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Holzschrauben bis Holzspiritus (Bd. 6, Sp. 509 bis 510)
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Artikelverweis Holzschrauben, s. Meyers Schraube.
 
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Holzschreier, s. Meyers Häher.
 
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Holzschuh, Dietrich (auch Tile Kolup genannt), einer der falschen Friedriche, die sich für den 1250 gestorbenen deutschen Kaiser Friedrich II. ausgaben, trat um 1283 zuerst in Köln auf, fand aber keinen Anhang und wandte sich nach Neuß, wo ihn das Volk, durch ihn Erlösung von dem Druck der Fürsten hoffend, freudig anerkannte. Er wagte es, Rudolf von Habsburg vor seinen Thron zu laden, um ihn als König zu belehnen, trat für die Friesen ein, die damals von dem Grafen von Holland bedrängt wurden, suchte auch in den Kampf zwischen Rudolf und den Städten einzugreifen und ging nach Wetzlar; als sich dieses aber dem König unterwarf, gab es den Abenteurer preis, der nun 7. Juli 1285 als Ketzer verbrannt wurde. Das Volk sah in ihm einen Zauberer und Wundertäter. Vgl. V. Meyer, Tile Kolup (Wetzlar 1868).
 
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Holzschuhe (franz Sabots), aus Fichten-, Birken-, Erlen- und Nußbaumholz, weniger aus Buchenholz gearbeitete Schuhe, werden in Frankreich, besonders im Departement der Lozère, also in den Cevennen, mit der Hand geschnitzt und fast im ganzen Lande bei landwirtschaftlichen Arbeiten und in Fabriken von den Arbeitern getragen. Für den Gebrauch in Städten fertigt man besonders in Marvejols, Mende, Villefort feinere, z. T. sehr reich und geschmackvoll dekorierte Ware. Auch in Holland und im nordwestlichen Deutschland werden H. angefertigt.
 
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Holzschuher (von Harrlach), Rudolf Christoph Karl Siegmund, Freiherr, Jurist, geb. 22. Jan. 1777 in der damaligen freien Reichsstadt Nürnberg aus altem Patriziergeschlecht, gest. 20. Juli 1861, war in seiner Vaterstadt Advokat, seit 1802 Syndikus, 1805 Rechtskonsulent. Nach dem Übergang Nürnbergs an die Krone Bayern, trat er als Landtagsabgeordneter wiederholt mit Entschiedenheit für Mündlichkeit und Öffentlichkeit der Zivilrechtspflege ein, wovon auch sein »Versuch vergleichender Gesetzeskritik des französischen mündlichen und gemeinen deutschen schriftlichen Zivilprozesses« (Nürnb. 1831) Zeugnis ablegt. Sein Hauptwerk ist: »Theorie und Kasuistik des gemeinen Zivilrechts« (Leipz. 184354, 3 Bde.; 3. Aufl., besorgt von J. E. Kuntze, 186364).
 
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Holzschwamm, soviel wie Meyers Hausschwamm (s. d.).
 
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Holzschwarz, mit Blauholz und chromsaurem Kali auf Geweben erzeugtes Schwarz.
 
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Holzskulptur, s. Meyers Holzbildhauerei.
 
