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Hohenstein bis Hohenzieritz (Bd. 6, Sp. 451 bis 452)
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Artikelverweis Hohenstein, Grafschaft, s. Meyers Hohnstein.
 
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Hohenstein, Stadt im preuß. Regbez. Königsberg, Kreis Osterode, an der Ameling, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Allenstein-Soldau und Elbing-H., 166 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Ritterschloß, Gymnasium, evang. Schullehrerseminar, Präparandenanstalt, Amtsgericht, Oberförsterei und (1900) 2467 meist evang. Einwohner. H. ist vom Deutschen Orden 1359 angelegt. Im nahen Stadtwalde befindet sich eine Heilstätte für Lungenkranke.
 
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Hohensteĭn-Ernstthal, früher 2 Städte, 1898 zu einer Stadt vereinigt, in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Glauchau, am Abhang des Pfaffenbergs und an der Staatsbahnlinie Reichenbach i. V.-Chemnitz, 340440 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, Denkmäler Kaiser Wilhelms I., des Königs Albert und des Philosophen v. Schubert, Straßenbahn, Mineralquelle mit Bad, Rettungsanstalt, Waisenhaus, Kinder- und Frauen-Genesungsheim, Kaltwasserheilanstalt, Amtsgericht, Decken-, Strumpf-, Trikotagen-, Handschuh-, Maschinen- und Wirknadelfabrikation, Woll- und Baumwollfärberei, Bergbau auf Kupfer und Arsen und (1900) 13,397 Einw., davon 159 Katholiken und 10 Juden. Hohenstein erhielt um [1500 Stadtrechte; Ernstthal wurde nach 1680 durch die Grafen von Schönburg gegründet.
 
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Hohenstoffeln, Basaltkegel des Schwäbischen Jura, im Hegau, 846 m hoch, mit Burgruine.
 
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Hohensyburg, Ruine, s. Meyers Herdecke.
 
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Höhentafel, s. Meyers Aufnahme, topographische (S. 95), und Höhenmessung, S. 449.
 
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Hohenthal, Karl Adolf Philipp Wilhelm, Graf von H. und Bergen, sächs. Diplomat, geb. 4. Febr. 1853 in Berlin, wo sein Vater 185266 sächsischer Gesandter war, studierte die Rechte, bereiste 1881 Nord- und Mittelamerika, trat als Legationssekretär in das Ministerium des Äußern ein und ist seit 1885 Gesandter in Berlin sowie stimmführender Bevollmächtigter Sachsens im Bundesrat. Er besitzt die Güter Knauthain, Knautnaundorf und Lauer in der Nähe Leipzigs.
 
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Hohentwiel, isoliert stehender, 689 m hoher Phonolithkegel, eine württemberg. Enklave (Domäne) im badischen Hegau bei Singen, mit herrlicher Aussicht auf den Bodensee und die Alpen und umfänglichen Ruinen einer alten, einst berühmten Bergfeste. Der H. (ursprünglich Duellium, dann Twiel) war um 980 Wohnsitz der gelehrten Herzogin Hadwig von Alemannien (s. Meyers Hedwig 1), deren Leben dem Dichter Scheffel Stoff zu seinem bekannten Roman »Ekkehard« bot, und kam 1538 in Württembergs Besitz. Unter der Festung liegt der »Vorhoff«, eine Vorbefestigung. 163450 hielt sich hier der Oberst Konr. Wiederhold gegen alle Feinde; 1800 übergab der Kommandant die Feste an den französischen General Vandamme, der die Werke sprengen ließ. Die Feste diente längere Zeit auch als Staatsgefängnis, in dem unter andern J. J. Meyers Moser (s. d.) fünf Jahre lang schmachtete. Das dortige Benediktinerkloster ward um 970 vom Herzog Burkard II. von Schwaben gegründet und um 1005 von Kaiser Heinrich II. nach Stein am Rhein verlegt. In der Nähe liegen die ähnlichen ehemaligen Bergfesten Hohenkrähen und Hohenstoffeln. Vgl. v. Martens, Geschichte von H. (Stuttg. 1857); »H., Beschreibung und Geschichte« (von O. Fraas u. a., 2. Aufl., das. 1882); Frölich, Die Festungsruinen H. (2. Aufl., das. 1887); Weiß, H. und Ekkehard in Geschichte, Sage und Dichtung (St. Gallen 1901).
 
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Hohenwart, Karl Siegmund, Graf von, österreich. Staatsmann, geb. 12. Febr. 1824, gest. 26. April 1899 in Wien, Sohn des Grafen Andreas von H., Neffe und Erbe des um Krain hochverdienten Grafen Franz Joseph Hannibal von H. (17711844), ist als Führer der föderalistischen Partei in Österreich zu Bedeutung gelangt. Auf der gewöhnlichen Stufenleiter der Beamtenlaufbahn wurde H. Landeschef in Kärnten, Statthalter in Oberösterreich. Vom 4. Febr. bis 25. Okt. 1871 Ministerpräsident, versuchte er einen Ausgleich mit den staatsrechtlichen Bestrebungen der Slawen auf föderalistischer Grundlage, die in den sogen. Fundamentalartikeln, die zwischen ihm und den tschechischen Führern bereits vereinbart waren, ihren Ausdruck fanden, gegen die aber neben Beust insbes. der ungarische Ministerpräsident Graf Andrassy Verwahrung einlegte. Nach seinem Sturz war H. im österreichischen Reichsrat Führer der sogen. Rechtspartei, die unter dem Ministerium Taaffe von 187991 durch ihre Koalition mit den Tschechen und Polen die Majorität im Reichsrat besaß. Nach der Zersetzung dieser Majorität durch das Emporkommen des radikalen jungtschechischen Elements bildete H. den sogen. Hohenwartklub im Reichsrat, eine streng konservative Fraktion, bestehend aus dem böhmischen Feudaladel, den Slowenen, Rumänen, Deutschklerikalen und Kroaten. In der Krisis, die 1893 den Sturz des Grafen Taaffe und die Bildung einer aus Polen, Konservativen und der vereinigten Linken koalierten Parlamentsmehrheit herbeiführte, hatte H. eine entscheidende Rolle gespielt, nahm aber wegen des Abfalls der Strengklerikalen von seinem Klub bei den Neuwahlen 1897 kein Mandat mehr an und wurde im März d. J. zum Mitgliede des Herrenhauses ernannt. Seit 1885 war H. Präsident des österreichischen obersten Rechnungshofs.
 
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Hohenwestedt, Dorf im preuß. Regbez. Schleswig Kreis Rendsburg, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Neumünster-Tönning und der Kreisbahn H.-Rendsburg, hat 2 evang. Kirchen, Denkmäler der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III., Bismarcks und Moltkes, landwirtschaftliche Winterschule, Amtsgericht, Gerberei, Holzsägerei, Ziegeleien, Muschelbearbeitungsanstalt, Fischzuchtanstalten und (1900) 2158 Einw.

[Bd. 6, Sp. 452]



 
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Hohenzieritz, großherzogl. Lustschloß in Mecklenburg-Strelitz, nordwestlich von Neustrelitz; daselbst starb 19. Juli 1810 die Königin Luise von Preußen.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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