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Hokusai bis Holbeck (Bd. 6, Sp. 468 bis 469)
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Artikelverweis Hokusai, nannte sich gewöhnlich Katsushika H., japan. Maler, geb. 1759 oder 1760 in Jedo (Tokio), gest. 1849, erlernte seit seinem 14. Jahre die Holzschneidekunst und bildete sich dann bei mehreren Malern zum Illustrator und Maler aus. Seit etwa 1786 selbständig, verfaßte er viele Erzählungen und Romane, die er auch selbst illustrierte. Später illustrierte er die Romane andrer Schriftsteller und führte auch zahlreiche einzelne Bilder und Bilderreihen aus. Er soll etwa 30,000 Entwürfe gefertigt und an 500 Bände illustriert haben. Seine Blütezeit fällt in die Jahre 180035. Als Haupt einer Schule wurde er von großem Einfluß auf die Entwickelung der neuern japanischen Malerei. Seine Arbeiten sind durch feinstes Naturstudium und Leichtigkeit der Darstellung ausgezeichnet. Seine Hauptwerke sind ein Skizzenbuch, das u. d. T.: »Mangwa« (»Gezeichnete Einfälle«) seit 1812 in 14 Bänden erschien (vgl. die Probe auf Tafel Meyers »Japanische Kultur und Kunst III«, Fig. 1), und die hundert Ansichten des Fuji (1834). Vgl. E. de Goncourt, L'art japonais du 18° siècle. H. (Par. 1896); v. Seidlitz, Geschichte des japanischen Farbenholzschnittes (Dresd. 1897); Perzynski, Hokusai (Bielef. 1904).
 
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Hŏkuspŏkus (Oxbox, Ockesbockes), aus Holland stammender Spruch der Taschenspieler bei Ausführung ihrer Kunststücke. Die Etymologie ist unenträtselt, doch hat die Meinung Tillotsons, er sei eine Korruption der Abendmahlsformel: »Hoc est corpus meum« (»Das ist mein Leib«), die Satiriker des Reformationszeitalters (Fischart, Lerchheimer u. a.) ganz wie eine die Umwandlung von Brot und Wein bewirkende Zauberformel behandelt hatten, innere Wahrscheinlichkeit. Andre leiten das Wort von einem Magier Ochus Bochus ab; tatsächlich führte ein englisches, 1634 erschienenes Lehrbuch der Taschenspielerkunst den Titel: »Hocus Pocus jun«.
 
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Hol, Richard, Komponist, geb. 23. Juli 1825 in Amsterdam, gest. 14. Mai 1904 in Utrecht, erhielt seine musikalische Ausbildung auf der königlichen Musikschule in Amsterdam, wirkte seit 1856 mehrere Jahre lang als Dirigent verschiedener Amsterdamer Gesangvereine und erhielt 1862 die Stelle des städtischen Musikdirektors in Utrecht, mit der er später noch die des Domorganisten und 1875 das Direktorat der städtischen Musikschule vereinigte. Auch dirigierte er daneben die Diligentiakonzerte im Haag und die klassischen Konzerte im Volkspalast zu Amsterdam. H. hat sich als Dirigent und Komponist auch in Deutschland einen geachteten Namen erworben und war Mitglied der französischen Akademie etc. Unter seinen Werken befinden sich Symphonien, Ouvertüren, weltliche Chorwerke, Messen, Lieder u. a.
 
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Holaart, s. Meyers Apfelbaum, S. 612 (unter 3).
 
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Holacanthus, s. Meyers Kaiserfisch.
 
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Hŏlar (Hólum), Ort im nördlichen Island, im Hjaltudal des Skagafjorddistrikts, war von 11061801 Bischofssitz, der später nach Reykjavik verlegt ward, hatte bereits 1530 eine Buchdruckerei und gelehrte Schule, besteht jetzt aber nur aus wenigen Häusern um die steinerne Domkirche, nächst der in Reykjavik das schönste Gotteshaus auf Island.
 
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Holarrhēna R. Br., Gattung der Apocynazeen, mittelhohe, blattabwerfende Bäume oder Sträucher mit kreuzgegenständigen, kahlen oder filzig behaarten Blättern und weißen Blüten in Rispen. Fünf Arten im tropischen Asien und Afrika. H. africana D. C. in Westafrika liefert die Conessirinde.
 