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Holzsortimente, die bei der Gewinnung und Zurichtung des Holzes, bez. der Rinde im Walde mit Rücksicht auf die Baumteile, die Verwendungszwecke, die Dimensionen und die Art der Ausarbeitung sich ergeben den Handelswaren. Nach den auf Antrag des Vereins deutscher forstlicher Versuchsanstalten getroffenen Vereinbarungen unterscheidet man folgende Sortimente: Nach den Baumteilen und Dimensionen: 1) Derbholz, d. h. die oberirdische Holzmasse über 7 cm Durchmesser mit Ausschluß des bei der Fällung am Stock (dem unterhalb der Abtrennungsstelle befindlichen Schaftstumpf) bleibenden Schaftholzes. 2) Nichtderbholz, die übrige Holzmasse. Sie zerfällt in Reisig: oberirdische Holzmasse bis einschließlich 7 cm Durchmesser aufwärts, und Stockholz, d. h. die unterirdische Holzmasse und der bei der Fällung daran bleibende Teil des Schaftes (Stockes). 3) Rinde, sofern sie besonders ausgearbeitet wird. Nach der Verwendungsart werden gesondert: Nutzholz und Brennholz; nach der Aufarbeitungsart unterscheidet man: Schichtholz u. Langholz. Schichtholz wird in Schichtmaßen (Raummaßen) gekürzt, nach bestimmten Dimensionen lose eingelegt oder eingebunden. Das Einlegen erfolgt in Raummetern, d. h. Raummaßen von meist 1 m Länge, Breite und Höhe, das Einbinden (bei Reisig und Rinde) in Wellen (Gebunden), der Regel nach von 1 m Länge und 1 m Umfang (Normalwellen). Die Wellen werden hundertweise (nach Wellenhunderten) berechnet. Das in Raummetern eingelegte Holz wird gespalten (Spaltholz, Klobenholz), oder bleibt ungespalten (Rundholz). Das Schichtholz wird nicht stückweise gemessen und kubisch berechnet, sondern die feste Holz-, bez. Rindenmasse (der Festgehalt) nach Erfahrungssätzen aus den Raummaßen oder aus dem Gewicht (bei Rinden) ermittelt. Langholz ist das nicht in Schichtmaßen gemeinschaftlich ausgearbeitete, sondern stückweise nach seinen nutzbaren Längen ausgehaltene, nach Längen und Stücken kubisch berechnete Holz. Nach den Stärkedimensionen werden außer Derbholz und Nichtderbholz (s. oben) unterschieden beim Langholz: Stämme, d. h. Langhölzer über 14 cm Durchmesser bei 1 m oberhalb des untern Endes, und Stangen, d. h. Langhölzer bis 14 cm Durchmesser bei 1 m oberhalb des untern En des; beim Schichtholz: Scheitholz, d. h. Schichtholz von über 14 cm Durchmesser am obern Ende der Rundstücke; Knüppelholz, d. h. Schichtholz von über 714 cm Durchmesser am obern Ende, und Reisig, d. h. Schichtholz bis mit 7 cm Durchmesser am obern Ende. Hiernach ergibt sich folgende Klassifikation der Holz- und Rindensortimente für die Ausarbeitung im Walde. I. Nutzholz. A. Langnutzholz. 1) Stämme; 2) Stangen und zwar Derbstangen (714 cm über dem untern Ende) und Reisstangen (bis mit 7 cm 1 m über dem untern Ende). B. Schichtnutzholz. 1) Nutzscheitholz in Raummetern; 2) Nutzknüppelholz in Raummetern; 3) Nutzreisig in Raummetern oder Wellenhunderten. C. Nutzrinde in Raummetern oder Wellenhunderten. II. Brennholz. 1) Brennscheitholz in Raummetern; 2) Brennknüppelholz in Raummetern; 3) Brennreisig in Raummetern oder Wellenhunderten; 4) Brennrinde in Raummetern; 5) Stockholz. Gemeinschaftliche Rechnungseinheit für alles Holz ist das Kubikmeter feste Holzmasse (Festmeter), zur Reduktion des Schichtholzes auf Festmeter dienen Erfahrungszahlen, die von dem Verein der forstlichen Versuchsanstalten auf Grund zahlreicher Untersuchungen

[Bd. 6, Sp. 510]


ermittelt und im Auftrag des Vereins von F. Baur (»Untersuchungen über den Festgehalt und das Gewicht des Schichtholzes und der Rinde etc.«, Augsb. 1879) veröffentlicht sind.
 
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Holzspaltmaschine (Holzzerkleinerungsmaschine), Vorrichtung zur Zerkleinerung des Brennholzes mit einem beilartig wirkenden Werkzeug, welches das zerschnittene Holz spaltet, mitunter in Verbindung mit einer Kreissäge, gegen die eine schwingende Gabel die Holzscheite führt, die zunächst auf die gewünschte Länge zerschnitten werden. Eine andere H. ist auf fahrbarem Gestell montiert, wird durch einen Petroleummotor betrieben und besitzt eine Bandsäge und Stößel.
 
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Holzspiritus, soviel wie Methylalkohol.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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