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Hobgoblin bis Hoc (Bd. 6, Sp. 393 bis 394)
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Artikelverweis Hobgoblin, in Cornwallis Name des Kobolds.
 
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Hobhouse (spr. hóbb-haus), John Cam, Lord Broughton, brit. Staatsmann, geb. 27. Juni 1786 in London, gest. 3. Juni 1869, studierte in Cambridge gleichzeitig mit Lord Byron, den er 1809 nach dem Orient begleitete; eine Beschreibung seiner Reise gab er u. d. T.: »Journey into Albania and other provinces of the Turkish Empire« (Lond. 1812, neue Ausg. 1855) heraus. Den ihm gewidmeten

[Bd. 6, Sp. 394]


vierten Gesang von Byrons »Childe Harold«, der die italienische Reise enthält, begleitete er mit Anmerkungen. Während der Hundert Tage war er in Frankreich, und nach der Schlacht bei Waterloo veröffentlichte er »Letters written by an Englishman during the last reign of Napoleon« (Lond. 1816), die offen für Napoleon Partei nahmen. Eine Stelle in einer von H. verfaßten Flugschrift, die vom Haus der Gemeinen als ein Bruch seiner Privilegien erklärt wurde, brachte ihn 1819 ins Gefängnis, 1820 aber für Westminster ins Unterhaus, wo er sich den Radikalen anschloß; bald darauf gründete er mit andern Führern dieser Partei die »Westminster Review«. Später schlug er eine gemäßigtere Richtung ein, trat 1832 als Kriegsminister in das Ministerium Grey und wurde 1833 Staatssekretär für Irland, trat aber bald nachher wegen des Antrages auf Aufhebung der Haus- und Fenstersteuer aus dem Ministerium sowie aus dem Parlament aus. Doch nahm er im Juli 1834 nach Greys Rücktritt wieder die Stelle eines Oberkommissars der Domänen und einen Sitz im Kabinett an und ließ sich auch wieder ins Unterhaus wählen. Von 183541 war er unter Melbourne Präsident des Kontrollamtes für Ostindien und erhielt das gleiche Amt 1846 unter Russell. Wegen der Verleugnung seiner frühern radikalen Grundsätze, aber auch wegen seiner Amtsführung hart angegriffen, ließ er sich im Februar 1851 bei der Auflösung des Russellschen Ministeriums zum Baron Broughton de Gyfford und zum Peer erheben, kehrte bei der Wiederberufung des Ministeriums Russell auf seinen alten Posten zurück, nahm aber im Januar 1852 endgültig seine Entlassung.
 
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Hobŏe, s. Meyers Oboe.
 
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Hoboisten (Hautboisten, franz.), Bläser der Oboen, früher Hauptinstrumente im Musikkorps, jetzt die Mitglieder der Regimentsmusik bei der Infanterie; der Korpsführer, Stabshoboist, hat Feldwebel-, die H. meist Unteroffizierrang. Abzeichen der H.: Schwalbennester an den Achselklappen, für Stabshoboisten baumwollene Achselstücke, Feldbinde und Offizierseitengewehr am Unterschnallkoppel. Vgl. Militärmusik.
 
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Hobōken, 1) Stadt im nordamerikan. Staat New Jersey, Grafschaft Hudson, am Hudsonstrom, New York gegenüber, mit diesem durch mehrere Dampffähren verbunden und als dessen Vorstadt anzusehen, hat am Fluß parkähnliche Anlagen (Elysian Fields), eine Polytechnische Schule (Stevens' Institution of Technology), die deutsche Hoboken-Akademie, Stevens' High School, Martha (Stevens') Institution, die Landungshallen der Hamburg-Amerikanischen Paketfahrtgesellschaft und des Norddeutschen Lloyd und (1900) 59,364 Einw., darunter zahlreiche Deutsche. Die bedeutende Industrie förderte 1900 durch 399 Betriebe mit 6443 Arbeitern für 12,092,872 Doll. Waren. Der Steuerwert betrug 29,883,450, die städtische Schuld 1,403,574 Doll. 2) Gemeinde in der belg. Provinz und dem Arrond. Antwerpen, unweit der Schelde, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Antwerpen-Boom und Antwerpen-Vieux-Dieu, mit Schiffswerften und (1903) 12,472 Einw.
 
