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Helps bis Helth (Bd. 6, Sp. 157 bis 159)
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Artikelverweis Helps, Sir Arthur, engl. Schriftsteller, geb. 10. Juli 1813 in Streatham, gest. 7. März 1875 in London, studierte in Cambridge, war dann Privatsekretär des Staatssekretärs für Irland, Lord Morpeth, wurde 1859 Sekretär des Geheimen Staatsrats und 1872 Baronet. Er begann 1841 mit »Essays, written in the intervals of business« (neueste Ausg. 1889), auf die eine lange Reihe von politischen, sozialreformatorischen und historischen Schriften folgten. Wir nennen davon: »Companions of my solitude« (1850, 10. Ausg. 1885); »The conquerors of the new world and their bondsmen« (1852, 2 Bde.); »Friends in council« (1854, 2 Bde.; neue Folge 1857, zuletzt 1869, Dialoge über Fragen der Politik und Sozialreform); »The Spanish conquest in America« (185561, 4 Bde.; neue Ausg. 190004); »Organisation in daily life« (1862); »The life of Las Casas« (1868); »The life of Columbus« (1868); »The life of Pizarro« (1869); »The life of Hernando Cortes and the conquest of Mexico« (1871, 2 Bde.), die 1896 in neuen Ausgaben erschienen, und »Life and labours of Thomas Brassey« (7. Aufl. 1888). Von seinen belletristischen Werken ist die Tragödie »Oulita the serf« (2. Ausg. 1873) und der historische Roman »Ivan de Biron« (1873, 3 Bde.) zu erwähnen.
 
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Helschuh, s. Meyers Totenbestattung.
 
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Helsingborg, Hafenstadt im schwed. Län Malmöhus, an der schmälsten Stelle des Öresundes, Helsingör gegenüber, in schöner Gegend, mit dem alten Turm Kärnan, der den Schiffern als Merkzeichen dient, steht mit Heßleholm, Eslöf und Halmstad in Eisenbahnverbindung, hat eine gotische Marienkirche aus dem Mittelalter, ein neues gotisches Rathaus, eine gelehrte Schule, einen guten Hafen, eine internationale Signalstation, elektrische Straßenbahn, treibt Handel, Seefahrt und Fischerei und zählt (1901) 25,164 Einw. H. steht in regelmäßiger Dampferverbindung mit Hamburg und Lübeck, ferner mit Kopenhagen, Helsingör, Christiania, Grimsby, Antwerpen und Amsterdam. H. besitzt (1901) 60 eigne Segelschiffe von 13,906 Ton. und 46 Dampfschiffe von 46,448 T.; bedeutende Industrie in Zucker, Gummiwaren und Superphosphat (zusammen 99 Fabriken mit 2856 Arbeitern und 22,2 Mill. Kronen Produktion). 1903 liefen 1523 Schiffe von 316,696 Ton. ein, und 1229 Schiffe von 241,456 T. gingen ab. H. ist Sitz eines deutschen Konsuls. In der Nähe südöstlich das Seebad Meyers Ramlösa (s. d.), nördlich das königliche Schloß Sofiero, sodann die Steinkohlengruben von Höganäs und das Vorgebirge Kullen mit einem Leuchtturm. H., eine der ältesten schwedischen Städte, war bis 1658 und 167677 in dänischem Besitz. Hier siegten 28. Febr. 1710 die Schweden unter M. Meyers Stenbock (s. d.) über die Dänen. Vgl. Lilliestråle, Magnus Stenbock och slaget vid H. (Helsingb. 1890); »Illustrerad Helsingborgs Historia« (das. 1903).

[Bd. 6, Sp. 158]



