Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Hoheit bis Hohenbaden (Bd. 6, Sp. 441)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Hoheit, bezeichnet im allgemeinen soviel wie hohe Würde, hoher Rang, dann die oberste Gewalt im Staate; daher Hoheitszeichen (Autoritätszeichen), bildliche oder schriftliche Darstellungen oder sonstige Zeichen, durch welche die Ausdehnung und Handhabung der Staatsgewalt und ihrer Organe äußerlich erkennbar gemacht wird, z. B. um eine Grenze oder eine Amtsräumlichkeit zu bezeichnen, wie Wappen, Schilder, Fahnen, Flaggen, Grenzpfähle u. dgl. Die böswillige Verletzung von Hoheitszeichen oder beschimpfender Unfug an solchen wird nach § 135 und 103 a des deutschen Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 600 Mk. oder mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft. Hoheitsrechte (Regalien, Majestätsrechte), soviel wie Souveränitätsrechte, sind die dem Staatsoberhaupt als solchem zustehenden Rechte, wie gesetzgebende Gewalt, Justiz-, Finanz-, Militärhoheit etc. H. (franz. Altesse, engl. Highness) ist auch der Titel fürstlicher Personen. Den Titel Königliche H. (Altesse royale, Royal Highness) führen gegenwärtig die Großherzoge und Erbgroßherzoge sowie die Prinzen und Prinzessinnen der königlichen Häuser. Der Kronprinz und die Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preußen sowie die Erzherzoge von Österreich führen den Titel Kaiserliche und Königliche H., die Prinzen und Prinzessinnen der großherzoglichen Häuser von Baden und Hessen den Titel Großherzogliche H., während der einfache Titel H. von den Mitgliedern der übrigen großherzoglichen Häuser sowie von den regierenden Herzogen in Deutschland und den Prinzen und Prinzessinnen ihrer Häuser geführt wird.
 
Artikelverweis 
Hoheitsrecht, Hoheitszeichen, s. Meyers Hoheit.
 
Artikelverweis 
Hohe Jagd, s. Meyers Jagd.
 
Artikelverweis 
Hohe Kullge, s. Sudeten.
 
Artikelverweis 
Hohe Landstraße heißt die Straße durch die Oberlausitz, die von Halle über Eilenburg oder Leipzig-Grimma nach Oschatz, Großenhain, Königsbrück, Kamenz, Bautzen, Löbau, Görlitz, Lauban, Naumburg, Bunzlau, Haynau, Liegnitz, Neumarkt und Breslau führt. Sie besitzt Fortsetzungen östlich nach Krakau hin und westlich von Leipzig, bez. Halle durch Thüringen nach Frankfurt a. M. zu, aber der Name, erst seit Beginn des 16. Jahrh. üblich, haftet vornehmlich an der Strecke Leipzig-Breslau und ist ( = o bere, d. h. südlichere Straße) im Gegensatz zu der (nördlichern) Niederstraße, die von Eilenburg über Torgau, Liebenwerda, Senftenberg, Spremberg, Muskau und Sagan nach Schlesien und Polen führt, zu verstehen. Die Straße existiert seit etwa 1200 und entstand durch die damals üblich werdende Versorgung Breslaus mit Hallischem Salz; als Via regia ist sie zuerst 1252 bezeugt, den Charakter der Zwangsstraße für allen Verkehr zwischen Polen-Schlesien und Leipzig, soweit derselbe den Queiß (linken Nebenfluß des Bober) berührt, erhält sie erst um 1460 durch Vereinbarungen zwischen dem König von Böhmen als Landesherrn Schlesiens und der später sogen. Oberlausitz, die früher Gebiet der Sechsstädte heißt (s. Meyers Lausitz), und dem Kurfürsten von Sachsen als Landesherrn von Leipzig. Vgl. Tille, Die Anfänge der Hohen Landstraße (Gotha 1905).
 
Artikelverweis 
Hohe Mense, Gipfel des Glatzer Gebirgslandes, 11 km südlich von Reinerz, auf der Grenze von Schlesien und Böhmen, ein 1085 m hoher Berg mit abgerundetem Gipfel, Gasthaus und Aussichtsturm.
 
Artikelverweis 
Hohenasperg (Hohenasberg), Bergfeste, jetzt Strafanstalt im württemberg. Oberamt Ludwigsburg, auf einem 356 m hohen Keuperkegel, an dessen Fuß Meyers Asperg (s. d.) liegt, war ehemals stark befestigt und Staatsgefängnis. Unter der großen Zahl von Staatsgefangenen, die hier geschmachtet, sind besonders der Jude Süß, der Dichter Schubart und der Reichstagsabgeordnete Rösler zu erwähnen. H. gehörte ursprünglich den Grafen von Kalw, kam im 12. Jahrh. an die Pfalzgrafen von Tübingen, 1308 durch Kauf an Württemberg und wurde 1311 von den Städtern eingenommen. Im Kriege des Schwäbischen Bundes gegen Herzog Ulrich mußte sich H. 1519 ergeben. 1535 wurden die Befestigungen von Herzog Ulrich erweitert. Im Dreißigjährigen Kriege 1635 von den Kaiserlichen erobert, ward H. erst 1649 wieder geräumt. Vgl. Biffart, Geschichte der württembergischen Feste H. (Stuttg. 1858); Schön, Die Staatsgefangenen von H. (das. 1899).
 
Artikelverweis 
Hohenau, Marktflecken in Niederösterreich, Bezirksh. Unter-Gänserndorf, an der March und der Nordbahnlinie Wien-Krakau, mit Zuckerfabrik, Weinbau, Holzhandel und (1900) 3935 Einw.
 
Artikelverweis 
Hohenau, Gräfin Rosalie von, s. Meyers Albrecht 21).
 
Artikelverweis 
Höhenaufnahme, s. Meyers Aufnahme, topographische.
 
Artikelverweis 
Hohenbaden, Schloßruine, s. Meyers Baden 1), S. 256.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer