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Holzwespen bis Holzzölle (Bd. 6, Sp. 514 bis 515)
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Artikelverweis Holzwespen (Uroceridae Leach), Familie aus der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera), Insekten mit fadenförmigen, vielgliederigen Fühlern, vollständig geäderten Flügeln, sitzendem, langgestrecktem Hinterleib, der in einem Afterdorn endigt, und meist hervorstehendem Legebohrer, der aus zwei seitlichen Platten und einem gesägten, unterhalb rinnenartig ausgehöhlten Stilett besteht. Mit letzterm bohren die Weibchen Holz an, um ihre Eier hineinzulegen. Die ungefärbten, sechsbeinigen Larven brauchen lange Zeit zu ihrer Entwickelung. Die wenig artenreiche Familie ist hauptsächlich in Europa und Nordamerika vertreten. Die gemeine Holzwespe (Kiefernholzwespe, Sirex juvencus L., s. Tafel Meyers »Hautflügler I«, Fig. 5) ist 2,5 cm lang, stahlblau, an den Beinen rotgelb, an den Flügeln gelb; das um die Hälfte kleinere Männchen hat einen breiten gelbbraunen Gürtel um den Hinterleib und dunkle Hinterbeine; die Riesen-o der Fichtenholzwespe (S. gigas L.), 2,54 cm lang, mit gelbem Hinterleib, beim Männchen mit schwarzer Spitze, beim Weibchen mit schwarzem Gürtel; an Kopf und Thorax matt schwarz, an Backen, Fühlern, Beinen gelb. Beide Arten erscheinen Ende Juni oder Anfang Juli und leben nur kurze Zeit; erstere legt ihr Ei besonders in Kiefern-, letztere in Fichtenstämme. Die Larven bohren geschlängelte, mit Spänen gefüllte Gänge von zuletzt 4 mm Durchmesser und leben bisweilen mehrere Jahre, so daß nicht selten aus verarbeitetem Nutzholz die Wespen ausschlüpfen. Diese nagen sehr kräftig und durchbohren selbst Bleiplatten (in Schwefelsäurefabriken). Die Halmwespe (Getreidehalmwespe, Cephus pygmaeus L., s. Tafel Meyers »Landwirtschaftliche Schädlinge II«, Fig. 14), 6,5 mm lang, glänzend schwarz, reichlich gelb gezeichnet, mit fast kugeligem Kopf und schwach keulenförmig nach vorn verdickten Fühlern, fliegt vom Mai ab und legt ihr Ei in einen der obersten Knoten des Roggen-, seltener des Weizenhalms; die Larve durchfrißt die Knoten und kriecht im Halm auf und ab, verspinnt sich zur Zeit der Ernte im untersten Teile des Halmes, überwintert und verpuppt sich im Kokon 14 Tage vor dem Erscheinen der Wespe. Die von Halmwespen heimgesuchten Pflanzen entwickeln verkümmerte, bleiche, ganz oder zum Teil leere Ähren. Vgl. Hartig, Die Familien der Blattwespen und H. (Berl. 1837).
 
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Holzwickede, Dorf im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Hörde, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Düsseldorf-Soest und Ruhrort-H., hat eine Präparandenanstalt, Rettungshaus, Eisenbahnreparaturwerkstätte, Steinkohlenbergbau und (1900) 4617 Einw.
 
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Holzwolle, Holzschliff (s. Meyers Holzstoff), der als Surrogat der Scherflocken zur Herstellung der Samttapeten dient; besonders das aus langen dünnen Fäden bestehende, entsprechend seiner vielseitigen Verwendung in 68 verschiedenen Dicken von 0,060,5 mm auf Holzwollmaschinen erzeugte Material. Zu den leistungsfähigsten Maschinen zur Erzeugung der H. gehört die vierfach wirkende Holzwollmaschine (s. Abbildung) von Anthon u. Söhne in Flensburg. Das Werkzeug derselben ist ein aufrechter Schlitten A, der zwischen genügender Führung vermittelst der Schubstange B von der zugleich als Schwungrad dienenden Kurbelscheibe C etwa 160 mal in der Minute hin und her bewegt wird. An beiden