 
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Helsingfors, Hauptstadt des Großfürstentums Finnland und des finn. Gouv. Nyland, malerisch auf einer aus Granitfels bestehenden Skäre des Finnischen Golfs gelegen, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien St. Petersburg-H. und H.-Tawastehus, ist die wichtigste See- und Handelsstadt des Großfürstentums. Sie hat zwei stark befestigte, sichere Häfen, breite und gerade Straßen, unter denen sich insbes. die lange Esplanade (mit der Bronzestatue des Dichters Runeberg) und die schöne Unionsstraße auszeichnen, ein Denkmal Kaiser Alexanders II. (seit 1894) und viele prächtige öffentliche Gebäude, von denen das kaiserliche Palais, das prächtige Universitätsgebäude (1828 bis 1832 von Engel erbaut), die im edelsten Stil ausgeführte lutherische Nikolaikirche (183052 erbaut), die russische Mariä Himmelfahrts-Kirche (seit 1868), die neue lutherische Kirche (seit 1893), das Ateneum (seit 1887, mit Gemäldegalerie), das neue Theater, das finnische Theater (seit 1901), das Staatsarchiv, das Ritterhaus (185861 im italienischen Stil erbaut), das Ständehaus (seit 1891) und das Gebäude des Senats für Finnland zu nennen sind. Die Stadt hat (1901) 97,051 Einw., meist Schweden, Finnen, neuerdings auch zahlreiche Russen und Deutsche. H. besaß 1898: 576 industrielle Etablissements mit 8577 Arbeitern und einer Produktion von 35,802,441 finnischen Mark, darunter eine Zuckerraffinerie, mechanische Werkstätten, Bierbrauereien und Tapetenfabriken, Tabakfabriken und Spiritusbrennereien. Die Handelsflotte umfaßte 1900: 121 Schiffe mit 29,086 Ton. 1901 liefen 1078 Schiffe von 301,827 Ton. ein, 884 von 246,650 Ton. aus. Der überseeische Handel, den die Stadt besonders nach St. Petersburg, Schweden und England sowie nach den deutschen Ostseeländern unterhält, dreht sich um Holzwaren, Papier, Pappe etc., während Getreide, Eisen, Maschinen, Kleider, Manufakturwaren, Zucker und Steinkohlen die hauptsächlichsten Einfuhrartikel bilden. Die Einfuhr (1902: 128 Mill. finn. Mk.) ist viel bedeutender als die Ausfuhr (22,9 Mill. finn. Mk.). H. ist der Sitz der staatlichen Finlands Bank und von 6 Privatbanken. Von öffentlichen Anstalten besitzt H. die von Åbo 1827 hierher verlegte und 1901 von 2355 (darunter 385 weiblichen) Studenten besuchte Alexander-Universität, mit zoologischem und botanischem Museum, einer Bibliothek von 230,000 Bänden, Sternwarte, botanischem Garten etc., ferner ein ethnographisches Museum, ein Polytechnikum, 10 Lyzeen (Mittelschulen), eine Navigationsschule, 2 Handelsschulen, Irren- und Blindeninstitut. H. ist Sitz eines deutschen Generalkonsuls. Von der Seeseite her ist H. durch die auf sieben Felsenskären liegende Festung Sweaborg geschützt. Die von Gustav Wasa etwa 7 km nordöstlich am Flüßchen Wanda 1550 erbaute Stadt H. wurde 1640 an ihre jetzige Stelle verlegt, 1713 von den Russen zerstört, die hier 4. Sept. 1742 Ch. E. Meyers Lewenhaupt (s. d.) zur Kapitulation nötigten. Seit 1749 stark befestigt (s. Meyers Sweaborg), 1808 von den Russen von neuem besetzt, ist H. seit 1812 Hauptstadt des Großfürstentums Finnland und seit 1819 Sitz des finnländischen Senats. Vgl. W. Brummer, Historiska uppgifter om H. och Sveaborg (Heisingf. 1874); E. Ehrström, H. stads historia från 1640 till Stora ofreden (das. 1890).
 
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Helsingland, eine außer dem Ytterhogdal zum Gefleborg-Län gehörige Landschaft Schwedens, dessen nördlichen Teil sie bildet, umgeben von den Landschaften Medelpad im N., Herjeådalen und Dalarne bn W., Gestrikland im S. und dem Bottnischen Meerbusen im O., ist von Wäldern und Gebirgen erfüllt und wird vom Ljusne-Elf durchschnitten. H. zählt auf 15,940 qkm (289 QM.) 143,600 Einw., die Ackerbau und Viehzucht, Waldwirtschaft und Jagd treiben. Die einzigen Städte sind Söderhamn und Hudiksvall.
 
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Helsingör, See- und Handelsstadt auf der dän. Insel Seeland, Amt-Frederiksborg, Endpunkt der zwei Staatsbahnlinien Kopenhagen-H., an der schmälsten Stelle des Sundes, früher als Zollstelle wichtig, seit Aufhebung des Sundzolles aber weniger belebt, hat 2 Kirchen, ein im gotischen Stil gebautes Rathaus, einen stattlichen Bahnhof, ein Seebad. Schiffswerften (1000 Arbeiter), einigen Handel und (1901) 13,902 Einw. Der Hafen ist ca. 6 m tief und durch Bauten (188391) erweitert sowie seine Einfahrt verbreitert worden. Eine Dampffähre führt nach der gegenüberliegenden (4 km entfernten) schwedischen Stadt Helsingborg. 1901 liefen 759 Schiffe von 32,391 Reg.-Tons. ein; eingeführt wurden besonders Steinkohlen (36,819 Ton.), Manufakturwaren, Eisen- und Metallwaren. Die Handelsflotte zählte Ende 1903: 176 Schiffe mit 5429 T. H. ist der Sitz eines deutschen Konsuls. Die Stadt ist offen, jedoch geschützt durch die Festung Meyers Kronborg (s. d.). Schöne Aussicht von hier oder von dem unweit gelegenen Lustschloß Meyers Marienlyst (s. d.) auf den im Sommer stets mit Fahrzeugen bedeckten Sund und die gegenüberliegende Küste von Schweden mit den Felsen von Kullen. Schon im frühen Mittelalter erwähnt, erhielt H. 1425 Stadtrechte, wurde mehrmals von den Hanseaten zerstört, auch 1658 bei der Belagerung Kronborgs durch die Schweden, die am 29. Okt. hier den Holländern ein unentschiedenes Seegefecht lieferten, hart mitgenommen. Beim Dorf Humlebäk, 7 km südlich, erfolgte 4. Aug. 1700 die Landung der Schweden unter Karl XII. Vgl. Rodenberg, Vier Wochen in H. (Berl. 1867).
 
