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Hom bis Hombergs Phosphor (Bd. 6, Sp. 516 bis 517)
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Artikelverweis Hom., bei Tiernamen Abkürzung für Sir Everard Home (s. d. 3).
 
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Homagiāl (vom mittellat. homagium, »Huldigung«, von homo, Mann, d. i. Lehnsmann, Vasall), zur Lehnspflicht etc. gehörig; Homagialeid, soviel wie Lehnseid, der Huldigungseid des Lehnsmannes (s. Meyers Lehnswesen).
 
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Homalopsidae (Süßwasserschlangen), s. Meyers Schlangen.
 
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Homann, Johann Baptist, verdienstvoller Geograph und Kartenzeichner, geb. 22. März 1664 zu Kammlach in Bayern (Schwaben), gest. 1. Juli 1724 in Nürnberg, besuchte, von seinen Eltern für das Kloster bestimmt, die Jesuitenschule zu Mindelheim, entfloh aber 1687 aus einem Würzburger Kloster nach Nürnberg, wo er zur protestantischen Kirche übertrat. 1691 wurde er Notar, hatte aber in den nächsten Jahren infolge zweimaligen Rücktritts zum Katholizismus und seiner zeitweiligen Ausweisung aus Nürnberg viel Not auszustehen. In seinen Mußestunden beschäftigte er sich mit Kupfer- und Landkartenstecherei und gründete infolge des Beifalls, den seine Arbeiten fanden, 1702 einen förmlichen Landkartenverlag, der rasch eine große Ausbreitung gewann. Er lieferte nach und nach gegen 200 Karten, meist Kopien niederländischer oder französischer Originale, namentlich einen Atlas von 40 Karten (1707), den »Atlas von hundert Charten« (1712), den »Großen Atlas« (126 Blatt, 1716) und die »Tabula novissima totius Germaniae« (4 Blatt), die bedeutendste seiner 17 Originalkarten (vgl. auch Art. »Erdkunde«, S. 11, nebst Karte I, Fig. 6), daneben noch kleine Armillarsphären, Taschengloben, künstliche Uhren und andre mechanische Kunstwerke. Die königliche Gesell schaft der Wissenschaften in Berlin erwählte ihn 1715 zu ihrem Mitglied; Kaiser Karl VI. ernannte ihn zum kaiserlichen Geographen; Peter d. Gr. bestellte ihn 1723 als seinen Agenten. Vgl. Sandler, Joh. Bapt. H. (in der »Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin«, 1886) und »Die homännischen Erben« (»Zeitschrift für wissenschaftliche Geographie«, 7. Bd., 1890). Sein Sohn Johann Christoph, geb. 22. Aug. 1703 in Nürnberg, setzte das Geschäft seines Vaters fort, starb aber schon 1730. Er hatte seinen Universitätsfreund Michael Franz und seinen Schwager Jak. Ebersperger zu Erben eingesetzt; später kam das Geschäft an G. P. Monath und 1813 an Chr. Fr. Fembo, mit dessen Tode (11. Sept. 1848) es einging.
 
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Homărus, der Meyers Hummer (s. d.).
 
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Homatropīn (Phenylglykolyltropein) C16H21, NO3 oder C8H14N. O. CO. C7H7O. Alkaloid, das aus Atropin dargestellt wird, indem man aus diesem gewonnenes Tropin an Mandelsäure bindet, das Salz anhaltend mit verdünnter Salzsäure erwärmt und dem alkalisch gemachten Produkt das H. durch Chloroform entzieht. H. bildet farblose Prismen, verhält sich dem Atropin ähnlich, schmilzt bei 98° und wirkt auch auf das Auge wie Atropin, doch geht die Wirkung nach 20 Stunden wieder vorüber. Man benutzt das bromwasserstoffsaure Salz bei Augenkrankheiten. Dies ist ein weißes kristallinisches geruchloses, in Wasser leicht lösliches Pulver.
 
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Homaxŏne Tiere (v. griech.-lat. homaxonius, gleichachsig), Tiere, welche die Kugel als Grundform haben.
 
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Hombeere, s. Meyers Rubus.
 
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Homberg, 1) Kreisstadt im preuß. Regbez. Kassel, auf einer Anhöhe über der Efze und an der Staatsbahnlinie Treysa-Leinefelde, 270 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Progymnasium, evang. Schullehrerseminar, Taubstummenanstalt, Amtsgericht, Braunkohlenbergbau und (1900) 3414 meist evang. Einwohner. Auf dem aussichtsreichen Basaltkegel über der Stadt eine Schloßruine. Durch die hier abgehaltene Landessynode von 1526 ward die Reformation in Hessen allgemein eingeführt. In der Nähe das Eisenhüttenwerk Holzhausen. Vgl. Volckmar, Geologische Schilderung der Gegend von H. (Kassel 1877). 2) (H. ander Ohm) Stadt in der hess. Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld, an der Ohm und der Staatsbahnlinie Burg- und Nieder-Gemünden-Nieder-Osleiden, 364 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Synagoge, Schloß (großherzogliche Hausdomäne), Amtsgericht, Oberförsterei und (1900) 1360 Einw. 3) (H. am Rhein) Dorf im preuß. Regbez.

[Bd. 6, Sp. 517]


Düsseldorf, am Rhein und Ruhrort gegenüber, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien M.'-Gladbach-Ruhrort und H.-Mörs, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Eisenbahnreparaturwerkstätte, Fabrikation von Maschinen und feuerfesten Steinen, Dampfmühlen, Dampfdrechslerei, Schiffahrt und (1900) 6704 Einw.
 
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Homberg, Wilhelm, Chemiker, geb. 8. Jan. 1352 in Batavia, gest. 24. Sept. 1715 in Paris, studierte in Jena und Leipzig die Rechte und ward 1674 Advokat in Magdeburg. Auf Anregung von Otto v. Guericke studierte er noch Medizin und Chemie und ward 1702 Lehrer der Chemie. H. lieferte zahlreiche Untersuchungen, und am bekanntesten wurde sein Name durch die Entdeckung pyrophorischer Körper und der Borsäure (Sal sedativum Hombergi).
 
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Hombergs Phosphor, s. Pyrophore.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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