Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Hohenfriedeberger Marsch bis Höhenklima (Bd. 6, Sp. 443 bis 444)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Hohenfriedeberger Marsch, s. Meyers Marsch.
 
Artikelverweis 
Hohenfurth, Stadt in Böhmen, Bezirksh. Kaplitz, in landschaftlich schöner Gegend, an der obern Moldau und der Staatsbahnlinie Budweis-St. Valentin, hat ein Bezirksgericht, Cistercienserstift (1250 gegründet) mit gotischer Kirche, Kapitelsaal (14. Jahrh.), Bibliothek (37,000 Bände) und Museum, ein altes Rathaus, Bierbrauerei, Elektrizitätswerk und (1900) 1586 deutsche Einwohner. Vgl. Mikowec, Das Cistercienserstift H. (Wien 1859); Pangerl, Urkundenbuch des Cistercienserstifts zu H. (das. 1865).
 
Artikelverweis 
Höhengrenzen, an Gebirgen die Linien, die, entsprechend den herrschenden Temperaturgraden, der Feuchtigkeit etc., das Vorkommen gewisser Verhältnisse begrenzen. Solche Grenzlinien kennt man für den Getreidebau, den Wald, den Baumwuchs, für den Fuß der Gletscher, für den ewigen Schnee etc. Vgl. Ratzel, Über H. und Höhengürtel (in den Veröffentlichungen des Vereins für Erdkunde in Leipzig, 1895); Berghaus im »Geographischen Jahrbuch«, Bd. 11 (Gotha 1886); Grisebach, Vegetation der Erde (2. Aufl., Leipz. 1884, 2 Bde.).
 
Artikelverweis 
Hohenhausen, Dorf im Fürstentum Lippe, hat eine evang. Kirche, Synagoge, Amtsgericht, Zigarrenfabrikation und (1900) 1338 Einw.
 
Artikelverweis 
Hohenhausen, 1) Elisabeth Philippine Amalie, Freifrau von, Schriftstellerin, geb. 4. Nov. 1789 in Waldau bei Kassel, gest. 2. Dez. 1857 in Frankfurt a. O., war die Tochter des kurhessischen Generals v. Ochs, seit 1809 mit Leopold, Freiherrn v. H., preußischem Regierungsrat in Minden, vermählt. war 182224 ein geschätztes Mitglied der literarischen Kreise Berlins, kehrte dann nach Minden zurück und begab sich nach dem Tod ihres Mannes 1848 nach Frankfurt a. O. Sie übersetzte einzelnes von Byron und W. Scott und schrieb: »Frühlingsblumen« (lyrische Dichtungen, Münst. 1817); »Natur, Kunst und Leben« (Reiseerinnerungen, Altona 1820); »Novellen« (Braunschw. 1828, 3 Bde.) und »Karl v. H., Untergang eines Jünglings von 18 Jahren« (das. 1836), die Biographie ihres unglücklichen Sohnes, der sich auf der Universität Bonn erschoß. Seit seinem Tode wendete sie sich einer orthodox-befangenen Richtung zu, die auf ihre spätern Schriften: »Rousseau, Goethe, Byron, ein kritisch-literarischer Umriß aus ethisch-christlichem Standpunkt« (Kassel 1847), »Die Jungfrau und ihre Zukunft« (Weim. 1854), die Kinderschriften: »Die Marquesasinsel« (Brem. 1853) und »Das Geheimnis des Glücks« (Weim. 1855) etc., nicht vorteilhaft einwirkte.
   2) Elise von, Schriftstellerin, Tochter der vorigen, geb. 7. März 1812 in Eschwege, war seit 1831 vermählt mit dem preußischen Oberregierungsrat Karl Friedr. Rüdiger (gest. 1862) und starb 1. Febr. 1899 in Berlin. Von ihr erschienen: »Berühmte Liebespaare« (Leipz. 187084, 4 Bde.); »Schöne Geister und schöne Seelen« (berühmte Freundschaften, das. 1873); »Der Roman des Lebens«, Novellen (das. 1876, 2 Bde.), »Brevier der guten Gesellschaft« (das. 1876); »Romantische Biographien aus der Geschichte« (das. 1878); »Aus Goethes Herzensleben« (das. 1884); »Auf Flügeln des Gesanges«, Dichterstimmen aus der neudeutschen Lyrik (Oranienb. 1886); »Drei Kaiserinnen« (Berl. 1888); »Neue Novellen« (das. 1890) u. a.
 
Artikelverweis 
Hohenheim, ehemaliges Lustschloß mit Domäne im württemberg. Neckarkreis, 11 km südlich von Stuttgart, zur Gemeinde Plieningen gehörig, 389 m ü. M., jetzt Sitz der landwirtschaftlichen (bis 1881 auch forstwirtschaftlichen) Akademie, 1817 gegründet, mit 18 Lehrern und etwa 80100 Studierenden. Ausgestattet ist die Anstalt mit vorzüglichen Sammlungen von Naturalien, von landwirtschaftlichen Geräten und Modellen, mit mehreren Laboratorien, Versuchsfeldern, botanischem Garten, Obstbaumschulen und einer Kunstgärtnerei; zugehörig sind ferner eine Gutswirtschaft, Versuchsanstalt, Samenprüfungsanstalt und eine solche für landwirtschaftliche Maschinen, eine Ackerbau- und eine Gartenbauschule. Auch hat H. eine

[Bd. 6, Sp. 444]


Fabrik landwirtschaftlicher Geräte. H. gehörte ehedem dem berühmten Adelsgeschlecht, dem Theophrastus Paracelsus entstammte, und fiel 1768 als eröffnetes Lehen dem Herzog Karl Eugen anheim, der 1782 das Schloß erbaute. Vgl. Frölich, Das Schloß und die Akademie H. (Stuttg. 1870) und dessen Festschrift zum 50jährigen Jubiläum der Akademie H. (das. 1868); Wolff, Die landwirtschaftlich-chemische Versuchsstation H. 18661870 (Berl. 1871), und die weitern Berichte.
 
Artikelverweis 
Hohenheim, 1) Franziska Theresia, Reichsgräfin von H., Herzogin zu Württemberg und Teck, geb. 10. Jan. 1748 in Adelmannsfelden, gest. 1. Jan. 1811, Tochter des unbemittelten Freiherrn v. Bernardin, in ländlicher Abgeschiedenheit und anspruchslos erzogen, vermählte sich nach dem Wunsch ihrer Eltern mit dem reichen, alten, häßlichen und rohen Bayreuther Kammerherrn Freiherrn v. Leutrum, kam aber auf Einladung des Herzogs Karl Eugen von Württemberg 1771 mit ihrem Gemahl nach Stuttgart, ward des Herzogs Geliebte und blieb an seinem Hof, als Leutrum ihn verließ; die Ehe mit ihm ward 1772 gelöst. Der Kaiser machte sie 1774 zur Reichsgräfin von H.; der Herzog vermählte sich 1785 mit ihr, die Ehe ward 1786 öffentlich anerkannt. Durch Verstand, angenehme Sitten und liebenswürdige Weiblichkeit übte sie den wohltätigsten Einfluß auf den Herzog, wirkte segensreich für Württemberg, zog sich aber nach des Herzogs Tode (1793) auf ihren Witwensitz in Kirchheim unter Teck zurück. Vgl. E. Vely, Herzog Karl von Württemberg und Franziska von H. (3. Aufl., Stuttg. 1877).
   2) Theophrastus von, s. Paracelsus.
 
Artikelverweis 
Hohenholm, russ. Hafen, s. Meyers Dagö.
 
Artikelverweis 
Hohenhöwen, Burgruine, s. Meyers Engen.
 
Artikelverweis 
Höheninstrument, soviel wie Meyers Altazimut (s. d.).
 
Artikelverweis 
Höhenklima, s. Meyers Klima.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer