in Form von Bädern bei Skrofeln, Hautausschlägen, rheumatischen und gichtischen Leiden. Jährlich werden gegen 100,000 Krüge davon versandt. Die Zahl der Kurgäste beträgt jährlich gegen 12,000. Die Badegebäude sind prächtig, besonders das große Kurhaus mit Theater, das Badehaus »Kaiser-Wilhelmsbad« und das neue Kurhausbad; sie gehören sämtlich der Stadt. In der schönen Umgegend ist besonders die Meyers Saalburg (s. d.) bemerkenswert, wohin eine elektrische Straßenbahn führt. Stadt und Burg H. gehörten im Mittelalter den Herren von Eppenstein (s. Meyers Eppstein). Vgl. Schick, H. und Umgebung (19. Aufl., Homb. 1896); Supp, Bad H. (7. Aufl., das. 1903); Friedlieb, Der Kurort H. und dessen Indikationen (Frankf. 1867); Will, Der Kurort H., seine Mineralquellen etc. (Homb. 1880) und Diätetische und therapeutische Winke etc. (das. 1893); Hoeber, Bad H. und sein Heilapparat (3. Aufl., das. 1901); Baumstark, Bad H. und seine Heilquellen (Wiesbad. 1901); die »Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde in H.«. 2) Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Rheinpfalz, Knotenpunkt der Linien H.-Zweibrücken, Neunkirchen-Worms u. a. der Pfälzischen Eisenbahn, 233 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Latein- und Realschule, Amtsgericht, Forstamt, Elektrizitätswerk, Eisenzeug- und Tonwarenfabrikation, Pferdezucht und (1900) 4785 meist evang. Einwohner. Nordöstlich die Ruinen des einst prächtigen Schlosses Karlsberg (1794 von den Franzosen zerstört) und die früher stark befestigte Burg H. (Hohenburg). Schon 1172 gab es Grafen von H., die um die Mitte des 15. Jahrh. ausstarben. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war die Feste in nassauischem Besitz, ward 1636 von den Österreichern genommen und 1714 von den Franzosen geschleift. 1755 fiel sie nebst der Stadt, die erst im 17. Jahrh. neben der Burg entstand, an Zweibrücken. 3) Schloß im preuß. Regbez. Köln, Kreis Gummersbach, beim Dorf Nümbrecht, liegt in der dem Fürsten von Sayn-Wittgenstein-Berleburg gehörigen Herrschaft H. an der Mark.
 
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Homburg, Prinz von, s. Meyers Friedrich 27).
 
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Home (engl., spr. hōm), Heim, Heimat, Haus; dann Stift, Pensionat, »Heim« für alleinstehende Personen. H. Office, H. Department, Ministerium des Innern.
 
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Home (spr. hōm), 1) Henry, engl. Moralist und Ästhetiker, geb. 1696 zu Kames in der schott. Grafschaft Berwick, gest. 27. Dez. 1782, ward 1763 mit dem Titel Lord Kames einer der Oberrichter von Schottland. Von seinen zahlreichen Schriften sind hervorzuheben: »Essays on the principles of morality and natural religion« (Edinb. 1751; deutsch von Rautenberg, Braunschw. 1768, 2 Bde.); »Historical law« (Edinb. 1759); »Elements of criticism« (das. 176265, 3 Bde.; deutsch von Meinhard, Leipz. 1765; 3. Aufl. von Schatz, das. 179091, 3 Bde.), sein ästhetisches Hauptwerk, dessen Verehrung Shakespeares und Tadel der Franzosen auf Lessing, und dessen Theorie des Erhabenen auf Schiller und Kant nachgewirkt hat. Außerdem schrieb H. unter andern »Sketches on the history of man« (Lond. 1774, 2 Bde.; 1807, 3 Bde.; deutsch von Klausing, Leipz. 177883, 2 Bde.). Sein Leben beschrieb Tytler (Lord Woodhouselee, Edinb. 1807, 2 Bde.). Vgl. Neumann, die Bedeutung Homes für die Ästhetik und sein Einfluß auf die deutschen Ästhetiker (Halle 1894); Norden, Die Ethik H. Homes (das. 1895).
   2) John, Dramatiker, geb. 21. Sept. 1722 in Leith bei Edinburg, gest. 5. Sept. 1808 in Marchiston bei Edinburg, studierte an der Universität der schottischen Hauptstadt, beteiligte sich mutig am Jakobitenaufstand von 1745 und wurde dann Geistlicher. Er half wesentlich zur Belebung des Interesses für schottische Volkskunde und dichtete Dramen in Nachahmung Shakespeares, unter denen »Douglas« eine große Wirkung gewann; inhaltlich auf der Volksballade »Gil Morris« (in Percys »Reliques«) aufgebaut und in London

[Bd. 6, Sp. 518]


1756 mit Begeisterung ausgeführt, war es das erste Theaterstück seit der Reformation, das auch in Schottland durchschlug. Sein letztes Werk war eine »History of the rebellion of 1745«, so versöhnlich gehalten, daß er sie dem König widmen konnte (1802). Gesammelt erschienen seine Werke, mit Leben von Mackenzie, Edinburg 1822. Vgl. E. Wolbe, Quellenstudien zu Homes, Douglas' (Berl. 1901).
   3) Sir Everard, Anatom, geb. 9. Mai 1756 in Hull, gest. 31. Aug. 1832 in Chelsea, war Professor der Anatomie und Chirurgie und königlicher Wundarzt in London. Er schrieb: »Lectures on comparative anatomy« (Lond. 181429, 6 Bde.), worin er die Präparate John Hunters erklärte.
   4) Cecil, Pseudonym, s. Meyers Webster (Augusta).
 
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Homel (Gomel), Kreisstadt im russ. Gouv. Mohilew, am Sosch, Knotenpunkt der Eisenbahnen Libau-Romny und Brest-Brjansk, hat 8 meist griechisch-kath. Kirchen, eine Synagoge, ein Schloß des Fürsten Paskewitsch (davor ein Reiterstandbild des Fürsten Joseph Poniatowski) und ansehnlichen Handel. H. ist Zentralplatz des russischen Hopfenhandels und hat (1897) 35,896 Einw. H. wird in Urkunden zuerst 1142 erwähnt; 1852 ward es Kreisstadt.
 
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Homem, Diego, ein in Venedig lebender portug. Kartograph (155874).
 
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Homeotrop, ein von Gossart angegebener Apparat zur Bestimmung des Alkoholgehalts einer Flüssigkeit, beruht darauf, daß Tropfen einer alkoholischen Flüssigkeit, die in geeigneter Weise auf die Oberfläche eines Alkohols von bestimmtem Gehalt fallen, eine längere Strecke fortrollen, wenn sie gleichen Alkoholgehalt besitzen, während sie sich bei abweichendem Gehalt mit dem Alkohol mischen.
 
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Hōmer (hebr.), Hohlmaß, soviel wie Meyers Chomer (s. d.).
 
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Homēr, Dichter, s. Homeros.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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