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Hogshead bis Hoheit (Bd. 6, Sp. 439 bis 441)
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Artikelverweis Hogshead (spr. hóggs-hedd, »Schweinskopf«), engl. Maß für Flüssigkeiten zu 1/4 Tun: bei Ale und Bier = 54, in Kolonien und den Vereinigten Staaten bei Ale = 48, bei Bier = 54, bei den übrigen Flüssigkeiten = 63 Meyers Gallonen (s. d.); das H. Hochheimer Wem wird zu 30, Claret u. Hermitage (als Barrique) zu 46, Pilchards zu 40 Gallonen gerechnet.
 
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Hoguet (spr. hoggä), Charles, Maler, geb. 21. Nov. 1821 in Berlin, gest. daselbst 4. Aug. 1870, widmete sich seit 1839 der Marine- und Landschaftsmalerei bei W. Krause, ging dann nach Paris zu C. Ciceri, schloß sich aber mehr an E. Isabey an, dessen pikante und geistreiche Manier und flotte Technik er sich mit Geschick aneignete. Abgesehen von einer Studienreise nach England, hielt er sich bis 1848 ir Paris auf und ließ sich dann in Berlin nieder. Seine überaus zahlreichen Marinen, Landschaften und Stillleben tragen das Gepräge der französischen Schule. Sie sind immer sehr geistreich, bisweilen aber auch flüchtig und skizzenhaft behandelt. Nach seinen eignen Aufzeichnungen hat er seit 1859 allein 224 Ölbilder gemalt. Seine Motive nahm er vorzugsweise aus der Umgebung von Paris, der Normandie, der Bretagne, der belgischen und der holländischen Küste. Die Berliner Nationalgalerie besitzt von ihm: letzte Mühle auf dem Montmartre, das Wrack und ein Stilleben.
 
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Högyész (spr. hȫ-djëß), Großgemeinde im ungar. Komitat Tolna, an der Staatsbahnlinie Budapest-Dombovár (Station Szakaly-H.), mit (1901) 3879 deutschen u. magyarischen (katholischen) Einwohnern.
 
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Hohburg, Dorf in der sächs. Kreish. Leipzig, Amtsh. Grimma, hat eine evang. Kirche, Kaolinwerke und (1900) 682 Einw. Dabei in einem Walde die Porphyrgruppen der sogen. Hohburger oder Wurzener Schweiz, im Siebensprung 238 m hoch.
 
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Höhe, in der Geometrie beim Dreieck s. d. Beim Parallelogramm (Parallelepipedon) heißt H. der Abstand zweier parallelen Seiten (Seitenflächen); bei der Pyramide und dem Kegel der senkrechte Abstand der Spitze von der Grundfläche. H. (Elevation) eines Gestirns ist der Bogen des Vertikalkreises zwischen dem Stern und dem Horizont oder der Winkel, den die Richtung zum Stern mit der Ebene des Horizonts bildet; das Komplement der Höhe ist die Zenitdistanz

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(s. Meyers Himmel, S. 344). In der Nautik bedeutet H. die Polhöhe oder geographische Breite. Man sagt, ein Schiff sei auf der H. eines Ortes, wenn es sich ungefähr in gleicher Breite mit ihm befindet. Unter H. eines Berges versteht man entweder die absolute H., d. h. die senkrechte Erhebung des Berggipfels über den Meeresspiegel, oder die relative H., d. h. die Erhebung über irgend eine andre, besonders anzugebende horizontale Fläche. In der Orographie ist H. eine platte, unbedeutende Erhöhung mit flachem Hang; auf einem Gebirgsrücken heißt sie Gebirgshöhe, als Ausläufer eines Gebirgsrückens Landhöhe.
 
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Höhe, Gebirge, s. Meyers Taunus.
 
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Hohe Acht, der höchste Punkt der Eifel (s. d.), eine bis 760 m ansteigende Basaltkuppe, unweit Adenau im preuß. Regbez. Koblenz.
 
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Hohe Eule, Berg, s. Meyers Eulengebirge.
 
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Hohe Häuser (hierzu die Tafel Meyers »Hohe Häuser«), auch Turmhäuser, Riesenhäuser, engl. Skeleton buildings (»Skelettbauten«), Skyscrapers (»Wolkenkratzer«) genannt, Geschäftshäuser von riesiger Höhe, die infolge der Reklamesucht und der ungeheuern Steigerung der Grundstückwerte in den Geschäftsvierteln der amerikanischen Weltstädte, namentlich in New York und Chicago, entstanden sind. Wie aus der Tabelle unten ersichtlich, ist diese Höhe bis über 100 m, die Zahl der Stockwerke jener Häuser bis zu 20 und mehr getrieben worden. In Boston ist die größte polizeilich zulässige Höhe 37,5 m. Die Bauordnungen von New York und Chicago kennen bis jetzt keine Höhenbeschränkungen, und obwohl auch dort die hohen Häuser bisher immerhin nur Ausnahmen bilden und von einer Beschränkung des Lichtes und der Luft durch dieselben kaum gesprochen werden kann, so rücken die Riesenhäuser stellenweise doch schon, namentlich mit Rücksicht auf das Stadtbild, bedenklich nahe aneinander. In ästhetischer Beziehung lassen sich die hohen Häuser überhaupt kaum rechtfertigen; es sind bisher wenige auch nur einigermaßen befriedigende Lösungen gelungen. Als Wohnhäuser kommen die Riesenhäuser selbstverständlich nicht vor; es sind durchweg Geschäftsgebäude, in denen allenfalls Restaurationen, auch Theater oder, wie z. B. beim Freimaurerhause (Masonic Temple) in Chicago (Tafel, Fig. 3), Räumlichkeiten für Vereine, Gesellschaften, amerikanische Weltzeitungen etc. enthalten sind. Bis zu einer Zahl von 17 Stockwerken hat man freilich bereits auch Hotels getrieben. Die bequeme Benutzung und gute Verwertung der höhern Stockwerke, die ihrer Helligkeit, Lustigkeit und schönen Aussicht wegen sogar gesucht werden, ist selbstredend nur durch ausgedehnte Anwendung von Fahrstühlen möglich. Der Freimaurertempel in Chicago hat deren 18 mit einer Fassungskraft von täglich 40,000 Personen auf einer Gebäudegrundfläche von nur 1735 qm. Der ausgedehnte Ersatz der Menschenarbeit durch Maschinenarbeit, Ersparnisse bei der Verwaltung und Überwachung, beim Betriebe der Kessel-, Maschinen- u. Fahrstuhlanlagen, bei der Beleuchtung, Zentralheizung, Be- und Entwässerung sprechen, von der Ausnutzung des Grund und Bodens abgesehen, zugunsten der hohen Bauweise. Dagegen sind bei ihr die Feuerversicherungsprämien sehr hoch; es gibt Gesellschaften, die diese Häuser überhaupt nicht aufnehmen.
   Die Grundrisse der hohen Häuser nähern sich meist dem Quadrat, doch kommen auch langgestreckt-rechteckige (z. B. Havemeyer-Gebäude in New York) und schiefwinklige (World-Gebäude in New York, Tafel, Fig. 2), auch L-, U- und H-förmige vor. Für den Aufbau gibt es verschiedene Systeme. Für Häuser mit 710 Geschossen wurde zunächst die auch bei uns übliche Bauweise mit vorwiegend steinerner Vorderwand, Abfangung der Scheide- und Mittelwände durch Unterzüge und Ersatz der Innenpfeiler durch eiserne Säulen beibehalten. Dann ging man zur Entlastung der Fronten durch Anordnung von Eisensäulen an den Innenfluchten derselben oder in Schlitzen daselbst über. Auch bildete man die Vorderwände teils aus Steinpfeilern, teils aus umkleideten Eisengerippen. Endlich wurden die Vorderwände ganz aus umkleideten Stahlgerippen hergestellt. Die Decken pflegen scheitrechte Kappen aus porigen Lochsteinen zu sein. Die Zwischenwände bestehen aus demselben Material. Das Eisen wird gegen Wärme- u. Feuereinflüsse sorgfältig ummantelt; besondere Windverbände werden nicht immer angebracht, trotz der in Amerika herrschenden, oft sehr starken Stürme. Leitungen für Lüftung, Heizung und Kaltluft, für Gas, Dampf und heißes Wasser, auch Be- und Entwässerungs- sowie Sprech- und Briefleitungen fehlen nicht. Die Gründung der Riesenhäuser erfolgt bei gutem Baugrund unter Kellersohle geschlossen oder mit Einzelgrundmauern, und zwar stufenförmigen Granitblöcken oder Stahlschienen in Betonblöcken (Chicagoer Bauart), oder auf ganz oder großenteils durchgehender Betonplatte, bei gutem Baugrund in großer Tiefe hingegen mit Pfahlrost oder Kasten. Die Wandstärken der massiven Frontwände nehmen nach der New Yorker Bauordnung bei 18 Stockwerken von zusammen 66,6 m Höhe für tragende Wände von 0,4 m im obersten Stockwerk bis 1,8 m über dem Fundament, für nur sich selbst tragende Wände von 0,30,8 m und für nur Füllmauerwerk enthaltende Wände von 0,30,6 m zu. Die Ausstellung der Eisengerippe erfolgt mittels der in Amerika üblichen Mastenkrane; Steine, Mörtel etc. werden in Bauaufzügen hochgeschafft. Baugerüste sind unnötig. Die Ausführungszeit ist sehr gering; auf das Stockwerk entfallen 12 Wochen. Zusammenstellung einiger der höchsten Riesenhäuser:

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Artikelverweis Hohe Heide, Berg, s. Meyers Fichtelgebirge, S. 542.
 
Artikelverweis 
Hoheit, bezeichnet im allgemeinen soviel wie hohe Würde, hoher Rang, dann die oberste Gewalt im Staate; daher Hoheitszeichen (Autoritätszeichen), bildliche oder schriftliche Darstellungen oder sonstige Zeichen, durch welche die Ausdehnung und Handhabung der Staatsgewalt und ihrer Organe äußerlich erkennbar gemacht wird, z. B. um eine Grenze oder eine Amtsräumlichkeit zu bezeichnen, wie Wappen, Schilder, Fahnen, Flaggen, Grenzpfähle u. dgl. Die böswillige Verletzung von Hoheitszeichen oder beschimpfender Unfug an solchen wird nach § 135 und 103 a des deutschen Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 600 Mk. oder mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft. Hoheitsrechte (Regalien, Majestätsrechte), soviel wie Souveränitätsrechte, sind die dem Staatsoberhaupt als solchem zustehenden Rechte, wie gesetzgebende Gewalt, Justiz-, Finanz-, Militärhoheit etc. H. (franz. Altesse, engl. Highness) ist auch der Titel fürstlicher Personen. Den Titel Königliche H. (Altesse royale, Royal Highness) führen gegenwärtig die Großherzoge und Erbgroßherzoge sowie die Prinzen und Prinzessinnen der königlichen Häuser. Der Kronprinz und die Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preußen sowie die Erzherzoge von Österreich führen den Titel Kaiserliche und Königliche H., die Prinzen und Prinzessinnen der großherzoglichen Häuser von Baden und Hessen den Titel Großherzogliche H., während der einfache Titel H. von den Mitgliedern der übrigen großherzoglichen Häuser sowie von den regierenden Herzogen in Deutschland und den Prinzen und Prinzessinnen ihrer Häuser geführt wird.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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