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Homărus bis Home (Bd. 6, Sp. 516 bis 517)
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Artikelverweis Homărus, der Meyers Hummer (s. d.).
 
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Homatropīn (Phenylglykolyltropein) C16H21, NO3 oder C8H14N. O. CO. C7H7O. Alkaloid, das aus Atropin dargestellt wird, indem man aus diesem gewonnenes Tropin an Mandelsäure bindet, das Salz anhaltend mit verdünnter Salzsäure erwärmt und dem alkalisch gemachten Produkt das H. durch Chloroform entzieht. H. bildet farblose Prismen, verhält sich dem Atropin ähnlich, schmilzt bei 98° und wirkt auch auf das Auge wie Atropin, doch geht die Wirkung nach 20 Stunden wieder vorüber. Man benutzt das bromwasserstoffsaure Salz bei Augenkrankheiten. Dies ist ein weißes kristallinisches geruchloses, in Wasser leicht lösliches Pulver.
 
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Homaxŏne Tiere (v. griech.-lat. homaxonius, gleichachsig), Tiere, welche die Kugel als Grundform haben.
 
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Hombeere, s. Meyers Rubus.
 
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Homberg, 1) Kreisstadt im preuß. Regbez. Kassel, auf einer Anhöhe über der Efze und an der Staatsbahnlinie Treysa-Leinefelde, 270 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Progymnasium, evang. Schullehrerseminar, Taubstummenanstalt, Amtsgericht, Braunkohlenbergbau und (1900) 3414 meist evang. Einwohner. Auf dem aussichtsreichen Basaltkegel über der Stadt eine Schloßruine. Durch die hier abgehaltene Landessynode von 1526 ward die Reformation in Hessen allgemein eingeführt. In der Nähe das Eisenhüttenwerk Holzhausen. Vgl. Volckmar, Geologische Schilderung der Gegend von H. (Kassel 1877). 2) (H. ander Ohm) Stadt in der hess. Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld, an der Ohm und der Staatsbahnlinie Burg- und Nieder-Gemünden-Nieder-Osleiden, 364 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Synagoge, Schloß (großherzogliche Hausdomäne), Amtsgericht, Oberförsterei und (1900) 1360 Einw. 3) (H. am Rhein) Dorf im preuß. Regbez.

[Bd. 6, Sp. 517]


Düsseldorf, am Rhein und Ruhrort gegenüber, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien M.'-Gladbach-Ruhrort und H.-Mörs, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Eisenbahnreparaturwerkstätte, Fabrikation von Maschinen und feuerfesten Steinen, Dampfmühlen, Dampfdrechslerei, Schiffahrt und (1900) 6704 Einw.
 
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Homberg, Wilhelm, Chemiker, geb. 8. Jan. 1352 in Batavia, gest. 24. Sept. 1715 in Paris, studierte in Jena und Leipzig die Rechte und ward 1674 Advokat in Magdeburg. Auf Anregung von Otto v. Guericke studierte er noch Medizin und Chemie und ward 1702 Lehrer der Chemie. H. lieferte zahlreiche Untersuchungen, und am bekanntesten wurde sein Name durch die Entdeckung pyrophorischer Körper und der Borsäure (Sal sedativum Hombergi).
 
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Hombergs Phosphor, s. Pyrophore.
 
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Homb. et. Jacq., bei Pflanzennamen Abkürzung für Hombron (spr. onbróng), franz. Botaniker und Reisender in Brasilien und Surinam. Flora der Südseeinseln (184552). Jacq., s. Meyers Jacquin.
 
