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Hindö bis Hingham (Bd. 6, Sp. 349 bis 350)
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Artikelverweis Hindö, die größte Insel an der Küste Norwegens, Amt Nordland, 2238 qkm (40,6 QM.), ist von der Lofotengruppe durch den schmalen Raftsund getrennt.
 
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Hindorf, Richard, Kolonialpolitiker, geb. 1863 in Ruhrort, studierte Landwirtschaft und Nationalökonomie, war 188790 als Forschungsreisender in Neuguinea, Australien, Java, Sumatra und Ceylon und besuchte später wiederholt Deutsch-Ostafrika und einmal Deutsch-Südwestafrika und Südafrika. Seit 1896 ist er Mitglied des Kolonialrats. Er veröffentlichte: »Leitfaden zur Erlernung der malaiischen Umgangssprache« (3. Aufl., Berl. 1904), »Der landwirtschaftliche Wert und die Besiedelungsfähigkeit Deutsch-Südwestafrikas« (3. Aufl. 1901) und besorgte unter Mitwirkung von Busemann und Warburg die zweite Auflage von Semlers Werk: »Die tropische Agrikultur« (Wism. 18971903, 3 Bde.).
 
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Hindostan (Hindustan, »Land der Hindu«), im weitern Sinn ganz Ostindien, im engern das Gebiet zwischen dem Himalaja im N., dem Windhyagebirge im S., dem Pandschab im NW. und Bengalen im SO., als politischer Begriff jetzt ohne Bedeutung; s. Meyers Ostindien.

[Bd. 6, Sp. 350]



 
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Hindu (Gentu im Munde des ersten mit Indien in Verkehr tretenden Schiffsvolkes), Name, der den indischen Völkern von den Westasiaten (Persern, Arabern, Afghanen) gegeben wurde mit der Nebenbedeutung »schwarzer Mensch«, weil die Inder von dunklerer Hautfarbe sind als jene (s. Tafel Meyers »Asiatische Völker II«, Fig. 14). Etymologisch stammt H. von Sindhu, dem alten Namen des Indus. Ursprünglich nicht über die Seeküsten hinausgedrungen, bürgerte sich das Wort unter englischer Herrschaft zunächst in Indien, dann auf der ganzen Erde ein als Bezeichnung für einen Inder. In Indien selbst versteht man unter H. einen Anhänger des Brahmanismus, deren Zahl der Zensus 1901 auf 207,108,732, also 70,58 Proz. der Gesamtbevölkerung, feststellte. Vgl. Ostindien.
 
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Hindukusch (»Hindutöter«, nach einem Paß, den indische Sklaven zu überschreiten hatten; auch Hindukoh, »indischer Berg«, bei den Alten Paropamisus, richtiger Paropanisus), Gebirge, das nach heutiger Auffassung die Ketten im nördlichen Afghanistan in etwa 900 km Länge zusammenfaßt, die Wasserscheide zwischen den afghanischen Flüssen und dem Bereich des Amu Darja, im östlichen Teil die Südgrenze der Pamirs bildet und östlich bis zu dem Gebirgsknoten reicht, in dem er sich mit Himalaja und Karakorum begegnet (s. Karte »Zentralasien«). Zum System des H. könnte man auch noch die Gebirge von Chorasan und den Elburs rechnen, dann insgesamt eine Kette von 2600 km Länge (gleich der des Himalaja) in ostwestlichem Streichen. Doch zeichnet sich der eigentliche H. durch Hervortreten einer Hauptkette und größere Höhe aus. Die Breite des Gebirges ist überall beträchtlich. Die Hauptkette ist nur im Bamianpaß unterbrochen, im W. (Sesidkuh) 35004500 m hoch, dann gegen O. immer höher und geschlossener (Tiratschmir am Nuksanpaß 7750 m). Nach N. fällt das Gebirge in Staffeln ab. Die Pässe, von denen die wichtigsten Bamian, Chawak (bequemster und meist, auch von Alexander d. Gr. und Tamerlan benutzter Übergang), Nuksan und Baroghil, liegen in 25004000, einige bis 5000 m; aus dem Quellgebiet des Kabul führen allein deren 18 nach N. hinüber, doch sind sie sehr beschwerlich, das Gebirge überhaupt noch wenig erforscht. Der Kuh-i- Meyers Baba (s. d.) mit dem Paß Meyers Hadjikak (s. d.) ist westlich von Kabul als eine selbständige Gebirgsmasse vorgelagert. Archäische und paläozoische Gesteine erscheinen im H. nicht bedeutend, sehr verbreitet Granite, mit deren Ausbruch die erste Faltung (von N. her) erfolgte; am wichtigsten sind mesozoische (namentlich obere Kreide) und tertiäre Schichten (Eocän, Miocän und Pliocän). Die letzte Fältungsperiode (seit Tertiär) dauert vielleicht noch fort. Über das Vorkommen von Mineralien ist wenig bekannt, doch sind die Türkisen und Lapislazuli vom Badachschan und die Rubinen von Wachan von alters her berühmt; am Nordabhang finden sich große Lager von Eisenerz. Charakteristisch ist die Kahlheit der Abhänge; Nadelholz, Pappeln, Weiden sind die vornehmsten Baumarten. Am Südabhange gedeiht in den untern Tälern noch Reis, stellenweise auch Zuckerrohr. Am Swatfluß in Kafiristan treten noch Olivenbäume auf; Feigen-, Apfel- und Birnbäume sind Nutz-, Platanen Zierbäume; die Weinrebe findet ausgedehnten Anbau, und Bienenzucht wird allgemein betrieben. Viel rauher ist der Nordabhang; im Hochgebirge wird Baumwuchs spärlich, Alpenwirtschaft und Viehzucht herrschen vor; in den Tälern gibt Getreide volle Ernten, auch Wein wird noch häufig gebaut. Der Flora entspricht die Fauna: reich an Wild ist der Süden; unter den Vögeln sind die ihrer Schönheit und Raschheit wegen in ganz Zentralasien gesuchten Falken hervorzuheben. Die ältesten Bewohner waren Arier, von denen sich nur in den in Kafiristan wohnenden Hindki noch Reste erhalten haben; den Grundstock bilden am Südabhang die Afghanen. Im N. herrscht das türkische Blut durch Uzbeken, Hazara und Kirgisen vor. Die Religion ist der Islam, den nur die Hindki nicht angenommen haben. In politischer Beziehung gehört der H. im westlichen Teil zu Afghanistan, der Osten teils in russische, teils in britische Machtsphäre. Vgl. Biddulph, The tribes of Hindu Kush (Kalkutta 1880); Macintyre, Hindu-Koh wanderings (Lond. 1889, neue Ausg. 1891), auch die »Records of the Geological Survey of India«.
 