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Seiten dieses Schlittens befinden sich zwei Reihen m, m lanzettförmiger Messer (Ritzer) zum Einritzen des Holzes und daneben zwei Hobelmesser zum Abnehmen der Späne so gestellt, daß die Maschine beim Vor- und Rückgang, also an vier Stellen, Späne bildet, die unter die Maschine fallen. An jeder Seite des Schlittens gelangen zwei Holzstücke D, D zur Verarbeitung, die von gezahnten Walzen a, a, a, a vorgeschoben werden, die mit ihren Zähnen in die Stirnflächen der Holzstücke eingreifen und ruckweise, von den Schnecken i, i, i, i getrieben, Drehung erhalten. Die Einstellung derselben nach der Holzlänge (350500 mm) erfolgt durch wagerechte Schrauben mit den Handrädern h, h, h, h. Die Vorbereitung des Holzes besteht im Zuschneiden auf Länge mittels Kreissägen, Entrinden und Ausbohren der großen Äste. Zum Verpacken werden die Späne in einfachen Schraubenpressen zu Ballen zusammengepreßt. Nebst der allseitig bekannten Verwendung der H. als Packmaterial, wobei ganz seine Wolle vielfach mit Anilinfarben gefärbt wird, sowie für chirurgische, hygienische Zwecke (zum Frottieren, zu Bandagen, Scharpie etc.), für Filter, als Streu, zur Füllung von Matratzen etc., dient sie neuerdings besonders auch zur Anfertigung von Seilen als Ersatz der Stroh- und Heuseile. Feine H. soll sich ohne Bindemittel nur durch starken Druck in Formen zu einer festen Masse zusammenpressen lassen. Mit Wasserglas durchtränkt, gibt H. künstliche Holzplatten von großer Festigkeit und Gleichförmigkeit, wenn man die Masse trocknet, dann in Gipsmilch legt und hierauf scharf preßt. Die H. vermag viel Jauche auszusaugen, gibt dabei den Tieren ein weiches Lager und führt dem Boden humusbildende Substanzen zu. 100 Teile grobe H. nehmen 170, seine H. 223 Teile Wasser auf (zerschnittenes Roggenstroh 400, Torfstreu 600750). Eine Kuh bedarf täglich als Einstreue 2 kg, ein Pferd 3 kg H. Bei letzterm ist mit der Verwendung von H. der Vorteil verbunden, daß sie nicht, wie das Stroh, gefressen wird. Als schlechter Wärmeleiter hält sie auch Hühner ungemein warm, wenn man den Boden des hölzernen Hühnerstalles mindestens fußhoch mit grober H. belegt.
 
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Holzwürmer, im Holz, Splint und in der Rinde lebende Insektenlarven aus den Ordnungen der Schmetterlinge (Weidenraupe, Glasschwärmer), Käfer (Bohrkäfer, Borkenkäfer, Bockkäfer, Hirschkäfer) und Hautflügler (Holzwespen und hummelartige Bienen).
 
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Holzzellen, s. Meyers Holz, S. 490, und Pflanzenzelle.
 
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Holzzellulose, s. Meyers Holzstoff.
 
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Holzzement, schwarze, pechartige, bei gewöhnlicher Temperatur feste Masse, die beim Erhitzen leicht schmilzt und dann große Bindekraft besitzt, wurde von Häusler in Hirschberg in den Handel gebracht und dient zur Herstellung der sogen. Holzzementdächer. Die Dächer erhalten eine Neigung von höchstens 6 Proz. und bestehen aus wenigstens 2,5 cm starker gespundeter Schalung, die auf Sparren liegt, die 70 cm voneinander abstehen. Die Schalung wird schwach mit Sand bestreut und das ganze Dach mit starkem Papier überzogen. Nun erfolgt der erste Anstrich mit dem geschmolzenen H.; dann kommt eine zweite, dritte und vierte Lage Papier, jedesmal mit Anstrich dazwischen. Zuletzt wird gesiebte Steinkohlensche aufgestreut, und nachdem die Zinkblecheinfassungen an den Schornsteinen und Dachtraufen gehörig befestigt sind, schüttet man noch 2,54 cm gesiebten Kies auf. Diese Dächer sind billig, einfach, dauerhaft, leiten die Wärme schlecht, schützen vor Feuersgefahr von außen und gestatten, mit Erde überfahren, die Anlage von Gärten auf den Dächern. Als Dächer im künstlerischen Sinne sind sie natürlich nicht zu rechnen. Nach Lipowitz (»Die Portlandzementfabrikation«, Berl. 1868) kann man den H. auf die Weise bereiten, daß man Braun- oder Steinkohlenteer in einem eisernen Kessel nicht zu stark erhitzt und mittels eines Siebes eine Mischung von 500 g Schwefel auf 50 kg möglichst frischen Zement so lange einträgt, als der Teer noch streichbar-flüssig ist. Man braucht auf 50 kg Teer 80 -95 kg Zement.
 
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Holzzerkleinerungsmaschine, s. Meyers Holzspaltmaschine.
 
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Holzzeug, soviel wie Holzstoff.
 
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Holzzinn, Holzzinnerz, s. Meyers Zinnerz.
 
