Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Hinwil bis Hipparch (Bd. 6, Sp. 357)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Hinwil (Hinweil), Dorf und Bezirkshauptort im schweizer. Kanton Zürich, am Fuß des Bachtel und an den Eisenbahnen Effretikon-H. und Bauma-Ürikon, mit reger Fabriktätigkeit (Stickerei, Baumwoll- und Seidenweberei), Elektrizitätswerk und (1900) 2866 Einw.
 
Artikelverweis 
Hinzpeter, Georg Ernst, Pädagog, geb. 9. Okt. 1827 in Bielefeld, studierte 184750 in Halle und Berlin Philologie und Philosophie und übernahm in mehreren vornehmen Familien des Westens die Stellung eines Hauslehrers; nur vorübergehend unterrichtete er am Gymnasium in Bielefeld. 1866 wurde er zum Erzieher des Prinzen Wilhelm (jetzigen Kaisers) ernannt und begleitete ihn auch nach Kassel, wo der Prinz bis 1877 das Gymnasium besuchte. Von seinem kaiserlichen Zögling wurde H. bei verschiedenen wichtigen Beratungen zugezogen, so 1889 über die Verhältnisse der Bergarbeiter in Rheinland und Westfalen und 1890 über die Reform des höhern Schulwesens. Dem aus dieser Konferenz hervorgehenden Siebenerausschuß gehörte er als Vorsitzender an. 1904 wurde er zum Wirklichen Geheimen Rat (Exzellenz) ernannt. H. schrieb: »Zum 25. Januar 1883« (silberne Hochzeit des Kronprinzen; Bielef. 1883) und »Kaiser Wilhelm II.« (das. 1888, 9. Aufl. 1889).
 
Artikelverweis 
Hīob (Job) ist Held des nach ihm benannten Lehrgedichts im Alten Testament. Er wird als Herdenbesitzer im Land Uz geschildert, ist in Wahrheit entweder eine Gestalt der alten, nicht einmal spezifisch hebräischen Sagenwelt (vgl. Hesek. 14,14 u. 20) oder geradezu (schon der symbolische Name, soviel wie Angefeindeter, läßt dies vermuten) eine zum Zweck der Veranschaulichung einer Idee fingierte Person. Das Buch H. erörtert das Problem, wie sich das Leiden des Frommen mit der göttlichen Gerechtigkeit vertrage, von einem Standpunkt aus, der von einem künftigen Ausgleich nichts weiß, sondern eine Lösung im Diesseits anstrebt. Zu unterscheiden sind der epische Prolog (1 und 2) und Epilog (42,717) und die Hauptmasse der Reden, die zwischen H. und seinen Freunden in drei Gängen (414,1521,2231) gewechselt werden; die Reden Elihus (3237) sind vielleicht spätere Einschaltung. Das Ganze ist im besten Hebräisch geschrieben und könnte der Blütezeit der hebräischen Literatur angehören, doch weisen Thema, Gedankengang und Vorstellungen wie die Anschauung von den Engeln in die nachexilische Zeit (4. Jahrh.). Der Text ist oft stark verderbt. Die Bilder sind mannigfaltig, frisch und blühend, die Naturbeschreibungen nicht selten erhaben; die Gedanken zeugen von einem hohen Geist, der viel in sich zerarbeitet und an sich gearbeitet hat. Dagegen weiß er die Dämonen des Zweifels, die er heraufbeschwört, nicht eigentlich zu bewältigen. Das einzig praktische Resultat so vieler Streitreden besteht in dem Bekenntnis, daß der Mensch unfähig sei, das Rätsel des Geschickes mit dem Gottesgedanken zu versöhnen, und ihm deshalb nur unbedingte Unterwerfung übrigbleibe. Kommentare lieferten Dillmann (4. Aufl., Leipz. 1891), Budde (Götting. 1896), Duhm (Freib. 1897), Delitzsch (Leipz. 1902), neuere deutsche Übersetzungen Duhm und Delitzsch. Vgl. Ley, Das Buch H. für gebildete Leser dargestellt (Halle 1902).
 
Artikelverweis 
Hiobspost, soviel wie Trauerbotschaft.
 
Artikelverweis 
Hiobstränen, s. Meyers Coix.
 
Artikelverweis 
Hiogo, Stadt in Japan, s. Meyers Kobe.
 
Artikelverweis 
Hip! hip (hip!) hurrah! in England die hergebrachte Art, ein Hurra (Hoch) auszubringen.
 
Artikelverweis 
Hipp..., s. Meyers Hippo ...
 
Artikelverweis 
Hippalektryon (»Pferdhahn«), Fabeltier der Griechen, mit Hahnenkopf und Pferdeleib.
 
Artikelverweis 
Hippanthrōp (griech.), Pferdemensch, Kentaur.
 
Artikelverweis 
Hipparch (griech.), bei den alten Griechen der Befehlshaber der Reiterei (s. Meyers Hippeis). Als Names. Hipparchos.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer