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Hippokentauren bis Hippolyte (Bd. 6, Sp. 360 bis 361)
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Artikelverweis Hippokentauren, s. Meyers Kentauren.
 
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Hippokŏon, im griech. Mythus Sohn des Öbalos von Sparta und der Nymphe Bateia, vertrieb seine Brüder Tyndareos und Ikarios aus der Heimat, wurde aber selbst samt seinen Söhnen von Herakles erschlagen, worauf Tyndareos von der väterlichen Herrschaft Besitz ergriff.
 
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Hippokras (Hypokras, griech.), im Mittelalter sehr beliebter Würzwein, wird dargestellt, indem man Apfelscheiben mit durch Honig versüßten Weißwein übergießt und Zimt, Muskatblüte, Gewürznelken, auch Zitronenschale und geschälte, gestoßene süße Mandeln zusetzt. Das Ganze muß 24 Stunden ziehen.
 
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Hippokrateazeen, dikotyle, etwa 120 Arten umfassende, den Tropen und Subtropen angehörige Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Frangulinen, zunächst mit den Celastrazeen und Aquifoliazeen verwandte, meist kletternde Holzgewächse mit gegenständigen oder abwechselnden einfachen Blättern, kleinen grünlichen, fünfzähligen Blüten und Beeren- oder Flügelfrüchten.
 
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Hippokrates, 1) H. von Chios, griech. Geometer, lebte im 5. Jahrh. v. Chr. zur Zeit des Peloponnesischen Krieges in Athen und soll, weil er für seinen mathematischen Unterricht Geld nahm, aus dem pythagoreischen Philosophenbund ausgestoßen worden sein. Am bekanntesten ist er durch die nach ihm benannten Lunulae, durch die er, freilich irrtümlich, das Problem der Kreisquadratur für gelöst hielt. Er reduzierte das stereometrische »Delische Problem« (s. d.) auf das planimetrische: zwischen zwei gegebenen Strecken zwei mittlere Proportionallinien einzuschalten. Vgl. Bretschneider, Die Geometrie und die Geometer vor Euklides (Leipz. 1872); Tannery, Hippocrate de Chios et la quadrature des lunules (in den »Mémoires de Bordeaux«, 1878).
   2) H. von Kos, der Vater der Heilkunde, geb. um 460 v. Chr., gest. um 359 oder 377 zu Larissa in Thessalien, stammte aus dem Geschlecht der Asklepiaden und erhielt seine erste Ausbildung in der ärztlichen Kunst der Asklepiaden durch seinen Vater Heraklides auf der Insel Kos. Als berühmter Arzt und Lehrer seiner Kunst machte er größere Reisen und lebte auch in Athen, Thasos, Abdera, Kyzikos und am mazedonischen Hof. Unter seinem Namen besitzen wir eine Sammlung von 72 an Inhalt und Stil sehr verschiedenen Schriften in ionischem Dialekt, die nur zum kleinern Teil von ihm selbst herrühren, wie schon das Altertum sah; der berühmte Arzt Galenos erkannte nur 13 an. Auch die neuere Forschung ist in der Scheidung des Echten und Unechten noch zu keinem Abschluß gekommen. Am besten verbürgt sind die berühmten Aphorismen, kurze, generelle Sätze über Prognose und Therapie; das ausgezeichnete Büchlein über Klima, Wasser und Bodenbeschaffenheit in ihrem Einfluß auf die Bewohner eines Landes in physischer und geistiger Hinsicht; ein Leitfaden der vergleichenden medizinischen Geographie; die Prognostika; von den 7 Büchern über Epidemien Buch 1 und 3; über die Diät in akuten Krankheiten und über Kopfwunden. H. war ein geschulter Philosoph (er selbst hat gesagt, ein philosophischer Arzt sei einem Gott gleich), und in der Kunst, der Natur auf schwierige Fragen Antworten abzulocken, steht er unmittelbar neben Sokrates; an Schärfe der Beobachtung überragt er, der große Vertreter der induktiven Forschung, alle Ärzte des Altertums. Trotz der Mangelhaftigkeit seiner Kenntnisse, namentlich der anatomischen, hat er für alle Zeiten ein Vorbild gegeben, wie mit wenigen Mitteln eine schlichte, vorurteilsfreie, von Hypothesen sich fernhaltende Beobachtung zu scharfer und vielseitiger Einsicht in das Wesen der Krankheiten und zu einer hilfreichen Pflege führen kann. Er unterschied die Erscheinung des Leidens von der Ursache und ward so der Begründer der Pathologie und Pathognomie; Beobachtung lehrte ihn die Wirkung der Mittel, deren Anwendung die Erkenntnis des Übels bestimmt. Auf der Höhe stand er in der Diätetik, der Kunst, Krankheiten hinzuhalten, und der Hochhaltung des therapeutischen Prinzips, der Heiltätigkeit der Natur möglichst freien Lauf zu lassen. Wir finden bei ihm die ersten bewußten Spuren einer physikalischen Diagnostik; die Auskultation war ihm schon bekannt, wenn auch nur in den Anfängen. Eine besondere Kunst muß er als Operateur entfaltet haben; seine Abhandlung über die Kopfwunden gilt noch heute als Musterleistung. Auch in der äußern Augenheilkunde hat er zuerst die exakte Forschung zur Geltung gebracht. Sein rastloser Forschungseifer spricht sich in dem bekannten Grundsatz: »Lang ist die Kunst, kurz das Leben« aus. Seine Schriften, im Altertum außer von Galenos vielfach kommentiert, wurden vollständig herausgegeben von Kühn (Leipz. 182627, 3 Bde.), Littré (Par. 183961, 10 Bde., mit franz. Übersetzung), Ermerins (Utrecht 185963, 3 Bde.), Kühlewein (Bd. 1 u. 2, Leipz. 1894 u. 1902), in latein. Übersetzung von Haller (Lauf. 176971), deutsch von Upman (Berl. 1847, 3 Bde.) und von Fuchs (Münch. 189599, 3 Bde.) Vgl. Ilberg, Studia Pseudhippocratea (Leipz. 1883) und Über das hippokratische Corpus (in den »Verhandlungen der Philologenversammlung in Görlitz«, das. 1890), Fasbender, Entwickelungslehre, Geburtshilfe und Gynäkologie in den Hippokratischen Schriften (Stuttg. 1897); Spaet, Die geschichtliche Entwickelung der sogen. Hippokratischen Medizin (Berl. 1897); Fredrich, Hippokratische Untersuchungen (Berl. 1898).
 
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Hippokratische Möndchen, s. Lunulae Hippocratis.

[Bd. 6, Sp. 361]



 
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Hippokratisches Gesicht (Facies Hippocratica), eer Gesichtsausdruck des Sterbenden, s. Meyers Tod.
 
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Hippokrēne (griech., »Roßquelle«), die zum Dichten begeisternde, dem Apollon und den Musen heilige Quelle am Nordabhang des Helikon, ist nach der Sage durch den Hufschlag des von Bellerophon gerittenen Pegasos (s. d.) entstanden. Vgl. auch Quellenkultus.
 
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Hippoiaĭs, der Gartensänger.
 
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Hippolōg (griech.), Pferdekenner; Hippologie, Pferdekunde.
 
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Hippolyte, Amazonenkönigin, Tochter des Ares und der Otrera, wurde von Herakles, als er im Auftrag des Eurystheus ihren Gürtel holte, infolge eines durch die List der Hera herbeigeführten Mißverständnisses erschlagen (vgl. Herakles, S. 184).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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