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Hobrecht, 1) Artur, deutscher Politiker, geb. 14. Aug. 1824 in Kobierzye bei Danzig, studierte die Rechte, trat dann in den Staatsverwaltungsdienst und war als Regierungsrat Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern, als er 1863 zum Oberbürgermeister von Breslau gewählt wurde. Hier und noch mehr als Oberbürgermeister von Berlin seit 1872 legte er bedeutende Fähigkeiten als Verwaltungsbeamter an den Tag und ward 31. März 1878 an Stelle Camphausens preußischer Finanzminister, um die von Bismarck geplante Finanz- und Steuerreform durchführen zu helfen. Als indes diese mehr und mehr dem Schutzzoll zuneigte und Bismarck mit der liberalen Partei brach, weil sie ihm dabei nicht folgen wollte, erbat und erhielt H. 7. Juli 1879 seine Entlassung und gehörte als Mitglied des preußischen Landtags seit 1880 und des Reichstags 188190 der nationalliberalen Partei an. Außer einigen Novellen schrieb er den geschichtlichen Roman »Fritz Kannacher« (Berl. 1885, 2 Bde.).
   2) James, Bauingenieur, Bruder des vorigen, geb. 31. Dez. 1825 in Memel, gest. 8. Sept. 1902 in Berlin, studierte seit 1847 an der Bauakademie in Berlin, legte 1856 daselbst die Baumeisterprüfung ab, arbeitete dann beim Bau der Bahn Frankfurt a. O.-Küstrin und leitete 185861 in Berlin die Ausarbeitung des Bebauungsplans für Berlin und seine Umgebungen. Im Herbst 1860 machte er mit Ed. Wiebe und Veitmeyer im staatlichen Auftrag eine Studienreise nach England und Frankreich zur Besichtigung städtischer Entwässerungsanlagen. Nachdem er 186169 das Stadtbauratsamt in Stettin bekleidet und dort die neuen Wasserwerke ausgeführt hatte, wurde er nach Berlin zurückberufen, zum königlichen Baurat ernannt und mit den Vorarbeiten zu dem Plan der Kanalisation von Berlin betraut, dessen Ausführung er nach Überwindung heftigen Widerstandes und zahlreicher Schwierigkeiten 1875 beginnen konnte und 1894 zu Ende führte. 1885 wurde H. zum Stadtbaurat von Berlin gewählt, nachdem er 1879 zum Mitgliede der königlichen technischen Baudeputation daselbst ernannt worden war. 1892 ward er in die königliche Akademie des Bauwesens berufen. 1887 folgte er einer Aufforderung der japanischen Regierung als Gutachter für den Bebauungsplan, die Wasserleitung und Kanalisation von Tokio, womit er eine Reise um die Erde verband. Ein gleicher Ruf führte ihn 1892 nach Kairo zur Beurteilung von Wettbewerb-Entwürfen für die dortige Kanalisation und 1893 nach Alexandria zu gleichem Zweck. 1897 trat er in den Ruhestand. Er schrieb: »Kanalisation der Stadt Stettin« (Stettin 1868); »Beiträge zur Beurteilung des gegenwärtigen Standes der Kanalisations- und Berieselungsfrage« (Berl. 1883); »Die Kanalisation von Berlin« (das. 1884, 2. Ausg. 1887); »Die modernen Aufgaben des großstädtischen Straßenbaues mit Rücksicht auf die Unterbringung der Versorgungsnetze« (das. 1890) u. a.
 
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Hobro, Hafenstadt an der Ostküste der dän. Provinz Jütland, Amt Randers, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Vamdrup-Frederikshavn und H.-Lögstör, mit (1901) 3161 Einw.
 
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Hobsgüter, s. Meyers Bauerngut, S. 462.
 
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Hobsonsbai, s. Meyers Port Phillip.
 
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Hoburg, Berg, s. Meyers Gotland (Insel).
 
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Hoc (franz., spr. ock, H.-Mazarin) ist ein angeblich vom Kardinal Mazarin erfundenes Kartenspiel.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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