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Holarrhēna bis Holborn (Bd. 6, Sp. 468 bis 473)
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Artikelverweis Holarrhēna R. Br., Gattung der Apocynazeen, mittelhohe, blattabwerfende Bäume oder Sträucher mit kreuzgegenständigen, kahlen oder filzig behaarten Blättern und weißen Blüten in Rispen. Fünf Arten im tropischen Asien und Afrika. H. africana D. C. in Westafrika liefert die Conessirinde.
 
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Holbach, Paul Heinrich Dietrich, Freiherr von, der »Nährvater« (wie sein Freund Diderot der geistige Vater) der Enzyklopädisten, geb. 1723 zu Edesheim in der Pfalz, gest. 21. Juni 1789 in Paris, brachte sein Leben in Paris, dem damaligen Herde der Geisterbewegung, zu, deren Zentrum die Enzyklopädie und deren Ausgangsort sein gastfreies Haus bildete. Ein reiner und menschenfreundlicher Charakter, widmete er sein Leben und sein Vermögen mit deutscher Beharrlichkeit der Bekämpfung dessen, was ihm als schädliches Vorurteil, sowie der Verbreitung desjenigen, was ihm als Wahrheit erschien. Da nach ihm die Bestimmung des Menschen darin besteht, glücklich zu sein, so müssen alle sie hindernden Meinungen als schädliche beseitigt, dagegen alle sie fördernden Erkenntnisse möglichst verbreitet werden. Zu jenen rechnet H. alle Religionen, die er als Erzeugnisse priesterlichen Eigennutzes betrachtet und deren Schädlichkeit tür Moral und Völkerglück er darzutun sich bemüht, zu diesen dagegen die Naturwissenschaften, die den menschlichen Geist von Irrtümern über sein Wesen, seinen Ursprung und seine Zukunft freimachen. Ersterer Richtung gehören seine zahlreichsten, einst einflußreichen, jetzt völlig vergessenen Schriften an, wie: »Christianisme dévoilé« (London [Nancy] 1767); »Examen critique de la vie et des ouvrages desaint Paul« (Lond. 1770); »La contagion sacrée« (1767); »De l'imposture sacerdotale« (1767); »Les prêtres démasqués« (1768); »L'esprit du judaïsme« (1770); »Ecce homo« oder »Histoire critique de Jésus-Christ, ou analyse raisonnée des évangiles« (1770, Edinb. 1799 u. Lond. 1813); »Système social« (1773, 2 Bde.; deutsch von Umminger, Leipz. 1898); »L'éthocratie, ou le gouvernement fondé sur la morale« (1776) und »La morale universelle« (1776). Für die Naturwissenschaften hat er hauptsächlich durch sein bekanntestes Buch, das »Système de la nature« (Lond. [Amsterd.] 1770, 2 Bde.; deutsch von Schreiter, Frankfurt 1783, 2 Bde.; Leipz. 1843) gewirkt, indem er ihnen eine (materialistisch-mechanische) metaphysische

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Grundlage zu geben versucht. Der Zusatz auf dem Titel: »ou des lois du monde physique et du monde moral« verrät deutlich, daß es dem Verfasser (oder den Verfassern), wie einst Spinoza mit seiner »Ethik«, um die praktischen Konsequenzen wenigstens ebensoviel wie um die theoretische Welteinsicht zu tun war. Das Buch erschien unter dem Namen des (zehn Jahre vorher verstorbenen) Akademikers Mirabaud und war seinem Inhalt nach, wie aus Diderots nachgelassenen Schriften erhellt, diesen teilweise wörtlich, wahrscheinlicherweise aber auch handschriftlichen Aufsätzen von La Grange, Naigeon u. a. entlehnt. Es will beweisen, daß der Materialismus als Weltanschauung konsequent und wohltätig sei. Ersteres gehe daraus hervor, daß ihm zufolge Moralisches und Physisches (Geist und Körper) dasselbe, das einzige Existierende die Materie und die von ihr unzertrennliche, ihr auch nicht erst mitgeteilte Bewegung sei. Alle Veränderung in der Natur geht durch wirkende Ursachen ohne Zwecke mit Notwendigkeit vor sich, und was die Psychologen Selbstliebe, Liebe und Haß nennen, ist nichts andres als das, was die Physiker Trägheit, Attraktion und Repulsion heißen. Wohltätig aber wirke der Materialismus, weil er demjenigen, der weiß, daß alles Geschehende notwendig ist, von betrüglicher Hoffnung und quälender Furcht befreie und in der Gegenwart glücklich zu sein lehre. Statt von den Menschen das Unmögliche zu fordern, daß sie, um sittlich zu handeln, gegen ihren Vorteil handeln sollen, lehrt er, daß sich die Gesellschaft am besten befindet, wenn jeder (durch sie) seinen Vorteil sucht. Fanatiker der Konsequenz, Materialist aus »Humanität«, flößte H. nicht nur Gleichgesinnten Verehrung, sondern auch offenen Gegnern, wie Rousseau, hohe Achtung ein, so daß ihn dieser zum Modell seines Herrn v. Wolmar (in der »Neuen Heloise«) nahm. Die Kaiserin Katharina II. von Rußland zog ihn bei ihrer Gesetzgebung zu Rate. Er starb am Vorabend der Revolution, die er mit vorbereiten half. Vgl. Avezac-Lavigne, Diderot et la société du baron H. (Par. 1875); Plechanow, Beiträge zur Geschichte des Materialismus, I: Holbach (Stuttg. 1896).
 
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Holbäk, dän. Amt auf der Insel Seeland, 1706,3 qkm (31 QM.) mit (1901) 98,325 Einw. Die gleichnamige Hauptstadt an der südlichen Bucht des Isefjords, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Roeskilde-Kallundborg und der Bahn H.-Nyköbing, hat (1901) 4574 Einw.
 
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Holbeach (spr. hóllbītsch), Stadt in der engl. Grafschaft Holland (Lincolnshire), im Zentrum der Meyers Fens (s. d.), mit schöner spätgotischer Kirche, Lateinschule, römischen Altertümern und (1901) 4755 Einw.
 
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Holbeck, Stadtteil im S. von Leeds (England).
 
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Holbein, deutsche Künstlerfamilie, von deren Gliedern hervorzuheben sind: 1) Hans, der ältere, Maler, geb. um 1460 in Augsburg, gest. 1524 im Elsaß, bildete sich unter dem Einfluß von Martin Schongauer, erreichte aber, schnell fortschreitend und sich immer entschiedener losringend von altertümlicher Auffassungsweise, in seinen besten Werken eine große dramatische, mit klarer, leuchtender Farbenwirkung verbundene Lebendigkeit und Schärfe des Ausdrucks. Seine Gestalten, wenn auch in Füßen und Händen noch schwach, wissen sich natürlich zu bewegen; in genreartigen Episoden wird das Schalkhaft-Anmutige wie das Derbe und Humoristische zur Geltung gebracht; meisterhaft sind die im bildnistreuen Gesicht wie in Auftreten und Tracht aus des Künstlers eigner Zeit und Umgebung entnommenen Gestalten. Zu seinen besten Arbeiten gehören vier Flügelbilder aus der Geschichte Marias, von einem Altar aus der Abtei Weingarten (jetzt im Augsburger Dom) von 1493, die Reste eines ehemaligen Altars in der Dominikanerkirche zu Frankfurt a. M., die Flügel eines Altars aus Kloster Kaisheim, 16 Szenen aus der Passion und der Geschichte Marias von 1502 (in der Münchener Pinakothek), die Basilika Santa Maria Maggiore (1499) und St. Paul vor den Mauern (um 1504) mit dem Bildnis des Malers und seiner beiden Söhne (in der Galerie zu Augsburg). So trefflich indessen diese Werke sind, so schritt doch H. immer weiter fort, und in dem Katharinenaltar (1512, in der Galerie zu Augsburg), Sebastiansaltar (151516, in der Pinakothek zu München) und Brunnen des Lebens (1519, in königlichem Besitz in Lissabon) erreicht er unter dem Einfluß der italienischen Renaissance eine noch größere Kraft des Ausdrucks, Schönheit des Kolorits und seelenvolle Durchbildung. Vortrefflich sind auch seine zahlreich vorkommenden Zeichnungen; in Basel, Berlin und Kopenhagen findet man Skizzenbücher von ihm, unter denen das Berliner mit höchst lebensvollen Bildnissen das wertvollste ist. Vgl. H. Holbeins des ältern Feder- und Silberstiftzeichnungen mit Text von Ed. v. His (Nürnb. 1885). Sein 1515 von ihm selbst gezeichnetes Bildnis, ein prächtiger Kopf mit langem Haar und Bart, befindet sich im Museum zu Chantilly. H. zog trauriger Vermögensverhältnisse wegen um 1517 aus Augsburg nach dem Elsaß.
   2) Hans, der jüngere, der berühmteste Maler der Familie, Sohn des vorigen, geb. 1497 in Augsburg, gest. 1543 in London, bildete sich in Augsburg unter dem Einfluß seines Vaters und Hans Burgkmairs und siedelte schon um 1514 nach Basel über, wo sich im Museum ein Madonnenbild von ihm mit dieser Jahreszahl befindet. 1515 bemalte er eine Tischplatte mit Darstellungen aus Schwänken (Zürich, Stadtbibliothek) und fertigte eine Reihe von Federzeichnungen zu dem »Lobe der Narrheit« von Erasmus in einem Exemplar, das sich jetzt im Baseler Museum befindet. Aus dem Jahre 1516 haben wir Bücherholzschnitte, ferner das Aushängeschild eines Schulmeisters im Baseler Museum, ebendaselbst die Brustbilder des Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hafen und seiner Hausfrau, dann das bereits von großer Meisterschaft zeugende Bildnis des Malers Hans Herbster (in der Galerie von Mr. Baring in London). Im folgenden Jahre war H. in Luzern, wo er das jetzt nicht mehr bestehende Haus des Schultheißen Jakob v. Hertenstein außen und innen mit Wandbildern schmückte. Vielleicht, daß H. auch einen Schritt in die Lombardei tat; nächst den indirekten Einwirkungen von Italien, die er schon in Augsburg, der Stadt deutscher Renaissance, empfangen, sind auch die Einflüsse des Andrea Mantegna, die aber auch durch dessen Kupferstiche und die alten Holzschnitte vermittelt sein können, sowie auch direkte Einflüsse des Leonardo da Vinci und der römischen Schule zu spüren. 1519 kam H. nach Basel zurück, ließ sich 25. Sept. d. J. in die Malerzunft und 3. Juli 1520 in die Bürgerschaft daselbst aufnehmen. Von den Arbeiten, die H. nunmehr in Basel ausführte, gehören zu den charaktervollsten die Darstellung der Passion in acht Feldern, jetzt im dortigen Museum, ausgezeichnet durch die dramatische Lebendigkeit, die schönen Architekturen und Landschaften, die kühnen Helldunkeleffekte, dann eine realistische Darstellung des Christusleichnams, das Abbild eines von Verwesung ergriffenen toten Körpers, von 1521 und die braun in braun

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gemalten Orgeltüren des Baseler Münsters mit vier Heiligengestalten und singenden Engelknaben daselbst; ferner zwei Altarflügel, Christi Geburt, Nachtstück, und die Anbetung der Könige mit den Porträten der Stifterfamilie Oberriedt im Münster zu Freiburg i. Br. Am populärsten aber ist der Künstler durch die berühmte Madonna des Bürgermeisters Meyer geworden (im großherzoglichen Schloß zu Darmstadt, eine Kopie aus dem 17. Jahrh. in der Dresdener Galerie). Stifter dieses Bildes war der frühere Bürgermeister Jakob Meyer zum Hafen, den H. schon 1516 gemalt hatte; er und die Seinen knieen vor der Gottesmutter, beschützt von ihrem Gnadenmantel und gesegnet vom Christuskind. Beinahe auf gleicher Höhe mit diesem steht ein andres Madonnenbild, die Jungfrau von Solothurn (städtisches Museum daselbst), sitzend mit dem Kind und von den beiden Schutzheiligen der Stadt, Ursus und Martinus, umgeben, bezeichnet 1522. Mit echt deutscher Charakteristik und seiner Ausführung verbinden diese Werke eine Freiheit der Form, wie sie sonst in Deutschland um diese Zeit nicht vorkommt. Außerdem war H. als Freskomaler tätig, dekorierte die Fassaden von Bürgerhäusern, unter andern das Haus »Zum Tanz« mit einer herrlichen Scheinarchitektur und einem Bauerntanz, welche Malereien im 18. Jahrh. zugrunde gegangen sind. Kein günstigeres Schicksal hatten seine Malereien im Großratssaal, in denen er Beispiele von Bürgertugend und strenger Gerechtigkeit darstellte: Charondas von Catanea, Zaleucus, Curius und die Samniter, Sapor und Valerianus, dazwischen Einzelgestalten meist allegorischen Charakters (Bruchstücke im Museum zu Basel). 1519 malte er das vorzügliche Bildnis des Juristen und Humanisten Bonifatius Amerbach (Baseler Museum), um 1523 den Erasmus, der damals in Basel lebte, und zu dem H. auch persönlich in Beziehung stand; zwei kleinere Profilbilder, die den Gelehrten schreibend darstellen, befinden sich im Louvre und im Baseler Museum, ein größeres, das Gesicht zu drei Vierteln, in Longford Castle. Den Charakter eines Bildnisses trägt auch ein kleines Juwel, die Laïs Corinthiaca von 1526, deren Seitenstück eine Venus mit dem Amor bildet (Baseler Museum), beide angeblich eine Dame aus der Familie Offenburg darstellend. Daneben entfaltete H. eine ausgedehnte Tätigkeit als Zeichner, fertigte Vorlagen für Glasmaler, Gold- und Waffenschmiede und namentlich Zeichnungen für den Holzschnitt, die H. Lützelburger in meisterhaftem Feinschnitt ausführte. In dieser Tätigkeit erscheint H. im Bunde mit der Literatur nach allen Richtungen hin, namentlich mit dem Humanismus, dann mit der Reformation. Er illustrierte die Werke des Erasmus, des Th. More, geographische u. astronomische Bücher, die Lutherschen Übersetzungen der Bibel, zeichnete Alphabete, Buchdruckersignete (s. Tafel Meyers »Buchschmuck II«, Fig. 6) etc. Man zählt über 300 Blätter von ihm. Seine zwei Hauptwerke dieser Gattung sind die Zyklen: »Bilder des Alten Testaments« (»Historiarum Veteris Instrumenti icones«), 91 Blatt, und der sogen. Totentanz (eigentlich »Bilder des Todes«, »Icones oder Imagines mortis, Simulachres de la mort«), beide aus der Baseler Zeit und in damaligen Probedrucken vorhanden: das erste Werk im Baseler Museum (neue Ausg. von Hirth, Münch. 1884), das zweite ebenda und in den Kupferstichkabinetten zu Berlin (neue Ausg. von Lippmann, Berl. 1878; von Hirth, Münch. 1884; Hamb. 1897), Paris und im Britischen Museum zu London, beide aber in Buchform erst seit 1538 in Lyon erschienen und seitdem in zahlreichen Ausgaben mit lateinischem, französischem, englischem, italienischem und spanischem, niemals aber deutschem Text. In den Todesbildern, deren Zahl von 40 Blatt später (seit 1545) auf 53, endlich (seit 1562) auf 58 Blatt steigt, behandelte H. den mittelalterlichen Vorwurf von der Allgewalt des Todes und der Eitelkeit des Irdischen in ganz neuem Geist, zeigte mit furchtbarer Ironie, wie der Tod unter allen Verhältnissen mitten in das Leben unerbittlich eingreift, und fand in dieser Form Gelegenheit zu schneidender Satire auf kirchlichem, sozialem und politischem Gebiet.
   Die Reformation und ihre Kämpfe, die Wirren der Bauernkriege waren aber äußerlich hemmend für den Künstler, dem nun die Gelegenheit zur Ausübung seiner Kunst mehr und mehr entzogen wurde. Empfohlen durch Erasmus, machte er sich Ende August 1526 auf den Weg nach England; die Kenntnis der flandrischen Malerei, die er sich auf dem Weg aneignen konnte, wurde nun bestimmend für seine Kunstweise. In London nahm sich Sir Thomas More, des Erasmus Freund, seiner an. H. malte hier 1527 More (Original bei Herrn Huth in London), den Erzbischof Warham von Canterbury (Lambeth House und Louvre), den Stallmeister des Königs, Sir Henry Guildeford (Windsor), 1528 des Königs Astronomen Nikolaus Kratzer (Louvre), Thomas Godsalve und seinen Sohn John (in der Dresdener Galerie), Thomas More mit seiner Familie, von welchem Bilde das Original untergegangen ist und nur noch einzelne gezeichnete Köpfe (Windsor) und die Skizze des ganzen (Basel) übrig sind. Letztere brachte H. als Gruß des Freundes dem Erasmus mit, als er 1528 nach diesem gewinnbringenden Aufenthalt in die Heimat zurückkehrte. Er malte hier 1529 seine Hausfrau mit zwei Kindern, vollendete die Ausmalung des Großratssaales und fügte den Darstellungen aus dem klassischen Altertum zwei Szenen aus dem Alten Testament: Rehabeams Übermut und Saul von Samuel gestraft, hinzu. Dann aber machte er sich nochmals nach England auf, und vergebens sandten ihm 2. Sept. 1532 Bürgermeister und Rat ein Schreiben nach, das ihm für den Fall der Rückkehr einen Jahresgehalt bot.
   Bei diesem zweiten Aufenthalt in England kam H. in ganz andre Kreise. Er fand zunächst Beschäftigung durch seine Landsleute, die Kaufleute vom hansischen Stahlhof. Zwischen 1532 und 1536 porträtierte er viele von ihnen; dergleichen Bildnisse kommen vor in Windsor, Braunschweig, München, Wien, Petworth; das schönste ist das des Georg Gisze von 1532 im Museum zu Berlin. 1533 fertigte er für die Hansen den Entwurf eines prächtigen Schaugerüstes mit dem Parnaß zum Krönungseinzug der Königin Anna Boleyn; dann malte er zur Dekoration ihrer Gildhalle auf Leinwand die großen Darstellungen der Triumphe des Reichtums und der Armut, die untergegangen sind, und von deren vollendeten Stil uns nur die Skizze der erstern im Louvre und ältere Nachbildungen einen Begriff geben. Sein berühmtestes Porträt dieser Periode ist das große Bild zweier vornehmer Männer von 1533, das unter dem Namen: »die Gesandten« bekannt ist (in der Nationalgalerie zu London). Seit 1536 war er nachweisbar im Dienste des Königs mit dem Titel Peintre du Roi tätig. Er malte 1537 Heinrich VIII. und seine dritte Gemahlin, Jane Seymour, hinter ihnen die Eltern des Königs, an die Wand eines Gemachs in Whitehall, ein hochgepriesenes Werk, das beim Brande des Schlosses zugrunde ging, und von dem nur eine kleinere Kopie (in Hampton Court) sowie der Karton der männlichen

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Figuren (im Besitz des Herzogs von Devonshire) erhalten ist. Das vorzügliche Porträt der Jane Seymour besitzt das Hofmuseum in Wien. Im Frühling 1538 war H. nach Brüssel geschickt worden, um die Herzogin Christine von Mailand, um die der König freite, zu porträtieren. Das ausgeführte Bild in ganzer Figur, in Arundel Castle, ist eins seiner Hauptwerke. 1539 ward er nach dem Niederrhein geschickt, um das Brautporträt von Anna von Kleve zu malen (Louvre). Zu seinen berühmtesten Bildnissen gehören ferner: Sir Richard Southwell, 1536 (Uffizien in Florenz), der Franzose de Morette (Dresden, eins der besten Werke Holbeins, die Zeichnung ebenfalls m der Dresdener Galerie), der Herzog von Norfolk (Windsor), Sir Bryan Tucke (München, Alte Pinakothek), Dr. John Chamber (Wien, Hofmuseum), die vereinigte Barbier- und Chirurgengilde, vom König ihre Privilegien empfangend (im Zunfthaus Barbershall in London), eins seiner letzten Werke, von fremder Hand vollendet. Holbeins Gemälde werden durch die meisterhaften Studien nach dem Leben, von denen sich die reichste Sammlung im Schloß Windsor befindet (in Photographien von Hanfstängl herausgegeben, mit Einleitung von Holmes, Münch. 1895, 54 Tafeln), ergänzt. Durch den Geschmack der Engländer fast gänzlich auf das Bildnis beschränkt, zeigte er sich auch auf diesem Felde durch Zartheit u. Feinheit der Charakteristik, durch Klarheit der Färbung und sorgsame und doch kraftvolle Pinselführung in bewundernswerter Größe. Die Zartheit und Vollendung im Beiwerk ist kaum zu übertreffen. Außerdem malte er in Miniatur, zeichnete aufs neue für den Holzschnitt, entwarf den Titel zu Coverdales erster englischer Bibel (1535), drei zum Teil satirische Blätter zu Cranmers Katechismus (erst 1548 erschienen), König Heinrich VIII. im Rat für Halls Chronik u. a. m. (s. Tafel Meyers »Buchschmuck I«, Fig. 1). Im Auftrag des Königs fertigte H. zahlreiche Entwürfe für kunstgewerbliche Arbeiten, besonders für Goldschmiede, in denen er sein Stilgefühl und seine reiche Phantasie glänzend bewährt und mustergültige, noch heute nachahmenswerte Beispiele für das Kunsthandwerk hinterlassen hat (s. Tafel Meyers »Schmucksachen I«, Fig. 27). Die großen Entwürfe eines Kamins und einer Uhr (Britisches Museum) sowie des Pokals der Königin Jane Seymour (Oxford, Bodleyanische Bibliothek) gehören zu den vorzüglichsten davon. Aus dieser vielseitigen Tätigkeit rief ihn im Herbst 1543 ein schneller Tod durch die Pest ab. H. brachte den nordischen Realismus zur höchsten Vollendung, verband aber damit Sinn für ideale Schönheit und war unter den deutschen Künstlern seiner Zeit der größte Kolorist. Vgl. Woltmann, H. und seine Zeit (2. Aufl., Leipz. 187476, 2 Bde.); R. W. Wornum, Life and works of H. (Lond. 1866); Leithäuser, Hans H. in seinem Verhältnis zur Antike und zum Humanismus (Hamb. 1886); H. A. Schmid, H. Holbeins des jüng. Entwickelung 15151526 (Bas. 1892) und Holbeins Darmstädter Madonna (Wien 1900); Knackfuß, H. der jüngere (4. Aufl., Bielef. 1902); Goette, Holbeins Totentanz und seine Vorbilder (Straßb. 1897). Bilderwerke: P. Mantz, Hans H. (Par. 1879); His, Dessins d'ornements de Hans H. (das. 1886). »Initialen«, hrsg. von Schneeli und Heitz (Straßb. 1900).
   3) Ambrosius, Maler, älterer Bruder des vorigen, ging wahrscheinlich mit diesem nach Basel, wo er schon 1516 vorkommt, trat 24. Febr. 1517 in die Malerzunft »zum Himmel« und wurde 6. Juni 1518 Bürger. Drei Bilder: der Schmerzensmann nach Dürer und zwei Knabenporträte von ihm, befinden sich im Baseler Museum, das Bildnis eines jungen Mannes in der Eremitage zu St. Petersburg. Er war namentlich als Zeichner für schweizerische Buchverleger tätig und hat auch gute Silberstift- und Federzeichnungen hinterlassen (Museum in Basel). Nach 1519 kommt er nicht mehr vor.
 
