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Hōc signo vinces bis Hodenbruch (Bd. 6, Sp. 408 bis 409)
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Artikelverweis Hōc signo vinces, s. Meyers In hoc signo vinces.
 
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Hŏc volo, sic jubĕo: sit pro ratione voluntas (lat.), »ich will's, also befehl' ich's; statt Grundes diene der Wille« (Juvenals Satiren, 6, 223).
 
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Hod (Hodhr, »Krieg«), ein Gott der nordischen Mythologie, Sohn des Odin, ein Ase von außerordentlicher Stärke, aber blind. Getäuscht durch den bösen Loki, erschoß er seinen Bruder Meyers Balder (s. d.) mit der Staude Mistiltein, weshalb er von Wali, dem Sohne des Odin und der Rind, getötet ward. Nach dem Untergang der Götter wird er jedoch mit Balder aus Hels Reich zurückkehren. Bei Saxo Grammaticus erscheint H. als schwedischer Königssohn unter dem Namen Hotherus.
 
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Hoddesdon (spr. hoddsd'n), Stadt in Hertfordshire (England), 6 km südöstlich von Hertford, anmutig am Westufer des Lea gelegen, hat eine stattliche Kirche (von 1732), Bierbrauerei und (1901) 4711 Einw. 3 km nordöstlich davon liegt Meyers Rye House (s. d.).
 
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Hodegēt (griech.), Wegweiser, Führer, der die beim Studium einer Wissenschaft einzuschlagenden Wege zeigt; Hodegetik, Hodegese, Anweisung zum methodischen Studium der Wissenschaften.
 
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Hodeida (Hodêda), befestigte türk. Stadt in der arabischen Landschaft Jemen, an der Küste des Roten Meeres, mit einer Reede und 25,000 Einw. H. ist Mittelpunkt der Ausfuhr von Kaffee (1897 für 10,6 Mill. Mk.), der in großen Pflanzungen bis in die Umgebung von Sana gebaut wird, von Häuten (ca. 1 Mill. Mk.), Perlen, Senna, Myrrhen.
 
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Hödeken (»Hütchen«), s. Meyers Hausgeister.
 
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Hödel, Max, geb. 27. Mai 1857 in Leipzig, Klempnergeselle, beging 11. Mai 1878 ein Attentat auf Kaiser Wilhelm I., indem er Unter den Linden zwei Revolverschüsse, von denen keiner traf, auf den Kaiser abfeuerte. Sofort ergriffen und 10. Juli 1878 zum Tode verurteilt, wurde er 16. Aug. d. J. in Moabit hingerichtet.
 
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Hoden (Hode, Testikel, Testis, Orchis, Testiculus), die männliche Keimdrüse, das Samen bereitende Organ, in der einfachsten Form ein Schlauch, von dessen Wandungen sich Zellen loslösen und entweder direkt oder nach Umformungen zu Samenzellen werden. Anzahl, Gestalt, Lage etc. des Hodens bei den Tieren sind sehr verschieden (Näheres s. bei den einzelnen Tierklassen). Bei den Wirbeltieren liegt der H. in der Bauchhöhle, aus der er aber in einen äußern Anhang wandern kann, so bei den Säugetieren, bei deren Embryonen die H. erst am innern Rande der Urniere liegen, jedoch während der Entwickelung weiter nach abwärts rücken bis in die Leistengegend oder sogar, indem sie Teile der Bauchwand vor sich her drängen, durch den Leistenkanal hindurch in die (Hodensack) Aussackung der äußern Haut. Dabei kann die Verbindung mit der Bauchhöhle offen bleiben, so daß der H., wie es bei vielen Säugetieren zur Brunstzeit die Regel ist, in sie zurücktreten kann. Beim Menschen erfolgt die Wanderung des Hodens in den Sack im achten Monat der Schwangerschaft, selten erst in der Pubertätszeit oder nur unvollkommen, bezw. auch gar nicht, so daß die H., bezw. einer, zu fehlen scheinen (sogen. Kryptorchismus); gewöhnlich verwächst die Öffnung und macht den Rücktritt unmöglich. Der Nebenhoden (s. unten) ist ein umgewandelter Teil der Urniere. Beim Menschen (s. Tafel Meyers »Eingeweide II«, Fig. 4, und IV, Fig. 3) ist der Hodensack (scrotum) eine zweiteilige Hauttasche mit einer Wandung aus glatten Muskelfasern (tunica dartos), deren Zusammenziehung den Sack in Runzeln legt. In ihm liegen die beiden H., Nebenhoden und Samenstränge (s. Meyers Samenleiter). Jeder H., von Pflaumengröße und 1525 g Gewicht, wird von einer glatten Faserhaut umschlossen und

