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Holländische Flüssigkeit bis Hölle (Bd. 6, Sp. 479 bis 480)
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Artikelverweis Holländische Flüssigkeit (holländisches Öl), das von den holländischen Chemikern Deimann, Troostwyk, Bondt und Lauwerenburgh 1795 entdeckte Produkt der Einwirkung von Chlor auf Äthylen, das Äthylenchlorid C2H4Cl2 (s. Meyers Äthylen).
 
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Holländische Rahmen, aus 0,85 m breiten Brettern gebildete Rahmen zur Holzverkleidung von Minengängen.
 
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Holländischer Verband, s. Meyers Steinverband.
 
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Holländisches Muschelhuhn, soviel wie Bredahuhn, s. Meyers Huhn.
 
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Holländische Sprache und Literatur, s. Meyers Niederländische Sprache und Literatur.
 
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Holländisch-Ostindische und H.-Westindische Kompanie, s. Meyers Handelskompanien, S. 731.
 
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Hollandschdiep, ein breiter Mündungsarm der Meyers Maas (s. d.) in den Niederlanden.
 
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Hollar, Wenceslaus H. von Prachna, Kupferstecher und Radierer, geb. 15. Juli 1607 in Prag, gest. 28. März 1677 in London, zog, durch Kriegsnot gezwungen, frühzeitig in die Fremde und bildete sich bei Matthäus Merian in Frankfurt a. M. im Radieren aus. In Köln, wo er sich für längere Zeit niederließ, machte H. 1636 die Bekanntschaft des kunstsinnigen englischen Grafen von Arundel, begleitete ihn über Prag nach Wien und von da 1637 nach England. Hier stach er zunächst eine Ansicht von Greenwich und das Porträt des Grafen und führte dann eine Reihe von Kupferstichen nach Gemälden aus des Grafen Galerie, 1640 allein 26 Platten, aus; doch befreite ihn erst 1640 die Anstellung als Zeichenlehrer des Prinzen von Wales aus seinen bedrängten Verhältnissen. Er gab jetzt eine Sammlung von Trachtenbildern u. d. T.; »Ornamentus muliebris anglicanus« (28 Blätter) und 164244 die Kostüme der Frauen im übrigen Europa heraus. Durch den Ausbruch der bürgerlichen Unruhen und seine Beteiligung an den Bestrebungen der Royalisten 1645 war er genötigt, sich zu seinem Beschützer, dem Grafen Arundel, der schon früher geflohen war, nach Antwerpen zu begeben. Hier geriet er wieder in Not, nachdem der Graf in Venedig gestorben war. H. kehrte daher 1652 nach England zurück und arbeitete für Buch- und Kunsthändler, bis er nach Karls II. Rückkehr nach England Zeichner des Königs wurde. Im Auftrag des Hofes unternahm er 1669 eine gefahrvolle Reise nach Afrika, um die Festung Tanger und deren Umgebungen aufzunehmen, und 1673 eine zweite Reise nach Nordengland, wo er die Städte Lincoln, Newark, Southwell und York zeichnete. Seine Stiche (nahe an 3000) sind zumeist mit der Radiernadel ausgeführt und mit nebenstehendem Monogramm bezeichnet. Seine hervorragendsten Blätter sind: Adam und Eva, von der verbotenen Frucht essend, nach Holbein; David, vor Saul spielend, nach demselben; Esther vor Ahasverus, nach P. Veronese; das große Ecce homo, nach Tizian; Johannes der Täufer, am Felsen sitzend, nach Correggio; Magdalena in der. Wüste, nach P. von Avont, Hauptblatt; Juno als Vorsteherin der ländlichen Arbeit, nach Elsheimer; drei Heroen, die der Minerva einen Widderkopf opfern, nach Mantegna; Amor, auf dem Löwen reitend, nach G. Romano; Johannes Henricus à Craenhals, sehr schön und sehr selten; der tote Hase, nach P. Boel; der große Kelch, nach Mantegnas Federzeichnung, ein seltenes Hauptblatt. Vgl. Parthey, Wenzel H., beschreibendes Verzeichnis seiner Kupferstiche (Berl. 1853, Nachträge 1858; Erzänzungen von Borowsky, Prag 1898).
 
