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Hofburgwache bis Hofer (Bd. 6, Sp. 415)
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Artikelverweis Hofburgwache, in Österreich 180284 eine Abteilung von 210 Soldaten im Korporalsrang, zur Bewachung der k. k. Hofburg, der Schlösser etc. in Wien.
 
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Hofchargen, soviel wie Hofämter, s. Meyers Hof, S. 413.
 
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Hofdiener, s. Meyers Hof, S. 413; früher auch soviel wie Fronbauer des Hofes.
 
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Hofdienste, soviel wie Fronen.
 
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Hofdijk (spr. -daik), Willem Jacobszoon, niederländ. Schriftsteller, geb. 27. Juni 1816 in Alkmaar, gest. 29. Aug. 1888 in Velp, Sohn eines Goldschmieds, war anfangs Dorfschulmeister und nachher Gemeindeschreiber in seiner Geburtsstadt. Er studierte indessen eifrig niederländische Sprache und Geschichte und widmete sich besonders auch der Malerei und Dichtkunst. 185086 war er Lehrer der Geschichte und Literatur am Gymnasium in Amsterdam. Mit einem großen Sinn für malerische Schönheiten begabt, wie er sich denn auch als Maler versuchte, wußte er seine Werke namentlich durch seine Naturbilder zu beleben, und so stehen auch seine »Historische landschappen« (Haarl. 1856, 2. Aufl. 1873) unter ihnen in erster Reihe, zunächst dann seine Volksschilderungen in »Ons voorgeschlacht in zijn dagelijks leven geschilderd« (Haarlem 185864, 6 Teile; 2. Aufl. 187375). Mit van Lennep zusammen verfaßte er: »Merkwaardige kasteelen in Nederland« (Amsterd. 185261, 2. Aufl. 188184). Von seinen zahlreichen Dichtungen sind zu nennen: »Kennemerland. Balladen« (Haarlem 185052, 5 Teile; 3. Aufl. 1876) und die epischen Erzählungen: »Aeddon« (Delft 1852), »Griffo de Salier« (Haarlem 1852), »Helene« (Amsterd. 1854), »In't harte van Java« (das. 1881), »in het gebergte Di-Eng« (Beverwijk 1884) und »Dajang Soembi« (Amsterd. 1887); außerdem schrieb er noch verschiedene dramatische Gedichte, die jedoch keine eigentliche Dramen genannt werden dürfen. Sehr geschätzt ist seine »Geschiedenis der Nederlandsche letterkunde« (Amsterd. 1856, 7. Aufl. 1886). Vgl. seine Biographie von Jan ten Brink; ferner C. J. B. van der Duys, W. J. H. in zijn levenen werken (Edam 1890).
 
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Höfe um Sonne und Mond, s. Meyers Hof, S. 412.
 
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Höfe, ein Bezirk des schweizer. Kantons Schwyz, am Zürichsee gelegen, umfaßt die Gemeinden Feusisberg, Freienbach und Wollerau. Die (1900) 5007 kath. Einwohner treiben Landwirtschaft, Weinbau und Viezucht. Die aussichtsreiche Höhe von Feusisberg (684 m) ist Touristenziel und klimatischer Kurort geworden; die linksuferige Zürichseebahn und die Linie Rapperswil-Goldau mit Abzweigung nach Einsiedeln haben den Bezirk erschlossen, dessen Hauptort Wollerau (1900) 1451 Einw. zählt.
 
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Höfegesetze, s. Meyers Höferecht.
 
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Hofeinspanĭer (Einspanier), Bezeichnung der Hofbediensteten, die bei Feierlichkeiten am Wiener Hofe den Zug eröffnen. Das Wort (ursprünglich »ein Spanier«) stammt aus dem z. T. spanischen Zeremoniell zur Zeit Karls VI. her.
 
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Hofen, ehemaliges Benediktiner-Nonnenkloster, s. Meyers Friedrichshafen.
 