[Bd. 6, Sp. 409]


besteht zu etwa drei Viertel aus Samenkanälchen, der Rest aus Blut- und Lymphgefäßen sowie aus Nerven und Bindegewebe. Letzteres strahlt von einem dicken Wulste der Faserhaut, dem sogen. corpus Highmori, fächerartig aus und teilt so den Inhalt des Hodens in 100200 pyramidenförmige Läppchen, die aus 26 Samenröhrchen oder -Kanälchen bestehen, aus deren Wandzellen der Same hervorgeht. Ihre Gesamtlänge beträgt 270340 m; sie vereinigen sich aber zu 917 weitern Kanälen, die erst unter sich ein Netzwerk (rete Halleri) bilden, dann nach Durchbohrung der Faserhaut den H. verlassen und in den Nebenhoden (epididymis) eintreten. Dieser bildet ein gekräuseltes, 61/2-10 m langes Rohr, das sämtliche Hodenkanäle aufnimmt und in den Meyers Samenleiter (s. d.) übergeht. Jeder H. ist mit einem Teil des Nebenhodens von der doppelten Hülle des aus der Bauchhöhle in den Hodensack mit einbezogenen Bauchfelles umgeben. Dazwischen auftretende Wasseransammlungen werden als Wasserbruch (Hydrocele) bezeichnet. Tafel Meyers »Eingeweide IV«, Fig. 3, zeigt den H. H samt dem Nebenhoden N in einer Höhle eingeschlossen, deren Wand sich als derbe, weiße Haut auf beide selbst fortsetzt. Durch Präparation ist der wegen seiner Härte auch am Lebenden leicht durchzufühlende Samenleiter d mit einer Begleitvene v freigelegt, ferner sind die Venen v, die mit mächtigem Geflecht die lange Arterie a begleiten, bis zum Körper und Schwanz des Nebenhodens d, und die Arterie a ist bis in den H. verfolgt. Dessen derbe Hülle ist bis auf einen kleinen Rest unten h weggenommen, so daß man die durch bindegewebige Scheidewände s getrennten keilförmigen Fächer erkennen kann. Bei k sind zwei samenbereitende Kanälchen herausgezogen, deren Gesamtheit vielfach zusammenhängend schließlich mittels je eines Kanals in das corpus Highmori c eintritt. Nun leiten 1012 Kanäle mit korkzieherartigen Windungen den fertigen Samen im Nebenhoden zum Samenleiter. Absteigend nimmt dieser sämtliche Kanäle auf, bei e noch einen abirrenden Kanal, und steigt nach zahllosen Windungen als glatter, dickwandiger Strang empor. Neben dem H. befinden sich noch einige Gebilde ohne erkennbare Funktion, die wohl als rudimentäre Organe anzusehen sind: ein 57 mm großer, kolbiger oder warziger Körper (als ovarium masculinum oder männlicher Eierstock angesprochen), ferner häufig in seiner Nähe ein gestieltes Bläschen voll Flüssigkeit, die sogen. Morgagnische Hydatide, endlich das im Samenstrang liegende Giraldèssche Organ (paradidymis), Rudimente der Eileiterenden des Weibes und Reste der Urniere.
 
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Hodenatrophie (Hodenschwund), s. Meyers Hodenkrankheiten.
 
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Hodenbruch (Hernia scrotalis), ein Eingeweidebruch, bei dem der Bruchinhalt bis hinab in den Hodensack getreten ist.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
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86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
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 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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