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Helst, Bartholomäus van der, holländ. Maler, geb. 1613 in Haarlem, gest. im Dezember 1670 in Amsterdam, war Schüler des Nikolaus Elias in Amsterdam, wohin er schon frühzeitig gekommen war Sein frühestes datiertes Bild von 1637 stellt die Regenten des Waale Weeshuis in Amsterdam (Rathaus daselbst) dar. Sein Hauptwerk ist das im Reichsmuseum zu Amsterdam befindliche Schützenmahl, das die Amsterdamer Bürgergarde zur Feier des Westfälischen Friedens 1648 veranstaltete, ein kolossales Bild mit 24 lebensgroßen Figuren. Die sprechenden Gesichtszüge, die Meisterschaft der Modellierung, die kräftige, klare Färbung erheben es zu einem Hauptwerk der Malerei. Nicht ganz auf derselben Höhe steht das immer noch ausgezeichnete große Bild: die Vorsteher des Amsterdamer Schützenkorps (1657), von dem sich eine kleinere, von dem Künstler 1658 gemalte Wiederholung im Louvre befindet. Die Behandlung ist hier schon zahmer, die Farbe minder kräftig. Diese Richtung gewann später immer mehr die Oberhand, so daß H. zuletzt einer ziemlich kraftlosen, selbst manierierten Auffassung verfiel. Bildnisse von ihm, die sich meist durch vornehme Haltung und glatte, saubere Behandlung auszeichnen, finden sich zahlreich in den Galerien, sein Selbstbildnis von 1657 in den Uffizien zu Florenz. 1653 gründete er mit dem Bildnismaler N. de Helt-Stokade in Amsterdam die St. Lukasgilde.
 
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Helston, Stadt (municipal borough) in der engl. Grafschaft Cornwall, an der Südküste, an der Mündung des Loe, westlich von Falmouth, mit Hafen und (1901) 3088 Einw.

[Bd. 6, Sp. 159]



 
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Heltai (ung., d. h. Heltauer; in seinen deutschen Werken auch Helth genannt), Kaspar, siebenbürg. Reformator, geb. um 1520 in Heltau bei Hermannstadt von sächsischen Eltern, gest. um 1574 in Klausenburg, studierte in Wittenberg Theologie, war 1545 bis 1558 Stadtpfarrer in Klausenburg, wo er die Reformation einführte, und gründete mit Hofgreff 1550 eine Buchdruckerei, in der er die Lutherschen Katechismen deutsch und ungarisch drucken ließ. Bald nach 1558 trat er zur Lehre Calvins über, wurde dann Unitarier, und schließlich neigte er zu Socin. Sein bedeutendstes Werk ist eine ungarische Übersetzung des größten Teils der Bibel (155162, 5 Bde.); ferner schrieb er: »Hundert Fabeln nach Äsop« (1566), »Historische Lieder« (ungar., 1574), Übersetzung des »Verbözischen Gesetzbuches« (1572) und mit Benutzung der Dekaden des Bonfinius eine ungarische »Chronik von den Taten der Ungarn« (1575; neue Ausg. von Toldy, Pest 1854), mit der er die ungarische Geschichtschreibung begründete. Seine letzten Jahre waren durch dogmatische Streitigkeiten getrübt. Als Historiker würdigten ihn Aug. Helmar (Figyelö 1874) und M. Zsilinszky (Századok 1878).
 
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Heltau (ungar. Nagy-Disznód, spr. nádj dißnōb), Dorf im ungar. Komitat Hermannstadt, bei Hermannstadt, an der Bahnlinie Hermannstadt-H., mit schöner altgotischer evang. Kirche und fast städtischem Aussehen, hat eine Tuchfabrik, Wollwebereien und (1901) 3189, darunter 2338 deutsche (evang.) Einwohner.
 
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Helth, siebenbürg. Reformator, s. Heltat.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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