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Höllenbrand bis Höllennatter (Bd. 6, Sp. 480 bis 481)
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Artikelverweis Höllenbrand (altd. hellebrant), ein dem Höllenfeuer Verfallener; auch der Teufel selbst.
 
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Höllenbriefe, s. Meyers Himmelsbriefe.
 
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Höllenbrueghel, s. Meyers Brueghel 2).
 
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Hollenegg, Schloß, s. Meyers Deutsch-Landsberg.
 
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Höllenfahrt Christi. Da die Auferstehung Christi, mit welcher der Anfang seines himmlischen Daseins verbunden gedacht wird, nach der evangelischen

[Bd. 6, Sp. 481]


Überlieferung erst 40 Stunden nach seinem Hinscheiden am Kreuz stattfand, beschäftigte man sich schon früh (Eph. 4,9; 1. Petr. 3,19) mit der Frage, wo seine Seele gewesen sei, während der Leib im Grab war. Die nachher stehend gewordene und seit etwa 400 auch in das Glaubensbekenntnis übergegangene Antwort lautete dahin, daß Christus in das Schattenreich, ja in die Hölle hinabgestiegen sei und über den Teufel triumphiert, bez. seine Gefangenen erlöst habe. Übrigens ist diese Vorstellung immer widerspruchsvoll geblieben und von der reformierten Kirche eigentlich abgelehnt worden; s. Meyers Christologie. Vgl. Bruston, I. a descente du Christ aux enfers d'après les apôtres et d'apres l'Eglise (Par. 1897); C. Clemen,. Niedergefahren zu den Toten' (Gieß. 1900). Die bildende Kunst hat dieses Dogma nur selten, gewöhnlich nur in zyklischen Darstellungen (Miniaturen, Holzschnitten, Reliefs. Fresken), behandelt. Aus dem 17. Jahrh ist ein Gemälde von A. Bronzino (in den Uffizien zu Florenz), aus neuerer Zeit das Gemälde: Christus in der Vorhölle von Cornelius (Raczynskische Sammlung in Posen) hervorzuheben.
 
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Höllenfeige, s. Ricinus.
 
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Höllenfliege (Höllenfurie, Furia infernalis L.), ein sagenhaftes wurmähnliches Tier, das in den Sumpfgegenden Nordschwedens und Livlands Menschen und Tiere stechen und eine Geschwulst erzeugen soll, die, wenn nicht sofortige Hilfe erfolgt, den Tod herbeiführt. Offenbar handelt es sich hier um Fälle von Blutvergiftung, Übertragung von Milzbrand durch den Stich einer Fliege, wie sie auch sonst wohl in Europa vorkommen. Vgl. Keferstein, Naturgeschichte der schädlichen Insekten, 1. Teil (Erf. 1837).
 
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Höllengebirge, Gebirgsstock der Salzburger Kalkalpen, erstreckt sich von O. nach W. zwischen dem obersten Teil des Traun- und des Altersees, wird südlich durch die beiden Weißenbäche begrenzt und stuft sich gegen N. zur Ager ab. Es bildet eine meist schroff abfallende Hochfläche, erreicht im Großen Höllenkogel 1862 m und dient großen teils als kaiserliches Hochwildgehege. Im östlichen Teil erhebt sich der seiner Aussicht wegen von Ebensee aus oft bestiegene Kranabittsattel mit dem Feuerkogel (1591 m). S. Karte »Salzburg«.
 
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Hollenhühner, s. Meyers Haubenhühner.
 
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Höllenmaschinen, Vorrichtungen, die in ihrem Äußerngewöhnlichen Gebrauchsgegenständen gleichen, aber mit Sprengstoffen gefüllt sind, die durch mechanische Vorrichtungen, z. B. durch Uhrwerke, zu bestimmter Zeit zur Explosion gebracht werden. In frühern Zeiten waren H. namentlich zur See oder auf Flüssen gebräuchlich und bestanden in Schiffen, die, mit Spreng- und Brandstoffen, Bomben, Steinen etc. gefüllt, der ankommenden feindlichen Flotte zugetrieben oder dem Wasserstrom übergeben wurden, um feindliche Schiffe, Brücken, Sperren etc. durch ihre Explosion zu zerstören (Brander). Eine Höllenmaschine dieser Art wurde von Gianibelli im April 1585 zur Sprengung der vom Herzog von Parma erbauten Scheldesperre angewendet (vgl. Schillers »Geschichte des Abfalls der Niederlande«). 1693 ließ der Engländer Meesters ein mit Schießpulver etc. beladenes Schiff (infernal machine, daher der Name H.) gegen die Mauern der Seefestung St. Malo los. Die Höllenmaschine Fieschis bei dem Attentat gegen Ludwig Philipp (1835) war aus 22 Gewehrläufen hergestellt. Die Höllenmaschine von Thomas, die 1875 in Bremerhaven beim Verladen in das Schiff, das sie auf hoher See zerstören sollte, früher, als beabsichtigt war, explodierte und über 100 Menschen tötete, bestand aus einem Faß, in dessen einer Abteilung sich ein unhörbar gehendes Uhrwerk von 8 Tagen Gangzeit befand, das bei seinem Ablauf durch den Schlag einer Feder ein Zündhütchen entzünden sollte, um eine bedeutende Menge Dynamit (Nitroglyzerin) in der andern Abteilung des Fasses zur Explosion zu bringen. Als Kriegsmittel traten an die Stelle der H. neuerdings die Torpedos (s. d.). S. Meyers Explosivstoffe, S. 224.
 
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Höllennatter, s. Meyers Kreuzotter.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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