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Hirschantilope bis Hirscher (Bd. 6, Sp. 369 bis 370)
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Artikelverweis Hirschantilope (Gabelbock), s. Meyers Antilopen, S. 578.
 
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Hirschau, 1) Stadt im bayr. Regbez. Oberpfalz, Bezirksamt Amberg, an der Staatsbahnlinie Amberg-Schnaittenbach, 422 m ü. M., von Weihern umgeben, hat zwei kath. Kirchen, Rettungshaus, Schloß, Steingut- und Porzellanfabrikation mit Porzellanmalereianstalt und Kaolinschlämmerei, Ziegel- und Kalkbrennerei, Dampfschneidemühle und (1900) 1801 kath. Einwohner. In der Nähe Granitsteinbrüche und große Sandlager, die für die Porzellanbereitung abgebaut werden. In H. ward 1415 Hieronymus von Prag gefangen genommen. 2) Eisenwerk, s. Meyers Schwabing. 3) Benediktinerkloster, s. Meyers Hirsau.
 
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Hirschbart, die Barthaare der Berghirsche, die, kokardenartig zusammengefaßt, wie die Barthaare der Gemse, als Jägerschmuck dienen.
 
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Hirschberg, Berg, s. Meyers Beilngries.
 
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Hirschberg, 1) (H. in Schlesien) Kreisstadt im preuß. Regbez. Liegnitz, in anmutiger Lage am Einfluß des Zacken in den Bober, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Kohlfurt-Glatz, H.-Grünthal und H.-Schmiedeberg, 342 m ü. M., hat eine evang. Kirche (seit 1709, eine von den sechs sogen. Gnadenkirchen), 4 kath. Kirchen, Synagoge, mehrere Kriegerdenkmäler u. (1900) mit der Garnison (1 Jägerbataillon Nr. 5) 17,865 Einw., davon 4118 Katholiken und 335 Juden. Die Industrie erstreckt sich auf Kammgarnspinnerei, Fabrikation von Leinen- und Baumwollwaren, Rouleaus, Jalousien, Kartonnagen, Zigarren, künstlichen Blumen, Maschinen, Papier, Holz- und Strohstoff, Portlandzement, Porzellan, Obstwein und Fruchtsäften; ferner hat H. lebhaften Handel in Getreide, Wein, Zement, Leinwand, Butter etc. H. hat ein Gymnasium, Waisenhaus, Landgericht, Handelskammer und eine Reichsbanknebenstelle. Anziehende Punkte der Umgegend sind: der Kavalierberg mit schöner Aussicht, der Kreuzberg (Kramstaberg) mit Anlagen, der sagenreiche Hausberg, der Helikon und die Schlucht des Sattler am Bober mit Eisenbahnviadukt. Zum Landgerichtsbezirk H. gehören die zwölf Amtsgerichte zu Bolkenhain, Friedeberg, Greifenberg, Hermsdorf, H., Lähn, Landeshut, Liebau, Löwenberg, Schmiedeberg, Schömberg und Schönau. H. erhielt 1108 Stadtrechte und wurde durch Herzog Boleslaw II. von Liegnitz 1241 bedeutend vergrößert. Den Grund zu seinem Wohlstand legte im 16. Jahrh. die Lein- und Schleierweberei. Vgl. Hirschberger Tal. 2) (H. in Thüringen) Stadt im Fürstentum Reuß j. L., an der Saale und der sächsischen Staatsbahnlinie Schönberg-H., 441 m ü. M., hat eine evang. Kirche, ein fürstliches Schloß, Amtsgericht,

[Bd. 6, Sp. 370]


Leder- und Messerfabrikation, Handelsmüllerei und (1900) 2014 evang. Einwohner. 3) Stadt in Böhmen, Bezirksh. Dauba, an der Böhmischen Nordbahn, mit einem gräflich Waldsteinschen Schloß und Park, Hopfenbau, Sägewerken und (1900) 2050 deutschen Einwohnern. In der Umgebung befinden sich ausgedehnte Waldungen und drei große Teiche. Südöstlich erhebt sich auf einem 603 m hohen Phonolithkegel die malerische Burgruine Bösig aus dem 12. Jahrh. mit weiter Rundsicht.
 
