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Hochblatt bis Hochebene (Bd. 6, Sp. 396 bis 397)
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Artikelverweis Hochblatt, s. Meyers Blatt, S. 28.
 
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Hochbootsmann, veralteter Ausdruck für Oberbootsmann (s. Meyers Deckoffizier).
 
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Hochdeutsch, s. Meyers Deutsche Sprache, S. 739 f.
 
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Hochdruck (Prä ge-, Relief-, Blindendruck), die Kunst, mittels der Buchdruckpresse Schriften (wie beim Druck für Blinde), Ornamente etc. auf dem Papier erhaben darzustellen; dann auch der Druck mit Formen, auf denen sich die abzudruckende Schrift, Zeichnung etc. in erhabenen Linien und Punkten befindet, statt mit vertieften, wie beim Kupfer- und Stahlstich, Tiefätzungen etc. Die Buchbinder nennen H. die erhabenen Pressungen an den Büchereinbänden aus Leder oder Kaliko, die schon im 16. Jahrh. vielfach mit Geschmack angewendet wurden, aber mit dem Verfall des Bücherdrucks auch in Vergessenheit geraten waren, bis sie in neuerer Zeit (auch in der Portefeuillefabrikation) wieder aufgenommen wurden. Im Maschinenbau wird die Bezeichnung H. meist im Gegensatze zu Niederdruck gebraucht, um die verhältnismäßige Größe des Druckes von Gasen, Dämpfen oder Flüssigkeiten auszudrücken.
 
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Hochdruckgebiet, ein Gebiet hohen Luftdruckes, gleichbedeutend mit Antizyklone, Maximum.
 
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Hochdruckheizung (Heißwasserheizung), s. Meyers Heizung, S. 125.
 
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Hochdruckinfluenzmaschine, s. Meyers Influenzmaschine.
 
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Hochdruckmaschine, s. Meyers Dampfmaschine, S. 459.
 
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Hochdruckzylinder, s. Meyers Taf. »Dampfmaschine II«. S. I.
 
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Hoche (spr. osch'), Lazare, franz. General, geb. 25. Juni 1768 in Montreuil bei Versailles als Sohn eines Invaliden, gest. 18. Sept. 1797, trat im 16. Jahr in das Regiment der französischen Garden und ward Sergeant. Von regem Wissensdurst erfüllt, las er nicht nur kriegswissenschaftliche Werke, sondern auch die Rousseauschen Schriften, die ihn bei Ausbruch der Revolution für die Sache der Freiheit begeisterten; als Leutnant tat er sich bei der Verteidigung von Diedenhofen (1792) so hervor, daß ihn der General Leveneur zu seinem Adjutanten wählte. Bei der Verteidigung Dünkirchens gegen die Engländer zeichnete er sich derart aus, daß er sofort zum Brigade- und bald zum Divisionsgeneral ernannt wurde und das Oberkommando über die desorganisierte Moselarmee erhielt, mit der er 28.30. Nov. 1793 die Preußen unter dem Herzog von Braunschweig in den Linien von Kaiserslautern, freilich vergeblich, angriff. Dagegen schlug er die Österreicher unter General Wurmser 23. Dez. 1793 bei Wörth, befreite Landau und nötigte den Feind, das Elsaß zu verlassen. Saint-Just ließ ihn jedoch verhaften, und erst der Sturz Robespierres (im Juli 1794) setzte ihn wieder in Freiheit. 1795 vom Konvent gegen die Royalisten in die westlichen Provinzen gesandt, wußte H. diese durch geschickte Mischung von Tatkraft und Milde zum Niederlegen der Waffen zu bringen. Als im Juni 1795 die Emigrierten in Quiberon gelandet waren, marschierte H. sogleich auf Auray, schloß jene ein, schlug 16. Juli den Grafen von Hervilly, erstürmte am 21. das Fort Penthièvre, drängte die Royalisten aus Meer und zwang sie, sich auf Gnade und Ungnade zu ergeben. Er, der ungebildete Mann, zeigte bei aller republikanischen Begeisterung ebensoviel staatsmännischen Takt wie strategisches Geschick, besetzte alle wichtigen Punkte der Vendée und der benachbarten Provinzen und stellte weniger durch Gewalt als durch kluge Maßregeln die Ruhe wieder her, wofür er den Namen »Pacificateur de la Vendée« erhielt. Um den Bürgerkrieg in Feindesland zu tragen, ging er 15. Dez. 1796 mit 20,000 Mann in Brest nach Irland unter Segel; indes ein Sturm vereitelte dieses Unternehmen. Darauf ward er zum Oberanführer der 80,000 Mann starken Sambre- und Maasarmee ernannt, mit der er den Feldzug von 1797 durch den kühnen Rheinübergang bei Neuwied 18. April eröffnete. Er gewann über die Österreicher drei Schlachten und fünf Treffen und drang bis Wetzlar vor, als ihn die Nachricht von dem von Bonaparte geschlossenen Waffenstillstand von Leoben aufhielt. Er starb in seinem Hauptquartier zu Wetzlar an einer Unterleibskrankheit. H. war ein stattlicher, feuriger Mann und nicht bloß ein ausgezeichneter Feldherr, sondern auch an Charakter eine der edelsten Erscheinungen der Revolutionszeit und wird noch heute von der republikanischen Partei in Frankreich als einer ihrer Helden gefeiert (auch auf die Bühne gebracht durch Déroulède in dem fünfaktigen Drama »La mort de H.«, 1897). Bei Weißenthurm am Rhein und in Versailles wurden ihm Denkmäler errichtet. Vgl. Rousselin de Saint-Albin, Vie de Lazare H. et sa correspondance administrative (Par. an VI, 1798); Bergounioux, Essai sur la vie de Laz. H. (Le Mans 1852); Desprez, L. H. d'aprés sa corre

[Bd. 6, Sp. 397]


spondance (Par. 1858); Escande, H. en Irlande (das. 1888); Font-Reaulx, Le général H. (das. 1890); E. Cunéo d'Ornano, H., sa vie, sa correspondance (das. 1892); Sorel, Bonaparte et H. en 1797 (das. 1896).
 
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Hochebene (Plateau), s. Meyers Ebene, S. 336.

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
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87) Karl
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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