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Helmkerse bis Helmsiegel (Bd. 6, Sp. 155 bis 156)
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Artikelverweis Helmkerse, soviel wie Geradflügler.
 
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Helmkleinod und Helmkrone, s. die Textbeilage zur Tafel Meyers »Heraldik«.
 
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Helmkraut, s. Utricularia.
 
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Helmlehen (Feudum galeatum), Ritterlehen (s. Meyers Lehnswesen), auch ein zu Lehen gegebenes Wappen.
 
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Helmold, Geschichtschreiber des 12. Jahrh., gebürtig aus Holstein, Priester zu Bosau unweit Plön, war mit den Bischöfen von Oldenburg, Vicelin (gest. 1154) und Gerold (gest. 1163), die das Christentum bei den Slawen verbreiten halfen, befreundet und schrieb auf des letztern Veranlassung die »Chronica Slavorum«, welche die Eroberung und Christianisierung der Slawenlande von Karl d. Gr. ab erzählt und über die Zeit Heinrichs des Löwen (bis 1172) als wohlunterrichtete zeitgenössische Quelle ausführliche Nachrichten gibt. Abt Meyers Arnold von Lübeck (s. d., Bd. 1) setzte sie bis 1209 fort. Die älteste Ausgabe ist von Schorkel (Frankf. 1556), die neueste von Lappenberg in den »Monumenta Germaniae historica«, Scriptores, Bd. 21 (in besonderer Ausgabe Hannov. 1868); eine deutsche Übersetzung lieferte Laurent (Berl. 1852; 2. Aufl. von Wattenbach, Leipz. 1889). Vgl. Völkel, Die Slawenchronik Helmolds (Danz. 1873); Hirsekorn, Die Slawenchronik des H. (Halle 1874); Regel, H. und seine Quellen (Jena 1883).
 
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Helmolt, Hans Ferdinand, deutscher Historiker, geb. 8. Juli 1865 in Dresden, studierte seit 1884

[Bd. 6, Sp. 156]


in Leipzig und Bonn erst klassische Philologie und Sprachvergleichung, dann besonders unter Lamprecht und Ratzel Geschichte und Geographie, erwarb mit der Dissertation »König Ruprechts Zug nach Italien« 1892 die Doktorwürde, bereitete 189394 für die Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde eine Ausgabe der ältesten Werdner Urbare vor und ist seit 1894 Redakteur am Bibliographischen Institut in Leipzig. In der unter Mitarbeit von einigen 30 Fachgenossen von H. herausgegebenen »Weltgeschichte« (Leipz. 1899 ff., 9 Bde.) sucht er auf geographischer Grundlage (im Gegensatz zu der sonst üblichen Beschränkung auf die Kulturvölker am Rande des Mittelmeers) die geschichtliche Entwickelung aller, auch der primitiven Völker der Erde darzustellen. H. behandelte auch die deutsche Geschichte für das »Deutsche Volkstum«, herausgegeben von Hans Meyer (2. Aufl., Leipz. 1903), und bearbeitete die 6. Auflage von Hertslets »Treppenwitz der Weltgeschichte« (Berl. 1904).
 
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Helmond, Stadt in der niederländ. Provinz Nordbrabant, an der Aa, dem Süd-Wilhelmskanal und an der Staatsbahnlinie Venlo-Breda gelegen, hat eine höhere Bürgerschule, bedeutende Leinweberei, eine Kattundruckerei, Färbereien, Maschinenfabriken, eine Eisengießerei, eine Drahtzieherei, Brauereien, einigen Handel und (1900) 11,465 Einw.
 
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Helmont, Johann Baptist van, Mediziner und Philosoph, geb. 1577 in Brüssel, gest. 30. Dez. 1644, studierte in Löwen, trat schon in seinem 17. Jahr als öffentlicher Lehrer der Medizin auf, bereiste die Schweiz, Italien, Frankreich und England, wendete sich dann vornehmlich der Chemie zu und kehrte erst 1605 nach Amsterdam zurück. 1609 zog er sich auf sein Gut Vilvorde bei Brüssel zurück und widmete sich hier chemischen Arbeiten und dem Studium mystischer Schriften. H. ist ein Hauptvertreter der Chemiatrie und Nachfolger des Paracelsus, auf dessen Vorarbeiten fußend er ein neues Krankheitssystem einzuführen suchte, in dem den chemischen Prozessen die Hauptrolle zufiel. Nach ihm wird das Leben von einer Grundkraft, dem Archeus, und von andern, untergeordneten Kräften regiert. In seiner Krankheitslehre spielen Magen und Unterleib eine Hauptrolle. Er führte den Begriff »Ferment« ein als ein Agens, das wichtige Umsetzungsprozesse in den Säften verursache. Er unterschied die Kohlensäure (gas syIvestre) von der gewöhnlichen Luft, führte das Wort »Gas« in die chemische Terminologie ein und entdeckte den Hirschhorngeist und das kohlensaure Ammoniak. Seine Werke erschienen u. d. T.: »Ortus medicinae« (Amsterd. 1648, und in bester Ausgabe 1652 dazu: »Opuscula medica inaudita«, Köln 1644 u. ö.; Frankf. a. M. 1659, 3 Bde.; deutsch, Sulzb. 1683). Sein Leben beschrieb Loos (Heidelb. 1807). Vgl. Spieß, Helmonts System der Medizin etc. (Frankf. 1840); Rommelaere, Etudes sur J. B. H. (Brüss. 1868); Kopp, Geschichte der Chemie, Bd. 1 (Braunschweig 1843). 1889 wurde ihm in Brüssel ein Denkmal errichtet. Sein jüngster Sohn, Franciscus Mercurius van H., geb. 20. Okt. 1618, gest. 1699 in Berlin, erwarb sich Verdienste um die Physiologie der Sprache und den Unterricht der Taubstummen. Vgl. Broeckx, Le baron F. M. v. H. (Antwerp. 1870).
 
Artikelverweis 
Helmrose, s. Meyers Helm, S. 152.
 
Artikelverweis 
Helmrost, Helmschmuck, s. Meyers Helm, S. 151.
 
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Helmsiegel, in der Sphragistik Siegel, die nur den Helm, nicht den Wappenschild berücksichtigen.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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