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Hinckley bis Hindi (Bd. 6, Sp. 348 bis 349)
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Artikelverweis Hinckley (spr. hink-li), Stadt in Leicestershire (England), 19 km südwestlich von Leicester, mit der gotischen Marienkirche, Lateinschule, College der Dominikaner, Freibibliothek, Strumpfweberei u. (1901) 11,304 Einw. Nördlich davon der Croft Hill mit Granitbrüchen; 6 km südlich das Schlachtfeld von Meyers Bosworth (s. d.).
 
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Hincks, Edward, Assyriolog, geb. 19. Aug. 1792 zu Cork in Irland, gest. 3. Dez. 1866, studierte 1807 bis 1811 am Trinity College in Dublin und wurde 1825 zum Rektor zu Killyleagh in der Grafschaft Down ernannt. Anfangs dem Studium der Hieroglyphen ergeben, wurde H. durch die Entdeckung von Ninive zur Entzifferung der assyrischen Keilschriften angeregt und hat auf diesem Gebiet seit 1846 in bahnbrechender Weise gewirkt. Seine Abhandlungen, die sich auch mit historischen und archäologischen Fragen beschäftigen, sind zumeist in den »Transactions of the Royal Irish Academy« niedergelegt.
 
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Hind (spr. haind), John Russell, Astronom, geb. 12. Mai 1823 in Nottingham, gest. 23. Dez. 1895 in Twickenham, wurde 1840 Assistent an der Sternwarte in Greenwich, 1844 Observator an Bishops Privatsternwarte im Regent's Park zu London, 185392 Leiter der Nautical Almanac Office in London. Er entdeckte zehn kleine Planeten, mehrere Kometen und eine Reihe veränderlicher Sterne, auch lieferte er sehr sorgfältige und umfassende Karten des Himmels zu beiden Seiten der Ekliptik. Außerdem schrieb er noch. »The solar system« (Lond. 1846); »On the expected return of the great comet of 1264 and 1656« (1848); »Astronomical vocabulary« (1852); »Introduction to astronomy« (3. Aufl. 1871); »Descriptive treatise on comets« (1857).
 
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Hindbeere, s. Meyers Rubus.
 
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Hindelang, Flecken im bayr. Regbez. Schwaben, Bezirksamt Sonthofen, in den Algäuer Alpen, 825 m ü. M., hat eine kath. Kirche, Nebenzollamt I, Zementfabriken, Baumwollweberei, Waffen- und Hammerschmieden, Gerberei, Käserei, Bierbrauerei und (1960) 2401 Einw.
 
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Hindeloopen (Hinlopen), Städtchen in der niederländ. Provinz Friesland, an dem Zuidersee und der Eisenbahn Stavoren-Leeuwarden, mit (1900) 1089 Einw., die Fischerei und Schiffahrt treiben und inTracht und Sprache manche Eigentümlichkeiten bewahrt haben.

[Bd. 6, Sp. 349]



 
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Hindenburg, Karl Friedrich, Mathematiker, geb. 13. Juli 1741 in Dresden, gest. 17. März 1808 in Leipzig, studierte seit 1757 in Leipzig Medizin, beschäftigte sich aber vorzugsweise mit Physik, Mathematik und Philosophie, habilitierte sich 1771 in Leipzig, ward 1781 außerordentlicher Professor der Philosophie, 1786 ordentlicher Professor der Physik. H. ist der Begründer der »kombinatorischen Analysis«, eines Zweigs der Mathematik, der zeitweilig in Deutschland ungeheuer überschätzt und fast allein bearbeitet wurde. Er gab gemeinsam mit J. Bernoulli das »Leipziger Magazin für reine und angewandte Mathematik« (1781188) heraus, dann allein das »Archiv der reinen und angewandten Mathematik« (Leipz. 179499) und schrieb »Kombinatorisch-analytische Abhandlungen« (das. 1796, 1800).
 
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Hindernisrennen, Rennen, bei denen die Konkurrenten künstlich angelegte Hindernisse zu nehmen haben. Man unterscheidet: 1) Hürdenrennen (engl. Hurde race), bei denen eine Anzahl Flechtwerke (Hürden) auf der Bahn aufgestellt sind und von den konkurrierenden Pferden übersprungen werden müssen; 2) Jagdrennen (engl. Steeple chase), bei denen die Hindernisse schwerer und verschiedenartig angelegt sind (Hecken, Gräben, Barrieren etc.). Vgl. Schmidt-Benecke, Der Hindernissport (Leipz. 1904).
 