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Hollaz, David, luther. Dogmatiker, geb. 1648 in Wulkow bei Stargard in Pommern, gest. 1713 als Propst und Pastor in Jakobshagen, ist hauptsächlich bekannt durch sein »Examen theologicum acroamaticum universam theologiam thetico-polemicam

[Bd. 6, Sp. 480]


complectens« (Leipz. 1707, 8. Aufl. 1763), in dem er sich als von rechtgläubiger, aber doch milder Gesinnung erweist. Sein gleichnamiger Sohn, gestorben als Prediger zu Günthersberg. in Hinterpommern, schrieb mehrere teilweise noch jetzt ausgelegte Erbauungsschriften (»Evangelische Gnadenordnung«, »Pilgerstraße nach Zion« u. a.).
 
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Holle, Frau, s. Meyers Holda.
 
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Hölle (abgeleitet v. altdeutschen H el, dem Namen der Göttin der Unterwelt bei den alten Germanen). Sowohl die semitischen als die klassischen Religionen des Altertums nahmen an, daß mit dem Tode des Leibes das eigentlich persönliche Leben des Menschen aufhöre; seine Seele steige hinab in einen dunkeln, lichtlosen Ort, wo sie als »Schatten« ein untätiges, freudenloses Leben führe. Diesen Ort nannten die Hebräer Scheol, die Griechen Hades. Luther hat in seiner Bibelübersetzung beide Worte mit H. wiedergegeben. H. im engern Sinne heißt aber nur derjenige Teil der Unterwelt, wohin die Seelen der Bösen zur Bestrafung verwiesen werden. Die Griechen nannten ihn Tartaros, die Juden seit den Zeiten des Babylonischen Exils Gehenna (d. h. G e-Hinnom, »Tal Hinnom« bei Jerusalem, wohin das Aas und die Leichen von Verbrechern geworfen wurden). Im Zusammenhang mit der Lehre von der Meyers Auferstehung (s. d.) wurde aus dem ursprünglichen Schattenreich nunmehr ein Ort körperlicher Qual, die bald als äußerster Frost (z. B. Matth. 8, 12), bald als Feuerpein (z. B. Mark. 9, 48 nach Jes. 66,24) beschrieben wird. Die letztere Vorstellung überwiegt schon im Neuen Testament (Matth. 25, 41; Offenb. 21, 8) und wurde vollends herrschend, seitdem die abendländische Christenheit, gewohnt, in vulkanischen Ausbrüchen das Toben der H. und die Wut der Dämonen zu erleben, die Höllendekoration in steigender Farbenglut den Eindrücken jener Phlegräischen Gefilde entnommen hatte, auf denen schon Vergil den Eingang zum Hades fand. Das solchergestalt konsolidierte Bild der H., das den germanischen Völkern die Erinnerung an die Wasserhölle der Edda verwischte, haben am Anfang des 14. Jahrh. Giotto malerisch und Dante, indem er damit die Eindrücke des Bergsturzes bei Mori verband, poetisch gezeichnet. In diese H. wurden nach der Kirchenlehre die bei dem Jüngsten Gericht Verdammten zur unaufhörlichen körperlichen und geistigen Pein verstoßen, und vor der den Höllenstrafen beigelegten Meyers Ewigkeit (s. d.) verschwand nicht bloß die Paulinische Voraussetzung einer definitiven Vernichtung der Bösen, sondern auch die Vorstellung von der Apokatastase (s. d.). Vgl. Delepierre, L'enfer, essai philosophique, etc. (Lond. 1877); Bautz, Die H. (vom Standpunkt der Scholastik, 2. Aufl., Mainz 1905).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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