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Hinterlegungsordnungen bis Hinterriß (Bd. 6, Sp. 356)
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Artikelverweis Hinterlegungsordnungen sind der Inbegriff derjenigen gesetzlichen Vorschriften, durch die in den einzelnen Bundesstaaten das Hinterlegungswesen geregelt ist. Für die Meyers Hinterlegung (s. d.) von Geld, Kostbarkeiten, Meyers Inhaberpapieren (s. d.) oder an den Inhaber zahlbaren Wertpapieren bestehen jetzt in den meisten deutschen Bundesstaaten amtliche Hinterlegungsstellen. Die Art. 144, 145 und 146 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch halten manches Sonderrecht dieser Einrichtungen aufrecht. Danach bestimmen die Landesgesetze insbes. auch, daß eiese Stellen Mündelgeld trotz § 1808 des Bürgerlichen Gesetzbuches nicht anzunehmen haben, das; die hinterlegten Gelder und Wertpapiere gegen die Verpflichtung zur Rückerstattung in das Eigentum des Staates oder der Anstalt übergehen, daß der Verkauf der hinterlegten Sachen von Amtswegen angeordnet werden kann, daß der Anspruch auf Rückerstattung mit dem Ablauf einer gewissen Zeit oder unter sonstigen Voraussetzungen erlischt. Vgl. Aron, Die Hinterlegungsordnung vom 14. März 1879 mit den Abänderungen etc. (Hannov. 1900).
 
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Hinterlegungsschein, die über die erfolgte Hinterlegung einer Sache ausgestellte Bescheinigung. Ein solcher ist bei der Meyers Hinterlegung (s. d.) auszustellen, ferner dem Erblasser vom Richter oder Notar darüber, daß dessen Testament in amtliche Verwahrung genommen wurde (§ 2246 des Bürgerlichen Gesetzbuches). Ebenso soll über einen in amtliche Verwahrung genommenen Erbvertrag jedem der Vertragschließenden ein H. erteilt werden (§ 2277).
 
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Hinterlegungsstellen, s. Meyers Hinterlegung.
 
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Hinterlegungsvertrag, s. Meyers Verwahrung.
 
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Hinterleib, soviel wie Unterleib, s. Meyers Bauch.
 
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Hintermann, bei der Truppenaufstellung in Gliedern der im hintern Gliede jeder Rotte stehende Soldat. Vor ihm steht sein Vordermann. Über den Ausdruck H. im Wechselverkehr s. Meyers Nachmann.
 
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Hintermaschine (Sekundärmaschine, Elektromotor), bei der elektrischen Kraftübertragung die Maschine, in welcher der von der Vordermaschine (Primärmaschine) erzeugte Strom wieder in Arbeit umgewandelt wird. S. Meyers Elektromotoren.
 
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Hintermauerung, Mauerung aus gewöhnlichen Steinen (meist Backsteinen: Hintermauerungssteinen, s. Meyers Mauersteine) hinter einer die Ansicht der Mauer bildenden Verblendung aus besserm Material (Verblendsteinen, Werksteinen etc.). Dann auch die Mauerung, die bei Gewölben aus statischen und andern Gründen über den Gewölbeen den dicht am Widerlager aufgebracht wird.
 
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Hinterquartier, Takelung hinter dem Schiffsdrehpunkt.
 
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Hinterrhein, einer der beiden Quellflüsse des Rheins, 56 km lang, entspringt in der Adulagruppe, im Zapportgletscher, und arbeitet sich dann durch die »Hölle«, einen schauerlichen Felsschlund, an der von Gletscherarmen umrahmten Schafweide Paradies vorbei. Von den Moschelgletschern stürzen zwölf weitere Quellbäche des Hinterrheins herab. So verstärkt, fließt derselbe dem ersten Dorf entgegen: Hinterrhein (148 Einw.), wo die Straße über den Bernhardin an der Talseite sich emporwindet. Diese oberste Talstufe, die noch die Orte Medels, Nufenen, Splügen und Sufers umfaßt, ist ein von Gebirgen, von Eis- und Schneefeldern umrahmter, von Lawinen bedrohter, noch waldreicher Talkessel (Val Rin. deutsch korrumpiert Rheinwald) mit 890 deutschen und protestantischen Bewohnern. Er liegt bei Hinterrhein 1616, bei Splügen 1450 m ü. M. Mit einem Wasserfall stürzt sich der Strom in den Felsschl und der Rofna (Roffla), in dem, von der rechten Seite herbrausend, der Averser Rhein sich mit dem Hauptwasser vereinigt (1089 m). Wo die Schlucht sich wieder zum Tal erweitert, öffnet sich die zweite Stufe, das Schams, mit 14 Gemeinden, deren Bewohner, ein rätoromanisches, protestantisches Völkchen, 1517 Köpfe stark sind. Das Tal verengert sich dann wieder zur berühmten Schlucht der Meyers Via Mala (s. d.). Bei Thusis (720 m) erweitert sich die Schlucht zum offenen, fruchtbaren, mit Dörfern und Burgen übersäten Tomleschg (weniger richtig Domleschg, rätoromanisch Tomiliasca, d. h. das Tal des einstigen Reichshofs Tomils), dem Bezirk Meyers Heinzenberg (s. d.). Unmittelbar unterhalb der Via Ma la münden li u ks die Nolla (vom Piz Beverin), rechts die Albula in den Rhein. Bei dem Schloß Reichenau (586 m) vereinigt der H. seine Gewässer mit denjenigen des Vorderrheins. Das Tal des Hinterrheins bildet den Zugang zum Splügen (und Bernhardin) und hofft auf den Bau der längst geplanten Splügenbahn. Vgl. Lechner, Thusis und die Hinterrheintäler (2. Aufl., Chur 1897).
 
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Hinterriß, Tal, s. Meyers Riß 2).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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