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Hofer, 1) Andreas, der heldenmütige Führer der Tiroler im Volkskampf von 1809, geb. 22. Nov. 1767 im Gasthaus »Am Sand« bei St. Leonhard im Passeiertal. Hier hatten seine von Magfeld, Gemeinde Platt, stammenden Vorfahren seit dem Anfang des 17. Jahrh. als »Sandwirte« gewohnt, und auch H. übernahm die Wirtschaft und trieb daneben mit Wein und Pferden Handel nach Italien. Er war von untersetzter Gestalt, breiter Brust, vollen roten Wangen und trug einen schwarzen, breit und dicht auf die Brust herabfallenden Bart. Er war nicht unbegabt, aber unklar, leicht vertrauend und leicht argwöhnisch, mutig, aber nicht löwenkühn, dem Kaiser treu und seiner Kirche schwärmerisch zugetan. 1790 beteiligte er sich an dem stürmischen Landtag zu Innsbruck als Abgeordneter des Tals Passeier. Im Kriege von 1796 ward er als Führer einer Schützenkompagnie bekannt, und 1808 begab er sich mit einigen Landsleuten nach Wien, wo ihnen der vom Freiherrn v. Hormayr ausgearbeitete Plan zur Insurrektion Tirols vorgelegt wurde, den sie dann in ganz Tirol durch mündliche Mitteilung bekannt machten. Am 8. April 1809 erließ H. in seinem Tal den Ausruf zum Aufstand und griff 11. April bei Sterzing mit dem Landsturm der Gerichte Sarentheim und Passeier die auf dem Rückzug befindlichen Bayern an, von denen sich ein Teil am 13. kriegsgefangen ergeben mußte. Am 14. zogen die österreichischen Truppen, umgeben von den Scharen der Landesverteidiger, in die alte Landeshauptstadt wieder ein. Aber nach dem unglücklichen Feldzug Erzherzog Karls in Bayern und bei Napoleons raschem Vordringen gegen Wien fiel Tirol sofort wieder in die Gewalt Lefebvres und Wredes. Da lieferte H. am Berg Isel 25. und 29. Mai den Bayern zwei Treffen, durch welche die letztern genötigt wurden, Tirol abermals zu räumen. Innsbruck ward 30. Mai wiedergewonnen und H., der von den Bauern zum Führer erhoben wurde, bei dem Einzug mit stürmischem Jubel begrüßt. Als nach der Schlacht bei Wagram 12. Juli in Znaim ein Waffenstillstand zwischen Napoleon und Österreich geschlossen ward, kraft dessen Tirol und Voralberg von Österreich preisgegeben wurden und nun gegen 40,000 Franzosen, Bayern und Sachsen von drei Seiten zugleich in Tirol einrückten, ließ H. in allen Tälern das Aufgebot zum Schutz des Vaterlandes und der heiligen Religion verkündigen. Am 7. Aug. zog er mit ein paar Tausend Bewaffneten aus Passeier, Meran und Algund über den Jaufen und stieß zu seinem Freund Speckbacher. Ihr wiederum am Berg Isel 13. Aug. erfochtener Sieg zwang Lefebvre zur Flucht aus dem Lande. Zwei Tage nachher (15. Aug.) war Innsbruck wieder vom Feinde befreit. H. ward zum Oberkommandanten von Tirol gewählt u. stellte diesem Titel zum Wahrzeichen

[Bd. 6, Sp. 416]


seiner Treue für das Haus Österreich das »k. k.« (kaiserlich königlicher) voran.
   H. führte nun, von Hormayr unterstützt, die oberste Leitung der Militär- und Zivilverwaltung unter den sonderbarsten Anomalien, in denen aber sein schlichter Bauernverstand nicht selten den Nagel auf den Kopf traf. Seine erste Verordnung betraf die Herausgabe aller von den Feinden geraubten und wieder verkauften oder zurückgebliebenen Effekten. Dann erließ er einen Ausruf an die Seelsorger, dem höchsten Helfer in der Not Lob- und Dankopfer für den Sieg darzubringen und für die Aufnahme der Religion Sorge zu tragen. Mit großem Eifer bekümmerte er sich auch um den Ehefrieden; den Frauenzimmern verbot er, »ihre Brust und Armfleisch zu wenig oder nur mit durchsichtigen Hadern zu bedecken«. Im übrigen bestätigte H. durchaus die Verfügungen der frühern österreichischen Verwaltung. Vom Kaiser durch die große goldene Gnadenkette mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet, führte er die Verwaltung fort bis zum Frieden von Wien 14. Okt., nach dem Tirol und Vorarlberg, wenngleich mit Vorbehalt einer allgemeinen Amnestie, der Gewalt des Feindes überlassen werden mußten. Auf die Kunde hiervon waren H. und dessen Genossen im ersten Augenblick betäubt, ratlos, unentschlossen, und da die Feinde rasch den Isel und die Scharnitz besetzten und Speckbacher 16. Okt. im Salachtal nach blutigem Kampf besiegt worden war, unterwarf sich auch H. zu Steinach 2. Nov. und erließ am 7. ein die Friedensbotschaft bestätigendes Schreiben an das Volk. Allein durch falsche Nachrichten von österreichischen Siegen getäuscht, gedrängt von Männern, die, wie Meyers Haspinger (s. d.), immer von neuem Kampf verlangten, rief H. 12. Nov. vom Sand aus die Bewohner des Vintschgaues und des Oberinntals nochmals zu den Waffen. Unaufhaltsam drangen indes die Feinde vor, so daß H. mit Weib und Kind in die winterliche Einsamkeit der Berge flüchten mußte, weil er Tirol nicht verlassen wollte. Von November 1809 bis Januar 1810 hielt er sich in einer Alpenhütte beim Eingang ins Farteis verborgen. Hier verriet ihn ein übel berüchtigter Landsmann, namens Raffl, den Franzosen. Am 27. Jan. 1810 von italienischen Truppen gefangen genommen und nach Mantua gebracht, wurde er vor ein Kriegsgericht gestellt und auf Napoleons direkten Befehl zum Tode durch Erschießung binnen 24 Stunden verurteilt. Er trat am Morgen des 20. Febr. 1810 seinen letzten Gang an; auf dem Exekutionsplatz, einem breiten Bastion der Porta Ceresa, angelangt, weigerte er sich, die Augen sich verbinden zu lassen und niederzuknieen, und kommandierte dann selbst »Feuer!« Erst der 13. Schuß machte seinem Leben ein Ende. Seine Leiche ward im Gärtchen des Pfarrers der Zitadelle beerdigt; von dort brachte man sie 21. Febr. 1823 feierlich in das für H. bestimmte Grabmal in der Hofkirche zu Innsbruck. Dort, dem Denkmal des Kaisers Maximilian I. gegenüber, steht seit 1834 sein Standbild, aus Goflaner Marmor von Schaller gefertigt. Eine Erzstatue Hofers von Natter wurde 28. Sept. 1893 auf dem Berge Isel errichtet. In Meran werden seine Befreiungstaten in einem im Freien aufgeführten Festspiel alljährlich dargestellt. Hofers Familie wurde für den Verlust ihres Vermögens 1819 vom Kaiser entschädigt, auch des bereits 1809 geadelten H. Adelsdiplom 26. Jan. 1818 in Wien ausgefertigt. Vgl. Weidinger, A. H. und seine Kampfgenossen (3. Aufl., Leipz. 1861); Heigel, Andreas H. (Vortrag, Münch. 1874); Stampfer, Sandwirt A. H. (Freiburg 1874); Egger, Geschichte Tirols, Bd. 3 (Innsbr. 1880); Schmölzer, Andreas H. und seine Kampfgenossen (das. 1900). Immermann und B. Auerbach behandelten die Geschichte Hofers in Dramen. Vgl. auch Frankl, Andreas H. im Liede (Innsbr. 1884).
   2) Ludwig, Bildhauer, geb. 20. Juni 1801 zu Ludwigsburg in Württemberg, gest. 8. März 1887 in Stuttgart, erhielt seine erste Ausbildung in Stuttgart und ging 1819 nach München, wo er anfangs als Stuckateur, später als Steinhauer am Bau der Glyptothek Beschäftigung fand. Nach vierjähriger Tätigkeit daselbst ging er nach Rom, wo er 15 Jahre blieb. In Thorwaldsens Werkstatt, in der er die ersten fünf Jahre arbeitete, führte er den von jenem entworfenen knieenden Engel mit dem Taufbecken aus. 1838 nach Stuttgart zurückgekehrt, brachte er als eignes Werk eine Psyche mit, die von dem König von Württemberg gekauft wurde. Mit Aufträgen des letztern ging er wiederholt nach Italien, hauptsächlich zur Ausführung von drei kolossalen Marmorgruppen, zwei Rossebändigern (s. Tafel Meyers »Bildhauerkunst XV«, Fig. 6) und dem Raub des Hylas, für die Stuttgarter königlichen Anlagen. Teils aus eignem Entschluß, teils im Auftrag des Königs begann er sodann die Nachbildung einer Anzahl der berühmtesten antiken und modernen Statuen, die fast sämtlich zur Ausschmückung der Stuttgarter Anlagen und des königlichen Landhauses Rosenstein verwendet wurden. An letzterm Orte befindet sich auch ein treffliches Originalwerk von H., ein zorniger Armor. 185759 schuf er das 4 m hohe eherne Reiterstandbild des Herzogs Eberhard im Bart, im Hofe des Alten Schlosses in Stuttgart. Andre monumentale Werke von ihm sind die eherne Concordia auf der Jubiläumssäule König Wilhelms und das bronzene Reiterstandbild des Königs Wilhelm daselbst sowie das Marmorstandbild Schillers in Ludwigsburg. 1880 fertigte er noch eine Marmorgruppe, Raub der Proserpina (Museum in Stuttgart).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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