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Hofgeismar bis Hoflager (Bd. 6, Sp. 428 bis 429)
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Artikelverweis Hofgeismar, Kreisstadt im preuß. Regbez. Kassel, an der Esse und der Staatsbahnlinie Schwerte-Kassel, 148 m ü. M., hat 3 evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, evang. Predigerseminar, Progymnasium, landwirtschaftliche Winterschule, Amtsgericht, Oberförsterei, Siechenhaus, Mineralquelle mit Bad und Parkanlagen, Buch- und Steindruckerei, Metall- und Papierwaren-, Malz-, Obstwein- und Essigfabrikation, Branntweinbrennerei, Holzschneiderei, Ziegeleien, bedeutende Buchenwaldungen und (1900) mit. der Garnison (ein Dragonerregiment Nr. 5) 4621 meist evang. Einwohner. Nahebei die Burgruinen Schönburg und Schöneberg.-H. wird schon 1082 als kurmainzische Besitzung erwähnt, kam 1462 als Pfand und 1583 definitiv an Hessen. Vgl. Schnackenberg, Bad H. (2. Aufl., Götting. 1859).
 
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Hofgericht war ehedem Bezeichnung für ein Obergericht, namentlich für das ehemalige Reichskammergericht und den Reichshofrat. In Baden bestanden noch in neuester Zeit Hofgerichte und als höchste Instanz das Oberhofgericht in Mannheim; mit der allgemeinen deutschen Gerichtsorganisation ist diese Bezeichnung in Wegfall gekommen.
 
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Hofgesinde, das zu einer fürstlichen Hofhaltung gehörige Dienstpersonal; auch die zu landwirtschaftlichen Dienstleistungen verpflichteten Dienstboten (Knechte und Mägde, im Gegensatz zum Hausgesinde).
 
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Hofgestüte, s. Meyers Gestüte.
 
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Hofhaimer, Paulus, ausgezeichneter Organist und Komponist, geb. 25. Jan. 1459 zu Radstadt im Salzburgischen, gest. 1537 in Salzburg, wurde 1480 Hoforganist des Erzherzogs Siegmund in Innsbruck und daselbst (nicht in Wien) Hoforganist Kaiser Maximilians und, als dieser 1490 das Land übernahm, von letzterm geadelt. H. war der berühmteste Orgelmeister seiner Zeit, zu dem die Schüler aus fernen Gegenden zogen, aber auch als Komponist mehrstimmiger Lieder hochbedeutend. Orgelsätze von ihm sind nur handschriftlich erhalten. Nur Kompositionen von H. und L. Senffl enthalten die »Harmoniae poeticae«, vierstimmige Sätze zu Horazischen und andern Odenmaßen. (1539; neu hrsg. von Achleitner, Salzb. 1868).

[Bd. 6, Sp. 429]



 
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Hofheim, 1) Stadt und Luftkurort im preuß. Regbez. Wiesbaden, Kreis Höchst, am Südfuß des Taunus, am Eingang in das schöne Lorsbacher Tal, am Goldbach und an der Staatsbahnlinie Frankfurt a. M.-Limburg, 136 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche mit Glockenspiel auf dem Turm, eine Wallfahrtskapelle, Synagoge, Kaltwasserheilanstalt, Oberförsterei, Staniolkapsel-, Kellereihilfsmaschinen-, Leder-, Zwieback-, Käse- und Holzwarenfabrikation, Bürstenbinderei, eine große Baumschule, Kunstmühlen und (1900) 2392 meist kath. Einwohner. In der Nähe sind römische Befestigungen im Zuge des germanischen Limes aufgedeckt (vgl. G. Wolff, Kastell H., in »Der obergermanisch-rätische Limes des Römerreiches«, Heidelb. 1897). 2) (H. in Bayern) Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Unterfranken, am Fuße der Haßberge, an der Aurach und der Staatsbahnlinie Haßfurt-H., 251 m ü. M., hat eine kath. Kirche, ein Amtsgericht, Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen und von Schleifpolierwerkzeugen und (1900) 939 Einw.
 
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Hofherr und Hofhörige, s. Meyers Bauer, S. 458.
 
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Höfische Kunstdichtung, im Gegensatz zur Volksdichtung die kunstmäßige epische und lyrische Dichtung des Mittelalters, wie sie in Nordfrankreich, in der Provence und in Deutschland vorzugsweise an den Höfen blühte. Vgl. Deutsche Literatur, S. 694 f.
 
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Hofkammer, s. Meyers Kammer.
 
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Hofkriegsrat, bis 1848 oberste Behörde für das gesamte österreichische Heerwesen, leitete die Verwaltung, aber auch die Tätigkeit des Heeres, was namentlich im Felde durch die Abhängigkeit, in der die Befehlshaber vom H. standen, sich oft auf nachteilige Weise fühlbar machte. Der H. wurde 1556, als Österreich noch kein stehendes Heer besaß, von Ferdinand I. eingesetzt und stand mit »Hofkammer« und »Hofkanzlei« als Zentralstelle in Verbindung. Nach mehrfachen Veränderungen brachte ihn Erzherzog Karl, von 180105 Präsident, in eine der damaligen Zeit entsprechende Verfassung, in der er bis 1848 verblieb, wo die allgemein unbeliebte Behörde in das Kriegsministerium übergeführt wurde.
 
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Hoflager heißt der Ort, wo ein Fürst mit seinem Hofstaat vorübergehenden Aufenthalt nimmt.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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