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Hjärne bis Hliboka (Bd. 6, Sp. 388 bis 389)
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Artikelverweis Hjärne, Harald von, schwed. Historiker und Politiker, geb. 2. Mai 1848 auf Klastorp Westergötland, wurde, nachdem er mit der Schrift »Om den fornsvenska nämnden enligt Götalagarne« promoviert hatte, 1872 Dozent, 1885 außerordentlicher und 1889 ordentlicher Geschichtsprofessor zu Upsala, das er seit 1903 in der Zweiten Reichstagskammer als linksliberales Mitglied vertritt. Seine unionspolitischen Anschauungen, die er unter andern in der Broschüre »Unionsfrågan och Sveriges försvar« (1892) erörterte, verwickelte ihn in eine Polemik mit Bj. Meyers Björnson (s. d.). In der finnländischen Frage verteidigte er (seit 1899) das Vorgehen der Panslawisten gegen das Großfürstentum. Verdient machte sich H. um die Förderung des akademischen Geschichtsunterrichts in Upsala, wo er ein historisches Universitätsseminar nach deutschem Vorbild einrichtete. Zahlreiche Beiträge, meistens zur schwedisch-russischen Geschichte, veröffentlichte er in »Svenskt historiskt Bibliotek«, »Svensk Tidskrift«, »Ny svensk Tidskrift«, »Svensk historisk Tidskrift«, »Nordisk Tidskrift« etc. Von seinen selbständigen Arbeiten, die sich durch geistvolle Hypothesen auszeichnen, nicht selten aber kritischen Widerspruch gefunden haben, seien genannt: »Om förhållandet mellan landslagens båda redaktioner« (Ups. 1884); »De äldsta svensk-ryska legationsakterna« (1884); »Sigismunds svenska resor« (1884); »Öfversigt af Sveriges ställning till främmande makter vid tiden för 1772 års statshvälfning« (1884); »Till belysning af Polens nordiska politik före och efter kongressen i Stettin 1570« (1884); »Från Moskau till Petersburg. Rysslands omdaning« (188889, 2 Hefte); »Helsingelif under Helsingelag« (Söderhamn 1893); »Reformationsriksdagen i Vesterås 1527« (Stockh. 1893); »Inledning till Skandinaviens historia« (Upsala 1893); »Sveriges statsskick under reformationstiden 15201611« (1893); »Medeltidens statsskick 8001350. Valda texter« (1895); »Svensk-ryska förhandlingar 15641572« (1897); »Gustaf Adolf, protestantismens förkämpe« (Stockh. 1901, auch deutsch); »Karl XII. Omstörtningen i Osteuropa 16971703« (1902); »Blandade spörsmål« (1903). 187476 war H. Redakteur der »Svensk Tidskrift«. Seit 1903 ist er Mitglied der schwedischen Akademie.
 
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Hjelm (spr. jelm), kleine dänische Insel an der Ostküste von Jütland, nordöstlich von Samsö.
 
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Hjelmar (Hjelmarensee), See in Schweden, inmitten der Landschaften Södermanland, Nerike und Westmanland, nordöstlich vom Wettersee, 23 m ü. M., 60 km von W. nach O. lang, an den Enden etwa 4 km, in der Mitte bis 20 km breit, 18 m tief, umfaßt 511,2 qkm (9,3 QM.) und empfängt von SW

[Bd. 6, Sp. 389]


die Svartå und Telgeå. Er entsendet zum Mälarsee den Hyndevadsstrom, der in seinem untern Lauf Eskilstunaå heißt, und steht durch einen mit neun Schleusen versehenen, 2 m tiefen, 11 km langen Kanal mit der nördlich von ihm nach O. zum Mälarsee fließenden Arbogaå in Verbindung. Um den häufig wiederkehrenden Überschwemmungen der flachen Umgebung vorzubeugen, hat man neuerdings eine Senkung des Seespiegels hergestellt.
 