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Holbein (Edler von Holbeinsberg), Franz Ignaz von, Bühnendichter und Theaterdirektor, geb. 27. Aug. 1779 in Zizzersdorf bei Wien, gest. 5. Sept. 1855 in Wien, sollte sich dem Staatsdienst widmen, folgte aber seinem abenteuernden Sinn und zog in die Welt unter dem Namen Fontano, mit Singen und Gitarrespielen seinen. Unterhalt erwerbend. In Fraustadt nahm er Engagement bei der dort weilenden Döbbelinschen Theatergesellschaft, später beim Hoftheater in Berlin, ward sodann Gatte der Gräfin Lichtenau und nahm seinen Wohnsitz in Breslau, wo er unter anderm das Schauspiel »Fridolin« nach Schillers »Gang zum Eisenhammer« dichtete, das sehr gefiel. Nachdem er sich nach fünfjähriger Ehe hatte scheiden lassen, zog er wieder mit einer von ihm verbesserten Gitarre umher, bis ihn Graf Pálffy als Theaterdichter an das Theater an der Wien berief. Bald aber trat er wieder in Regensburg und Stuttgart, 1809 in Wien als Schauspieler auf, übernahm 1809 die Direktion des Theaters in Bamberg, schrieb hier sein beifällig aufgenommenes »Turnier zu Kronstein« und ging, nachdem er von 181213 zugleich mit dem Bamberger auch das Würzburger Theater geleitet hatte, 1816 als Regisseur nach Hannover, von da 1819 als Direktor nach Prag und 1824 wieder an das Hoftheater in Hannover, dessen Direktor er nun 16 Jahre lang blieb. 1841 in gleicher Stellung nach Wien an das Hofburgtheater berufen, hielt er sich hier bis Ende 1849, zu welcher Zeit Laube eintrat; 1853 gab er auch die Leitung des Hofoperntheaters auf. H. schrieb eine große Menge von Stücken, die durch geschickte Mache vorübergehenden Erfolg errangen, ohne innern Wert zu besitzen. Gesammelt erschienen sie als »Theater« (Rudolst. 1811, 2 Bde.); »Neuestes Theater« (Pest 182223, 5 Nrn.) und »Dilettantenbühne« (Wien 1826). Die Geschichte seines Lebens enthält der erste und einzige Teil seines »Deutschen Bühnenwesens« (Wien 1853).
 
