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Hippūrsäure bis Hirkaï Scherif (Bd. 6, Sp. 362 bis 363)
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Artikelverweis Hippūrsäure (Harnbenzoesäure, Pferdeharnsäure, Benzoylglykokoll, Benzoylamido essi gsäure) C9H9NO3 od. C6H5. CO. NH. CH2. CO2H, regelmäßiger Bestandteil des Harns pflanzenfressender Säugetiere, besonders der Pferde, Rinder, Ziegen, Schafe, findet sich auch in geringer Menge (täglich etwa 0,8 g) im menschlichen Harn, reichlicher bei vorwiegender Pflanzenkost, besonders bei Genuß von Obst, bei Zuckerharnruhr und nach Genuß von Benzoesäure, Zimtsäure, Benzaldehyd, Toluol, Chinasäure, indem sich Benzoesäure unter Abspaltung von Wasser mit dem aus dem Zerfall eiweißartiger Körper hervorgehenden Glykokoll (Amidoessigsäure) vereinigt:

Aus Glykokoll u. Benzoylchlorid kann H. auch künstlich dargestellt werden. Aus Benzamid C6H5. CO. NH2 und Chloressigsäure CH2Cl. COOH entsteht H. unter Abspaltung von Chlorwasserstoff. Außerdem findet sich H. im Blute der Pflanzenfresser, im Guano und in den Exkrementen von Schildkröten und Schmetterlingen. Zur Darstellung kocht man frischen Kuhharn, am besten zur Zeit der Fütterung mit frischem Wiesengras, mit Kalkmilch, verdampft die durchgeseihte Flüssigkeit zur Sirupskonsistenz, mischt sie mit Alkohol, filtriert, verdampft und fällt dann die H. durch Salzsäure. Nach dem Reinigen (mit Chlor) bildet sie farb- und geruchlose Kristalle, schmeckt schwach bitterlich, ist leicht löslich in kochendem Wasser und in Alkohol, weniger in Äther, schmilzt bei 187°, zersetzt sich bei höherer Temperatur, zerfällt beim Behandeln mit Säuren oder Alkalien, auch bei Einwirkung von Fermenten in Glykokoll und Benzoesäure (kann daher nicht aus faulem Harn gewonnen werden), gibt mit Wasserstoff im Entstehungsmoment Benzaldehyd (Bittermandelöl) und Benzalkohol und bildet lösliche, kristallisierbare Salze, von denen sich das Kalksalz bisweilen aus konzentriertem Pferde- und Kuhharn ausscheidet. H. wurde 1829 von Liebig entdeckt.
 
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Hipswell, Dorf, s. Meyers Richmond 1) (engl. Stadt).
 
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Hîra, al-, s. Meyers Lachmiden.
 
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Hirado, Hauptstadt der gleichnamigen Insel an der Nordwestküste der japanischen Insel Kiusiu, mit etwa 10,000 Einw. Ihr früherer Daimio nahm erst die Portugiesen, 1609 auch die Holländer und 1613 die Engländer freundlich auf; doch kam es bald zu erbitterten Kämpfen zwischen den konkurrierenden Nationen. Infolgedessen zogen sich die Portugiesen nach Nagasaki zurück, und die Engländer gaben, nachdem sie zwei Jahre lang mit ihren holländischen Bedrängern gemeinsame Sache im Betreiben des Seeraubes von H. aus gemacht hatten, ihre dortige Faktorei 1623 vollständig auf. 1640 mußten auch die Holländer ihre Faktorei von H. nach Nagasaki verlegen. Vgl. Rieß, History of the English factory at H. (in den »Transactions of the Asiatic Society of Japan«, Bd. 26).
 
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Hiragana (Hirakana, eigentlich Firakana, Firagana, d. h. »ebene [gewöhnliche] geborgte Schrift«, nach andern Firogana, »breite geborgte Schrift«), die gewöhnliche Silbenschrift der Japaner, die unter dem Einfluß des Buddhismus etwa im 9. Jahrh. n. Chr. dadurch aus der kursiven Form (Thsao) der

[Bd. 6, Sp. 363]


chinesischen Wortschrift gebildet worden ist, daß eine Anzahl von deren gebräuchlichsten Charakteren nach ihrem damaligen Lautwerte zu Silbenzeichen gestempelt und mehr oder minder vereinfacht wurde. Das H. wird wie das Meyers Katakana (s. d.) von oben nach unten geschrieben, ist aber schwieriger als dies, weil Wörter und Silben verbunden werden können und jede der letztern eine Anzahl von Varianten hat. S. auch Meyers Japanische Sprache und Literatur.
 
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Hiraklĭon, Stadt, s. Candia 2).
 
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Hiram (Hirom) I., König von Tyros um 1000970 v. Chr., Sohn des Abibaal, unterwarf Kition auf Kypern (nunmehr »Kart-chadast« = Neustadt), schloß zur Sicherung und Erweiterung des phönikischen Handels ein Bündnis mit den Königen von Israel, David und Salomo, welch letzterm er Bauholz für den Tempel lieferte, und mit dem er gemeinschaftlich Handelsfahrten nach Ophir unternahm; er erweiterte und befestigte seine Inselresidenz.
 
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Hirci (lat., Bockshaare), Härchen im äußern Gehörgang älterer Personen.
 
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Hircocervus (lat., »Bockhirsch«), wie das griechische Tragelaphos (s. d.) eine groteske Verbindung, der in der Wirklichkeit nichts entspricht; Schimäre.
 
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Hircus (lat.), der Ziegenbock; Bocksgeruch.
 
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Hirkaï Scherif (Chirka-i-scherîf), s. Meyers Burda 1).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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