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Hindustan, s. Meyers Hindostan.
 
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Hindustani (Urdu), s. Meyers Hindi.
 
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Hinfällige Haut, soviel wie Decidua (s. d.).
 
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Hingabe an Erfüllungs Statt (Leistung an Zahlungs Statt, datio in solutum) liegt vor, wenn der Schuldner statt des geschuldeten Gegenstandes einen andern gibt und der Gläubiger ihn statt des geschuldeten als Erfüllung annimmt. Die Schuld ist hierdurch getilgt, jedoch haftet der Schuldner sowohl dafür, daß die betreffende Sache auch wirklich in das Eigentum des Gläubigers übergegangen ist, als auch für etwaige Fehler der Sache, die ihren Wert oder ihre Brauchbarkeit beeinträchtigen (Bürgerliches Gesetzbuch, § 364 u. 365). Übernimmt aber der Schuldner statt seiner bisherigen Verbindlichkeit nur eine neue zwecks Befriedigung seines Gläubigers, stellt er ihm z. B. einen Wechsel aus, so ist diese im Zweifel nur erfüllungshalber, nicht aber an Erfüllungs Statt übernommen (Bürgerliches Gesetzbuch, § 364 u. 365). Ausdrücklich verboten ist jedoch eine H. in der Weise, daß dem Pfandgläubiger das Eigentum an der gepfändeten Sache zufallen solle, falls er nicht oder nicht rechtzeitig befriedigt wird (sogen. lex commissoria), da die Befriedigung des Pfandgläubigers aus dem Pfande durch den Verkauf desselben zu erfolgen hat (Bürgerliches Gesetzbuch, § 1229 u. 1228). Bezüglich der Gewerbtreibenden bestimmt § 115 der Gewerbeordnung jedoch ausdrücklich, daß sie ihren Arbeitern den Lohn nur mit barem Geld bezahlen dürfen, und daß sie sonstige Sachen, wie Lebensmittel, Wohnung, Werkzeuge etc., nur zum Selbstkostenpreis unter Anrechnung bei der Lohnzahlung verabfolgen dürfen.
 
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Hingabe an Zahlungs Statt, s. Meyers Hingabe an Erfüllungs Statt.
 
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Hingham (spr. hing-ĕm), Ort im nordamerikan. Staat Massachusetts, Grafschaft Plymouth, an der nach ihm benannten südöstlichen Teilbucht des Boston Harbour, 22 km von Boston, mit einer der ältesten Kirchen Neuenglands (1681), hat als beliebter Sommeraufenthalt regen Dampfverkehr, Fischerei und (1900) 5059 Einwohner.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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