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Holbeinstich, Modename für den im 16. Jahrh. vom Orient übernommenen, in der Leinenstickerei ein- und doppelseitig ausgeführten Strichstich; abgeleitet von Gemälden der altdeutschen Schule, besonders Holbeins, auf denen Borten der Gewänder so dargestellt sind.
 
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Holbeinteppich, moderne Bezeichnung für kleinere vorderasiatische Knüpfteppiche des 15.16. Jahrh., deren Musterung aus zwei quadratischen Sternfeldern in reichen Bortenumrahmungen besteht. Derartige Originale kopierten die Maler der Frührenaissance für den Hintergrund, Boden- oder Stufenbelag ihrer figürlichen Darstellungen, und die besonders treue Wiedergabe solchen Teppichs im Bilde der Holbeinschen Madonna zu Darmstadt führte in Künstlerkreisen zu der Benennung dieser Gattung. Auf Grund der Rekonstruktion von Mustern nach Bildern der Meister des 16. Jahrh. veröffentlichte Julius Lessing das erste derartige Werk: »Altorientalische Teppichmuster« (Berl. 1877).
 
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Holberg, Ludwig, Freiherr von, der Vater des dänischen Lustspiels und der Schöpfer der neuern dänisch-norwegischen Literatur, geb. 3. Dez. 1684 zu Bergen in Norwegen, gest. 28. Jan. 1754 in Kopenhagen,