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Homburg, 1) H. vor der Höhe (Bad H.), Stadt, Kur- und Badeort im preuß. Regbez. Wiesbaden,Obertaunuskreis (s. Karte »Umgebung von Frankfurt a. M.«), ehemals Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen-Homburg, am Taunus, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien H.-Frankfurt a. M. und H.-Usingen, 176 m ü. M., besteht aus der Alt- und der vom Landgrafen Friedrich II. angelegten eleganten Neustadt. Das ehemalige Residenzschloß, 1680 erbaut, liegt auf einer die Stadt beherrschenden, aussichtsreichen Anhöhe. Von kirchlichen Gebäuden befinden sich hier 2 evangelische, eine katholische, eine englische und eine russ. Kirche sowie eine Synagoge. Die Stadt hat Denkmäler von Kaiser Wilhelm I., Kaiser Friedrich III., der Kaiserin Friedrich und dem Dichter Hölderlin. Die Zahl der Einwohner beträgt (1900) mit Garnison (1. Füs.-Bat. Nr. 80) 9635, davon 2390 Katholiken und 440 Juden. H. hat bedeutende Leder-, Hut-, Brot- und Nudelfabrikation, eine Eisen- und Metallgießerei, Düten- und Kartonnagen-, Essig-, Senf-, Likör-, Seifen- und Lichte-, Maschinen- und Bleiweißfabrikation, eine Landesbank, Gymnasium, eine Realschule, ein Englisches Fräuleininstitut, Altertumsmuseum (Saalburgmuseum im Kurhaus) und ist Sitz eines Landratsamts, Amtsgerichts und einer Oberförsterei. Die 8 Mineralquellen gehören zu den eisenhaltig-salinischen Säuerlingen und haben einen beträchtlichen Gehalt von Kohlensäure. Die bedeutendste ist der Elisabethbrunnen (Zusammensetzung und Temperatur s. Tabelle »Mineralwässer IVb«). Das Wasser der Brunnen wird als Getränk angewendet gegen Magenkatarrh, Hämorrhoidalbeschwerden, Leberblutfülle, Fettleibigkeit, Gicht, Katarrh der Gallenwege, Menstruationsstörungen, Bronchialkatarrh etc.; in Form von Bädern bei Skrofeln, Hautausschlägen, rheumatischen und gichtischen Leiden. Jährlich werden gegen 100,000 Krüge davon versandt. Die Zahl der Kurgäste beträgt jährlich gegen 12,000. Die Badegebäude sind prächtig, besonders das große Kurhaus mit Theater, das Badehaus »Kaiser-Wilhelmsbad« und das neue Kurhausbad; sie gehören sämtlich der Stadt. In der schönen Umgegend ist besonders die Meyers Saalburg (s. d.) bemerkenswert, wohin eine elektrische Straßenbahn führt. Stadt und Burg H. gehörten im Mittelalter den Herren von Eppenstein (s. Meyers Eppstein). Vgl. Schick, H. und Umgebung (19. Aufl., Homb. 1896); Supp, Bad H. (7. Aufl., das. 1903); Friedlieb, Der Kurort H. und dessen Indikationen (Frankf. 1867); Will, Der Kurort H., seine Mineralquellen etc. (Homb. 1880) und Diätetische und therapeutische Winke etc. (das. 1893); Hoeber, Bad H. und sein Heilapparat (3. Aufl., das. 1901); Baumstark, Bad H. und seine Heilquellen (Wiesbad. 1901); die »Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde in H.«. 2) Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Rheinpfalz, Knotenpunkt der Linien H.-Zweibrücken, Neunkirchen-Worms u. a. der Pfälzischen Eisenbahn, 233 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Latein- und Realschule, Amtsgericht, Forstamt, Elektrizitätswerk, Eisenzeug- und Tonwarenfabrikation, Pferdezucht und (1900) 4785 meist evang. Einwohner. Nordöstlich die Ruinen des einst prächtigen Schlosses Karlsberg (1794 von den Franzosen zerstört) und die früher stark befestigte Burg H. (Hohenburg). Schon 1172 gab es Grafen von H., die um die Mitte des 15. Jahrh. ausstarben. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war die Feste in nassauischem Besitz, ward 1636 von den Österreichern genommen und 1714 von den Franzosen geschleift. 1755 fiel sie nebst der Stadt, die erst im 17. Jahrh. neben der Burg entstand, an Zweibrücken. 3) Schloß im preuß. Regbez. Köln, Kreis Gummersbach, beim Dorf Nümbrecht, liegt in der dem Fürsten von Sayn-Wittgenstein-Berleburg gehörigen Herrschaft H. an der Mark.
 
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Homburg, Prinz von, s. Meyers Friedrich 27).
 
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Home (engl., spr. hōm), Heim, Heimat, Haus; dann Stift, Pensionat, »Heim« für alleinstehende Personen. H. Office, H. Department, Ministerium des Innern.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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