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Holzzölle, Zölle auf rohes, verarbeitetes Holz und gemeine Holzwaren. Holz ist ein wenig transportfähiges, gleichzeitig aber auch ein für die Technik und den häuslichen Verbrauch unentbehrliches Gut. Dementsprechend wurde früher vielfach die Ausfuhr von Holz beschränkt oder gar verboten. Eine Änderung trat in dieser Beziehung mit dem Ausbau und der Verbesserung der Transportwege ein, an Stelle des im 18. Jahrh. noch vielfach üblichen Ausfuhrzolles trat der Einfuhrzoll. Einen solchen kannte auch der preußisch-deutsche Zolltarif. In diesem war ursprünglich (1818) ein Unterschied zwischen den östlichen und westlichen Provinzen von Preußen gemacht worden. Dann unterschied man weiches und hartes Holz, für welch letzteres höhere Sätze galten als für ersteres, ferner zwischen Einfuhr zu Wasser und Einfuhr zu Land. Letztere konnte, weil von geringer Bedeutung, freigelassen werden. 1865 wurden die bestehenden H. aufgehoben. Gelegentlich der Tarifreform von 1879 wurden solche von neuem eingeführt, und zwar wurde jetzt, entsprechend der Umgestaltung des Verkehrswesens, kein Unterschied mehr zwischen Land-

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und Wasserweg gemacht. Hartholz und Weichholz wurden gleich hoch belastet. 1885 wurden die Zölle, weil sie der deutschen Forstwirtschaft keinen genügenden Schutz gegen die Einfuhr von außen böten, erhöht, durch die seit 1892 abgeschlossenen Handelsverträge wieder teilweise ermäßigt. Jetzt sind die Sätze (in Klammern die vertragsmäßigen): Holzborke, Gerberlohe 0,50 Mk. für 100 kg (frei); Bau- und Nutzholz a) roh oder lediglich in der Querrichtung bearbeitet, eichene Faßdauben 0,20 Mk. für 100 kg, 1,20 Mk. für 1 Festmeter (gebunden); b) in der Richtung der Längsachse beschlagen, Faßdauben, die nicht unter a) fallen; ungeschälte Korbweiden und Reifstäbe, Naben, Felgen und Speichen 0,40 Mk. für 100 kg (0,30), 2,40 Mk. für 1 Festmeter (1,80); c) in der Längsachse gesägte, nicht gehobelte Bretter, gesägte Kanthölzer und andre Säge- und Schnittwaren 1 Mk. für 100 kg (0,80), 6 Mk. für 1 Festmeter (4,80). Zölle auf Nutzholz, bez. Nutzholzartikel bestehen auch in Österreich (Werkholz ist frei), Rußland (für geschnittenes und behauenes Holz), Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweiz, Nordamerika (in den letzten fünf Ländern als echte Finanzzölle). Nach dem deutschen Zolltarifsgesetz vom 25. Dez. 1902 ist die Differenzierung der H. wieder erheblich größer, namentlich wird wieder zwischen hartem und weichem Holz unterschieden. Danach werden zu entrichten sein: für Bau- und Nutzholz roh oder lediglich in der Querrichtung bearbeitet 0,20 Mk. für 100 kg oder 1,80 Mk. für das Festmeter hartes, 1,20 Mk. für das Festmeter weiches Holz; für dasselbe, in der Längsrichtung beschlagen oder sonst mit der Axt vorgearbeitet oder zerkleinert, 0,50 Mk. für 100 kg oder 4 Mk. für das Festmeter hartes, 3 Mk. für das Festmeter weiches Holz; dasselbe in der Längsrichtung gesägt, nicht gehobelt, 1,25 Mk. für 100 kg oder 10 Mk. für das Festmeter hartes, 7,50 Mk. für das Festmeter weiches Holz; Eisenbahnschwellen, mit der Axt bearbeitet, nur auf einer Längsseite gesägt, nicht gehobelt, 0,40 Mk. für 100 kg, bez. 3,20 und 2,40 Mk. für das Festmeter; Naben, Felgen, Speichen 1 Mk. für 100 kg oder 8 Mk. für das Festmeter; Faßholz 0,30 Mk. von 100 kg Eichenholz, 0,40 Mk. von anderm harten Holz, 0,40 Mk. von weichem Holz, bez. 2,40,3,20 und 2,40 Mk. vom Festmeter; Korbweiden und Reifenstäbe, ungeschält, 0,55 Mk., beide geschält 4 Mk. für 100 kg; Gerbrinden 1,50 Mk., Quebrachsholz und andres Gerbholz 7 Mk., sonstige Gerbstoffe 3 Mk. für 100 kg. Vgl. Lehr, Die deutschen H. und deren Erhöhung (Frankf. a. M. 1883); Danckelmann, Die Nutzholzzölle (Berl. 1883).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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