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Holleschau bis Holmberg (Bd. 6, Sp. 481 bis 482)
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Artikelverweis Holleschau (tschech. Holesov), Stadt in Mähren, an der Russawa und der Linie Kojetein-Bielitz der Nordbahn, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein Schloß mit großem Park, Möbelfabrikation, Spodium- und Kanditenerzeugung, Bierbrauerei, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und (1900) 5421 (mit der selbständigen Judengemeinde 6302) meist tschech. Einwohner.
 
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Holleufer, Hans Dietrich von, preuß. Beamter, geb 14. März 1855 in Zeitz, gest. 28. Dez. 1902 in Düsseldorf, studierte die Rechte und wurde 1881 Landrat des Kreises Löwenberg in Schlesien, den er auch eine Reihe von Jahren im schlesischen Provinziallandtag vertrat. Er erwarb sich auch praktische Kenntnisse und Erfahrungen in der Eisenindustrie und den Handelsverhältnissen, wurde 1892 in den Reichstag gewählt, wo er sich der deutschkonservativen Fraktion anschloß und Schriftführer sowie Mitglied des Seniorenkonvents wurde; 1895 war er Vorsitzender der Gewerbekommission. Seit 1896 vortragender Rat im Ministerium des Innern, war er vom Dezember 1896 bis zu seinem Tode Regierungspräsident in Düsseldorf.
 
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Hollfeld, Stadt im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Ebermannstadt, an der Wiesent und der Staatsbahnlinie Bayreuth-H., 394 m ü. M., hat 4 kath. Kirchen (darunter eine Wallfahrtskirche), Amtsgericht, Bierbrauerei, Dampfziegeleien, Viehmärkte und (1900) 1134 Einw. H. gehörte früher zum Hochstift Bamberg.
 
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Höllisches Feuer, s. Meyers Kriebelkrankheit.
 
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Hollmann, Friedrich, deutscher Admiral und Staatssekretär des Marineamts, geb. 19. Jan. 1842 in Berlin, trat 1857 in die preußische Marine, ward 1868 Kapitänleutnant, ging 1872 mit der Vineta nach Haiti und überrumpelte das haïtische Admiralschiff Union. An Bord der Vineta befand er sich bei dem Geschwader, das unter dem Kapitän zur See

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Werner während der aufständischen Bewegung in Spanien 1873 und 1874 im Mittelländischen Meere kreuzte, ward 1874 Korvettenkapitän und war mehrere Jahre Vorstand der Zentralabteilung der kaiserlichen Admiralität. 1877, 78 befehligte er das Schiffsjungenschulschiff Medusa, war 1881 als Kapitän zur See auf der ostasiatischen Station, dann Kommandeur einer Matrosendivision und Chef des Stabes der Admiralität, wurde 1888 Konteradmiral und 1890 Staatssekretär des Marineamtes. Seit November 1890 Vizeadmiral, seit 1896 Admiral, trat er im März 1897 als Staatssekretär zurück da er vom Reichstag nicht die Mittel zu neuen Kreuzerbauten erlangen konnte, und ist seit 27. Jan. 1904 Mitglied des preußischen Herrenhauses.
 
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Hollunder, s. Meyers Holunder.
 
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Holl y Springs, Ort in der Grafschaft Marshall des nordamerikan. Staates Mississippi, mit der Normalschule des Staates und (1900) 2815 Einw.
 
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Holm, Verbandstück für die obern Enden in Reihen eingerammter Pfähle und Bohlen, in das letztere eingezapft sind. Bei Bohlwerken bildet der H. daher die Kante des künstlichen Ufers, bei Brückenjochen die Unterlage der hölzernen Träger. Bei Leitern und B arren (s. d.) heißrn Hol me die beiden Langhölzer.
 
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Holm, eine in allen germanischen Sprachen vorkommende Bezeichnung für eine unbebaute kleine Insel, Werder, Felsen eiland; insbesondere für die Inselchen in den Flüssen, Hafenbuchten oder überhaupt nahe an der Küste. Die Holme sind häufig mit Schiffswerften versehen, daher auch die Silbe als Endung von Ortsnamen häufig ist.
 
