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Hoffurīer bis Hofherr (Bd. 6, Sp. 428 bis 429)
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Artikelverweis Hoffurīer (Kammerfurier), unterer Hofbeamter, namentlich mit Überwachung des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes an den Höfen und in den fürstlichen Schlössern, wird aber auch mit Dienstleistungen in der Hofwirtschaft betraut. An manchen Höfen findet der H. auch im Hofzeremoniell Verwendung, soz. B. in Österreich, woselbst aber der Kammerfurier auf höherer Rangstufe steht als der H.
 
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Hofgänger, besonders in Mecklenburg übliche Bezeichnung für ländliche Hilfsarbeiter, die im Dienste der Meyers Instleute (s. d.) oder Hoftagelöhner stehen. Sie werden meist von der Schule entwachsenen Kindern derselben oder auch von angeworbenen Arbeitern gebildet. Anderwärts werden sie Scharwerker genannt.
 
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Hofgarde, s. Meyers Garde.
 
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Hofgastein, s. Meyers Gastein.
 
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Hofgeismar, Kreisstadt im preuß. Regbez. Kassel, an der Esse und der Staatsbahnlinie Schwerte-Kassel, 148 m ü. M., hat 3 evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, evang. Predigerseminar, Progymnasium, landwirtschaftliche Winterschule, Amtsgericht, Oberförsterei, Siechenhaus, Mineralquelle mit Bad und Parkanlagen, Buch- und Steindruckerei, Metall- und Papierwaren-, Malz-, Obstwein- und Essigfabrikation, Branntweinbrennerei, Holzschneiderei, Ziegeleien, bedeutende Buchenwaldungen und (1900) mit. der Garnison (ein Dragonerregiment Nr. 5) 4621 meist evang. Einwohner. Nahebei die Burgruinen Schönburg und Schöneberg.-H. wird schon 1082 als kurmainzische Besitzung erwähnt, kam 1462 als Pfand und 1583 definitiv an Hessen. Vgl. Schnackenberg, Bad H. (2. Aufl., Götting. 1859).
 
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Hofgericht war ehedem Bezeichnung für ein Obergericht, namentlich für das ehemalige Reichskammergericht und den Reichshofrat. In Baden bestanden noch in neuester Zeit Hofgerichte und als höchste Instanz das Oberhofgericht in Mannheim; mit der allgemeinen deutschen Gerichtsorganisation ist diese Bezeichnung in Wegfall gekommen.
 
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Hofgesinde, das zu einer fürstlichen Hofhaltung gehörige Dienstpersonal; auch die zu landwirtschaftlichen Dienstleistungen verpflichteten Dienstboten (Knechte und Mägde, im Gegensatz zum Hausgesinde).
 
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Hofgestüte, s. Meyers Gestüte.
 
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Hofhaimer, Paulus, ausgezeichneter Organist und Komponist, geb. 25. Jan. 1459 zu Radstadt im Salzburgischen, gest. 1537 in Salzburg, wurde 1480 Hoforganist des Erzherzogs Siegmund in Innsbruck und daselbst (nicht in Wien) Hoforganist Kaiser Maximilians und, als dieser 1490 das Land übernahm, von letzterm geadelt. H. war der berühmteste Orgelmeister seiner Zeit, zu dem die Schüler aus fernen Gegenden zogen, aber auch als Komponist mehrstimmiger Lieder hochbedeutend. Orgelsätze von ihm sind nur handschriftlich erhalten. Nur Kompositionen von H. und L. Senffl enthalten die »Harmoniae poeticae«, vierstimmige Sätze zu Horazischen und andern Odenmaßen. (1539; neu hrsg. von Achleitner, Salzb. 1868).

[Bd. 6, Sp. 429]



 
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Hofheim, 1) Stadt und Luftkurort im preuß. Regbez. Wiesbaden, Kreis Höchst, am Südfuß des Taunus, am Eingang in das schöne Lorsbacher Tal, am Goldbach und an der Staatsbahnlinie Frankfurt a. M.-Limburg, 136 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche mit Glockenspiel auf dem Turm, eine Wallfahrtskapelle, Synagoge, Kaltwasserheilanstalt, Oberförsterei, Staniolkapsel-, Kellereihilfsmaschinen-, Leder-, Zwieback-, Käse- und Holzwarenfabrikation, Bürstenbinderei, eine große Baumschule, Kunstmühlen und (1900) 2392 meist kath. Einwohner. In der Nähe sind römische Befestigungen im Zuge des germanischen Limes aufgedeckt (vgl. G. Wolff, Kastell H., in »Der obergermanisch-rätische Limes des Römerreiches«, Heidelb. 1897). 2) (H. in Bayern) Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Unterfranken, am Fuße der Haßberge, an der Aurach und der Staatsbahnlinie Haßfurt-H., 251 m ü. M., hat eine kath. Kirche, ein Amtsgericht, Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen und von Schleifpolierwerkzeugen und (1900) 939 Einw.
 
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Hofherr und Hofhörige, s. Meyers Bauer, S. 458.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
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86) Karageorgiević
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87) Karl
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
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 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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