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Hohlvenensack bis Hohnstein (Bd. 6, Sp. 466)
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Artikelverweis Hohlvenensack, die rechte Vorkammer des Herzens, s. Meyers Herz, S. 244.
 
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Hohlwalzverfahren, s. Meyers Röhren.
 
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Hohlwerden der Bäume, sehr häufige Erscheinung an Bäumen, wie besonders Kopfweiden, Pappeln, Linden u. a., wobei das alte Holz unter dem Einfluß von eindringendem Wasser und Pilzen, die in der Regel nach stärkerer Verwundung des Gipfels zu wuchern beginnen, in Fäulnis gerät und allmählich bis zur Wurzel zerstört wird (s. Meyers Rotfäule). Zuletzt bleibt nur ein dünner, aus dem jüngern Holze gebildeter Mantel zurück, dessen Innenfläche aus mehr oder weniger zersetztem Holz besteht, und dermit Baumerde, d. h. den Zersetzungsprodukten des Holzes, erfüllt ist. An einzelnen, durch Fäulnis völlig zerstörten Stellen wird dann die entstandene Baumhöhle geöffnet, wobei der Stamm sich spalten oder in einzelne Stücke zerrissen werden kann. Da durch das noch unversehrte Holz die Leitung der Nährstoffe aus der Wurzel nach den Zweigen und ebenso auch das Dickenwachstum fortdauert, so können hohle wie auch in einzelnen Teilen aufgelöste Stämme noch lange Zeit fortwachsen. Durch Überwallung von den Wundrändern aus entstehen bisweilen in hohlen Bäumen mit Rinde bekleidete Teilstämme, aus denen auch Knospen und Wurzeln, wie z. B. häufig in Hohlweiden, hervorbrechen können. Durch Ausbrennen kann man dem Fortschreiten des Hohlwerdens Einhalt tun, doch wird dadurch leicht auch ein großer Teil des Holzes zerstört und die Festigkeit des Stammes noch mehr geschwächt. Vorzuziehen ist daher das Verschmieren der Wunden mit Baumwachs oder Lehm, eventuell mit Ausfüllung des Hohlraums mit Steinen.
 
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Hohlwurz, s. Corydalis.
 
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Hohlzahn, Pflanze, s. Galeopsis.
 
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Hohlziegel, s. Meyers Mauersteine.
 
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Hohlzirkel, s. Meyers Zirkel.
 
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Hohndorf, Dorf in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Glauchau, hat eine evang. Kirche, Steinkohlenbergbau, Brikettfabrik, Dampfsägewerk, Bierbrauerei und (1900) 4719 Einw.
 
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Hohneklippen, s. Meyers Schierke.
 
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Höhnel, Ludwig, Ritter von, österreich. Afrikareisender, geb. 6. Aug. 1857 in Preßburg, trat 1873 in die Marineakademie zu Fiume ein, wurde 1879 Linienschiffsfähnrich und begleitete 1886 den ungarischen Grafen Samuel Teleki (s. d.) nach Ostafrika. Von Pangani aus traten die Reisenden im Februar 1887 den Marsch in das Innere an, zunächst zum Kilimandscharo und Meruberg, dann zum Kenia und zum Baringosee, zogen weiter in nördlicher Richtung durch gänzlich unerforschtes Gebiet, entdeckten 5. März 1888 den Rudolf- und 20. April den Stephaniesee und langten 25. Okt. wieder an der Küste an. 1892 begleitete H. den Amerikaner Astor Chanler auf einer Expedition von der Wituküste in das Innere Afrikas, erlitt aber nordöstlich vom Kenia auf der Jagd durch ein Nashorn schwere Verletzungen, die ihn zur Rückkehr nach Europa zwangen. H. veröffentlichte: »Bergprofilsammlung während der Graf S. Telekis Afrikaexpedition« (Wien 1890); »Zum Rudolfsee und Stephaniesee. Die Forschungsreise des Grafen S. Teleki in Ost-Äquatorialafrika« (das. 1892), und mit Rosiwal, Toula und Sueß: »Beiträge zur geologischen Kenntnis des östlichen Afrika« (in den Denkschriften der Akademie der Wissenschaften zu Wien, 1891).
 
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Hohnstein (Hohenstein), ehemalige Grafschaft in Nordthüringen, die, etwa 660 qkm (12 QM.) groß, das Gebiet im S. des Harzes zwischen der Helme, Unstrut und Leine umfaßte und einst zum großen Teil den deutschen Königen aus dem sächsischen Haus zugehörte. Die Grafen von H. stammen von einem Neffen des thüringischen Landgrafen Ludwig des Springers, Konrad von Sangerhausen, ab, der das im Dreißigjährigen Kriege zerstörte Schloß H. bei Neustadt (im Regierungsbezirk Hildesheim) erbaute, während sein Sohn Elger I. das Schloß Ilburg und sein Enkel Elger 11. das Kloster Ilfeld gründeten. Sein jüngster Sohn, Heinrich, wurde Stammvater der Grafen von Meyers Stolberg (s. d.), der älteste, Dietrich 11., pflanzte die gräfliche Linie H. fort, deren Besitz sich bald durch Sondershausen, Klettenberg, Lohra und Lutterberg vermehrte. 1289 teilte sich das Geschlecht in die Linien Sondershausen, die 1356 erlosch, worauf Sondershausen an Schwarzburg fiel, und Klettenberg; von letzterer zweigten sich im 14. Jahrh. die Linien Kelbra und Heringen ab, von denen die letzte 1417 ausstarb, nachdem sie ihre Besitzungen an Stolberg verkauft hatte. Die Linie Kelbra teilte sich 1455 in die Zweige Heldrungen und Vierraden (Schwedt), die bis 1609 gleichfalls erloschen. Die Linie H.-Klettenberg war schon 1593 ausgestorben. Die Streitigkeiten über die Erbschaft zwischen Braunschweig-Wolfenbüttel, Stolberg, Schwarzburg und dem Stift Halberstadt wurden erst im Westfälischen Frieden geschlichtet. Gegenwärtig ist der größte Teil des Gebietes preußisch, seit 1866 auch die sogen. alte Grafschaft mit dem Stift Ilfeld und den Herrschaften Lutterberg und Scharzfels, die bis dahin hannoversch waren, während das Stift Walkenried zu Braunschweig gehört. Vgl. K. Meyer, Chronik der Grafschaft H.-Klettenberg-Lohra (Nordh. 1875) und Geschichte der Burg H. (Leipz. 1897); Reichhardt, Die Grafschaft H. im 16. und 17. Jahrhundert (Nordh. 1900).

[Bd. 6, Sp. 467]


 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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