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Holm, 1) Adolf, Histori ler, geb. 8. Aug. 1830 in Lübeck, gest. 3. Juni 1900 zu Freiburg i. Br., studierte in Leipzig und Berlin, ward nach einjährigem Aufenthalt in Paris 1852 Gymnasiallehrer in seiner Vaterstadt, bereiste 187071 Sizilien, wurde 1876 außerordentlicher, 1878 ordentlicher Professor der alten Geschichte an der Universität Palermo, ging 1884 in gleicher Eigenschaft an die Universität Neapel, zog sich aber 1898 nach Freiburg zurück. Er schrieb: »Beiträge zur Berichtigung der Karte des alten Sizilien« (Lüb. 1866); »Das alte Catania« (das. 1873); »Geschichte Siziliens im Altertum« (Leipz. 18701898, 3 Bde.; ital. Übersetzung von Dal Lago, Palermo 1896 ff.) und »Geschichte Griechenlands« (Berl. 188593, 4 Bde.); ferner »Dei doveri dello storico« (Palermo 1877); »1 Il rinascimento italiano e la Grecia antica« (das. 1880); »Topografia archeologica di Siracusa« (mit S. und C. Cavallari, das. 1883; deutsch bearbeitet von Lupus, Straßb. 1887). Für Heycks Geschichtliche Monographien lieferte er den Band »Lübeck« (Bielef. 1900), mit Deecke und Soltau schrieb er die »Kulturgeschichte des klassischen Altertums« (im 2. Band der Neubearbeitung von Hellwalds Kulturgeschichte, Leipz. 1897).
   2) Peter Edvard, dän. Historiker, geb. 26. Jan. 1833 in Kopenhagen, seit 1865 Dozent, wirkte seit Ende 1867 als Professor der Geschichte an der dortigen Universität und trat 1899 in den Ruhestand. 188296 war er Vorsitzender der Dänischen Historischen Vereinigung. Seine ersten größern Arbeiten: »De graeske Undersaatters Stilling under de romerske Kejsere indtil Caracalla« (Kopenh. 1860) und »Gejstlighedens Opträden lige overfor Staten fra Slutningen af Constantin den stores Regering indtil det vestromerske Riges Fald« (1864), betreffen die Geschichte des Altertums. Später beschäftigte er sich erfolgreich mit der Geschichte seiner Heimat und schrieb: »Danmarks Politik under den svensk-russiske Krig 17881790« (1868); »Danmark-Norges udenrigske Historie 17911807« (1875, 2 Bde.); »Holbergs statsretslige og politiske Standpunkt« (1879); »Om det Syn paa Kongemakt, Folk og borgerlig Frihed, som udviklede sig i den dansk-norske Stat 17461770« (1883); »Nogle Hovedtraek af Trykkefrihedstidens Historie 17701773« (1885); »Danmark Norges indre Historie 16601720« (188586, 2 Bde.); »Den offentlige Mening og Statsmagten i den dansk-norske Stat 17841799« (18:-8); »Kampen om Landboreformerne i Danmark 17731791« (1888); »Den dansk-norske Stats Stilling 17401742« (1891); »Danmark-Norges Historie 17201814« (bisher 4 Bde., 18901902, bis 1772 reichend). In der illustrierten »Danmarks Riges Historie« (Bd. 5, 18961901) bearbeitete er den Abschnitt 16991814. In der 186578 von ihm redigierten »Dansk historisk Tidsskrift« veröffentlichte er wertvolle Abhandlungen zur Geschichte Dänemarks im 18. Jahrh. Genannt seien: »Frederik II. af Preussen og Dronning Juliane Marie« (1895) und »Dronning. Juliane Marie, som hun viser sig i sine Breve til Frederik II. af Preussen« (1899).
   3) Gustav Frederik, dän. Grönlandforscher, geb. 6. Aug. 1849, wurde 1870 Leutnant in der Flotte, 1873 Oberleutnant, nahm 1876 an der geologischen Erforschung des südlichen Grönland durch Steenstrup teil, leitete 188081 eine archäologische Expedition nach Südgrönland und, begleitet von Garde, 188385 eine Expedition nach der Ostküste Grönlands, auf der er in Umiaks (Weiberbooten) bis Angmagsalik unter 66° nördl. Br. vordrang und hier einen von der europäischen Kultur noch völlig unberührten Eskimostamm studierte. Nach seiner Rückkehr zum Kapitän ernannt, wurde er später Chef des Seekartenarchivs und führte 1894 eine Expedition nach der grönländischen Ostküste zur Errichtung einer Mission und einer meteorologischen Station in der Tasiusakbai unter 65°35´. Außer Berichten in den »Meddelelser om Gronland« veröffentlichte er mit Garde: »Den danske Konebaads-Expedition til Grönlands Øskyst« (Kopenh. 1886).
 
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Holmberg, August, Maler, geb. 1. Aug. 1851 in München, widmete sich anfangs der Bildhauerkunst und seit 1868 der Malerei auf der dortigen Akademie, wo er sich bei W. Diez ausbildete. Von 187578 machte er Studienreisen in Deutschland, nach Italien und Paris. Seine Spezialität ist das Sittenbild und Kostümstück, und zwar stellt er mit Vorliebe altertümliche Innenräume dar, in die das Sonnenlicht einfällt, und die mit äußerst sein charakterisierten Figuren, meist Geistlichen, hohen kirchlichen Würdenträgern und Gelehrten, bei ruhiger Beschäftigung belebt sind. Unter seinen mit großer koloristischer Zartheit und mit vollendeter Virtuosität in der Stoffmalerei ausgeführten Gemälden sind zu nennen: Meinungsverschiedenheiten (1873), das Tabakskollegium Friedrich Wilhelms l. (1879), das aufgefundene Monogramm (1880), Benediktinermönch, antike Münzen betrachtend (1880), der Goldschmied (im Museum zu Leipzig), Dame am Fenster (1881), vor dem Duell, Mandolinenspieler, in Gedanken, Stillleben im Rokokostil (1883), aus der Gotik (1884), die Schachpartie (1886), ernste Lektüre (1890), der Sammler, der Vortrag, die Inventarbesichtigung im Kloster, der Heraldiker (1897) und Numismatik. Für die Stadtpfarrkirche in Obernburg a. M. malte er 1894 im Auftrag des bayrischen Staates ein großes

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Altarbild (Christus am Kreuz von Engeln umgeben und unten die Ansicht der Stadt). H. ist königlicher Professor und seit 1900 Konservator bei der Zentralgemäldedirektion in München.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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