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Hemmersbach bis Hemmungsbildung (Bd. 6, Sp. 163 bis 164)
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Artikelverweis Hemmersbach, Dorf im preuß. Regbez. Köln, Kreis Bergheim, mit dem dazugehörigen Ort Horrem Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Köln-Herbesthal und der Kleinbahn Mödrath-Eisdorf, hat eine kath. Kirche, Brikett-, Zementröhren-, Drainröhren-, Albumin- und Kunstdüngerfabrikation, Maschinenbau, Dampfziegeleien und (1900) 2140 Einw.
 
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Hemmerwurz, Pflanze, s. Veratrum.
 
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Hemmingsen, Nikolaus, dän. Theolog, geb. 1513 auf Laaland, gest. 23. Mai 1600 in Roskilde, wegen seiner reichen schriftstellerischen Tätigkeit Praeceptor Daniae genannt, blieb der ausgleichenden Richtung Melanchthons, dessen Schüler erin Wittenberg gewesen war, auch als Professor der Theologie und Vizekanzler der Universität in Kopenhagen treu. Sein Widerstand gegen die Einführung der Konkordienformel hatte 1579 seine Versetzung als Kanonikus nach Roskilde zur Folge. Vgl. Paulli, N. Hemmingsens Pastoraltheologie (Kopenh. 1851).
 
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Hemmingstedt, Dorf im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Süderdithmarschen, am Rande der Marsch und an der Staatsbahnlinie Elmshorn-Hvidding, hat eine evang. Kirche, Knochenmehlfabrik, Eisengießerei und Maschinenfabrik und (1900) 440 Einw. Hier und beim Dorf Eppenwöhrden siegten 17. Febr. 1500 die Dithmarschen unter Wolf Isebrand über König Johann von Dänemark.
 
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Hemmkeile, zwei Keile, die hinter die Laffetenräder schwerer Geschütze gelegt werden, so daß sie nach dem Schuß den Rücklauf hemmen und später den Vorlauf wieder bewirken.
 
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Hemmkette, eine Kette, die, um hemmend zu wirken, durch die Speichen eines Wagenrades geschlungen wird oder mit einem unter das Rad zu schiebenden Hemmschuh verbunden ist.
 
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Hemmschuh (Radschuh), Vorrichtung zur Verminderung der Fahrgeschwindigkeit eines Fuhrwerks, bestehend aus einer schwach gekrümmten eisernen Platte, die mittels einer Kette an dem Wagengestell befestigt und vor das zu hemmende Hinterrad gelegt wird. Dieses fährt auf den H. und muß mit ihm gleiten. Hierdurch wird der Widerstand beträchtlich gesteigert. Der H. ist nur bei sehr steil abfallenden Straßen in Anwendung zu bringen, da er die Fahrbahn schnell verdirbt, weshalb bei schwächerm Fall das bekannte Hemmzeug (Schleifzeug) benutzt wird.

[Bd. 6, Sp. 164]



 
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Hemmung, in der Physiologie die Unterbrechung gewisser Bewegungen und vegetativer Vorgänge durch die Tätigkeit bestimmter Nerven. Seitdem Ed. Weber die hemmende Bedeutung des Nervus vagus entdeckte, hat man so viel weiteres Material für die Existenz von Hemmungswirkungen beigebracht, daß die heutige Physiologie von besondern Hemmungsnerven spricht, die nicht wie andre Nerven bei ihrer Reizung die von ihnen versorgten Organe zur Tätigkeit anregen, sondern im Gegenteil die Tätigkeit der Organe verringern oder ganz unterbrechen. Das auffälligste Beispiel von H. bietet das Herz dar, das durch Reizung des Nervus vagus zur Verlangsamung und sogar zum völligen Stillstand gebracht werden kann. Durch Reizung gewisser Nerven kann auch die Atmung aufgehoben werden, und bei Reizung des großen Eingeweidenervs (nervus splanchnicus major) gelangt die wurmförmige Bewegung des Darmes zum Stillstand. Ebenso spielen Hemmungsnerven vielleicht bei der Absonderung der Drüsen und andern vegetativen Prozessen eine Rolle. Auch Reflexbewegungen können gehindert werden (Reflexhemmung). Hier sendet entweder das Gehirn Hemmungsimpulse aus, oder die Tätigkeit des den Reflex vermittelnden Zentralorgans erfährt durch die starke Erregung irgend eines Empfindungsnervs eine H. (vgl. Reflexerscheinungen). Viele Bewegungshemmungen beruhen nicht sowohl darauf, daß die entsprechenden nervösen Zentralorgane außer Tätigkeit gesetzt werden, sondern daß antagonistische Muskeln in Aktion geraten, die den Ablauf der zu hemmenden Bewegung mechanisch hindern.
 
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Hemmung (franz Echappement), bei Uhren die Vorrichtung, die den Gang des Räderwerkes behufs Regulierung in kleinen gleichmäßigen Intervallen unterbricht.
 
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Hemmungsbäuder, s. Meyers Bänder.
 
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Hemmungsbildung, ein Stehenbleiben der organischen Entwickelung auf einer für gewöhnlich durch Neubildungen zu ersetzenden Zwischenstufe. Wenn der Stillstand ein einzelnes Organsystem betrifft, nennt man ihn Heterepistase. Der Wolfsrachen und ähnliche Mißbildungen gehören hierher. H. in der Botanik, s. Anamorphose.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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