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Hirschberger Tal, die tiefe Einsenkung zwischen dem Riesen- und Katzbachgebirge in der preuß. Provinz Schlesien, eine anmutige, fruchtbare und stark bevölkerte Landschaft, durch die Berggruppe von Stonsdorf (Prudelberg 484 m, Stangenberg mit der Heinrichsburg 506 m) in ein östliches und westliches Becken geteilt. Der Bober durchfließt es in seinem nördlichen Teil und empfängt aus dem östlichen Becken die Lomnitz, aus dem westlichen den Zacken. Vgl. Eisenmänger, Der Kreis Hirschberg, seine Natur, Industrie etc. (Hirschb. 1879); Lange, Die Glasindustrie im H. (Leipz. 1889).
 
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Hirschbrunst, s. Elaphomyces.
 
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Hirschdorn, s. Meyers Rhamnus.
 
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Hirsche (Cervidae), eine Familie der Meyers Huftiere (s. d.).
 
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Hirscheber (Porcus Wagl.), Gattung der Paarzeher aus der Familie der Schweine (Suidae), mit der einzigen Art Babirussa (P. babyrussa Wagl., s. Tafel Meyers »Schweine I«, Fig. 4). Dieser ist 1,1 m lang, mit 20 cm langem Schwanz, 80 cm hoch, schlank und hochbeinig, mit kurzem Hals, kleinem, langgestrecktem Kopf, großen, runden Augen und beim Männchen sehr langen, halbkreisförmig nach oben und hinten gekrümmten obern und kürzern, dickern, mehr gerade aufwärts gerichteten untern Eckzähnen; die dicke, rauhe, schmutzig aschgraue Haut ist vielfach gerunzelt, im Gesicht und am Hals tief gefaltet und mit ziemlich kurzen, einzeln stehenden Borsten besetzt. Er bewohnt Celebes, Buro und Sulla-Mangoli, lebt gesellig in sumpfigen Waldungen, schwimmt gut, selbst über Meeresarme, schläft bei Tag und geht nachts auf Fraß aus. Seines Fleisches halber wird er gejagt. Die Sau soll einen oder zwei Frischlinge werfen, die, jung eingefangen, sich zähmen lassen.
 
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Hirscher, Johann Baptist von, kath. Theolog, geb. 20. Jan. 1788 zu Alt-Ergarten in Oberschwaben, gest. 4. Sept. 1865 in Freiburg, wurde 1810 Priester, 1812 Repetent an dem Seminar und Lyzeum in Ellwangen, 1817 Professor der christlichen Moral an der katholisch-theologischen Fakultät in Tübingen, 1837 in Freiburg, wo er 1839 Mitglied des erzbischöflichen Domkapitels, 1850 dessen Dekan wurde. Seine reformatorischen Vorschläge, die ihm manche Verfolgungen von seiten der ultramontanen Partei eintrugen, hat er niedergelegt in einer Reihe von Schriften, unter denen wir nennen: »Erörterungen über die großen religiösen Fragen der Gegenwart« (Freiburg 18461855, 3 Hefte; 2. Ausg. 1865); »Die kirchlichen Zustände der Gegenwart« (1.3. Aufl., Tübing. 1849); »Antwort an die Gegner« (das. 1850). Unter seinen sonstigen Veröffentlichungen nennen wir: »Die katholische Lehre vom Ablaß, pragmatisch dargestellt« (6. Aufl., Tübing. 1855); »Katechetik« (das. 1831, 4. Aufl. 1840); »Die christliche Moral« (das. 1835; 5. Aufl. 1851, 3 Bde.); »Betrachtungen über die sonntäglichen Evangelien des Kirchenjahrs« (das. 183743, 2 Bde.; 5. Aufl. 184852) und »über die Episteln« (das. 1860 bis 1862, 2 Bde.); »Geschichte Jesu Christi« (2. Aufl., das. 1845); »Das Leben der seligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria« (7. Aufl., Freiburg 1899). Durch seine katechetischen Lehrschriften ist er der Begründer einer bessern, aber freilich bald wieder verschwundenen kirchlichen Unterrichtsmethode geworden. Hirschers »Nachgelassene kleinere Schriften« wurden herausgegeben von Rolfus (Freiburg 1868).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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