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Holbach, Paul Heinrich Dietrich, Freiherr von, der »Nährvater« (wie sein Freund Diderot der geistige Vater) der Enzyklopädisten, geb. 1723 zu Edesheim in der Pfalz, gest. 21. Juni 1789 in Paris, brachte sein Leben in Paris, dem damaligen Herde der Geisterbewegung, zu, deren Zentrum die Enzyklopädie und deren Ausgangsort sein gastfreies Haus bildete. Ein reiner und menschenfreundlicher Charakter, widmete er sein Leben und sein Vermögen mit deutscher Beharrlichkeit der Bekämpfung dessen, was ihm als schädliches Vorurteil, sowie der Verbreitung desjenigen, was ihm als Wahrheit erschien. Da nach ihm die Bestimmung des Menschen darin besteht, glücklich zu sein, so müssen alle sie hindernden Meinungen als schädliche beseitigt, dagegen alle sie fördernden Erkenntnisse möglichst verbreitet werden. Zu jenen rechnet H. alle Religionen, die er als Erzeugnisse priesterlichen Eigennutzes betrachtet und deren Schädlichkeit tür Moral und Völkerglück er darzutun sich bemüht, zu diesen dagegen die Naturwissenschaften, die den menschlichen Geist von Irrtümern über sein Wesen, seinen Ursprung und seine Zukunft freimachen. Ersterer Richtung gehören seine zahlreichsten, einst einflußreichen, jetzt völlig vergessenen Schriften an, wie: »Christianisme dévoilé« (London [Nancy] 1767); »Examen critique de la vie et des ouvrages desaint Paul« (Lond. 1770); »La contagion sacrée« (1767); »De l'imposture sacerdotale« (1767); »Les prêtres démasqués« (1768); »L'esprit du judaïsme« (1770); »Ecce homo« oder »Histoire critique de Jésus-Christ, ou analyse raisonnée des évangiles« (1770, Edinb. 1799 u. Lond. 1813); »Système social« (1773, 2 Bde.; deutsch von Umminger, Leipz. 1898); »L'éthocratie, ou le gouvernement fondé sur la morale« (1776) und »La morale universelle« (1776). Für die Naturwissenschaften hat er hauptsächlich durch sein bekanntestes Buch, das »Système de la nature« (Lond. [Amsterd.] 1770, 2 Bde.; deutsch von Schreiter, Frankfurt 1783, 2 Bde.; Leipz. 1843) gewirkt, indem er ihnen eine (materialistisch-mechanische) metaphysische

[Bd. 6, Sp. 469]


Grundlage zu geben versucht. Der Zusatz auf dem Titel: »ou des lois du monde physique et du monde moral« verrät deutlich, daß es dem Verfasser (oder den Verfassern), wie einst Spinoza mit seiner »Ethik«, um die praktischen Konsequenzen wenigstens ebensoviel wie um die theoretische Welteinsicht zu tun war. Das Buch erschien unter dem Namen des (zehn Jahre vorher verstorbenen) Akademikers Mirabaud und war seinem Inhalt nach, wie aus Diderots nachgelassenen Schriften erhellt, diesen teilweise wörtlich, wahrscheinlicherweise aber auch handschriftlichen Aufsätzen von La Grange, Naigeon u. a. entlehnt. Es will beweisen, daß der Materialismus als Weltanschauung konsequent und wohltätig sei. Ersteres gehe daraus hervor, daß ihm zufolge Moralisches und Physisches (Geist und Körper) dasselbe, das einzige Existierende die Materie und die von ihr unzertrennliche, ihr auch nicht erst mitgeteilte Bewegung sei. Alle Veränderung in der Natur geht durch wirkende Ursachen ohne Zwecke mit Notwendigkeit vor sich, und was die Psychologen Selbstliebe, Liebe und Haß nennen, ist nichts andres als das, was die Physiker Trägheit, Attraktion und Repulsion heißen. Wohltätig aber wirke der Materialismus, weil er demjenigen, der weiß, daß alles Geschehende notwendig ist, von betrüglicher Hoffnung und quälender Furcht befreie und in der Gegenwart glücklich zu sein lehre. Statt von den Menschen das Unmögliche zu fordern, daß sie, um sittlich zu handeln, gegen ihren Vorteil handeln sollen, lehrt er, daß sich die Gesellschaft am besten befindet, wenn jeder (durch sie) seinen Vorteil sucht. Fanatiker der Konsequenz, Materialist aus »Humanität«, flößte H. nicht nur Gleichgesinnten Verehrung, sondern auch offenen Gegnern, wie Rousseau, hohe Achtung ein, so daß ihn dieser zum Modell seines Herrn v. Wolmar (in der »Neuen Heloise«) nahm. Die Kaiserin Katharina II. von Rußland zog ihn bei ihrer Gesetzgebung zu Rate. Er starb am Vorabend der Revolution, die er mit vorbereiten half. Vgl. Avezac-Lavigne, Diderot et la société du baron H. (Par. 1875); Plechanow, Beiträge zur Geschichte des Materialismus, I: Holbach (Stuttg. 1896).
 
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Holbäk, dän. Amt auf der Insel Seeland, 1706,3 qkm (31 QM.) mit (1901) 98,325 Einw. Die gleichnamige Hauptstadt an der südlichen Bucht des Isefjords, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Roeskilde-Kallundborg und der Bahn H.-Nyköbing, hat (1901) 4574 Einw.
 
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Holbeach (spr. hóllbītsch), Stadt in der engl. Grafschaft Holland (Lincolnshire), im Zentrum der Meyers Fens (s. d.), mit schöner spätgotischer Kirche, Lateinschule, römischen Altertümern und (1901) 4755 Einw.
 
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Holbeck, Stadtteil im S. von Leeds (England).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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