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Hochzeiten, republikanische bis Höcker (Bd. 6, Sp. 406 bis 407)
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Artikelverweis Hochzeiten, republikanische, s. Meyers Noyaden.
 
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Hochzeitsflug, s. Bienen, S. 836, und Ameisen, S. 417.
 
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Hochzeitsgeschenke, Schenkungen, die aus Anlaß der Eheschließung den Eheleuten gemacht werden. Je nach der Absicht des Schenkers werden sie Eigentum entweder nur eines oder beider Ehegatten. Der überlebende Ehegatte erhält sie als Voraus, wenn er als gesetzlicher Erbe neben Verwandten zweiter Ordnung oder neben Großeltern erbt. Ein Widerruf oder eine Rückforderung der H. ist ausgeschlossen.
 
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Hochzeitskleid (hierzu Tafel Meyers »Hochzeitskleider I und II«), Schmuck vieler Tierarten zur Zeit der Paarung, oft in einer Erneuerung der Haut und ihrer Gebilde nebst lebhafterer Färbung derselben oder auch in einer Neubildung besonderer Auswüchse, wie der Geweihe, Hautkämme etc., bestehend, am ausgeprägtesten bei Wirbeltieren, besonders solchen Arten der Fische, Amphibien, Reptile, Vögel und Säugetiere, deren Geschlechter verschieden gefärbt sind; zumeist legt das Männchen das H. an, das nach der Paarung wieder verschwindet. Bei den Fischen besteht das H. meist in wundervollen Farben, die das ganze oder einen Teil des Schuppenkleides zieren. Dann strahlt z. B. das Männchen des Bitterlings (Rhodeus amarus, Tafel II, Fig. 7 a, b) in den herrlichsten Regenbogenfarben, das der Goldgrundel (Callionymus Lyra, Tafel II, Fig. 5 a, b) bekommt Flecke, die wie Edelsteine schimmern, während das Weibchen so unscheinbar bleibt, daß es die englischen Fischer für eine andre Art halten und »Schmutzigen Drachen« nennen; die Nester bauenden Stichlinge (Gastrosteus

[Bd. 6, Sp. 407]


aculeatus, Tafel II, Fig. 6 a, b) erstrahlen in herrlichen dunkelgrünen und roten Farben. Bei den ebenfalls Nester bauenden Seeschmetterlingen (Blennius ocellaris, Tafel II, Fig. 4 a, b), so genannt wegen der fühlerartigen Auswüchse auf der Stirn, verändern sich die Farben des Männchens, sobald ein Weibchen sich dem Neste nähert, und zeigen so die innere Erregung an. Unter den Amphibien bekommen die Molche (Tafel II, Fig. 8 a, b und Fig. 9) zur Paarungszeit einen mannigfach gezackten oder wellig gebogenen Rückenkamm, der später mit der lebhaften Körperfärbung wieder zurückgebildet wird. Auch die Reptile können zur Paarungszeit eine hohe Farbenpracht entfalten, so die farbenwechselnde Galeote oder Schönechse (Calotes versicolor, Tafel II, Fig. 2) und der Fliegende Drache (Draco volitans, Tafel II, Fig. 1); die im mittlern und südlichen Europa häufige Smaragdeidechse (Lacerta viridis, Tafel II, Fig. 3 a, b) erhält neben der Farbensteigerung des Gesamtkleides einen prächtig himmelblauen Kehlfleck.
   Hervorragende Schönheit zeigen die Hochzeitskleider der Vögel, von denen viele, wie z. B. die Männchen der Hühnervögel, dauernd diesen Zustand bewahren und sich vor den sehr unscheinbaren Weibchen auszeichnen. Beispiele geben auf Tafel I eine Art der Witwenvögel (Vidua principalis, Fig. 3 a, b), die den langen Schwanz später einbüßt, ferner das schwedische Blaukehlchen (Cyanecula suecica, Fig. 2 a, b), dessen Kehle sich stark verfärbt, die Krikente (Anas crecca, Fig. 4 a, b), deren Spiegel und sonstiges Gefieder, wie bei den meisten Verwandten, unscheinbar wird, eine Varietät des Kampfläufers (Machetes pugnax, Fig. 5 a, b), dessen prächtiger Kragen nach der Paarungszeit wie der stolze Schweif mancher Prachtvögel schwindet. Bei andern Vögeln, wie dem Haubensteißfuß (Colymbus cristatus, Fig. 9 a, b), verliert der Kopf seinen Hochzeitsschmuck, und die Larventaucher (Simorhynchus cristatellus, Fig. 8 a, b) werfen ihren ornamentalen Schnabelbesatz, der ihnen vielleicht beim Nestergraben gute Dienste leistet, stückweise ab. Bei manchen Vögeln kommen dazu elastische, auffallend gefärbte Hautsäcke und Hörner, die sie bei ihren Werbungen aufblähen; so zeigt das männliche Präriehuhn (Tetrao cupido, Fig. 7) zu beiden Seiten des Kopfes zwei große orangerote Säcke, die es unter gleichzeitigem hörnerartigen Aufrichten der deckenden Halsfedern kugelförmig aufbläst, wenn es seinen durchdringenden Paarungsschrei ausstößt, und die wahrscheinlich, wie bei den Fröschen, als Schallblasen dienen. Bei den Tragopanen (Fig. 10) wird der herrlich lasurblau und zinnoberrot gefleckte Kehlsack zugleich mit zwei blauen Kopfhörnern aufgeblasen, wenn das Männchen vor dem Weibchen seinen Gefiederschmuck entfaltet; bei manchen Glockenvögeln (Chasmorhynchus carunculatus, Fig. 1), die ihr graugrünes Zwischengefieder mit einem schneeweißen H. vertauschen, richten sich auf dem Kopfe 13 glänzend schwarze, 510 cm lange federbekleidete Hörner empor, die sonst schlaff herunterhängen. Jedenfalls sind diese Zierarten durch geschlechtliche Zuchtwahl entstanden (vgl. Darwinismus, S. 533) und beim Weibchen, des größern Schutzbedürfnisses wegen, unterdrückt worden. Letzteres scheint freilich nicht immer in Betracht zu kommen, da bei manchen Vögeln auch das Federkleid der Weibchen auffallend gefärbt ist, nur sehr selten aber, wie z. B. bei einigen Goldschnepfen (Rhynchaeus capensis, Fig. 6) und Wassertretern (Phalaropus), ist es schöner. Bezüglich der Entstehung des Hochzeitskleides wurde einfach eine Neubildung des Gefieders bei der Mauserung angenommen, doch Schlegel und später Gätke (»Die Vogelwarte Helgoland«, Braunschw. 1891) zeigten, daß neben der Erneuerung eine auf verschiedene Weise zustande kommende Verfärbung des bleibenden Gefieders eine große Rolle spielt, so daß in manchen Fällen (wie z. B. bei der Zwergmöwe, Trauerbachstelze, Lumme, dem Alpenstrandläufer etc.) zur Paarungszeit schneeweiße Federn in das tief glänzendste Schwarz und Schwarzbraun umgefärbt werden können. Ebenso treten Strukturveränderungen ein, die den nachher wieder nachlassenden Metallschimmer der Kolibris und Paradiesvögel hervorbringen, wie dies auch beim H. der Fische und Kriechtiere zutrifft. Auch das Haarkleid der Säugetiere läßt ähnliche Veränderungen in Färbung, Glanz und Fülle erkennen, ganz besonders stark treten die Neubildungen bei der Geweihbildung einzelner Paarhufer hervor.
 
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Hochzeitsmedaillen, s. Meyers Medaille.
 
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Hock, engl. Benennung des »Hochheimer« und im allgemeinen aller Rheinweine; auch soviel wie Meyers Hocktide (s. d.).
 
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Hock, Karl, Ritter von, österreich. Nationalökonom und Staatsmann, geb. 18. März 1808 in Prag, gest. 2. Jan. 1869, widmete sich in seiner Vaterstadt dem Studium der Philosophie, als dessen Ergebnis die Schriften: »Cholerodea« (Wien 1832), »Cartesius und seine Gegner« (das. 1835), »Gerbert oder Papst Silvester II.« (das. 1837) zu betrachten sind. Als er später die amtliche Laufbahn einschlug, befaßte er sich mehr mit Nationalökonomie und Statistik, auf welchem Gebiet sein Werk »Die Finanzverwaltung Frankreichs« (Stuttg. 1857) als eine hervorragende Erscheinung zu nennen ist. Als Sektionschef im Finanzministerium nahm H. an den österreichischen Finanzreformen wie auch am Abschlusse des österreichisch-französischen Handelsvertrags er folgreichen Anteil. 1860 wurde er in den Freiherren stand erhoben, 1865 Mitglied des Staatsrats für die Länder diesseit der Leitha. Andre Schriften sind: »Die öffentlichen Abgaben und Schulden« (Stuttg. 1863), »Die Finanzen und die Finanzgeschichte der Vereinigten Staaten« (das. 1867) und das Werk: »Der österreichische Staatsrat, eine geschichtliche Studie« (Lief. 13, Wien 186873; fortgesetzt von Bidermann, Lief. 4 u. 5, das. 1879).
 
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Hockdays, s. Meyers Hocktide.
 
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Hocke, s. Meyers Ernte, S. 68.
 
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Hockenheim, Stadt im bad. Kreis Mannheim, Amt Schwetzingen, am Kraichbach und der Staatsbahnlinie Mannheim-Wintersdorf, 110 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Methodistenkapelle, Synagoge, bedeutende Zigarrenfabrikation (1600 Arbeiter), 2 Kunstmühlen, Ziegeleien, Tabak- und Hopfenbau und (1900) 5795 Einw. H. wurde 1895 zur Stadt erhoben.
 
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Höcker (Buckel), s. Meyers Pottsches Übel.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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