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Hindernisse, Gegenstände im Gelände, welche die Gangbarkeit behindern (relative) oder ausschließen (absolute H.). Zu jenen gehören Wasserlinien, nasse Wiesenstreifen, Einfriedigungen, wie Zäune, Gitter, Mauern, Hecken, Gestrüppe, zu diesen Sümpfe, Ströme, Gebirgszüge. Die H. begünstigen die Verteidigung und erschweren den Angriff. Es werden daher auch künstliche H. angelegt, die aber nur von Nutzen sind, wenn sie den Feind im wirksamen Feuerbereich aufhalten. Bei beständigen Befestigungen erhöht man die Sturmfreiheit durch Eisengitter im Graben, Drahthindernisse etc. Ausgedehnte Anwendung finden H. verschiedener Art bei Behelfs- und Meyers Feldbefestigungen (s. d.). S. Tafel Meyers »Pionierdienst«.
 
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Hindersin, Gustav Eduard von, preuß. General der Artillerie, geb. 18. Juli 1804 in Wernigerode, gest. 25. Jan. 1872 in Berlin, trat im Herbst 1820 bei der Artillerie ein, ward 1825 Offizier, kam 1837 zur Kriegsakademie, 1841 in den Generalstab, ward 1843 Hauptmann und 1846 Major und Dirigent der topographischen Abteilung des Generalstabs. 1849 in Baden dem Kommandeur der Reichsarmee, General v. Peucker, als Generalstabsoffizier zugeteilt, und vor Beginn des Gefechts von Ladenburg auf dem Kirchturm dieses Ortes von Insurgenten gefangen, ward er erst durch die Kapitulation der Festung Rastatt befreit. 1850 ward H. Chef des Generalstabs des 6. Korps, 1854 Kommandeur der 2. Artilleriebrigade, 1858 Inspekteur erst der 3., dann der 2. Artillerieinspektion, dann Generalinspekteur der Artillerie. Im Kriege gegen Dänemark 1864 leitete er in den letzten Tagen vor dem Sturm den artilleristischen Angriff auf die Düppeler Schanzen und wurde nach dem 18. April d. J. geadelt. 1867 ward er General der Infanterie, 1868 Mitglied der Landesverteidigungskommission und 1869 Chef des pommerschen Feldartillerieregiments Nr. 2; 1870/71 war H. als Kommandeur der Artillerie im großen Hauptquartier des Königs und spielte bei der Streitfrage der Beschießung von Paris eine fördernde Rolle. 1889 erhielt das pommersche Fußartillerieregiment Nr. 2 seinen Namen. Vgl. Bartolomäus, Der General der Infanterie v. H. (Berl. 1895).
 
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Hindi (in seiner ältesten Form Hindui, in seiner wichtigsten Nebenform Hindustani oder Urdu genannt), die verbreitetste der lebenden Sprachen des indobritischen Reiches, von etwa 100 Mill. Menschen gesprochen. Sie herrscht in dem größten Teil von Nordindien (Hindostan) und wird von den Gebildeten in ganz Indien gesprochen und geschrieben. Das H. ist eine Tochtersprache des Sanskrits (s. Meyers Indische Sprachen) und zerfällt in zwei große Gruppen, Ost- und West-H., jede mit mehreren Dialekten. Aus einem solchen des West-H. hat sich zur Zeit der Eroberung Indiens durch die mohammedanischen Mogulkaiser in ihren Feldlagern das Hindustani oder Urdu (»Lagersprache«) entwickelt, das 4050 Proz. persischer und arabischer Lehnwörter enthält und mit persischer Schrift geschrieben wird. Während die mohammedanische Bevölkerung dies bevorzugt, haben sich die Hindu, von der englischen Regierung eifrig unterstützt, seit Anfang des 19. Jahrh. bestrebt, durch Ersatz jener Fremdwörter durch sanskritische eine Schriftsprache (das Hoch-H.) auszubilden. Dies, wie H. überhaupt, bedient sich einer dem Sanskritalphabet entstammenden Schrift. Die im 12. Jahrh. beginnende, reiche und oft schöne, immer stärker werdende Literatur besteht zum großen Teil in Übersetzungen aus dem Sanskrit, Persischen und Arabischen; neuerdings hat die periodische Presse einen großen Aufschwung genommen. Arbeiten über Grammatik und Literatur des H. und Hindustani veröffentlichte der verstorbene französische Orientalist Meyers Garcin de Tassy (s. d.). Grammatische und lexikalische Hilfsmittel sind: Forbes, Grammar of the Hindustani language (2. Aufl., Kalkutta 1855) und Hindustani dictionary (2. Aufl., das. 1857); Bate, Dictionary of the H. language (Lond. 1875); Kellogg, Grammar of the H. language (2. Aufl., das. 1893); M. Schultze, Grammatik der hindustanischen Sprache (Leipz. 1894); Hörnle, Comparative grammar of the Gaudian languages (Lond. 1880); Platts, A dictionary of Urdu, classical H. and English (das. 1884); Vinson, Manuel de la langue hindoustani (Par. 1899).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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