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Holzzellen bis Hom (Bd. 6, Sp. 515 bis 516)
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Artikelverweis Holzzellen, s. Meyers Holz, S. 490, und Pflanzenzelle.
 
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Holzzellulose, s. Meyers Holzstoff.
 
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Holzzement, schwarze, pechartige, bei gewöhnlicher Temperatur feste Masse, die beim Erhitzen leicht schmilzt und dann große Bindekraft besitzt, wurde von Häusler in Hirschberg in den Handel gebracht und dient zur Herstellung der sogen. Holzzementdächer. Die Dächer erhalten eine Neigung von höchstens 6 Proz. und bestehen aus wenigstens 2,5 cm starker gespundeter Schalung, die auf Sparren liegt, die 70 cm voneinander abstehen. Die Schalung wird schwach mit Sand bestreut und das ganze Dach mit starkem Papier überzogen. Nun erfolgt der erste Anstrich mit dem geschmolzenen H.; dann kommt eine zweite, dritte und vierte Lage Papier, jedesmal mit Anstrich dazwischen. Zuletzt wird gesiebte Steinkohlensche aufgestreut, und nachdem die Zinkblecheinfassungen an den Schornsteinen und Dachtraufen gehörig befestigt sind, schüttet man noch 2,54 cm gesiebten Kies auf. Diese Dächer sind billig, einfach, dauerhaft, leiten die Wärme schlecht, schützen vor Feuersgefahr von außen und gestatten, mit Erde überfahren, die Anlage von Gärten auf den Dächern. Als Dächer im künstlerischen Sinne sind sie natürlich nicht zu rechnen. Nach Lipowitz (»Die Portlandzementfabrikation«, Berl. 1868) kann man den H. auf die Weise bereiten, daß man Braun- oder Steinkohlenteer in einem eisernen Kessel nicht zu stark erhitzt und mittels eines Siebes eine Mischung von 500 g Schwefel auf 50 kg möglichst frischen Zement so lange einträgt, als der Teer noch streichbar-flüssig ist. Man braucht auf 50 kg Teer 80 -95 kg Zement.
 
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Holzzerkleinerungsmaschine, s. Meyers Holzspaltmaschine.
 
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Holzzeug, soviel wie Holzstoff.
 
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Holzzinn, Holzzinnerz, s. Meyers Zinnerz.
 
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Holzzölle, Zölle auf rohes, verarbeitetes Holz und gemeine Holzwaren. Holz ist ein wenig transportfähiges, gleichzeitig aber auch ein für die Technik und den häuslichen Verbrauch unentbehrliches Gut. Dementsprechend wurde früher vielfach die Ausfuhr von Holz beschränkt oder gar verboten. Eine Änderung trat in dieser Beziehung mit dem Ausbau und der Verbesserung der Transportwege ein, an Stelle des im 18. Jahrh. noch vielfach üblichen Ausfuhrzolles trat der Einfuhrzoll. Einen solchen kannte auch der preußisch-deutsche Zolltarif. In diesem war ursprünglich (1818) ein Unterschied zwischen den östlichen und westlichen Provinzen von Preußen gemacht worden. Dann unterschied man weiches und hartes Holz, für welch letzteres höhere Sätze galten als für ersteres, ferner zwischen Einfuhr zu Wasser und Einfuhr zu Land. Letztere konnte, weil von geringer Bedeutung, freigelassen werden. 1865 wurden die bestehenden H. aufgehoben. Gelegentlich der Tarifreform von 1879 wurden solche von neuem eingeführt, und zwar wurde jetzt, entsprechend der Umgestaltung des Verkehrswesens, kein Unterschied mehr zwischen Land-

[Bd. 6, Sp. 516]


und Wasserweg gemacht. Hartholz und Weichholz wurden gleich hoch belastet. 1885 wurden die Zölle, weil sie der deutschen Forstwirtschaft keinen genügenden Schutz gegen die Einfuhr von außen böten, erhöht, durch die seit 1892 abgeschlossenen Handelsverträge wieder teilweise ermäßigt. Jetzt sind die Sätze (in Klammern die vertragsmäßigen): Holzborke, Gerberlohe 0,50 Mk. für 100 kg (frei); Bau- und Nutzholz a) roh oder lediglich in der Querrichtung bearbeitet, eichene Faßdauben 0,20 Mk. für 100 kg, 1,20 Mk. für 1 Festmeter (gebunden); b) in der Richtung der Längsachse beschlagen, Faßdauben, die nicht unter a) fallen; ungeschälte Korbweiden und Reifstäbe, Naben, Felgen und Speichen 0,40 Mk. für 100 kg (0,30), 2,40 Mk. für 1 Festmeter (1,80); c) in der Längsachse gesägte, nicht gehobelte Bretter, gesägte Kanthölzer und andre Säge- und Schnittwaren 1 Mk. für 100 kg (0,80), 6 Mk. für 1 Festmeter (4,80). Zölle auf Nutzholz, bez. Nutzholzartikel bestehen auch in Österreich (Werkholz ist frei), Rußland (für geschnittenes und behauenes Holz), Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweiz, Nordamerika (in den letzten fünf Ländern als echte Finanzzölle). Nach dem deutschen Zolltarifsgesetz vom 25. Dez. 1902 ist die Differenzierung der H. wieder erheblich größer, namentlich wird wieder zwischen hartem und weichem Holz unterschieden. Danach werden zu entrichten sein: für Bau- und Nutzholz roh oder lediglich in der Querrichtung bearbeitet 0,20 Mk. für 100 kg oder 1,80 Mk. für das Festmeter hartes, 1,20 Mk. für das Festmeter weiches Holz; für dasselbe, in der Längsrichtung beschlagen oder sonst mit der Axt vorgearbeitet oder zerkleinert, 0,50 Mk. für 100 kg oder 4 Mk. für das Festmeter hartes, 3 Mk. für das Festmeter weiches Holz; dasselbe in der Längsrichtung gesägt, nicht gehobelt, 1,25 Mk. für 100 kg oder 10 Mk. für das Festmeter hartes, 7,50 Mk. für das Festmeter weiches Holz; Eisenbahnschwellen, mit der Axt bearbeitet, nur auf einer Längsseite gesägt, nicht gehobelt, 0,40 Mk. für 100 kg, bez. 3,20 und 2,40 Mk. für das Festmeter; Naben, Felgen, Speichen 1 Mk. für 100 kg oder 8 Mk. für das Festmeter; Faßholz 0,30 Mk. von 100 kg Eichenholz, 0,40 Mk. von anderm harten Holz, 0,40 Mk. von weichem Holz, bez. 2,40,3,20 und 2,40 Mk. vom Festmeter; Korbweiden und Reifenstäbe, ungeschält, 0,55 Mk., beide geschält 4 Mk. für 100 kg; Gerbrinden 1,50 Mk., Quebrachsholz und andres Gerbholz 7 Mk., sonstige Gerbstoffe 3 Mk. für 100 kg. Vgl. Lehr, Die deutschen H. und deren Erhöhung (Frankf. a. M. 1883); Danckelmann, Die Nutzholzzölle (Berl. 1883).
 
Artikelverweis 
Holzzucker, s. Meyers Xylose.
 
Artikelverweis 
Holzzunge, s. Meyers Aktinomykose.
 
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Hom, s. Meyers Haoma.
 
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Hom., bei Tiernamen Abkürzung für Sir Everard Home (s. d. 3).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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