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Höjer bis Holarrhēna (Bd. 6, Sp. 467 bis 468)
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Artikelverweis Höjer, 1) Magnus, schwed. Historiker und Politiker, geb. 1. März 1840 im Kirchspiel Norrbärke (Dalekarlien), promovierte 1866 in Upsala mit der Schrift »Karls XII.'s myndighetsförklaring vid 1697 års riksdag« und wurde 1879 Oberlehrer (Lektor) an einem Stockholmer Gymnasium, 1891 Mitglied der Zweiten Reichstagskammer, wo er zu den Führern der Linksliberalen zählt. Von seinen Veröffentlichungen seien genannt: »Översigt af Sveriges yttre politik 16761680« (Ups. 1875); »Konungariket Sverige« (topographisch-historisch-statistische Beschreibung, Stockh. 187284); »Lärobok i Sveriges historia« (1885, 2. Aufl. 1887); »Från franska revolutionens dagar« (1893). 187579 redigierte er die Zeitschrift »Ur folkens häfder«. Ferner bearbeitete er in »Illustrerad Verldshistoria« (1878) die Jahre 15551618, in »Sveriges historia från äldsta tid till våra dagar« (Bd. 3, 1881) die Jahre 16541718.
   2) Nils, schwed. Historiker, Stiefbruder des vorigen, geb. 17. Aug. 1853 im Kirchspiel Norrbärke, wurdel 882 Dozent der Staatswissenschaften in Upsala, 1884 Gymnasialoberlehrer in Wisby, 1898 in Stockholm. Außer den unionsgeschichtlichen Arbeiten »Norges Storting« (Stockh. 1882) u. »Statsförbundet mellan Sverige och Norge« (Wisby 1885) veröffentlichte er in der »Svenks historisk Tidskrift« wertvolle Abhandlungen, so: »Bidrag till varägerfrågan« (1883), »Norsk nationel historieskrifning« (188687) und »Dalarne och dalkarlarne« (1897).
 
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Hökerhandel (Hökerei), s. Meyers Handel, S. 718.
 
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Hokkaido (Nordseestraße), japan. Provinz, die Insel Jeso nebst den Kurilen umfassend, 94,012 qkm mit (1898) 610,155 Einw., wobei aber die 5080,000 Japaner mit eingeschlossen sind, die nur während der

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Sommermonate nach Jeso zum Fischfang und Einsammeln von Algen herüberkommen. Die ursprüngliche Ainobevölkerung (1898: 17,573) wird immer mehr zurückgedrängt durch den Zuzug von Japanern. Die Provinz wird eingeteilt in drei Ken: Nemoro mit den Kurilen, Sapporo und Hakodate; sie steht direkt unter dem Ministerium.
 
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Hokkovögel (Baumhühner, Cracidae Vig.), Familie der Hühnervögel, große südamerikanische Vögel mit gestrecktem Körper, ziemlich langem Schnabel, kurzen, gerundeten Flügeln, mittelhohen, lang- und dünnzehigen, spornlosen Läufen, häufig am Kopf und Hals mit nackten Stellen. Das Gefieder ist derb, großfederig, meist dunkel. Die H., 12 Gattungen mit 53 Arten, zeigen Ähnlichkeit mit den Tauben, leben einweibig, scharren nicht, nähren sich von Früchten, Sämereien, nisten meist auf Bäumen, legen wenig Eier. Sie zerfallen in zwei Unterfamilien: die Hokkohühner (Cracinae Gray) und die Schakuhühner (Penelopinae Gray). Die erstern haben einen verhältnismäßig langen Schnabel mit Wachshaut am Grunde, die den häufig vorkommenden Höcker auf der Schnabelwurzel bedeckt; der Schwanz ist ziemlich lang, etwas abgerundet, das Gefieder auf dem Scheitel und Hinterkopf meist kammförmig verlängert. Der Hokko (Crax alector L.), in den Urwäldern von Guayana und Paraguay, ist etwa 1 m lang, glänzend blauschwarz, am Bauch, Steiß und Endsaum der Schwanzfedern weiß, mit gelbem Fleischhöcker auf dem Schnabelgrund. Er eignet sich wenig für die Gefangenschaft, sein Fleisch ist sehr wohlschmeckend.
 