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Hjelt, August, finnländ. Historiker und Statistiker, geb. 29. Juni 1862, wurde 1895 Chef der statistischen Abteilung im Justizdepartement des finnländischen Senats und 1902 Direktor des statistischen Zentralbureaus, wo er seit 1886 tätig war. 1897 gehörte er dem Ständelandtag an. Außer den historischen Publikationen »Journal du général J. Keith pendant la guerreen Finlande 17411743« (1886) und »Sveriges ställning till utlandet närmast efter 1772 års statshvälfning« (1887) veröffentlichte er zahlreiche Beiträge zur Justiz-, Kriminal- und Bevölkerungsstatistik, Arbeiterunfallversicherung etc. Genannt seien: »Handbuch der allgemeinen Staatenkunde für alle Mitbürger« (finn., Heisingf. 1889); »Die Arbeiterversicherung in Finnland« (Berl. 1899); »De första officiela relationerna om svenska tabellverket åren 17491757« (1899); »Några statistiska beräkningar, afseendeen reform af rösträtten i präste-, borgare-och bondestånden« (1899); »Det svenska tabellverkets uppkomst, organisation och tidigare verksamhet« (1900); »Rösträttsförhållandena i borgareståndet och deras reformering« (1902); »Rösträtten i bondeståndet och inkomstförhållandena på landsbygden« (1902); »Några kommentarier till förslaget om reform af den politiska rösträtten« (1903). In Brauns »Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik« veröffentlichte er »Das erste Arbeiterschutzgesetz Finnlands« (1890) und »Die Unfallversicherung der Arbeiter in Finnland« (1899). Seit 1901 ist er Mitglied des Internationalen Statistischen Instituts.
 
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Hjörring, dän. Amt, den nördlichsten Teil Jütlands nebst den Inseln Läsö und Hirtsholmene im Kattegat und Giöl im Limfjord umfassend, 2811,8 qkm (51,06 QM.) mit (1901) 119,385 Einw. Die gleichnamige Hauptstadt, an der Staatsbahnlinie Vamdrup-Frederikshavn, hat (1901) 7901 Einw., die lebhaften Handel mittels des Ladeplatzes Lökken sowie ziemlich bedeutende Industrie treiben. H. ist Sitz eines deutschen Konsuls.
 
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Hjort, Peter, dän. Sprachforscher, geb. 19. Juli 1793, gest. 11. Nov. 1871 in Kopenhagen, war der Sohn des geistlichen Liederdichters Viktor Christian H. (gest. 1818 als Bischof zu Ribe) und hat sich als scharfer Polemiker und Kritiker einen Namen in der dänischen Literatur gemacht. Kulturgeschichtlich interessant sind die Sammlungen seiner kleinen Schriften: »Kritiske Bidrag til dansk Tänkemådes og Dannelses Historie« (»Kritische Beiträge zur Geschichte der dänischen Gedankenart und Bildung«, 1852 bis 1867, 3 Bde.), seine Briefe (1867 u. 1869)‚ und seine »Udsigt over nyere dansk Literatur« (»Übersicht über die neuere dänische Literatur«, 1872).
 
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Hjortdahlīt, Mineral, s. Augit.
 
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HKT-Verein, s. Meyers Deutscher Ostmarkenverein.
 
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hl, Abkürzung für Hektoliter.
 
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Hlavacek (spr. láwatschek), Anton, Maler, geb. 7. Mai 1842 in Wien, zeigte schon in frühester Jugend Neigung zum Zeichnen, mußte aber seinem Vater, einem armen Weber, bei der Arbeit helfen. Später wurde er Stubenmaler und malte nebenbei Bilder zum Verkauf. Erst 1859 gelang es ihm, in die damals unter Steinfelds Leitung stehende Landschaftsmalerklasse aufgenommen zu werden. Neue Anregung erhielt H. durch die Ernennung Zimmermanns zum Akademieprofessor. Er unternahm sodann mehrere Studienreisen, aus deren Ergebnissen hervorzuheben sind: Motiv aus Gastein, Morgen am Hintersee, Auszug des Burggrafen von Rodenstein, Aus dem Odenwald, Aus der Rheinpfalz und Unter den Ahornbäumen (beide im Hofmuseum zu Wien). Alle diese Bilder zeigen poetische Naturbeobachtung und seine Ausführung. Später behandelte H. mit Vorliebe Motive von den österreichischen Alpenseen. Sein Hauptwerk ist ein großes Panorama der Stadt Wien, vom Nußberg aus gesehen. Für das Naturhistorische Museum in Wien führte er die Wandbilder: Der Steinbruch St. Margareten in Ungarn und Ausgrabungen prähistorischer Gräber bei Santa Lucia im Küstenlande aus.
 
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Hliboka, Marktflecken in der Bukowina, Bezirksh. Sereth, Knotenpunkt an der Staatsbahnlinie Czernowitz-Itzkany, mit (1900) 4752 ruthen. Einwohnern.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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