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war früh verwaist, wurde mit 10 Jahren als Korporal mit Gage bei einem norwegischen Regiment eingeschrieben, wandte sich aber dem Studium zu und befliß sich seit 1702 in Kopenhagen der Theologie. Vorübergehend erwarb er sich sein Brot als Hauslehrer in Norwegen, dann aber trieb es ihn in die Fremde. 170405 bereiste er Holland und Deutschland, 1706 England. Dazwischen fällt ein durch Geldmangel veranlaßter Aufenthalt in Christianssand in Norwegen, wo er seine Sprachkenntnisse als Lehrer praktisch verwertete. 1708 bereiste er als Hofmeister eines reichen jungen Herrn auf einige Monate Deutschland, 1714 erhielt er auf Grund historischer Arbeiten eine außerordentliche Professur an der Kopenhagener Universität, die zwar keinen Gehalt, aber doch ein Stipendium mit sich brachte, wodurch ihm eine zweijährige Studienreise nach Paris ermöglicht wurde. Er kehrte über Rom nach Hause zurück, wurde 1717 Professor der Metaphysik und 1720 Professor der Rhetorik zu Kopenhagen. Um diese Zeit begann er seine schriftstellerische Tätigkeit mit einer »Einleitung zum Natur- und Völkerrecht« (1716), durch die Grotius' und Pufendorfs Rechtsgrundsätze in Dänemark erst bekannt wurden. In die Jahre 171930 fällt auch die umfangreiche poetische und dramatische Produktion, die in Dänemark eine Nationalbühne hervorrief. Von anhaltender Arbeit erschöpft, unternahm er 172526 seine fünfte und letzte Reise nach dem Ausland. Als 1730 Christian VI. den Thron bestieg und mit pietistischem Eifer gegen jegliches Vergnügen und somit auch gegen das Theater eiferte, wandte sich H. immer mehr gelehrten Arbeiten zu. 1730 wurde er zum Professor der Geschichte, 1737 zum Quästor der Universität ernannt und 1747 baronisiert. Verheiratet war H. nie. Den größten Teil seines bedeutenden Vermögens vermachte er der Ritterakademie zu Sorö, wo er auch bestattet wurde. Am 31. Okt. 1875 wurde in Kopenhagen seine Bronzestatue (von Th. Stein) vor dem neuen Nationaltheater enthüllt; eine andre (von dem schwedischen Bildhauer Börjeson modelliert) schmückt seit 1884 die Vaterstadt des Dichters. Die ersten Proben seines poetischen Talents legte H. in dem Gedicht »Peder Paars« ab, das er unter dem Pseudonym »Hans Mikkelsen, Bürger in Kallundborg« 171920 veröffentlichte (neueste Ausg. von Liebenberg 1879; deutsch 1764). »Peder Paars« ist ein in Alexandrinern abgefaßtes komisches Heldengedicht, das in klassischem Ton mit unwiderstehlichem Witz und Satire alle Borniertheit und philiströse Selbstgefälligkeit der Zeit dem Leser vorführt. Es rief teils höchste Entrüstung, teils größte Bewunderung hervor. 1722 folgten Hans Mikkelsens »Vier Scherzlieder« und 1726 Hans Mikkelsens »Metamorphosen«, eine Travestie von Ovid. Der jetzt auftauchende Gedanke, eine bisher schlechterdings nicht existierende dänische Nationalbühne zu gründen, veranlaßte ihn, die Lustspiele zu schreiben, die eine neue Ära in der gesamten dänisch-norwegischen Literatur einleiten. Als die vorzüglichsten unter den vorzüglichen »Komödien Hans Mikkelsens« müssen erwähnt werden: »Der politische Kannegießer«, der die Lust der Handwerker, die schwierigsten politischen Fragen zu debattieren, satirisiert; »Jean de France«, wo H. sich über die Nachahmung der französischen Moden lustig machte; »Jakob v. Thyboe«, der in der Art des Plautus einen großprahlerischen Soldaten bloßstellt; »Erasmus Montanus«, der über die gelehrte Pedanterie und Disputiersucht der Kopenhagener Studenten spottet; »Ulysses von Ithaca«, der mit allen Geschützen komischer Satire die deutschen Lustspiele der damaligen Zeit angreift; »Jeppe vom Berge«, der mit großartigem Humor das jämmerliche Leben des damaligen dänischen Bauern darstellt; »Don Ranudo de Colibrados«, worin über adligen Dummstolz und damit verbundene Armut satirisiert wird, und »Die Wochenstube«, die uns eine ganze Reihe komischer Weibertypen damaliger Zeit vorführt.
   In den Lustspielen, die nach Molières und Plautus' Muster das Tun und Treiben des Volkes, vorzüglich des Bürger- und Handwerkerstandes, schildern, zeigt sich H. als ein Dichter, bei dem sich künstlerische Phantasie, durchdringender Verstand und durch Sentimentalität nie beeinträchtigte Komik vereinigen. Die belehrende Tendenz, die seinem Schaffen unterlag, wirkt nie langweilig pedantisch, sondern äußert sich vor allem in einer scharfen, gern typenhaften Charakterzeichnung, die seinen Komödien ihre ausdrucksvolle Klarheit verleiht. Was man bei ihm vermißt, ist die Wärme des Gefühls, die seine Satire zum Humor erheben würde, wie dies bei Molière der Fall ist. Ein Neuerer auf allen Gebieten, brachte H. in die dänische Literatur das norwegische Element: das Verstandesmäßige und National-Eigenartige als Korrektiv der dänischen Gefühlsüberschwenglichkeit und Ausländerei. Neben den Komödien steht Holbergs ursprünglich lateinisch abgefaßter, in die meisten Kultursprachen übersetzter utopischer Roman »Niels Klims unterirdische Reise«, worin er nach Aristophanes und Swift ein ergötzliches Spiegelbild seiner eignen Nation in den verschiedenen Völkern gibt, die Niels Klim besucht. (»Nicolaii Klimii iter subterraneum«, Leipz. 1741, zuletzt Kopenh. 1866; deutsch von Wolf, Leipz. 1829; dän. von Baggesen, 1789, und von Dorph; mit historisch-literarischen Erläuterungen von Werlauff, 1841). Als Historiker hat H. in seiner »Danmarks Historie« (173235; neue Ausg. von Levin, 1856) die erste pragmatische, volkstümliche Darstellung der Geschichte Dänemarks geliefert, die sofort Volksgut wurde und auch zweimal nacheinander in deutscher Übersetzung erschien. Seine »Allgemeine Kirchengeschichte« (173840, 2 Bde.; neue Ausg. von Liebenberg, 1867) und seine »Geschichte der Juden« (1742, deutsch 1747) wirkten bahnbrechend nicht weniger durch historische Objektivität als durch ihren höchst unterhaltenden Stil. In den »Vergleichenden Geschichten berühmter Männer und Helden« (1739; hrsg. von Liebenberg, 1864, 2 Bde.) und in den »Vergleichenden Geschichten berühmter Damen oder Heldinnen« (1745; hrsg. von Rode, 1861) folgt er Plutarchs Vorbild; in dem letztgenannten Werk tritt er deutlicher als sonst als Vorkämpfer für die Frauenemanzipation auf. »Männliche Tugenden würden die Frauen zieren, falls sie die sorgfältige Ausbildung der Männer bekämen«, sagt er. Das Belehrende und Reformatorische seiner ganzen Lebenstätigkeit tritt selbständig hervor in den »Moralischen Gedanken« (1744; hrsg. von Rode, 1859) und in vielen seiner »Episteln« (174854, 5 Bde.; Ausg. von Brunn, 186575), die zugleich Beweise für Holbergs moralischen Mut, seine Vielseitigkeit und Gelehrsamkeit liefern. Material zu seiner eignen Lebensgeschichte hat er in seinen höchst unterhaltenden, kulturhistorisch interessanten und dabei durchaus bescheidenen »Drei Episteln an*** 17271743« niedergelegt (1745; hrsg. von Levin, 1857). Eine kritische Behandlung von Holbergs Schriften versuchte zuerst K. L. Rahbek in der von ihm veranstalteten Sammlung von Holbergs »Udvalgte Skrifter« (Kopenh. 180414, 21 Bde.). Nach ihm