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Hokusai, nannte sich gewöhnlich Katsushika H., japan. Maler, geb. 1759 oder 1760 in Jedo (Tokio), gest. 1849, erlernte seit seinem 14. Jahre die Holzschneidekunst und bildete sich dann bei mehreren Malern zum Illustrator und Maler aus. Seit etwa 1786 selbständig, verfaßte er viele Erzählungen und Romane, die er auch selbst illustrierte. Später illustrierte er die Romane andrer Schriftsteller und führte auch zahlreiche einzelne Bilder und Bilderreihen aus. Er soll etwa 30,000 Entwürfe gefertigt und an 500 Bände illustriert haben. Seine Blütezeit fällt in die Jahre 180035. Als Haupt einer Schule wurde er von großem Einfluß auf die Entwickelung der neuern japanischen Malerei. Seine Arbeiten sind durch feinstes Naturstudium und Leichtigkeit der Darstellung ausgezeichnet. Seine Hauptwerke sind ein Skizzenbuch, das u. d. T.: »Mangwa« (»Gezeichnete Einfälle«) seit 1812 in 14 Bänden erschien (vgl. die Probe auf Tafel Meyers »Japanische Kultur und Kunst III«, Fig. 1), und die hundert Ansichten des Fuji (1834). Vgl. E. de Goncourt, L'art japonais du 18° siècle. H. (Par. 1896); v. Seidlitz, Geschichte des japanischen Farbenholzschnittes (Dresd. 1897); Perzynski, Hokusai (Bielef. 1904).
 
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Hŏkuspŏkus (Oxbox, Ockesbockes), aus Holland stammender Spruch der Taschenspieler bei Ausführung ihrer Kunststücke. Die Etymologie ist unenträtselt, doch hat die Meinung Tillotsons, er sei eine Korruption der Abendmahlsformel: »Hoc est corpus meum« (»Das ist mein Leib«), die Satiriker des Reformationszeitalters (Fischart, Lerchheimer u. a.) ganz wie eine die Umwandlung von Brot und Wein bewirkende Zauberformel behandelt hatten, innere Wahrscheinlichkeit. Andre leiten das Wort von einem Magier Ochus Bochus ab; tatsächlich führte ein englisches, 1634 erschienenes Lehrbuch der Taschenspielerkunst den Titel: »Hocus Pocus jun«.
 
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Hol, Richard, Komponist, geb. 23. Juli 1825 in Amsterdam, gest. 14. Mai 1904 in Utrecht, erhielt seine musikalische Ausbildung auf der königlichen Musikschule in Amsterdam, wirkte seit 1856 mehrere Jahre lang als Dirigent verschiedener Amsterdamer Gesangvereine und erhielt 1862 die Stelle des städtischen Musikdirektors in Utrecht, mit der er später noch die des Domorganisten und 1875 das Direktorat der städtischen Musikschule vereinigte. Auch dirigierte er daneben die Diligentiakonzerte im Haag und die klassischen Konzerte im Volkspalast zu Amsterdam. H. hat sich als Dirigent und Komponist auch in Deutschland einen geachteten Namen erworben und war Mitglied der französischen Akademie etc. Unter seinen Werken befinden sich Symphonien, Ouvertüren, weltliche Chorwerke, Messen, Lieder u. a.
 
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Holaart, s. Meyers Apfelbaum, S. 612 (unter 3).
 
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Holacanthus, s. Meyers Kaiserfisch.
 
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Hŏlar (Hólum), Ort im nördlichen Island, im Hjaltudal des Skagafjorddistrikts, war von 11061801 Bischofssitz, der später nach Reykjavik verlegt ward, hatte bereits 1530 eine Buchdruckerei und gelehrte Schule, besteht jetzt aber nur aus wenigen Häusern um die steinerne Domkirche, nächst der in Reykjavik das schönste Gotteshaus auf Island.
 
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Holarrhēna R. Br., Gattung der Apocynazeen, mittelhohe, blattabwerfende Bäume oder Sträucher mit kreuzgegenständigen, kahlen oder filzig behaarten Blättern und weißen Blüten in Rispen. Fünf Arten im tropischen Asien und Afrika. H. africana D. C. in Westafrika liefert die Conessirinde.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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