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Hohrohnen bis Hokusai (Bd. 6, Sp. 467 bis 468)
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Artikelverweis Hohrohnen, die voralpine Grenzmarke der schweizerischen Kantone Zürich, Schwyz u. Zug, im Dreiländerstein 1190 m hoch, ein zwischen Sihl- und Lorzegebiet sich erhebender Bergstock von 1232 m Höhe. Auf der westlichen Flanke erhebt sich (zu 1141 m) der aussichtsreiche Gottschalkenberg mit Kurhaus (1903 abgebrannt). Am Fuße des Bergrückens und am Hüttensee liegt der Molkenkurort Hütten (730 m) und weiter aufwärts an der Sihl der Paß der Meyers Schindellegi (s. d.).
 
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Höhscheid, Stadtgemeinde im preuß. Regbez. Düsseldorf, Landkreis Solingen, aus 132 besonders benannten Wohnplätzen bestehend, deren Zentralpunkt H. heißt, mit Haltepunkt Landwehr an der Staatsbahnlinie Gruiten-Mülheim a. Rh., hat 2 evangelische und 2 kath. Kirchen, ein Standbild Kaiser Wilhelms I., Fabrikation von Portemonnaies, Taschenbügeln, Korsettfedern und Solinger Waren, Schleiferei, Eisengießerei und (1900) 14,172 Einw., davon 2497 Katholiken. Die Gemeinde H. ist 1809 aus vier zum Amt Solingen gehörigen Honnschaften begründet und 1856 zur Stadt erhoben.
 
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Hohwacht, Dorf im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Oldenburg, an der Hohwachter Bucht der Ostsee, hat ein Seebad und 150 Einw.
 
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Hohwald, Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Schlettstadt, Kanton Barr, in den Vogesen, Sommerfrische mit Badeanstalt, hat eine evangelische und eine kath. Kirche und (1900) 612 Einw. Dabei prächtige Waldungen und das Hochfeld (1095 m), franz. Champ du fe (fé = Vieh).
 
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Hoike (Heuke, franz. Heuque, Huque), deutsche Benennung eines kurzen, glockenförmigen Mantels, der in Deutschland vom Anfang des 14. Jahrh. an bei den Männern, seltener beiden Frauen im Gebrauch war (s. nebenstehende Abbildung, die einen burgundischen Fürsten aus dem Anfang des 15. Jahrh. in der H. mit gezattelten Säumen darstellt). Gegen das Ende des 14. Jahrh. wurde die H. verlängert und vom Hals herab bis zum Ellbogen zugeknöpft, gegen das Ende des 16. Jahrh. mit einer Kapuze versehen, die durch Einlegen von Fischbein oder Pappe über der Stirn zu einer krummen, hornartigen Spitze verlängert war, daher Tipheuke genannt. In Niedersachsen blieb eine lange H. bei den Frauen der niedern Stände noch bis ins 18. Jahrh. als schwarzer Regenmantel im Gebrauch.
 
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Hojēda (Ojeda), Alonso de, span. Entdecker, geb. 1470 zu Cuenca in Neukastilien, gest. 1515, zeichnete sich in den Kämpfen gegen die Mauren aus und begleitete Kolumbus 1493 auf seiner zweiten Reise nach Amerika. Durch Kraft und Gewandtheit, aber auch durch hochherzige Gesinnung unter den spanischen Konquistadoren hervorragend, entdeckte H. auf Haïti die Goldlager von Cibao und nahm durch List und Entschlossenheit den Kaziken Caonabo, einen gefährlichen Gegner der Weißen, gefangen. Nach Spanien zurückgekehrt, segelte er im Mai 1499, von A. Vespucci begleitet, mit zwei Schiffen nach der Küste von Guayana, drang dann nach Süden bis über die Mündungen des Essequibo und Orinoko vor und befuhr endlich die Küste von Venezuela, die er auch 1502, 1505 sowie 150910 besuchte, ohne aber trotz blutiger Kämpfe mit den Eingebornen die gehofften Schätze zu finden. Er endete schließlich auf Santo Domingo in tiefster Armut.
 