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hat sich besonders A. E. Boye durch seine Ausgaben der Lustspiele (1843 u. ö.) und des »Peder Paars« (1823 u. ö.) um die Herstellung des echten Textes verdient gemacht. Eine kritisch erläuterte Ausgabe der »Komedier«, die allen spätern Bearbeitungen zugrunde liegt, besorgte ferner durch Liebenberg die 1842 zu Kopenhagen gestiftete Holberg-Gesellschaft (184754, 8 Bde.; neue Ausg. 1884 ff.). Der um die Holbergforschung sehr verdiente Liebenberg hat auch die »Kleineren poetischen Schriften« (1866) herausgegeben. Vgl. Rahbek, Om H. som Lystspildigter og om hans Lystspil (Kopenh. 1815 bis 1817, 3 Bde.); Werlauff, Historiske Antegnelser til L. Holbergs Lystspil (das. 1838, 2. Ausg. 1858); Prutz, Ludwig H., sein Leben und seine Schriften (Stuttg. 1857); Smith, Om Holbergs levnet og populäre skrifter (Kopenh. 1858); Skavlan, H. som Komedieforfatter (Christiania 1872); Paludan, Om Holbergs Niels Klim (Kopenh. 1878); Holm, Holbergs statsretlige og politiske standpunkt (das. 1879); G. Brandes, Ludwig H. und seine Zeitgenossen (2. Aufl., das. 1898; deutsche Ausg., Berl. 1885).
 
Artikelverweis 
Holborn (spr. höbĕrn), Verwaltungsbezirk (metropolitan borough) Londons im N. der Themse, zwischen der Waterloo- und Blackfriars-Brücke, mit (1901) 59,405 Einw. Das 8 m tiefe Tal des Fleetbaches ist seit 1869 durch den nach Haywoods Plänen angelegten Holborn-Viadukt (430 m lang, 25 m breit) überbrückt; dabei die wichtige gleichnamige Sta-: ion der London-Chatham-Dover-Eisenbahn.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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