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Höheres Schulwesen bis Hohe See (Bd. 6, Sp. 457)
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Artikelverweis Höheres Schulwesen, s. Meyers Höhere Lehranstalten.
 
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Hoher Göll, Berg in den Salzburger Kalkalpen, 2522 m hoch, erhebt sich zwischen dem Salzachtal und dem Königssee nördlich vom Hagengebirge und wird von Berchtesgaden oder Hallein über das Purtschellerhaus (1771 m) bestiegen. Vgl. Zeppezauer, Der Hohe Göll und sein Gebiet (Salzb. 1900).
 
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Hoher Iser, Berg im Meyers Bregenzer Wald (s. d.).
 
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Hoher Peißenberg, s. Meyers Peißenberg.
 
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Hoherpriester (hebr. »kohen-haggadōl«), der oberste der israelit. Priester. Derselbe wurde aus der Aaronitischen Linie genommen, bis endlich Herodes d. Gr. und die Römer die hohepriesterliche Würde nach Belieben erteilten und entzogen. Nur hielten sie sich in der Regel an die Angehörigen von etwa fünf vornehmen Priesterfamilien, die daher im Neuen Testament »die Hohenpriester« heißen. Dem Gesetz nach folgte der Sohn auf den Vater, und zwar verwaltete ein jeder das Amt, solange er lebte. Die Einweihungszeremonie des Hohenpriesters bestand in Waschungen, Einkleidung, Salbung mit einem köstlichen Öl und Darbringung von Sühn-, Brand- und Dankopfern. Nach jüdischer Tradition soll seit Josia die Einweihung des Hohenpriesters nur in der Anlegung der Amtskleider bestanden haben, weil nämlich das heilige Salböl verloren gegangen war. Die Amtstracht des Hohenpriesters bestand aus folgenden Stücken: dem Oberkleid (mêĭl), purpurblau, mit dreifarbigen Granatäpfeln und goldenen Schellen besetzt, dem Unterkleid (k'tonet), dem Leibrock (efod), dem Gürtel (chescheb), dem viereckigen doppelten Brustschild (choschen) auf der Brust, der in vier Reihen Edelsteinen die eingravierten Namen der Stämme trug und die Urim und Thummim barg, dem Kopfbund (miznefet) und dem daran befindlichen goldenen Diadem (ziz) mit der Aufschrift: »Heilig dem Herrn«. Diese Amtstracht trug der Hohepriester bei allen feierlichen amtlichen Funktionen, an Festen etc.; nur wenn er am großen Versöhnungstag in das Allerheiligste eintrat, legte er eine einfache, aus weißem Leinen bestehende Kleidung an. Außer dem großen Sühnungsakt, den er an diesem Tag verrichtete (s. Meyers Versöhnungstag), hatte er in besonders wichtigen Fällen die Urim und Meyers Thummim (s. d.) zu befragen. Im nachexilischen Zeitalter pflegte er an Sabbaten und an hohen Festen auch an Stelle der gemeinen Priester zu fungieren. Ferner führte er über Kultus und Tempelschatz die Oberaufsicht und war Vorsteher des Synedrions (Hohen Rates), überhaupt kirchliches Oberhaupt aller, auch der außerhalb Palästina wohnenden Juden, dem niemand den Gehorsam verweigern durfte. Während der makkabäischen Periode vertraten die Hohenpriester selbst eine geraume Zeit hindurch die Stelle der Landesfürsten Judäas. Hauptpflicht war es für den Hohenpriester, sich der levitischen Reinheit im weitesten Umfang zu befleißigen, namentlich vor seinen Amtsverrichtungen; einen Toten, mit Ausnahme der nächsten Blutsverwandten, durfte er niemals berühren, ja nicht einmal heftiger Trauer über einen solchen sich hingeben; auch gestattete ihm das Gesetz nur, eine unberührte Jungfrau zu heiraten. Sein Ansehen war noch im hasmonäischen Zeitalter so groß, daß selbst Königstöchter die Ehe mit Hohenpriestern nicht verschmähten sowie auch deren Töchter von den Großen des Landes begehrt wurden. Mit dem Beruf des Hohenpriesters vergleicht die christliche Kirche das Wirken Jesu und spricht von dessen hohenpriesterlichem Amte.
 
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Hoher Rat, s. Synedrion.
 
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Hoher Staufen, Berge, s. Meyers Hohenstaufen und Meyers Reichenhall.
 
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Hohe Salve, Berg in den Kitzbühler Alpen in Tirol, 1824 m hoch, mit einer Kapelle und einem Gasthaus, wird von Hopfgarten und Westendorf im Brixental bestiegen und gewährt eine prachtvolle Aussicht, namentlich auf die Hohen Tauern (»Rigi des Unterinntals«).
 
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Hohe Schrecke, Höhenzug, s. Meyers Finne.
 
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Hohe Schule, s. Meyers Reitkunst.
 
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Hohe See (freies Meer, offene, freie See) ist die große, zusammenhängende Wassermasse, die das Festland der Erde umgibt, mit Ausnahme der Meyers Küstengewässer (s. d.), der Binnenmeere, der Meerengen und der vom Küstenland aus sperrbaren Meerbusen. Sie umfaßt insbes. die fünf Weltmeere nebst ihren Teilen, besonders auch die Nordsee, die Ostsee, das Mittelländische Meer, das Marmarameer, das Irische, das Schwarze, das Adriatische, das Weiße, das Karische, das Beringmeer, das Japanische und das Chinesische Meer, das Arabische und das Rote Meer, die Meerbusen von Bengalen, Mexiko, Persien und Guinea, den Busen von Genua sowie das Bottnische und das Finnische Meer. Die h. S. ist frei und untersteht nicht der Herrschaft eines einzelnen Staates (vgl. Seegebiet); ihre Benutzung als Verkehrsstraße, der Betrieb des Fischfanges und sonstiger friedlicher Gewerbe auf ihr kann keinem Volke verboten oder beschränkt werden, soweit nicht die verschiedenen Staaten durch Verträge sich selbst Beschränkungen auferlegen, wie z B. den internationalen Vertrag vom 6. Mai 1892, betreffend die polizeiliche Regelung der Fischerei in der Nordsee außerhalb der Küstengewässer; vom 16. Nov. 1887 und 14. Febr. 1898 zur Unterdrückung des Branntweinhandels unter den Nordseefischern auf hoher See; vom 14. März 1884 zum Schutz der unterseeischen Telegraphenkabel; vom 2. Juli 1890 zur Unterdrückung des Sklavenhandels (s. Meyers Sklaverei) und vom 15. Aug. 1893 zum Schutz der Robben im Beringmeer. Alle Schiffe, die sich auf hoher See befinden, unterstehen ausschließlich der Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit ihres Heimatstaates; nur die des Seeraubes schuldigen oder verdächtigen Schiffe kann jedes Kriegsschiff irgend eines Staates auf der hohen See anhalten, durchsuchen sowie die Seeräuber festnehmen und ihrem heimatlichen Strafrichter zur Aburteilung überliefern.

[Bd. 6, Sp. 458]


 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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