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Hockergräber bis Hod (Bd. 6, Sp. 408)
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Artikelverweis Hockergräber, vorwiegend der jüngern Steinzeit, vereinzelt aber auch der paläolithischen und der Metallzeit, ja auch unserm frühen Altertum eigentümliche Art der Beisetzung, bei welcher der Tote in kauernder Stellung, mit angezogenen Armen und Beinen, entweder sitzend oder auf der Seite liegend, beigesetzt wurde. Hockerstellung findet sich in Dolmen, Ganggräbern, Höhlen, auch in der bloßen Erde. Von lebenden Völkern haben manche Indianerstämme noch H. Auch die alten Peruaner und Guanchen hatten solche. Von den Hottentotten wird dasselbe behauptet. Früher führte man die liegende Stellung auf religiöse Gefühle zurück, indem diese die Überlebenden veranlaßt hätten, dem Leichnam die Lage des Fötus im Mutterleibe zu geben. Neuerdings weist man auch darauf hin, daß die hockende Stellung manchen Völkern Asiens und Afrikas noch heute die bequemste ist, und daß sie auch liegend in dieselbe zurückkehren.
 
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Hockerland, Landschaft in Ostpreußen, umfaßt einen Teil der ostpreußischen Seenplatte (etwa die heutigen Kreise Mohrungen und Osterode des Regbez. Königsberg) und führt den Namen H. (»Oberland, Höhe«) im Gegensatz zu den Niederungen bei Elbing und Marienburg. Es erreicht in der Kernsdorfer Höhe 313 m.
 
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Höckerschwan, s. Meyers Schwan.
 
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Hockey (spr. hóckĭ), engl. Ballspiel. Der Spielplatz ist etwa 90 m lang und 45 m breit. An jedem Ende befindet sich ein durch zwei Pfosten mit Querstange gebildetes Mal; Zweck des Spieles ist, den Ball durch dieses Mal hindurchzutreiben, wozu man sich nur eines Schlagholzes bedienen darf. Vgl. Eberbach, Rasenspiele, Bd. 4 (Leipz. 1902).
 
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Hockos, soviel wie Meyers Hokkovögel (s. d.).
 
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Hockscher Motor, s. Meyers Feuerluftmaschinen.
 
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Hocktide (engl., spr. hócktaid', Hochzeit, auch Hock genannt), in England die lustige Zeit der beiden Hocktage (engl. Hockdays), am 15. und 16. Tage nach Ostern. Am ersten, dem eigentlichen »Hocktag«, pflegen die Männer, am folgenden, dem »Hockdienstag«, die Frauen die Straßen mit Stricken zu sperren, um von den Passanten Geldgeschenke zu wohltätigen Zwecken zu erpressen. Der Ursprung des alten, besonders in Lancashire üblichen Brauches ist unbekannt. Der Name soll vom englischen day of hoaxing (»Fopptag«) oder vom altsächsischen högetîdi (»Hochzeit, Fest«) herstammen.
 
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Hŏc loco (lat.), an diesem Ort.
 
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Hōc signo vinces, s. Meyers In hoc signo vinces.
 
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Hŏc volo, sic jubĕo: sit pro ratione voluntas (lat.), »ich will's, also befehl' ich's; statt Grundes diene der Wille« (Juvenals Satiren, 6, 223).
 
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Hod (Hodhr, »Krieg«), ein Gott der nordischen Mythologie, Sohn des Odin, ein Ase von außerordentlicher Stärke, aber blind. Getäuscht durch den bösen Loki, erschoß er seinen Bruder Meyers Balder (s. d.) mit der Staude Mistiltein, weshalb er von Wali, dem Sohne des Odin und der Rind, getötet ward. Nach dem Untergang der Götter wird er jedoch mit Balder aus Hels Reich zurückkehren. Bei Saxo Grammaticus erscheint H. als schwedischer Königssohn unter dem Namen Hotherus.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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