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Hochstädt bis Hochstift (Bd. 6, Sp. 400 bis 401)
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Artikelverweis Hochstädt, Stadt, s. Meyers Höchstädt.
 
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Höchstadt, Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Oberfranken, an der Aisch und der Staatsbahnlinie Forchheim-H., 275 m ü. M., hat eine kath. Kirche, ein Schloß (Sitz des Bezirksamts), Amtsgericht, bedeutenden Hopfenbau, Bierbrauerei und (1900) 1904 Einw. H. kam 1157 an das Bistum Bamberg und 1802 an Bayern.
 
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Höchstädt (Hochstädt), Stadt im bayr. Regbez. Schwaben, Bezirksamt Dillingen, links an der Donau und der Staatsbahnlinie Ingolstadt-Neuoffingen, hat 3 kath. Kirchen, Schloß mit Wall und Türmen, Amtsgericht, Fabrikation von Malz und landwirtschaftlichen Maschinen, mechanische Werkstätte, Bierbrauerei, Molkerei, Ziegelei und (1900) 2225 Einw. H. kommt 1081 zuerst vor, gehörte den Grafen von Wörth (s. Meyers Donauwörth), kam 1191 an die Hohenstaufen und 1266 an Bayern. Hier unterlag am 11. Aug. 1081 Friedrich von Staufen mit dem königlichen Heer dem des Gegenkönigs Hermann von Luxemburg. Am 20. Sept. 1703 wurden bei H. die Kaiserlichen unter dem Grafen Styrum vom französischen Marschall Villars überrumpelt und in die Flucht geschlagen; dagegen errangen 13. Aug. 1704 die vereinigten, 52,000 Mann zählenden Heere des Prinzen Eugen und Marlboroughs hier einen glänzenden Sieg über das 56,000 Mann starke französischbayrische Heer unter Marschall Tallard, Marschall Marsin und dem Kurfürsten Max Emanuel von Bayern. Diese erwarteten in einer festen Stellung hinter dem Nebelbach zwischen Lutzingen und Blindheim, das, von den Franzosen unter Tallard besetzt, den Stützpunkt ihres rechten Flügels an der Donau bildete, den Feind. Marlborough und Prinz Eugen brachen am Morgen des 13. Aug. aus ihrem Lager am Kesselbach auf, marschierten die Donau aufwärts, letzterer auf dem rechten, Marlborough auf dem linken Flügel, und griffen um Mittag die Bayern und Franzosen an. Mehrere heftige Stürme, namentlich auf Blindheim, wurden abgeschlagen, bis gegen Abend Marlborough durch einen dreifachen Angriff auf die französische Reiterei zwischen Blindheim und Oberglauheim diese zersprengte, Oberglauheim erstürmte und die 9000 Mann starke Besatzung von Blindheim zur Übergabe nötigte. Die Sieger verloren 12,000 Mann an Toten und Verwundeten, die Gegner 28,000 Mann; auch Tallard wurde gefangen. Es war der erste große Sieg über Frankreich, der dem Spanischen Erbfolgekrieg eine entscheidende Wendung gab. Die Engländer benennen ihn nach dem Dorf Meyers Blindheim (s. d.).
 
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Hochstapler nennt man Gauner, die durch seines Auftreten sich den Anschein vornehmer Leute zu geben wissen und meist auch nur in den Kreisen der gebildeten Gesellschaft ihr Wesen treiben. Das erst seit 1850 gebrauchte Wort (früher hatte man dafür die Ausdrücke Gaudieb und Industrieritter) gehört ursprünglich der Gaunersprache an und kommt als Stabuler (soviel wie Brotsammler, Bettler) schon im 16. Jahrh. vor. Neuerdings wird das Wort abgeleitet von Stapfe (Fußstapfe) und den davon gebildeten Worten Stapfen, Stappen, Staffen (gehen, wandern). So hießen früher Studenten, namentlich Theologen, junge Kleriker, die in den Ferien Fußwanderungen machten und in den Pfarrhöfen um Mittagmahl und Nachtlager vorsprachen, »Pfarrstaffler«.
 
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Hochstein, Aussichtspunkt des hohen Iserkammes, auf der Westseite des Hirschberger Tales und dem westlichen Ende des Riesengebirges gegenüber, 1058 m hoch.
 
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Höchster Porzellan, Erzeugnisse der 1746 von dem Frankfurter Handelsmann Göltz in Höchst gegründeten Porzellanfabrik, die 1756 in den Besitz einer Aktiengesellschaft überging und 1778 vom Kurfürsten von Mainz in staatlichen Betrieb übernommen wurde. Wegen schlechten Geschäftsganges und der kriegerischen Ereignisse wurde die Fabrikation 1798 eingestellt. Ihre Blütezeit erlebte die Fabrik unter dem dort 1766 bis 1779 tätigen Bildhauer und Modelleur Joh. Pet. Melchior. Neben Gefäßen und Tafelgeschirren erzeugte die Fabrik leicht getönte oder in Biskuitmasse hergestellte Figuren, die besonders geschätzt sind. Fabrikmarke war das sechsspeichige Rad des Mainzer Wappens (s. Abbildung).

Die alten Höchster Formen wurden seit 1840 in Damm bei Aschaffenburg wieder benutzt und in Pfeifenton ausgeformt. Vgl. Zais, Die Kurmainzische Porzellanmanufaktur zu Höchst (Mainz 1887).

[Bd. 6, Sp. 401]



 
Artikelverweis Höchstes Gut, s. Meyers Gut, S. 540.
 
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Hochstetter, 1) Ferdinand von, Geograph und Geolog, geb. 30. April 1829 in Eßlingen, gest. 18. Juli 1884 in Oberdöbling bei Wien, Sohn des um die Naturwissenschaft, besonders die Botanik, verdienten Stadtpfarrers Christian Friedrich H. (gest. 20. Febr. 1860), studierte in Maulbronn und Tübingen Theologie, namentlich aber Naturwissenschaft, beteiligte sich an den Arbeiten der Geologischen Reichsanstalt in Wien und habilitierte sich 1856 als Privatdozent an der dortigen Universität. 1857 schiffte er sich auf der Novara ein, verließ aber die Expedition in Neuseeland und widmete der Nord- und Südinsel ein eingehendes Studium. 1860 wurde er Professor der Mineralogie und Geologie am polytechnischen Institut in Wien und 1867 Präsident der Geographischen Gesellschaft daselbst. Er bereiste 1863 die Schweiz und Italien, 1869 die Türkei, 1872 Rußland und den Ural, wurde 1876 Intendant des naturhistorischen Hofmuseums, 1877 Direktor des Hofmineralienkabinetts und der anthropologisch-ethnographischen Hofsammlung, die als seine Schöpfung zu betrachten ist, 1878 Obmann der prähistorischen Kommission der Akademie der Wissenschaften. 1881 trat er von seinem Lehramt zurück. Er schrieb: »Karlsbad, seine geognostischen Verhältnisse und seine Quellen« (Karlsb. 1856); »Über die Lage der Karlsbader Thermen« (Wien 1856); »Madeira« (das. 1861); »Die ausgestorbenen Riesenvögel von Neuseeland« (das. 1862); »Neuseeland« (Stuttg. 1863; engl. von Sauter, mit Zusätzen vom Verfasser, das. 1867); »Topographisch-geologischer Atlas von Neuseeland« (mit Petermann, Gotha 1863); »Geologie von Neuseeland« (Wien 1864); »Paläontologie von Neuseeland« (das. 1865); »Geologische Beobachtungen auf der Novara-Reise 18571859« (das. 1866); »Die geologischen Verhältnisse des östlichen Teiles der europäischen Türkei« (das. 1870 u. 1873); »Über den Ural« (Berl. 1873); »Geologische Bilder der Vorwelt und der Jetztwelt« (Eßlingen 1873); »Die feste Erdrinde nach ihrer Zusammensetzung, ihrem Bau und ihrer Bildung« (in Hanns »Allgemeiner Erdkunde«, 4. Aufl., Prag 1884); »Asien, seine Zukunftsbahnen und seine Kohlenschätze« (Wien 1876); mit A. Bisching: »Leitfaden der Mineralogie« (15. Aufl. mit Toula, das. 1901). Zum zweiten Bande des Werkes »Die zweite deutsche Nordpolfahrt« (Leipz. 1875) lieferte H. die »geologische Übersichtskarte von Ostgrönland«. Hochstetters »Gesammelte Reiseberichte von der Erdumsegelung der Fregatte Novara« gab v. Haardt (Wien 1885) heraus. Vgl. Heger in den »Mitteilungen der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien« (1884, Heft 8, mit Bibliographie).
   2) W., Botaniker, s. Hochst.
 
Artikelverweis 
Höchstfreie, s. Semperfreie.
 
Artikelverweis 
Höchstgebot, s. Meyers Versteigerung.
 
Artikelverweis 
Hochstift, s. Meyers Stift.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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