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Hobŏe bis Hōc anno (Bd. 6, Sp. 394)
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Artikelverweis Hobŏe, s. Meyers Oboe.
 
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Hoboisten (Hautboisten, franz.), Bläser der Oboen, früher Hauptinstrumente im Musikkorps, jetzt die Mitglieder der Regimentsmusik bei der Infanterie; der Korpsführer, Stabshoboist, hat Feldwebel-, die H. meist Unteroffizierrang. Abzeichen der H.: Schwalbennester an den Achselklappen, für Stabshoboisten baumwollene Achselstücke, Feldbinde und Offizierseitengewehr am Unterschnallkoppel. Vgl. Militärmusik.
 
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Hobōken, 1) Stadt im nordamerikan. Staat New Jersey, Grafschaft Hudson, am Hudsonstrom, New York gegenüber, mit diesem durch mehrere Dampffähren verbunden und als dessen Vorstadt anzusehen, hat am Fluß parkähnliche Anlagen (Elysian Fields), eine Polytechnische Schule (Stevens' Institution of Technology), die deutsche Hoboken-Akademie, Stevens' High School, Martha (Stevens') Institution, die Landungshallen der Hamburg-Amerikanischen Paketfahrtgesellschaft und des Norddeutschen Lloyd und (1900) 59,364 Einw., darunter zahlreiche Deutsche. Die bedeutende Industrie förderte 1900 durch 399 Betriebe mit 6443 Arbeitern für 12,092,872 Doll. Waren. Der Steuerwert betrug 29,883,450, die städtische Schuld 1,403,574 Doll. 2) Gemeinde in der belg. Provinz und dem Arrond. Antwerpen, unweit der Schelde, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Antwerpen-Boom und Antwerpen-Vieux-Dieu, mit Schiffswerften und (1903) 12,472 Einw.
 
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Hobrecht, 1) Artur, deutscher Politiker, geb. 14. Aug. 1824 in Kobierzye bei Danzig, studierte die Rechte, trat dann in den Staatsverwaltungsdienst und war als Regierungsrat Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern, als er 1863 zum Oberbürgermeister von Breslau gewählt wurde. Hier und noch mehr als Oberbürgermeister von Berlin seit 1872 legte er bedeutende Fähigkeiten als Verwaltungsbeamter an den Tag und ward 31. März 1878 an Stelle Camphausens preußischer Finanzminister, um die von Bismarck geplante Finanz- und Steuerreform durchführen zu helfen. Als indes diese mehr und mehr dem Schutzzoll zuneigte und Bismarck mit der liberalen Partei brach, weil sie ihm dabei nicht folgen wollte, erbat und erhielt H. 7. Juli 1879 seine Entlassung und gehörte als Mitglied des preußischen Landtags seit 1880 und des Reichstags 188190 der nationalliberalen Partei an. Außer einigen Novellen schrieb er den geschichtlichen Roman »Fritz Kannacher« (Berl. 1885, 2 Bde.).
   2) James, Bauingenieur, Bruder des vorigen, geb. 31. Dez. 1825 in Memel, gest. 8. Sept. 1902 in Berlin, studierte seit 1847 an der Bauakademie in Berlin, legte 1856 daselbst die Baumeisterprüfung ab, arbeitete dann beim Bau der Bahn Frankfurt a. O.-Küstrin und leitete 185861 in Berlin die Ausarbeitung des Bebauungsplans für Berlin und seine Umgebungen. Im Herbst 1860 machte er mit Ed. Wiebe und Veitmeyer im staatlichen Auftrag eine Studienreise nach England und Frankreich zur Besichtigung städtischer Entwässerungsanlagen. Nachdem er 186169 das Stadtbauratsamt in Stettin bekleidet und dort die neuen Wasserwerke ausgeführt hatte, wurde er nach Berlin zurückberufen, zum königlichen Baurat ernannt und mit den Vorarbeiten zu dem Plan der Kanalisation von Berlin betraut, dessen Ausführung er nach Überwindung heftigen Widerstandes und zahlreicher Schwierigkeiten 1875 beginnen konnte und 1894 zu Ende führte. 1885 wurde H. zum Stadtbaurat von Berlin gewählt, nachdem er 1879 zum Mitgliede der königlichen technischen Baudeputation daselbst ernannt worden war. 1892 ward er in die königliche Akademie des Bauwesens berufen. 1887 folgte er einer Aufforderung der japanischen Regierung als Gutachter für den Bebauungsplan, die Wasserleitung und Kanalisation von Tokio, womit er eine Reise um die Erde verband. Ein gleicher Ruf führte ihn 1892 nach Kairo zur Beurteilung von Wettbewerb-Entwürfen für die dortige Kanalisation und 1893 nach Alexandria zu gleichem Zweck. 1897 trat er in den Ruhestand. Er schrieb: »Kanalisation der Stadt Stettin« (Stettin 1868); »Beiträge zur Beurteilung des gegenwärtigen Standes der Kanalisations- und Berieselungsfrage« (Berl. 1883); »Die Kanalisation von Berlin« (das. 1884, 2. Ausg. 1887); »Die modernen Aufgaben des großstädtischen Straßenbaues mit Rücksicht auf die Unterbringung der Versorgungsnetze« (das. 1890) u. a.
 
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Hobro, Hafenstadt an der Ostküste der dän. Provinz Jütland, Amt Randers, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Vamdrup-Frederikshavn und H.-Lögstör, mit (1901) 3161 Einw.
 
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Hobsgüter, s. Meyers Bauerngut, S. 462.
 
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Hobsonsbai, s. Meyers Port Phillip.
 
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Hoburg, Berg, s. Meyers Gotland (Insel).
 
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Hoc (franz., spr. ock, H.-Mazarin) ist ein angeblich vom Kardinal Mazarin erfundenes Kartenspiel.
 
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Hoca (nicht zu verwechseln mit Hoc), berüchtigtes Hasardspiel, gelangte um die Mitte des 17. Jahrh. aus Rom nach Frankreich.
 
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Hōc anno (lat.), in diesem Jahr.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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