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Holen bis Holl (Bd. 6, Sp. 475 bis 476)
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Artikelverweis Holen, seemännisch das Ziehen am Tau.
 
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Holfter, die Pistolentaschen an beiden Seiten des Sattels.
 
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Holguin (San Isidro de H.), Distriktshauptstadt im NO. der Insel Cuba, südlich vom Hafen

[Bd. 6, Sp. 476]


Jibara, mit Zuckerfabriken, Tabakhandel und (1899) 6045 Einw.
 
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Holics (spr. hólitsch), Großgemeinde im ungar. Komitat Neutra, Knotenpunkt der Eisenbahnen Preßburg-H.-Skalitz und H.-Göding, an der March, mit königlichem Schloß, in dem am 30. Dez. 1805 der Preßburger Friede durch Österreich bestätigt wurde, und (1901) 5817 meist slowakischen (römisch-kath.) Einwohnern. Von 17461825 besaß H. bedeutende Tonwaren- (Majolika-) Fabrikation.
 
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Holiday (spr. hóllĭdē), s. Meyers Holy.
 
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Holitz, Stadt in Böhmen, Bezirksh. Pardubitz, an der Lokalbahn Heřmanměstetz-Borohradek, mit Bezirksgericht, Schuhwarenfabrikation, Handel mit Vieh, Eiern und Schinken und (1900) 5291 tschech. Einw. H. ist Geburtsort des Afrikareisenden Holub.
 
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Holk, Heinrich, Graf, kaiserlicher Feldmarschall, geb. 1599 auf Fünen, gest. 9. Sept. 1633, trat zunächst in dänische Dienste und kämpfte 162627 gegen die Kaiserlichen, ging 1630 nach dem Lübecker Frieden in kaiserliche Dienste über, nahm 1631 an der Erstürmung Magdeburgs teil und verteidigte Böhmen gegen die Sachsen. 1632 zum Generalwachtmeister befördert, errichtete er ein Kürassierregiment, die »Holkschen Reiter«, und genoß die besondere Gunst Wallensteins, der ihn im August zum Feldmarschallleutnant ernannte und ihn mit einem Plünderungszug nach Sachsen beauftragte. Nach der Schlacht bei Lützen wurde er Feldmarschall und 1633 in den Grafenstand erhoben. Er starb zu Troschenreuth im Vogtland an der Pest. Seine Leiche wurde nach Kopenhagen gebracht. Seine Nachkommen blühen noch jetzt in Dänemark in drei gräflichen Linien.
 
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Holkar, Familie mahratthischen Ursprungs, die den Thron des britisch-indischen Vasallenstaates Indore innehat. Mulhar-Rao (geb. 1693), ein Schäfer oder Landbauer, der als Soldat unter dem Peschwa des Mahratthenbundes diente, wurde ein bedeutender Heerführer und 1724 mit Indore belehnt. Dschaswant Rao H. kämpfte 1804 und 1817 nicht unrühmlich gegen Wellesley und Hislop; doch übernahmen seit 1818 die Briten die Vormundschaft über Indore. Der gegenwärtige Maharadsch-dhiradsch, Sir Shivadschi Rao H. Bahadur (geb. 1860), regiert seit 1886. Vgl. Aber ich-Mackey, The chiefs of Central India (Kalkutta 1879); Schmidt im 2. Bande von Helmolts »Weltgeschichte« (Leipz. 1902).
 
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Holkham (spr. hóllkäm), s. Meyers Wells next the Sea.
 
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Holkodont (v. griech. holkos, »Furche«, und odus, »Zahn«), die in einer gemeinschaftlichen Rinne des Kiefers stehenden Zähne.
 
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Holl, 1) Elias, Architekt, geb. 28. Febr. 1573 in Augsburg als Sohn des Maurermeisters Hans H., dessen Handwerk er erlernte, gest. daselbst 6. Jan. 1646, wurde 1596 Meister und machte im Winter von 1600 auf 1601 eine Reise nach Venedig, wo die Bauwerke der italienischen Spätrenaissance, insbes. Palladios, so mächtig auf ihn einwirkten, daß seine künstlerische Tätigkeit nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt davon völlig beeinflußt wurde. Nachdem er 1602 seine Fähigkeit an dem Zunfthaus der Bäcker bewährt, wurde er in demselben Jahr als Werkmeister in den Dienst der Stadt genommen, in deren Auftrag er unter anderm das Zeughaus (s. Tafel Meyers »Architektur XI«, Fig. 4), den Wertachbrücken-Torturm und das Siegelhaus (1605), den Klinkertorturm (1608), den Fischertorturm und das Metzgerhaus (1609), das Rathaus, sein Hauptwerk (161520), den roten Torturm und das Heilige Geist-Spital erbaute. Weil er nach der religiösen Umwälzung in Augsburg als Protestant an seinem Bekenntnis festhielt, wurde er 1631 aus dem städtischen Dienst entlassen. H. ist einer der hervorragendsten Vertreter der italienischen Richtung in der deutschen Renaissancearchitektur. Er hat eine Selbstbiographie hinterlassen, die Rechenschaft über seine umfangreiche Tätigkeit ablegt. Vgl. Leybold, Das Rathaus der Stadt Augsburg (2. Aufl., Berl. 1892); Vogt, Elias H. (Bamb. 1890).
   2) Frank, engl. Maler, geb. 1845 in Kentishtown (London), gest. 31. Juli 1888 in London, erhielt den ersten Unterricht in der Kunst von seinem Vater, einem Kupferstecher, bezog mit 15 Jahren die Schule der königlichen Akademie und gewann daselbst 1863 die goldene Medaille und ein zweijähriges Stipendium für die beste historische Komposition. Seinem ersten Bild: Aus der Kirche vertrieben, folgten 1865 die Farnkrautsammler, 1867 der Rekonvaleszent, 1869 eine ergreifende Familienszene: der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen. Die Königin gab ihm daraufhin den Auftrag für ein andres: keine Kunde von der See (1871), worin H. eine Seemannsfrau, in ängstlicher Erwartung nach der See ausschauend, schilderte. Diesem folgten 1872 das Dorfbegräbnis und 1873 ein Ruheplatz in einer Eisenbahnstation, 1874: im Stiche gelassen (Hauptbild), 1876 der Erstgeborne, 1877 der Heimgang und 1878 in Newgate verhaftet. Dann wendete sich H. fast ausschließlich der Bildnismalerei zu, in der er durch Energie und Lebendigkeit der Charakteristik und durch Kraft des Kolorits Hervorragendes geleistet hat.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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