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Höjer, 1) Magnus, schwed. Historiker und Politiker, geb. 1. März 1840 im Kirchspiel Norrbärke (Dalekarlien), promovierte 1866 in Upsala mit der Schrift »Karls XII.'s myndighetsförklaring vid 1697 års riksdag« und wurde 1879 Oberlehrer (Lektor) an einem Stockholmer Gymnasium, 1891 Mitglied der Zweiten Reichstagskammer, wo er zu den Führern der Linksliberalen zählt. Von seinen Veröffentlichungen seien genannt: »Översigt af Sveriges yttre politik 16761680« (Ups. 1875); »Konungariket Sverige« (topographisch-historisch-statistische Beschreibung, Stockh. 187284); »Lärobok i Sveriges historia« (1885, 2. Aufl. 1887); »Från franska revolutionens dagar« (1893). 187579 redigierte er die Zeitschrift »Ur folkens häfder«. Ferner bearbeitete er in »Illustrerad Verldshistoria« (1878) die Jahre 15551618, in »Sveriges historia från äldsta tid till våra dagar« (Bd. 3, 1881) die Jahre 16541718.
   2) Nils, schwed. Historiker, Stiefbruder des vorigen, geb. 17. Aug. 1853 im Kirchspiel Norrbärke, wurdel 882 Dozent der Staatswissenschaften in Upsala, 1884 Gymnasialoberlehrer in Wisby, 1898 in Stockholm. Außer den unionsgeschichtlichen Arbeiten »Norges Storting« (Stockh. 1882) u. »Statsförbundet mellan Sverige och Norge« (Wisby 1885) veröffentlichte er in der »Svenks historisk Tidskrift« wertvolle Abhandlungen, so: »Bidrag till varägerfrågan« (1883), »Norsk nationel historieskrifning« (188687) und »Dalarne och dalkarlarne« (1897).
 
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Hökerhandel (Hökerei), s. Meyers Handel, S. 718.
 
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Hokkaido (Nordseestraße), japan. Provinz, die Insel Jeso nebst den Kurilen umfassend, 94,012 qkm mit (1898) 610,155 Einw., wobei aber die 5080,000 Japaner mit eingeschlossen sind, die nur während der

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Sommermonate nach Jeso zum Fischfang und Einsammeln von Algen herüberkommen. Die ursprüngliche Ainobevölkerung (1898: 17,573) wird immer mehr zurückgedrängt durch den Zuzug von Japanern. Die Provinz wird eingeteilt in drei Ken: Nemoro mit den Kurilen, Sapporo und Hakodate; sie steht direkt unter dem Ministerium.
 
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Hokkovögel (Baumhühner, Cracidae Vig.), Familie der Hühnervögel, große südamerikanische Vögel mit gestrecktem Körper, ziemlich langem Schnabel, kurzen, gerundeten Flügeln, mittelhohen, lang- und dünnzehigen, spornlosen Läufen, häufig am Kopf und Hals mit nackten Stellen. Das Gefieder ist derb, großfederig, meist dunkel. Die H., 12 Gattungen mit 53 Arten, zeigen Ähnlichkeit mit den Tauben, leben einweibig, scharren nicht, nähren sich von Früchten, Sämereien, nisten meist auf Bäumen, legen wenig Eier. Sie zerfallen in zwei Unterfamilien: die Hokkohühner (Cracinae Gray) und die Schakuhühner (Penelopinae Gray). Die erstern haben einen verhältnismäßig langen Schnabel mit Wachshaut am Grunde, die den häufig vorkommenden Höcker auf der Schnabelwurzel bedeckt; der Schwanz ist ziemlich lang, etwas abgerundet, das Gefieder auf dem Scheitel und Hinterkopf meist kammförmig verlängert. Der Hokko (Crax alector L.), in den Urwäldern von Guayana und Paraguay, ist etwa 1 m lang, glänzend blauschwarz, am Bauch, Steiß und Endsaum der Schwanzfedern weiß, mit gelbem Fleischhöcker auf dem Schnabelgrund. Er eignet sich wenig für die Gefangenschaft, sein Fleisch ist sehr wohlschmeckend.
 
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Hokusai, nannte sich gewöhnlich Katsushika H., japan. Maler, geb. 1759 oder 1760 in Jedo (Tokio), gest. 1849, erlernte seit seinem 14. Jahre die Holzschneidekunst und bildete sich dann bei mehreren Malern zum Illustrator und Maler aus. Seit etwa 1786 selbständig, verfaßte er viele Erzählungen und Romane, die er auch selbst illustrierte. Später illustrierte er die Romane andrer Schriftsteller und führte auch zahlreiche einzelne Bilder und Bilderreihen aus. Er soll etwa 30,000 Entwürfe gefertigt und an 500 Bände illustriert haben. Seine Blütezeit fällt in die Jahre 180035. Als Haupt einer Schule wurde er von großem Einfluß auf die Entwickelung der neuern japanischen Malerei. Seine Arbeiten sind durch feinstes Naturstudium und Leichtigkeit der Darstellung ausgezeichnet. Seine Hauptwerke sind ein Skizzenbuch, das u. d. T.: »Mangwa« (»Gezeichnete Einfälle«) seit 1812 in 14 Bänden erschien (vgl. die Probe auf Tafel Meyers »Japanische Kultur und Kunst III«, Fig. 1), und die hundert Ansichten des Fuji (1834). Vgl. E. de Goncourt, L'art japonais du 18° siècle. H. (Par. 1896); v. Seidlitz, Geschichte des japanischen Farbenholzschnittes (Dresd. 1897); Perzynski, Hokusai (Bielef. 1904).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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