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Helmsiegel bis Helmwulst (Bd. 6, Sp. 156 bis 157)
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Artikelverweis Helmsiegel, in der Sphragistik Siegel, die nur den Helm, nicht den Wappenschild berücksichtigen.
 
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Helmsley (spr. hélmslĭ), Marktstadt im Nordbezirk von Yorkshire (England), am Rye, 50 km nördlich von York, mit Schloßruinen, einem neuen Schloß des Lords Feversham und (1901) 1363 Einw. In der Nähe liegen die Ruinen der Cistercienserabtei Rivaulx (12. Jahrh.).
 
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Helmstadt, Flecken im bayr. Regbez. Unterfranken, Bezirksamt Marktheidenfeld, hat eine kath. Kirche, Schweinezucht und (1900) 1107 Einw. Hier siegte 25. Juli 1866 die preußische Division v. Beyer über die 1. und 3. bayrische Division (Stephan und Prinz Luitpold).
 
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Helmstedt, Kreisstadt im Herzogtum Braunschweig, am Elmwald, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Eilsleben-Braunschweig, H.-Schöningen und H.-Öbisfelde, 129 m ü. M., hat 3 evang. Kirchen (die schöne Stephanskirche aus dem 12. Jahrh., die St. Walpurgiskirche und die Marienberger Kirche), die St. Georgskapelle von 1322, eine kath. Kirche, das im Renaissancestil ausgeführte Gebäude (sogen. Juleum) der ehemaligen Universität, ein Denkmal für die bei Waterloo Gefallenen, Gymnasium, Landwirtschaftsschule mit Realabteilung, Amtsgericht, Oberforst- und Forstamt, Reichsbanknebenstelle, Spinnerei, Zuckerraffinerie, Möbel-, Seifen- und Tabakfabrikation, Dampfziegeleien, Braunkohlenbergwerke und Brikettfabrikation, Kalibergbau etc. und (1900) 14,259 meist evang. Einwohner. Vor der Stadt befinden sich das lutherische Jungfrauenstift Marienberg (ehemals ein Augustiner-Nonnenkloster) mit der obengenannten Kirche, die Domäne St. Ludgeri, ein ehemaliges Kloster mit der kath. Kirche und zwei alten Kapellen (der St. Johanneskapelle mit Krypte aus dem 9. Jahrh. und der St. Felicitaskapelle). 4 km von der Stadt, im Brunnental, liegt Bad H., mit einer salinischen Eisenquelle, die lebhaft besucht wird. Auf dem Corneliusberg befinden sich die sogen. Lübbensteine, zwei hohe Granitblöcke, die zur Heidenzeit als Opferstätte Wodans gedient haben sollen. H. entstand der Sage nach um 798 durch den heil. Ludger, der hier an der Ludgeriquelle (wo seit 1844 ein eisernes Kreuz steht) getauft und eine Kapelle erbaut haben soll, aus der das obenerwähnte Ludgerikloster erwuchs. In Wirklichkeit wurde der Ort erst 100 Jahre später von Werden a. d. Ruhr aus gegründet und erhielt 1099 Stadtrechte. Durch Kauf kam H. 1489 von Werden an Braunschweig, jedoch mit Ausnahme des (stets katholisch gebliebenen) Ludgeriklosters, das 1803 säkularisiert wurde. Die 1576 vom Herzog Julius aus dem von Gandersheim hierher verlegten Pädagogium gebildete Universität war im 17. Jahrh. unter den protestantischen Hochschulen eine der bedeutendsten; stets herrschte hier ein Geist der Versöhnlichkeit. Von 180713 war H., das 1809 durch den König Jérôme seine Universität verlor, die Hauptstadt eines Distrikts im westfälischen Okerdepartement. Vgl. Kunhard, Beiträge zur Geschichte der Universität H. (Helmst. 1797); Ludewig, Geschichte und Beschreibung der Stadt H. (das. 1821); »Geschichte der ehemaligen Hochschule zu H.« (das. 1876); Koldewey, Geschichte der klassischen Philologie auf der Universität H. (Braunschw. 1895); »Bau- und Kunstdenkmäler des Herzogtums Braunschweig«, Bd. 1 (das. 1896).
 
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Helmsturz, soviel wie Visier (s. d. und Helm, S. 151).
 
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Helmüberzug, schilffarbene Kappe, die bei Friedensübungen die eine Partei als Unterscheidungszeichen trägt.
 
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Helmund, Fluß, s. Meyers Hilmend.
 
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Helmut, männlicher Vorname, heißt »mutig im Kampf«.

[Bd. 6, Sp. 157]



 
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Helmwachtel, s. Meyers Baumwachtel.
 
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Helmwind, ein Ostwind in Nordengland, der beim Überschreiten der Croßfellkette durch Kondensation eine Wolkenhaube (engl. helm cloud) über den Bergen bildet; diese löst sich beim Hinabstürzen der Luft in das Edental auf, entsteht aber beim Anstieg auf der andern Talseite von neuem (helm bar) in rückwärts gewandtem Wirbel.
 
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Helmwulst, s. Meyers Helm, S. 152.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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